Der*letzte Teil der "Harry Potter"-Verfilmungen ist angelaufen - und wie!* "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2" hat an seinem ersten Kinotag in den USA und Kanada mehr Geld eingespielt als je ein Film zuvor.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,774897,00.html
*lach*
Achje, deswegen sind ja Kinder gerade die ersten und besten Opfer für Hypes, die können sich nicht wehren. Seit wann schützt eine Unwissen davor, von etwas getroffenoder missbraucht zu werden? Kinder sind am empfänglichsten für alles und daher ziehlt sehr viel Werbung und auch Hypes auf sie ab.
Und ich schrieb bereits, dass man sich von HP gerne unterhalten lassen soll, aber nicht ich behaupte, dass da irgend eine Aussage drin stecken würde oder dass das Buch Weltliteratur wäre, das tun die Fans und das macht es peinlich.
Es geht ja nicht darum, den Leuten vorzuschreiben, was sie mögen sollen, nur darum, dass man doch bitte davon absehen möge, Harry Potter als mehr hinzustellen, als es ist, nämlich eine banale und recht brutale Kinderbuchserie, die keinerlei eigene Phantasie aufweise, sondern sich einfach nur überall bedient hat.
Würden nicht ständig immer wieder Leute behaupten, Harry Potter hätte quasi Fantasy/Magie neu erfunden, ich hätte keinerlei Problem damit.
Aber was bei HP getan wird, ist wie der Vergleich von Modern Talking mit Mozart.
Sie weichen aus. Und würden Elten ihren Kindern entsprechende Märchen vorlesen, würden sie sich auch dafür begeistern.
Die Kinder lasen HP, weil es ihnen gesagt wurde. Für all die Märchen, Mythen und Legenden dieser Welt macht halt einfach keiner Werbung. Wäre auch alles zu anstrengend. Lieber billig viel Geld verdienen, darum geht es doch allein. Und der Konsument soll sowieso nicht denken, das würde Werbung ja obsolet machen.
Das ist nicht der Punkt. Es ging darum, dass bei simplen Zeichentrickserien wie He-Man und Bravestar dennoch Werte vermittelt wurden, jede einzelne Folge eine Moral hatte, die von der Situation her, obwohl beide Serien ja abseits jeglichen Realismus arbeiteten, dennoch eine klaren Bezug zur Realität hatten.
Bei Harry Potter fehlt einfach jeglicher Bezug, weshalb es eben wirklich nur blanke Unterhaltung ist, was kein Problem wäre, würden nicht dermaßen viele Leute da irgend einen pädagogischen Sinn hinein deuten.
Nichts zu lernen ist noch nicht schlimm, gefährlich wird es erst dann, wenn man glaubt, etwas gelernt zu haben und sich dementsprechend gewappnet vorkommt.
Doch, habe ich. Und ich kenne das alles. Seit meiner Kindheit lese ich viel in diesen Bereichen und mehr. In Harry Potter findet man NICHTS, GAR NICHTS, was nicht irgendwoher geklaut ist.
Und natürlich kapieren das die Kinder (und Erwachsenen) nicht, die vorher nie etwas anderes gelesen haben, aus Unwissenheit. Wie ein Trickbetrüger, der einen Katzengold verkauft, weil man den Unterschied zu realem gar nicht kennnt. Natürlich nicht direkt vergleich, Rowling hat die Bücher selbst geschrieben, darum geht es auch nicht, nur sie war nicht sonderlich kreativ dabei, denn sowohl Plot, als auch Inhalte sind es einfach nicht.
Wie ich sehe, sind Sie tief getroffen, da Sie sich erdreisten über das zu entscheiden, was ich meine.Doch, das haben Sie! Weiß der Teufel warum.
Schauen Sie ruhig das literarische Quartett und rezitieren Sie Ihren Kindern die wahre Weltliteratur.
Lach..
Sie bestätigen mit Ihrer Antwort exakt das, was ich meine, diese Abwehrreaktion, weil man einfach nicht akzeptieren will, dass man eben nur eine banale Unterhaltungsgeschite toll findet, die auch ein noch so schlichter Geist versteht.
