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Karriere mit Knick: "Schwächling, Niete, Taugenichts"
Seinen*Job ist er los und er hat kaum Geld, ein Infarkt brachte*Michael Brenner auf die Intensivstation. Doch ausgerechnet die Herzattacke gab*dem*Gastronomie-Leiter jene Freude am Leben zurück, die ihm sein Chef genommen hatte - mit einer Serie von Abmahnungen wegen kleinster Fehler.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...788730,00.html
- #1 29.09.2011 11:53 von
die lieben Kollegen
Beim Mobbing sind es auch immer Kollegen, die mitmachen. Vermutlich ist es einfacher, wenn man davon ausgeht, dass so etwas passiert.
- #2 29.09.2011 11:57 von
Kontrolleure
Überall da, wo die Kontrolleure das Sagen haben, können Sie Qualität vergessen: in der Autoindustrie nicht weniger als in der Medizin und zunehmend auch an den Hochschulen. Es entsteht bestenfalls nur noch Mittelmaß. Das ist auch kein Wunder, denn der Kontrolleur selbst ist bestenfalls Mittelmaß. Seinen Job kann nämlich jeder.
Ich kann nur empfehlen: Jede Abmahnung sofort juristisch anfechten. Absolut jede. So haben Sie Ihre Ruhe und Ihr Unternehmen seinen Schaden. Denn identifizieren werden Sie sich wohl nicht mehr können. - #3 29.09.2011 11:59 von
Den haette ich schon lange verklagt
Den Chef haette ich schon lange verklagt. Warum sich jemand so etwas bieten laesst verstehe ich nicht.
Wegen einer frage in einem meeting eine Abmahnung bekommen...einfach laecherlich. - #4 29.09.2011 12:12 von
Absolute Zustimmung!
Solange die Kontrolleure Teil des Unternehmens sind, würde ich genauso reagieren: Anfechten wo es geht und nicht auf Besserung hoffen.
Problem sind aber oft Unternehmen, wo von Amts wegen Kontrolliert wird, so zum Beispiel viele Bereiche des Gesundheitswesens. Den genervten Mitarbeitern und dortigen Vorgesetzten nützt leider auch das schönste Recht nichts, wenn der Amtsschimmel politische Vorgaben durchsetzt bis jemand stirbt.... - #5 29.09.2011 12:25 von
Titel
Es ist meistens derselbe Typus Mensch, der in solche Situationen gerät: Leute, die sich selbst für alles zur Verantwortung ziehen, die ein starkes Bedürfnis danach haben, zu zeigen, dass sie etwas können, dass sie etwas wert sind.
Der "Normalmensch" (aber was ist schon normal?) würde auf solche offensichtlichen Ungerechtigkeiten vermutlich viel offensiver reagieren. Würde mit Anwalt und Klage kommen, würde sich nach ganz oben wenden - nicht so Leute, die die Abmahnung trotz besseren Wissens als Nachweis ihrer eigenen Unfähigkeit sehen. Die tatsächlich auch immer im Hinterkopf die "Versager"-Stimme haben und sie jeden Tag aufs neue mit Erfolgen bekämpfen müssen.
Selbst wenn die Vorwürfe ungerechtfertigt sind: Diese Stimme flüstert ihnen ein, dass sie ja doch letztlich nur wegen eigenen Versagens in der Situation seien. Dass sie es halt doch hätten besser machen müssen, fieser Chef hin oder her. Und dann wehren sie sich nicht, oder zu lasch. - #6 29.09.2011 12:32 von
Schon seltsam
Schon seltsam, dass sich jemand, der als Lebenskünstler beschrieben wird und der beruflich ja auch erfolgreich und somit vermutlich recht angesehen ist, sich so fertig machen läßt.
Man fragt sich, wieso er nicht relativ bald gekündigt hat, er hätte doch locker eine ähnlich gute andere Stelle finden können. Das liegt wohl in der Persönlichkeitsstruktur...
Aber was ist dieser Direktor für ein Mensch? - #7 29.09.2011 12:45 von
schwierig
Das sind manchmal ganz schwierige Situationen, weil es klein und schleichend kommt, dann zermürbt. Von außen sieht das immer eindeutig aus, wie man reagieren soll. Das ist weil in diesem Land immer noch kein Wert auf soziale Kompetenzen sondern zu viel Fachidiotie in der Führungsriege gelegt wird.
Das Mobbing immer schön dokumentieren und dann an die Geschäftsführung und den Sozialpartner melden, mit Anwalt oder Presse schonmal vorwarnen. Wenn ich jemand runterziehen will, dann reiße ich den mit. - #8 29.09.2011 12:46 von
Ein Amerikaner macht das anders
Immer freundlich und loyal zum Chef und einen neuen Job in der Hinterhand.
- #9 29.09.2011 12:47 von
.
Was erwarten Sie von dem Opfer? Er gerät mit etwa 40 Jahren in eine Lebenssituation, wo plötzlich alles falsch ist, was vorher richtig war. Zudem scheint er noch von seinen Kollegen überwacht respektive gemobbt zu werden. Der arme Kerl hat auf einen Schlag Druck von beiden Seiten und war mit der Situation überfordert - menschlich ist das.
Das er die Fehler bei sich sucht, das spricht doch für ihn. Wir wünschen uns doch kritikfähige Kollegen.
An wen soll er sich den wenden, wenn alle gegen ihn sind?
Vielleicht haben ja ausnahmsweise mal alle recht?
Das Kapitalversagen liegt doch beim Vorgesetzten vor. Angenommen, dieser hätte recht. 1000 Seiten Personalakte und er schafft es nicht, eine "Niete" zu kündigen?
Er schafft es nicht ein klärendes Gespräch zu suchen?
Der Vorgesetzte hatte die Situation nicht einmal ansatzweise im Griff - Null Führungsqualitäten.
Von dieser Art haben wir leider zu viele. Druck von oben, keine Gegenwehr, kein Hinterfragen, kein Evaluieren, sondern direktes Weiterleiten nach unten. Dort geht es dann weiter. Keine Gegenwehr und so weiter.
In diesem Fall hat sich das spätere Opfer gewehrt. Er hat hinterfragt, wollte Informationen - heutzutage ein Kapitalvergehen. Dafür musste er über die Klinge springen. Sein Team hat die Chance gewittert, seine Position zu übernehmen und mitgemacht. Armer Kerl.
Beste Grüße
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