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Karriere mit Knick: "Schwächling, Niete, Taugenichts"

Seinen*Job ist er los und er hat kaum Geld, ein Infarkt brachte*Michael Brenner auf die Intensivstation. Doch ausgerechnet die Herzattacke gab*dem*Gastronomie-Leiter jene Freude am Leben zurück, die ihm sein Chef genommen hatte - mit einer Serie von Abmahnungen wegen kleinster Fehler.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...788730,00.html
  1. #20

    soso

    Zitat von ksail Beitrag anzeigen
    Ah ja. Und die berechtigten Abmahnungen auch?
    Oder sind Abmahnungen grundsätzlich nie berechtigt, weil Vorgesetzte grundsätzlich Unrecht haben?
    Ich nehme mal zu Ihren Gunsten an, dass Sie wenig Berufserfahrung haben, sonst müsste man Sie nämlich für einen Querulanten halten.
    Haben sie den Artikel gelesen? Auch den Abschnitt mit den Gründen für die Abmahnungen? Nein? Tun sie es, es bildet weiter. Und auch wenn zwei Abmahnungen berechtigt waren, macht es diesen A**loc#chef nicht besser.
  2. #21

    ...

    ich hätte die sache wie ein mann geregelt: dem direktor ein paar in die schnauze. treffpunkt parkplatz, natürlich nach feierabend. kündigen kann man danach immer noch.
  3. #22

    Arbeitsrechtler Struck erklärt: "Er hat ein Weisungsrecht."

    Arbeitsrechtler Struck erklärt: "Er hat ein Weisungsrecht. Mitarbeiter müssen Anordnungen befolgen, auch wenn sie unklug erscheinen."

    Ah, jetzt verstehe ich warum sich die Belegschaft bei HP in Duldungsstarre in den Abgrund treiben lässt. Ne, ist klar. Gewaltaktionen wären - für Kunden Mitarbeiter und Aktienbesitzer - an der Stelle aber sinnvoller. Die Franzosen sind uns da wohl voraus:

    http://www.rp-online.de/wirtschaft/n...id_684458.html

    Außerdem sehe ich jetzt auch die Szene aus Falling Down vor mir, wo es im Schnellimbiss - durch die Weisung - nicht möglich ist ein Frühstück zu bekommen ... und dann geht's plötzlich doch. Was hat der Protagonist da nur gemacht? Ob uns das ein Vorbild gegen dümmliche Betriebsvorschriften sein sollte?
  4. #23

    Erstens

    Zitat von Mitch Beitrag anzeigen
    Schon seltsam, dass sich jemand, der als Lebenskünstler beschrieben wird und der beruflich ja auch erfolgreich und somit vermutlich recht angesehen ist, sich so fertig machen läßt.
    Man fragt sich, wieso er nicht relativ bald gekündigt hat, er hätte doch locker eine ähnlich gute andere Stelle finden können. Das liegt wohl in der Persönlichkeitsstruktur...

    Aber was ist dieser Direktor für ein Mensch?
    war er um die 50. Da findet man nicht so einfach einen neuen Job in einer leitenden Stellung. Weiterhin reagieren Menschen unterschiedlich auf (absolute) Kontrolle. Wie in dem Artikel dargestellt, hat es Mitarbeiter gegeben, die Spione waren. Gerade, weil er Lebenskünstler war, waren die Hotelgaeste mit seinem Service zufrieden. Der Chef jedoch war ein Micromanipulator, der nur auf Zahlen gesehen hat und absolute Macht ausueben wollte. Man sieht dies auch an anderen Arbeitsstellen in der Administration. Ich kann mit dem Herrn fuehlen, dass er jetzt endlich befreit ist auch mit weniger Geld. Nun das Hotel hat einen guten Mann verloren und strebt in Richtung Mittelmaessigkeit.
  5. #24

    Hallo sefffe

    Zitat von ksail Beitrag anzeigen
    Ah ja. Und die berechtigten Abmahnungen auch?
    Oder sind Abmahnungen grundsätzlich nie berechtigt, weil Vorgesetzte grundsätzlich Unrecht haben?
    Ich nehme mal zu Ihren Gunsten an, dass Sie wenig Berufserfahrung haben, sonst müsste man Sie nämlich für einen Querulanten halten.
    Kann mir nicht vorstellen dass sie ein einfacher Arbeitnehmer sind
  6. #25

    Gut

    Zitat von Jay's Beitrag anzeigen
    Ich kann mit dem Herrn fuehlen, dass er jetzt endlich befreit ist auch mit weniger Geld.
    Wer kann das nicht? Dazu braucht es noch nicht mal einen mobbenden Chef oder mobbende Kollegen. Der Druck und Streß im normalen Arbeitsalltag ist heutzutage sowieso bei den meisten enorm hoch. Also wenn der ohne Job über die Runden kommt, dann finde ich ist das doch eine tolle Sache.
  7. #26