Viele fühlen sich davon angegriffen, wäre es doch wesentlich schmeichelnder, wenn man nebenbei noch Niveau und Tiefe beweisen könnte. Deswegen gibt es ja auch immer diese enorme Streiterei, wenn man HP als Kinderbuch hinstellt, da flippen viele Fans geradezu aus. Sicherlich gibt es ruchlose Morde, aber dann ist es eben ein Kindebuch mit ruchlosen Morden. Das ist nicht wirklich der Punkt, der Kinder- von Erwachsenenliteratur trennt.
Die Lehren der Bibel? Nun, Nächstenliebe und Vergebung und das Versprechen der Erlösung wären wohl ein Anfang.
Die Wunder von Jesus sind nicht wirklich tragend bedeutsam.
Jesus half gerade jenen, die von anderen nicht gemocht wurden, bestes Beispiel dafür ist der Zöllner, weil bei diesem vor allem die charakterliche Schwäche den Makel darstellte.
Harry Potter macht letztlich das, was man von Jesus erwartet hatte, mit "Flammenschwert" (oder eben Elder Wand) das Böse bezwingen.
Harry Potter stirbt und steht wieder auf, nur das ist nicht dasselbe wie bei Jesus, dessen Auferstehung ja auf eine gänzlich anderen Ebene stattfindet und vor allem rein gar nichts mit der Zerstörung seiner Mörder zu tun hat.
Vor allem aber, obwohl Jesus in der Bibel ja Gottes Sohn ist, fleht er dennoch seinen Vater um sein Leben an und dass er ihn vor diesem grausamen Tod bewahren möge. Bei HP geht das da doch eher locker flockig zu, schon in Band 1 hätte sich da ein 10jähriger Ron mal eben fix für seine Freunde geopfert. - Schon klar...
Als Autor kann man alles wahr werden lassen, man hat absolute Allmacht, das ist keinerlei Kunst. Dem ganzen einen Sinn zu geben, das ist die Kunst. Und Harry Potter hat eben keinen, nicht die Magie darin, nicht die Handlung dahinter, es ist einfach Chosen One besiegt das Böse, das abgehakt wird. Dass da nebenbei einige Figuren sterben, um noch irgendwie Stimmung zu erzeugen, macht es nicht besser, da Mord eines der simpelsten Mittel ist, um Gefühle zu wecken, die Vorschlaghammermethode.
Ich habe keinerlei Interesse daran, einen billigen Bestseller zu schreiben. Genausogut könnte man sich einfach eine Lottogewinn wünschen, das wäre ehrlicher.
Sie haben kein Argument, daher bleibt nur die Unterstellung Neid. Letztlich eine so banale Abwehr, wie die Bücher, um die es hier geht.
Phantasie, ohja. Ich erschaffe ständig Welten, auch wenn ich sie nicht verkaufe und kenne viele, die es ebenso tun, wahre Kreativität, kein geistiger Diebstahl.
Es ist keine Phantasie, wenn man ein Buch konsumiert, so wie sie es tun und es ist keine Phantasie, wenn man einen Internatsroman, ein Gut vs Böse und Elfen, Zentauren, Greifen, Geister, Drachen und Co aus dem Internet (o.a. Quellen nimmt), um es zusammenknetet.
Sicherlich steckt auch hier kreative Leistung darin, ein Grundmaß benötigt jedes Schreiben, doch es ändert nichts daran, dass die einzelnen Elemente, egal welcher Zauber, egal welche Kreatur, egal welche Mixtur, usw. phantasielos übernommen wurden und die kreativste Leistung noch die lateinischen Phrasen waren.
Wissen Sie, was als Autor wirklich schwer ist? Dass ist, die eigenen Ideen zu bändigen und in Form zu bringen, so dass man eine eigene, schlüssige Welt schafft. Und ein schlechter Autor, der ignoriert das einfach, übergeht es oder nutzt Magie oder Pseudowissenschaft, um es mit dem Hammer glatt zu hauen.
Das wiederholt sich bei Harry Potter ständig, schon allein, dass niemals erklärt wird, warum all die Bösen all die tollen, magischen Tricks nicht benutzen, die ihnen eine enormen Vorteil geben würden. Das tun nur die kleinen Schulkinder, ob Unsichtbarkeit oder Zeitreise, usw.
