Katastrophe Jobverlust: Burnout nach Kündigung

Der Verlust des Jobs ist für Menschen, die ihren Selbstwert aus der Arbeit beziehen, eine Katastrophe. Manche zerbrechen daran. Porträt einer ausgebrannten Arbeitslosen

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...763507,00.html
  1. #150

    Zitat von waldemar.l. Beitrag anzeigen

    ...locker vorstellen, daß die Reaktion des Foristen "Quatschtuete" Angst vor dieser Situation ist oder er ist noch in seinen jungen Jahren sehr selbstherrlich. Anders kann ich mir solch ein aufgeblasenes Getue nicht erklären.
    Bin schon lange in Rente, und habe in meinem langen Arbeitsleben genug von diesen Weicheiern kennengelernt.
  2. #151

    Wir brauchen nur Menschen mit Herz und Verstand

    Zitat von Alexander Berg Beitrag anzeigen
    Aus diesem Grunde braucht die Wirtschaft neue Beraterstrukturen, die in der Lage sind, durch ganzheitlich, systemisches Denken und Handeln, optimal wirksame Organisationen zu gestalten und mit passgenauen Informationstechnologien synergetische zu vernetzten.

    Wie die Praxis zeigt, sind wir davon noch um Lichtjahre entfernt.....
    Warum meinen Sie hat der Chef der Frau nicht gesagt, warum er sie entlassen hat. Weil er sich auch dafür schämen muss, oder weil er so hochmütig ist, dass es unter seiner Würde ist, mit anderen Menschen zu sprechen.
    Denke das wohl beides zutrifft. Gleichgültigkeit ist weit verbreitet.

    Da war ein großartiger Krimi aus Köln mit Mariele Millowitsch , Hinnerk Schönemann und Harald Krassnitzer.
    Der Krassnitzer spielt dabei einen Berater der bei Firmen Leute entlässt.
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,...411095,00.html

    Dieser Mensch maßt sich an etwas Besonderes zu sein und somit das Recht zu haben über andere zu urteilen und zu entscheiden wer gut und wer böse ist.
    Weil die Kommissarin Brand ihm keine Ruhe lässt, sorgt er nicht nur, dass sie entlassen werden soll, sondern auch ihren Mann diskreditiert er.
    Der Film hat das Problem großartig beschrieben.


    Es gibt halt solche und solche. Leute die überhaupt kein Selbstbewusstsein haben und solche die sich hoffnungslos überschätzen.

    Ich finde es im Artikel auch nicht so toll, dass die Frau verurteilt wird, weil sie nicht in den Urlaub fährt. Ich finde der Artikel ist von einer Warte aus geschrieben, die man nicht einnehmen sollte, einfühlsam geht anders.

    Man kann nicht sagen, der Manager wollte der Frau etwas Gutes tun, weil sie nicht im Urlaub war, und hat ihr deshalb gekündigt.

    Aber es gibt in der Tat Leute, die meinen alle außer Ihnen müssen in Miete wohnen. Einer meiner Arbeitgeber hat mir auch gekündigt, als ich mir ein Haus gekauft hatte.
    Man sollte am Arbeitsplatz nicht sagen, dass man baut oder so, das produziert viel Argwohn. Ein Häuslebauer verursacht viel weniger Umweltverschmutzung als einer der in Miete wohnt und dann ständig durch die Welt jettet, aber er wird dennoch gehasst. Stichwort Spießer!

    Manche Leute in unserer Gesellschaft neigen dazu zu meinen, dass sie das Maß aller Dinge sind. Es gibt aber bestimmt viele Wege glücklich zu werden.

    Die Benediktiner verlassen nach der Regel des Benedikt ihr Kloster nicht, dennoch sind sie zu Frieden. Und bei denen gilt auch "ora et labora". Ora scheint aber wichtig zu sein.

    Desgleichen habe ich einen Film über Kartäuser gesehen, "Die große Stille" und muss sagen, dass ich an dem Lebensstil doch auch sehr viel Gefallen finden konnte.

    Das größte Problem unserer Gesellschaft ist der Mangel an Sinn, an geistlicher Orientierung.

    Wenn man Jahre lang Menschen vermittelt, wer nicht arbeitet soll auch nicht essen, dann ist ein solches Verhalten nicht verwunderlich.

    Wer dann so barbarisch wütet wie die Manager, macht sich schuldig.
    Dem Manager und unserer Regierung fehlt beides auch der Verstand aber um so mehr das Herz.

    Wobei ich sagen möchte, dass ich beim nächsten mal Schwarz Gelb wählen werde, weil ich nicht möchte, dass alle in Hochhäuser zwangsumgesiedelt werden sollen.

