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Karriere mit Knick: Das Ende einer wunderbaren Freundschaft

Das Urteil fiel in der Kaffeepause und wurde sofort vollstreckt. Minuten später baumelte Helmuth G. als Galgenmännchen am Strang. Für die Kollegen ein Spaß, für ihn grässliches Mobbing. Das Leben des Chemikers geriet aus den Fugen - sein bester Freund, inzwischen der Chef,*hatte ihn verraten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...784543,00.html
  1. #1

    Klasse Artikel

    Super spannender, wichtiger und gut geschriebener Artikel. Danke!
  2. #2

    ...

    Sehr guter Artikel. Eine interessante Nebenbemerkung die vielleicht bei dem traurigem Schicksal des Chemikers untergeht : Solche Leute wie sein ehemaliger Freund/Chef sind es dann, die es bis nach ganz oben schaffen, egal ob in der Industrie oder bei Banken. Diese Testosteron gesteuerten Individuen sind die wirklichen Zerstörer und Assozialen unserer Gesellschaft
  3. #3

    Hmm...

    Es drängt sich der Eindruck auf, dass der "Chef" nie wirklich Freund war, sondern nur einen nützlichen Idioten für den eigenen Aufstieg gebraucht hat. Mit dem man halt auch mal ein Bier getrunken hat, um ihn bei Laune zu halten.
  4. #4

    "Er hat den Absprung nicht gewagt"

    Das ist doch wohl der Grundfehler: Angst vor Veränderung.

    Mir kann keiner erzählen, daß ein Ingenieur mit Doktortitel, 16 Jahren Berufserfahrung und einer Latte angemeldeter Patente wegen einem verklausuliert schlechten Zeugnis keine Anstellung findet - klar, bei einem Großunternehmen mit Personalern die nach Schema F agieren vielleicht nicht - aber wenn eine Firma dringend qualifizierte Leute braucht und man im Vorstellungsgespräch das Problem bei der alten Firma kurz offensiv anspricht, dann ist so ein Zeugnis irrelevant.

    Und was heißt hier "Absprung nicht gewagt"? Seit wann muss man kündigen bevor man sich eine neue Stelle suchen darf? Offenbar hat er es nichtmal versucht.
    Nicht daß die Mobber keine Charakterschweine sind, aber es trifft halt die am schlimmsten, die es mit sich machen lassen...
  5. #5

    Good Gorilla

    Der Artikel ist etwas einseitig. Ohne diese "Testesteron Gorillas" wäre die Wirtschaft um einiges langsamer und einige Unternehmen nicht mehr wettbewerbsfähig. Wer glaubt, mit guter Technik und "guten" Umgangsformen alleine funktioniere auch ein Unternehmen bzw. ein Produkt, der irrt. Bis zu einer gewissen Größe kann ein Unternehmen mit so einem "idealen" Klima "funktionieren" aber ab einer gewissen Größe mit hunderten und tausenden unterschiedlicher Charaktere nicht mehr.
  6. #6

    genau

    Den ersten zwei Kommentaren kann ich zustimmen, bestonders dem Ersten.
    Ich finde den Artikel lehrreich und gut geschrieben. Ich muss selten über so kurze Texte so sehr nachdenken.

    "Leistung ist leider nicht alles was zählt", und "Die Welt ist nicht (immer) lieb und nett", das bleibt bei mir hängen.
    Ich bin übrigens Chemiker. ^^
  7. #7

    Super Artikel!

    Toll geschrieben, spannend, informativ! Kompliment!
  8. #8

    Nicht Assozial

    Zitat von Ephemeris Beitrag anzeigen
    Sehr guter Artikel. Eine interessante Nebenbemerkung die vielleicht bei dem traurigem Schicksal des Chemikers untergeht : Solche Leute wie sein ehemaliger Freund/Chef sind es dann, die es bis nach ganz oben schaffen, egal ob in der Industrie oder bei Banken. Diese Testosteron gesteuerten Individuen sind die wirklichen Zerstörer und Assozialen unserer Gesellschaft
    ..sondern mehr Psychopathen. Halt Personen, die durchaus Probleme damit haben sich in die Gefühlswelt anderer hineinzuversetzen und ausschließlich auf sich fixiert sind. Nicht einmal die Mehrzahl dieser Menschen wird zu dem "klassischen" Psychopathischen Killer.

    Guter Artikel, aber in letzter Zeit gibts hier nurnoch trauriges zu lesen...
  9. #9

    Selber schuld!

    In der heutigen Gesellschaft kann so ein gemobbter Mitarbeiter sich sehr wohl zur Wehr setzen!!! Spott vor Kollegen unkommentiert über sich ergehen zu lassen ist der allergrößte Fehler! Entweder man verbietet den Spott ganz unzweideutig (für die einfachen Gemüter) oder man kontert und setzt noch einen drauf (eleganter und sorgt für Respekt). Wenn man das zwei- dreimal gemacht hat, wird man in Ruhe gelassen. Einfachste Psychologie.

    Asoziale Chefs lassen sich befrieden, indem man sich jede Stichelei gründlich notiert und wenn das Büchlein rund ein Dutzend Einträge hat, sich entweder eine Etage über dem Chef beschwert (auf die Mitleidstour: Mobbing, Magenschmerzen, Schlafprobleme, Ärger in der Familie, die Bosse müssen helfen, da man verzweifelt ist und bald stirbt, machen die i.d.R. auch) oder zum Betriebsrat geht oder den Chef anzeigt, denn Mobbing ist in Deutschland strafbar. Und welcher Chef steht schon gern vor einem Arbeitsgericht als Angeklagter, hmm?

    Aber wenn man alles herunterschluckt und hoffi hoffi, dass es besser wird, hat man nicht einmal zu Unrecht verloren.

    Das sind meine praktischen Berufs-Erfahrungen, auch im 21. Jhd. ist es sinnvoll, dann und wann die Zähne zu zeigen.








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