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Katastrophe: BP wirft Halliburton Vernichtung von Ölpest-Beweisen vor

Schwere Vorwürfe im Prozess um den Untergang der "Deepwater Horizon": Der Ölkonzern BP behauptet, Geschäftspartner Halliburton habe für das Bohrloch minderwertigen Zement geliefert. Entsprechende Beweise soll das Unternehmen absichtlich vernichtet haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...801925,00.html
  1. #1

    Unterschiedliche Handhabung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwere Vorwürfe im Prozess um den Untergang der "Deepwater Horizon": Der Ölkonzern BP behauptet, Geschäftspartner Halliburton habe für das Bohrloch minderwertigen Zement geliefert. Entsprechende Beweise soll das Unternehmen absichtlich vernichtet haben.

    Golf von Mexiko: BP wirft Halliburton Vernichtung von Ölpest-Beweisen vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Halliburton wird alles versuchen, ihren Anteil an der Katastrophe zu verschleiern und die gesamte Schuld auf BP abzuwälzen.
    So aggieren auch die amerikanischen Gerichte, die BP die Hauptschuld zuweisen.

    Es ist bemerkenswert, wie unterschiedlich Industrieunfälle von der amerikanischen Justiz behandelt werden.

    Beim Deepwater Horizon-Unfall gab es 11 Tote, sicher beklagenswert, und ein verschmutztes Meer, dass sich inzwischen jedoch wieder zunehmend regeniert. BP hat bisher um die 30 Milliarden $ an Schadensersatz für Aufräumarbeiten und Ausgleichszahlungen an die Geschäftswelt aufwendet, Weitere Milliardenstrafen der Regierung stehen noch im Raum.

    Zur Erinnerung ein anderer Unfall, der Chemieunfall 1984 in Bhopal, Indien, verursacht durch den US-Chemie-Konzern Union Carbide Corporation.

    Katastrophe von Bhopal

    Dadurch kamen bis zu 25.000 Menschen ums Leben, zusätzlich gab es über 500.000 Verletzte, die z.T. noch heute an den Folgen des Unfalls leiden. Die Amerikaner haben nach langer Gerichtsstreitereien 470 Mio. $ Schadenseresatz gezahlt, weitere 250 Mio. $ kamen von Versicherungen.

    Hier sieht man aufs eindringlichste, wie die Amerikaner die Dinge handhaben, wenn sie Kläger oder Beklagte sind.
  2. #2

    so einfach ist das nicht,

    vor kurzem kam im radio (b5 aktuell oder so ) ein bericht, daß nach wie vor öl and der unglückstelle austritt.jede nacht fliegen flugzeuge und versprühe chemie. der zugang, die fahrt hin zu der austrittsstelle ist nichtn möglich, die ganze gegend ist noch abgesperrt. und nach wie vor werden ölklumpen angespült.
    im übrigen scheint diesae "halliburton-truppe" ein echt auf schnellen profit getrimmter sch...-laden zu sein, deren fehler und unsäglichen einsparungen ermöglichten erst den unfall!
  3. #3

    System-Fehler

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwere Vorwürfe im Prozess um den Untergang der "Deepwater Horizon": Der Ölkonzern BP behauptet, Geschäftspartner Halliburton habe für das Bohrloch minderwertigen Zement geliefert. Entsprechende Beweise soll das Unternehmen absichtlich vernichtet haben.

    Golf von Mexiko: BP wirft Halliburton Vernichtung von Ölpest-Beweisen vor - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Es scheint bewiesen, dass ein wichtiges Log nicht gefahren wurde. Scheinen beträchtliche Kavitäten während des Bohrens und danach entstanden zu sein, die bei der einzubringenden Menge des Zements wohl nicht berücksichtigt wurden.

    Die Lagerstätte stand unter grösserem Druck als vorhergesehen. Vermutet wird, dass nicht nur ungeeigneter Zement sondern auch zu wenig eingebracht wurde.

    Der zuständige Manager von BP hatte sein Budget weit überzogen und wollte das Loch um jeden Preis abschliessen, war schon vom BP-Vorstand sanktioniert worden.

    Vermutet wird, dass die Preventeranlage am Meeresboden und die Gasdetektoren am Spülungsrücklauf manipuliert waren. In den Fällen wenn eine Lagerstätte mit hohem Gasdruck angebohrt wird, ist die zurücklaufende Spülung immer mit mehr oder weniger Gas versetzt. Die Detektoren lösen eine Sicherheitsprozedur aus, die viel Zeit in Anspruch nimmt, weil die Arbeitsvorgänge unterbrochen werden müssen und bei bestimmten Gefahrensituationen die Preventer automatisch aktiviert werden. Dies kostet Geld und Zeit.

    Also fährt man hohes Risiko, nein höchstes Risiko, wahrscheinlich ist man sogar Selbstmord-Risiko gefahren. Folge: 11 Tote und Milliarden Dollar Schäden und das Loch sabbert immer noch.

    Das dahinter steckende Profit-System birgt für solche Hoch-Risiko-Veranstaltungen erhebliche "moral hazards".








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