Der Doktor ist ein wissenschaftlicher Grad, doch für die Elite des Landes bedeutet er vor allem eines: mehr Prestige. Jeder fünfte Bundestagsabgeordnete führt den "Dr." im Namen, elf Kabinettsmitglieder und jeder zweite Spitzenmanager. Was ist der Titel noch wert?
http://www.spiegel.de/unispiegel/job...746139,00.html
AAH, jetzt hab ich's - warum ich da nicht eher drauf gekommen bin.
Diese "etlichen Doktoren, die Sie kennen" und in "Banken Computer administrieren" - das sind gar nicht Bekannte von Ihnen, das sind SIE SELBST!! Oder? Hab ich Recht?
Damit wird auch auf einen Schlag klar, weshalb sie soviel Zeit haben, ständig in den SPON-Foren zu schreiben und auf 13.000 Einträge kommen. Klar, Sie sind ja auch quasi dauerhaft online.
Und dass Sie als Dr. admin. einen Brass auf diejenigen haben, die mit dem Titel Karriere machen, ist nur eine völlig logische Konsequenz und nachvollziehbar.
Das hätten Sie doch auch gleich sagen können. Irgendwann hat man Ihren Beiträgen einfach angemerkt, dass Sie in Wirklichkeit einer von "Uns" sind.
... mal ganz davon abgesehen, dass jeder Professor seinerzeit auch mal Doktorand war.
Über den volkswirtschaftlichen Nutzen oder Schaden von Promotionen zu debattieren, ist ohnehin ein Witz. So etwas Undifferenziertes und Dämliches (@reuanmuc) habe ich schon lange nicht mehr lesen müssen, dabei wurde hier im Sog der Plagiats-Affäre schon einiges an Grütze verzapft. Ohne Promotionen könnten wir gleich den ganzen universitären Betrieb einstellen. Darüber hinaus gibt es genug Menschen, die für weniger qualifizierte Arbeit mehr verdienen.
Ich selbst promoviere gerade in einem typischen "Laberfach", eine Bezeichnung, die ich zwar unverschämt finde, die aber auch nur von jemandem kommen kann, der noch nie ein geisteswissenschaftliches Seminar von innen gesehen hat. Allerdings bin ich auch der Ansicht, dass es eine Milchmädchenrechnung ist, den Wert von Wissenschaft nur an (wirtschaftlichen) Effekten zu bemessen und dafür den kulturellen Stellenwert von Bildung zu unterschlagen.
Natürlich hat jeder, der sich durch die harte Zeit der Promotion durchbeißt, dafür Anerkennung verdient. Ich z.B. habe keine feste Stelle an der Uni (wenn man von unterbezahlten Lehraufträgen für ein Taschengeld absieht) und muss mir das Nötigste mit einem eher unglamourösen Nebenjob dazu verdienen. Ich werde wahrscheinlich nicht in der Wissenschaft bleiben und promoviere vor allem deshalb, weil mich mein Thema fasziniert und ich gerne zur Forschung in diesem Bereich meinen Beitrag leisten will. Das geht zwar niemanden was an, aber so wie das Ansehen des Doktors gerade im öffentlichen Bewusstsein den Bach runtergeht, wollte ich mich dann doch auch mal geäußert haben... Unglaublich.
Leider beziehen sich Ihre Aussagen gar nicht auf meinen Beitrag. Ich habe nicht gesagt, dass es einen Anspruch auf Eintragung im Pass gibt. Ich habe ausdrücklich betont, dass der Dr. Titel kein Namenszusatz ist. Die Stromrechnung sollte man bezahlen, man kann aber die Rechnung zurückgehen lassen und verlangen, dass der Dr. in der Rechnung auftaucht (Rechtsprechung, vgl. Wikipediaeintrag dazu).
Einklagen können sie den Doktor schon, nur nicht vor Gericht. Die Nennung des Doktors hat aber nichts mit Machtgründen zu tun, sondern mit Respekt und Höflichkeit (kennen Sie doch, oder?). Sie sagen ja auch "Herr" XY, auch wenn es gar keiner ist - eben aus Höflichkeit. Dann sollten Sie auch "Doktor" zu jemand sagen, der es wirklich ist (KTzG ist jetzt mal draussen ;-) ).
Falsch!
Abschluss des College ist ein Bachelor of Science oder Bachelor of Arts.
Anschliessend entschliesst man sich entweder eine Law School zu besuchen wo der Abschluss ein JD ist, der allerdings ein Professional Degree ist und keine Forschungsarbeit beinhaltet. Zuaetzlich kann man noch einen Master (LLM) machen der hoeher als der JD ist und darueberhinaus einen forschungsbasierten Doktor, den PhD.
Alternativ kann man eine Medical School besuchen und dort den MD machen, der wiederum keine Forschungsarbeit beinhaltet. Man kann wiederum einen PhD draufsetzen. Niedriger als den Dr. med in Deutschland wuerde ich den MD nicht einschaetzen. Einziger Unterschied ist, dass es die in Deutschland uebliche laecherliche Minidissertation nicht gibt.
In den anderen Faechern folgt die Graduate School auf das College mit den Abschluessen Master of Science bzw. Master of Arts und dem Doctor of Philosophy (PhD).
Auch wenn das D in MD und JD fuer Doctor steht, weiss hier jeder, dass ein MD und JD nicht geforscht hat, sondern ein Ausgebildeter Arzt bzw. Jurist ist und nur der PhD (in seltenen Faellen auch Doctor of Science ScD genannt) eine orginelle forschungsarbeit beinhaltet.