    Bei Rot Grün müsste die Frau jetzt in eine Hartzler Wohnung.
    Die haben das geringste Verständnis für Menschen.
    Wetten, der Manager war ein Sozi.
  3. #152

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf...

    Zitat von Quatschtuete Beitrag anzeigen
    Bin schon lange in Rente, und habe in meinem langen Arbeitsleben genug von diesen Weicheiern kennengelernt.
    In diesem Forum ist sehr differenziert diskutiert worden. Und sehr konstruktiv. Außer von Ihnen. Keinen der Betroffenen, die sich hier geäußert habe, halte ich für ein Weichei. Das Weichei sind Sie, weil Sie fortwährend betroffene Menschen beleidigen, die sich ernsthaft mit einem ernsthaften Problem auseinandersetzen.
  4. #153

    "SELBST" ist der Mensch...

    Es wird bestimmt NIEMALS ein netter Brief im Postkasten landen, in dem geschrieben steht:

    "Vielen lieben Dank, dass Sie sich für unser Unternehmen gesundheitlich so nett ruiniert haben..."

    Also: Wenn´s reicht, dann reicht es! Ich habe gekündigt! Im Bereich der PFLEGE wird sich das Rumhacken auf Kollegen und Untergebene NIEMALS mehr ändern. Also kehrte ich dem ganzen Saustall den Rücken und gehe lieber noch in Ruhe PUTZEN.
    Gruß an Alle
    Pflegeengel
  5. #154

    Neue Soziale Marktwirtschaft

    Chef: "Sie können mit Ihrem Gehalt keine zwei Kinder ernähren? Dann muss eben eins sterben."
  6. #155

    Sie gehören wohl zu jenen die es begriffen haben

    Zitat von Alias_aka_InCognito Beitrag anzeigen
    So wie ich das sehe, ging diese Frau schon vor ihrer Kündigung auf den Zahnfleisch. Mag ja sein, dass sie in ihrem Job eine angemessene Leistung erbracht hatte, aber solchen Leuten sieht man, dass sie sich quälen. Und das ist insgesamt nicht gut für das Betriebsklima.

    Die Kunst liegt darin, .....


    Also nach 4 Jahrzehnten Berufserfahrung hätte die Frau mehr Gelassenheit an den Tag legen müssen und alles etwas mehr Piano angehen lassen müssen.
    Unnötige Hektik und Aktionismus sind kontraproduktiv und erzielen auch keine gravierend besseren Ergebnisse.
    Auch Kollegen fühlen sich dadurch bei ihrer Arbeit beeinträchtigt, wenn ein Kollege unnötig dauernd den Flur hoch und runter rennt und von den anderen Kollegen was will und irgendwie unsicher wirkt.

    Solche Leute haben ja aber auch gute Absichten und bei denen ist alles gut gemeint, aber sie sind auch sensibel und leicht reizbar und niemand weiss, wie man ihnen ihr Verhalten schonend beibringen kann.
    Es geht auch darum, ein Team zu sein, ohne dass jemand ständig aus der Reihe tanzt mit einem nicht angebrachten Übereifer, der auch noch pathetisch wirkt.

    Leider ist auch der Artikel leider zu einseitig geschrieben und leuchtet nicht jeden Fakt von allen Seiten aus. So wirkt der Artikel tendenziös.
    denke bei der Frau und dem Chef war auch ein Mentalitäts Problem vorhanden. Die Frau war aus dem Osten, da war viel arbeiten gefragt. Beim Westler herrscht die oben beschriebene Mentalität vor.

    "Es gibt nichts schöneres als Menschen bei der Arbeit zuzusehen."

    Man hat da ein distanziertes Verhältnis zur Arbeit. Man fühlt sich eh nur vom Chef ausgenutzt, und blickt die Situation. Es gibt keinen Grund sich anzustrengen, weil den Gewinn fährt nur der Chef ein.

    Im Kommunismus war es wirklich anderes. Da gab es noch Lob für Fleißige. Mein Vater besaß eine ganze Schublade voller Orden. Er war immer Held der Arbeit. Wert hat er darauf nicht gelegt, es war für ihn immer selbstverständlich sein Bestes zu geben.

    Im Westen ist er mit der Haltung nur angeeckt. Es gab nur Spott für ihn. Es gab auch einen englischen Film wo ein Kommissar eine viel höhere Aufklärungsrate als die anderen hatten, und deswegen versetzt wurde.

