REUTERSRegen verschlimmert offenbar die Vergiftung der Umgebung des Katastrophen-AKW von Fukushima: Einer Studie zufolge sind radioaktive Substanzen mittlerweile bis zu 30 Zentimeter in den Boden gesickert.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...821229,00.html
wer weiss - wer weiss, ich habe bis jetzt auch immer gedacht, dass sich die Radioaktivität mit längerer Liegedauer im Boden immer mehr in den oberen Bodenschichten sammelt, damit der Boden leichter zu dekontaminieren ist.
Wie gut, dass Japan diese schlauen Atomwissenschaftler hat.
Vorhang auf für die große Bühne der Atomlobbyisten!
Gleich wird Hannovergenuss seinen Taschenrechner zücken und uns erklären, dass alles nicht so schlimm ist, weil die radioaktiven Substanzen ja nicht überall 30 Zentimeter in den Boden eingedrungen sind. In Okinawa sind es nur 29,724589 Zentimeter. Und überhaupt ist das alles keine Gefahr, denn Menschen leben ja nicht 30 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Wir sind schließlich kein Maulwürfe.
Promethium wird uns erklären, dass wir diese Radioaktivität 30 Zentimeter tief im Boden in Deutschland auch brauchen, damit bei uns 600 Säuglinge weniger (!) sterben.
n+x wird uns ellenlange Zahlenkolonnen, Berechnungen und Ausführungen vorlegen, deren Sinn er selbst nicht kennt und die nur dazu dienen, dass wir uns möglichst lange damit beschäftigen sollen, um weiterhin schön auf der Stelle zu treten.
Und der ganze Rest des Vereins wird es sich nicht nehmen lassen, von Panik und Hysterie zu jammern (ohne je zu sagen, bei wem eigentlich); ganz allgemein die Medien und alle Deutschen der Ahnungslosigkeit bezichtigen; uns darüber aufklären, dass die Sonne nachts nicht scheint, dass es in Deutschland keine Tsunamis gibt und dass man mit Esoterik keine Industrienation aufbauen kann. Wir werden erfahren, dass alle Kernkraftwerke in der ganzen Welt absolut total ganz sicher sind - ausser wenn es sich um französische Kernkraftwerke direkt an der deutschen Grenze handelt. Die Begriffe Ökofaschismus, verspargelte Landschaften und Vogelschredder werden auch fallen. Dann wird gesagt, dass die Deutschen der Toten des Tsunamis nicht genug gedenken. Weiterhin bekommen wir zu hören, wieviele Menschen durch das Rauchen, in Verkehrsunfällen und durch die Braunkohle ums Leben kommen. Und zum tausendsten mal wird uns gedroht, dass bei uns bald die Lichter ausgehen und wir alle erfrieren werden (im nächsten Winter dann aber ganz bestimmt).
Also Vorhang auf für die große Atom-Kabarett-Show!
und seit mehr als einem halben Jahrhundert wird sie und ihre Folgen erforscht. Es gibt als fast nichts, was nicht schon erforscht wäre, auch wenn es hier als Sensation gmeldet wird.
Damals in grauer Vorzeit der Kerntechnik wurde in Treibhäuser voll Blumentöpfen mit diversen Pflanzen erforscht, wie Cäsium infolge der (künstlich simulierten) Regenfälle in den Boden vordringt. Soweit ich mich erinnere: so 10 cm im Jahr und das ist auch gut so, denn dadurch nimmt die Bodenstrahlung ab und man kann wieder dort herumlaufen ohne hohe Strahlenbelastung. Dumm ist nur, dass die Pflanzen immer stärker Cäsium aufnehmen, weil die Wurzeln besser an das Cäsium herankommen.
Die Wildtiere, die sie meinen sind Wildschweine - und zwar nur in einem bestimmten Gebiet. Warum in dem Gebiet? Weil es da den Hirschtrüffel gibt, der länger unter der Erde bleibt und Cäsium anreichert.
Da Wildschweine danach wühlen, sind es die einzigen Wildtiere in denen erhöhte Werte festgestellt wurden (in einem Gebiet in Süddeutschland) - die Belastung liegt allerdings schon länger unter den Grenzwerten. Wildschwein wird daher in diesem Gebiet kontrolliert - doch selbst bei einem täglichen Verzehr des mit dem Höchstwert belasteten Schwein ist man noch weit unter der "Belastung" eines Fluges nach London.