. . . der schönen Worte hören wir allzugern, allein es fehlt die Tat . . !
Und bei der nächsten Einstellung wird dann doch wieder gerne der stromlinienförmige BWLer genommen, der doch so toll "Ja" sagen kann
Klassische BWL-Studenten langweilen - das sagt nicht Rainer Langhans, sondern einer der führenden Personalberater Deutschlands. Führungskräfte dürfen auch Macken haben, findet Thomas Tomkos. Im Interview verrät er, wen er für Top-Jobs sucht und wem seiner Meinung nach die Zukunft gehört.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...751602,00.html
. . . der schönen Worte hören wir allzugern, allein es fehlt die Tat . . !
Und bei der nächsten Einstellung wird dann doch wieder gerne der stromlinienförmige BWLer genommen, der doch so toll "Ja" sagen kann
Wer einen Farbpinsel benötigt, um zu beweisen, daß er etwas Besonderes ist, der sollte Anstreicher werden.
Ich erkenne in einem Gespräch nach 5 Minuten, wen ich vor mir habe. Leute, die mit Gewalt auf die Bühne wollen, sind nicht unbedingt die Besten sondern eher die Blender.
Süss, wie da jetzt so etwas wie Authentizität simuliert werden soll. Die Ausbildung unserer "Führungskräfte" ist doch eben genau auf das Gegenteil ausgelegt: Stromlinienform, unreflektierte Übernahme ideoligischer Thesen und Anpassungsfähigkeit bis zur Unkenntlichkeit.
Na dann mal viel Glück bei der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ich seh schon diverse Unternehmensberater am casual friday ganz rebellisch mit Lederjacke auflaufen ;-)
P.S. Wird übrigens im Umkehrschluss auch der Nicht-"Führungskraft" die ein oder andere Macke zugestanden?
Ganz genau. In den Medien wird schön rumschwadroniert und bei den Einstellungsgesprächen wird dann doch auf Bewährtes zurückgegriffen.
Wehe dem, der in Deutschland ausgetrampelte Pfade verlässt und nicht 100% Erfolg damit hat. Der wird in der Luft zerfetzt. Wer immer schön alles so macht wie alle anderen auch, dem kann das nicht passieren.
Das kann zwar auch schiefgehen, aber dann war das eben nicht zu Vermeiden. Das bestätigen sich dann im Nachhinein auch alle Gegenseitig.
Personaler haben bis heute keine nachweislich erfolgreichen Methoden zur Personalauswahl entwickelt.
Auch dieser Vorschlag soll letztlich die Willkür und voruteilsgeschwängerte Einfalt der Branche kaschieren.
Gestern wegen Kanten gemieden, heute wegen Kanten genommen.
Morgen wegen grosser Nase genommen, übermorgen gemieden.
Kein Wunder haben die verschiedenen Formen von Kaffeesatzleserei in den Personalabteilung Konjunktur. Handschriftenanalysen, Physiognomie und Woodoo
Eins ist richtig. Als Naturwissenschaftler oder Ingenieur sollte ich Ahnung von Wirtschaft und Recht haben, vor allem von Philosophie, von Werten, Sinn und Zweck, Rationalität und Effektivität. Ein Jurist oder Ökonom ist mit technischen Kenntnissen gut bedient. Anders kommt man selten an bessere Positionen und Aufgaben.
Aber mal zum Thema. Wer will einen perfekten Mann mit Ecken und Kanten, der weiß, was er kann und will, mit einem soliden Selbstbewußtsein, einem verläßlichen Urteil, der konsequent eine Linie verfolgt, sich nicht ablenken läßt ? Einen Mann mit Erfahrung, der gegen alle verfügbaren Windmühlen angerannt ist ? Den Mann, der jedes Problem löst ? Den Fels in der Brandung, den unerschrockenen Ritter, von dem uns die Märchen erzählen ? Den Mann mit Prinzipien und Verstand ?
Diesen Mann braucht man nur dann, wenn man ein Problem hat. Eine Frau braucht einen solchen Mann nicht, und auch kein Vorgesetzter. Die brauchen Leute, die parieren. Leute, die sich ein X für ein U vormachen lassen. Die jede noch so schwachsinnige Anordnung umsetzen. Eine Kombination von gepflegtem Arschkriechen und Durchsetzen nach unten. Treten und getreten werden. Dem Vorgesetzten ein Gefühl von Macht verleihen, ihm den Dreck wegräumen.
Warum werden die erfahrenen Haudegen ab fünfzig weggeräumt ? Nicht weil sie doppelt so teuer sind wie die Berufsanfänger. Sondern weil sie ihrem Chef sagen, daß er Flausen im Kopf hat. Die Jungen machen jeden Blödsinn mit. Es ist geradeso wie beim Militär, keinen Deut anders. Gehorsam ist gefragt, nicht Loyalität zur Firma oder irgendwelche sinnvollen Erwägungen, was Sinn und Zweck und Erfolg betrifft. Außer wenn es brennt. Dann darf der Kotzbrocken agieren, aber nur auf Zeit.
Eigentlich wurde das von anderen so ähnlich schon gesagt. Wenn ich schon den Begriff des Berufsberaters höre wird mir schwummerig. Das sind die Zauberlehrlinge, die von nichts keine Ahnung haben.
Ganz einfach: Indem man sich genau diese Frage niemals stellt.
Der Artikle sagt mir nichts neues von dem was fuer einen starke Fuehrungskraft schon seit Jahren die Grundlagen sind.
Wachse mit deinen Aufgaben und Lerne aus deinen Fehlern, damit du wenn du ganz oben bist weisst was es heisst ganz unten gewesen zusein und auf der richtigen Ebene mit deinen Untergebenen kommunizieren kannst und Entscheidung souveran durchsetzen kannst.
Hat das wirklich was mit Typ sein zutun? Doch eher mit Kompetenz?
Manche haben dafuer die richtige Einstellung und andere wiederrum nicht. Manche koennen sich im Leben stark durchsetzen andere laufen lieber mit.