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seinen*Job ist er los und er hat kaum Geld, ein Infarkt brachte*Michael Brenner auf die Intensivstation. Doch ausgerechnet die Herzattacke gab*dem*Gastronomie-Leiter jene Freude am Leben zurück, die ihm sein Chef genommen hatte - mit einer Serie von Abmahnungen wegen kleinster Fehler.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...788730,00.html
    Solange sich die Chefs noch solche Methoden erlauben können und die Eigentümer solche Chefs, kann es mit dem Fachkräftemangel doch nicht so schlimm sein.

    Aber vielleicht hatte der Chef auch schon jemanden in der Hinterhand, der auf diese Stelle sollte. So etwas gibt es auch.
  8. #27

    Wenn...

    Zitat von Wolpyy Beitrag anzeigen
    Warum wird in dem Artikel - wenn es keine Fiction ist - nicht Ross und Reiter genannt. Es interessiert doch auch die potentielle oder reale Kundschaft, wo es so zugeht. Und diese hat es am ehesten in der Hand, solche "Führungskräfte" loszuwerden!
    Es ist Fiktion. Und zwar so offensichtlich, dass es dem Leser schier ins Gesicht springt.
    Das "Opfer" ist in einer der härtesten Branchen supererfolgreich, hat mehrere hochkarätige Stationen in seinem Berufsleben durchlaufen und merkt nicht, dass der unfähige Geschäftsführer ihn mobbt?

    Die Story ist so was von konstruiert; unglaublich.
  9. #28

    no title

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seinen*Job ist er los und er hat kaum Geld, ein Infarkt brachte*Michael Brenner auf die Intensivstation. Doch ausgerechnet die Herzattacke gab*dem*Gastronomie-Leiter jene Freude am Leben zurück, die ihm sein Chef genommen hatte - mit einer Serie von Abmahnungen wegen kleinster Fehler.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...788730,00.html
    Eine Geschichte, die echt traurig macht. So viel Talent, das vergeudet wurde.
    Ich kann wirklich nur jedem raten, der -egal ob durch Mobbing oder nicht- sich im Job überfordert fühlt, dies nicht als Schwäche zu sehen und dies rechtzeitig (und möglichst in Ruhe, nciht kurz nach dem heißen Gefecht) zu kommunizieren, und zwar mit dem Vorgesetzten "eine Etage drüber".
    Habe persönlich sehr gute Erfahrung damit gemacht. Das rechtzeitige Kommunizieren der eigenen Schwächen wurde meist als Stärke gewertet.
  10. #29

    Kann ich gut nachempfinden

    Ich kann den Fall Bremer bestens nachvollziehen. Ist mir bei einer RTL-Tochter damals auch genauso ergangen.

    Auch ich bin eher Künstler denn Bürokrat, aber meine Arbeitsergebnisse sind für gewöhnlich ohne jeden Tadel (oder zumindest nah dran).

    Neben Grundsatzdiskussionen über mein Verhalten musste ich z. B. jeden Tag, an dem ich damals nicht spätestens um 10 Uhr in meinem Büro saß, mich am Chefbüro vorbei zu meinem Büro schleichen, sonst gab's eine ernsthafte Diskussion ("xxx möchte dich sprechen - sofort"). Aber es gab keinerlei Termine, die angesetzt waren und die ich hätte verpassen können. Und Gleitzeit wurde mir bei meiner Bewerbung zugesagt...

    Diese permanente Kontrolle und Kritik an meiner Person führte bei mir zu einer heftigen posttraumatische Belastungsstörung.

    Nach meinem Verständnis gehe ich nicht zur Arbeit, um zuverlässig einen Bürostuhl zu beheizen, sondern um Arbeitsergebnisse zu erarbeiten. Und Tage ohne Meetings sind Tage, an denen ich mich mit niemandem abstimmen muss.

    Gott sei Dank konnte ich mich lösen und habe mich daraufhin selbständig gemacht. Jetzt kann ich kommen und gehen, wie ich es für richtig halte, und es zählt jetzt ausschließlich mein Arbeitsergebnis, das in-time geliefert wird und in verschiedenen großen Unternehmen bestens seine Arbeit tut. Aber wenn noch heute machmal einer eine blöde Bemerkung macht, wenn ich ins Büro komme, bekomme ich noch heute Magenkrämpfe. Das lässt sich wohl nicht mehr abstellen.








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