Stattdessen wird immer nur mit Todesflüchen um sich geballert, gerade die letzt Schlacht kommt einem da teils vor, wie ein Tarantino Film.
Und das würde es nicht für den Leser kompliziert machen, sondern für den Autor.
Sie können schreiben was sie wollen, das ist völlig egal. Den Bestseller zu schreiben ist nicht das Problem, sondern dass sie entsprechend gehyped werden.
Ich hoffe, es ist klarer geworden, um was es geht?
Nochmal genau:
Bei einem Bestseller kommt es einfach so gut wie nie auf die Qualität an.
Und HP ist nunmal einfach nicht "verdammt gut geschrieben". Ich weiß nicht, was sie sonst so lesen, Autor kann man sich ja schnell nennen und muss selbst überhaupt nicht lesen, schreiben geht ja durchaus auch so. Nur wenn sie objektiv HP mit anderen Büchern vergleiche, gibt es sicherlich auch viele schlechtere (hauptsächlich ist bei HP die Übersetzung teils grausam, im englisch kann ich verstehen, dass man den Schreibstil mag), aber eben auch wesentlich bessere, phantasievollere und vor allem tiefere - die aber noch lange keine Bestseller sind.
Ob etwas, egal was, zum Hype wird, kann einerseits an Berühmtheit liegen, andererseit auch an blankem Zufall. Irgend ein Mensch entsprechender Stellung sieht etwas und entschließt sich, das ganze zu pushen und letztlich kann es sogar Sondermüll (was HP nicht war) sein, selbst dann wird damit eine unglaubliche Menge an Geld gemacht.
Also entweder vertrauen Sie auf ihr Glück, da können Sie auch auf eine Lottogewinn warten (irgend jemand gewinnt den auch immer wieder, obwohl er nicht besser spielt als andere) oder sie versuchen es mit Beziehungen. Beides nicht leicht, aber am Schreiben selbst liegt es nun gar nicht.
Hallo Cassandra,
ich will sicher keine Lanze für Harry Potter brechen, weil mir das Gehype mindestens genauso auf den Sack geht wie Ihnen. Allerdings muss man schon fair bleiben. Letztendlich ist alles irgendwo "geklaut". Lesen sie mal Heldensagen aus Griechenland, die Asen und von mir aus König Arthus und gucken Sie mal, wie oft es Übereinstimmungen gibt. Frei nach Karl Valentin: "Es wurde schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem". Jedes Fantasy-Medienprodukt (Film, Buch, Spiel) hat die gleichen Elemente: Magie, Orks, Mittelalterkulisse. Jede Science Fiction Geschichte hat die gleichen Elemente: Raumschiffe, andersartige Kreaturen. Und in jeder Geschichte will einer die weltherrschaft übernehmen. warum? - Na, weil es Geschichten sind! Sie würden auch nichts über den Alltag der Mandalorianer lesen wollen, wenn Sie nicht wüssten, dass es danach einen ordentlichen Krieg geben würde. Kein krimi ohne Mord, kein Kriegsfilm ohne Krieg, keine "Saga" ohne das altbekannte Muster "Böser Typ will Weltherrschaft; guter, eher losermässiger Typ hindert ihn daran". Ist auch bei Dan Brown nicht anders. Klar, das Niveau dieser immer gleich gestrickten Geschichten variiert, das Prinzip bleibt aber das Gleiche. Und natürlich stellen sich die Bösen immer so saublöd an und lassen sich von Teenies überwältigen. das gehört halt dazu wie eine Schlägerei 2 gegen 20000 in einem Bud Spencer Film.
Zum Thema Moral: ich find, bei Harry Potter gibt es genug Moral. Wie wichtig Freundschaft ist (besonders im letzten Band). Dass man auch als eher uncooler Typ ein Held sein kann. Dass es wichtig ist, sich selbst treuzubleiben. An sich zu glauben. Dass Fehlschläge einen weiterbringen. Und....
Nix für ungut. In der Musik wiederholt sich auch alles ständig. Vielleicht gibt es nur einen begrenzten Pool an Geschichten.