    Es ist halt eine andere Mentalität. Hier wird der Fleißige gemieden, weil man meint er könnte einem etwas wegschnappen.
    Die Individuen der Gesellschaft stehen sich feindlich gegenüber. Man ist stets im Wettkampf mit den anderen.
    Der Chef ist das Endprodukt dieser Selektion. Er ist die Krönung des Egoismus und beseitigt alle die ihn bedrohen.
    Ein wir kennt er nicht, und das Mitgefühl wurde bei seiner Evolution erfolgreich weggezüchtet.


    Im Osten hat man ja für alle gearbeitet, und da war es dann als positiv angesehen worden.

    Auch als Christ ist mir die Haltung der Frau lieber.
    Der Papst sagt ja auch er sei der Diener aller Diener und er gibt sein Bestes, ja er verzehrt sich sogar ganz. Er hat keine Rente, er macht immer das was sein Herr von ihm verlangt.

    Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn die Frau mehr Zeit für die Kinder gehabt hätte.
  7. #156

    ;-) Richtig so

    Zitat von Pflegeengel Beitrag anzeigen
    Also: Wenn´s reicht, dann reicht es! Ich habe gekündigt! Im Bereich der PFLEGE wird sich das Rumhacken auf Kollegen und Untergebene NIEMALS mehr ändern. Also kehrte ich dem ganzen Saustall den Rücken und gehe lieber noch in Ruhe PUTZEN.
    Gruß an Alle
    Pflegeengel
    Meine Schwester hat die gleichen Erfahrungen gemacht. Putzen wird auch noch besser bezahlt, als pflegen.
  8. #157

    Bewerben und Arbeiten

    Zitat von pirx64 Beitrag anzeigen
    Bricht in Tränen aus weil eine schriftliche Bewerbung verlangt wurde???
    Die Qualität und das Können einer Bewerbung haben rein garnichts mit der Fähigkeit zur Ausübung einer Arbeitsstelle zu tun.

    Mir ging es genauso, dass ich sowohl in meinem früheren als auch in meinem jetzigen Job gute Arbeit leiste und immer positives Feedback zu hören kriege. Als ich mich nach einem Stellenverlust bewerben musste, habe ich mich sehr schwer getan, da ich mit diesen unsäglichen Fangfragen und Psychospielchen dieser Personalgangster nicht klar kam.

    Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Jetzt habe ich eine Stelle in der Schweiz, bei der ich deutlich besser als vorher in Deutschland verdiene, und den arroganten Deutschen Unternehmen mit ihren Halbgöttern von Personalern und ihrem dreisten Geheule vom Fachkräftemangel zeige ich eine lange Nase.
  9. #158

    .

    Zitat von Quatschtuete Beitrag anzeigen
    Bin schon lange in Rente
    Dann verfügen Sie nicht über die nötige Kompetenz, um die heutige Arbeitswelt insbesondere jüngerer Leute beurteilen zu können, und zudem nicht über ein ausreichendes Selbsteinschätzungsvermögen, um zu begreifen, daß Ihre Erfahrungswerte nichts mit dem zu tun haben, was sich im Moment auf dem Arbeitsmarkt abspielt.

    , und habe in meinem langen Arbeitsleben genug von diesen Weicheiern kennengelernt.
    Sie sind auch nicht der erste Fall von Altersstarrsinn, der mir schon über den Weg gelaufen ist. Schade, daß Sie vermutlich - generationstypisch - über eine auskömmliche Rente verfügen. Sie hätte ich sonst gern mal als notgedrungen hinzuverdienenden Minijobber selbst unter die Knute bekommen, um Ihnen den heutigen Arbeitsmarkt am praktischen Beispiel erklären zu können.
  10. #159

    am besten nicht alles glauben

    Zitat von 0175transalp Beitrag anzeigen

    In diesem Forum ist sehr differenziert diskutiert worden. Und sehr konstruktiv. Außer von Ihnen. Keinen der Betroffenen, die sich hier geäußert habe, halte ich für ein Weichei. Das Weichei sind Sie, weil Sie fortwährend betroffene Menschen beleidigen, die sich ernsthaft mit einem ernsthaften Problem auseinandersetzen.
    Die Missbrauchsrate bzw. der Versuch mit sogn. Bounout in "Frührente" zu maschieren, geht jährlich in die Tausende.
    Die dreistesten Fälle sind um die 30/35 Jahre alt.

    Die exorbitante Ablehnungsquote durch die Gutachter spricht Bände.

    Setzen Sie sich mit dem Psychiater/Gutachter Ihres Vertrauens in Verbindung, und sie werden die ganzen Märchen auch nicht mehr glauben.