Immerhin legt die Autorin noch Wert auf den Schutz der Bäume, da bleibt den Arbeitern ja keine Zeit für.
Nicht jedes Leistungstief ist auch ein Burnout. Das B-Wort ist ein Modebegriff geworden*- und dient vielen als willkommene Entschuldigung für Selbstmitleid, meint die Berufsberaterin Uta Glaubitz.*Wirksames Gegenmittel: Sehen Sie sich nach einem Job um, mit dem Sie glücklich werden.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...797368,00.html
Immerhin legt die Autorin noch Wert auf den Schutz der Bäume, da bleibt den Arbeitern ja keine Zeit für.
Der Artikel geht davon aus, man könne durch eine Veränderung eigenen Verhaltens eine Überlastungssituation vermeiden.
Es ist aber gerade der schleichende und unmerkliche Verlauf der Erkrankung, der das sehr schwer macht. Angetrieben von der Angst, nicht stark und leistungsfähig zu sein und damit unakzeptabel für die Ansprüche dieser Gesellschaft, werden Überlastungssymptome ausgeblendet und die Krankheit entwickelt sich unbemerkt. Hier geschieht sehr viel am Bewusstsein der Betroffenen vorbei.
Im Übrigen ist es kein überhöhter Anspruch, dass am Arbeitsplatz eine gewisse menschliche Atmospäre gegenseitiger Akzeptanz und des Vertrauens besteht. Ohne diese Atmosphäre wird ein Team, eine Abteilung, ein Betrieb zu einer kalten, funktionalen Einrichtung, in der man sich 8 Stunden am Tag nicht wohl fühlen kann.
Es freut mich, dass Frau Berufsberaterin alles richtig gemacht hat bzw. richtig machen wird :-((, nur die anderen, die Burnout beklagen sind dann diejenigen, die ihre Ratschläge nicht beherzigt haben.... die blöden!
Wir haben ein wirklich ernsthaftes, gesellschaftliches Problem der werktätigen Bevölkerung - nach all der Multi-Tasking-Verarsche und Zeitmanagemant-Seligkeit (du kannst es, wenn du nur willst! Und wenn du es nicht kannst, bist du falsch organisiert) und die hat nichts Besseres zu tun als Tipps zu verteilen und einem einen Jobwechsel nahezulegen - ja hat ihr denn noch keiner gesagt, dass man Burnout nicht vorhersagen kann? Oder hat sie eine Zauberkugel zum Hellsehen: Nein, lieber MA hier wird es kein Burnout geben? Es kotzt mich so an! An dem System der Personaleinsparung kann es nicht liegen - oder??
Wenn jemand nach all den Jahren mit Zeitverträgen endlich eine Festanstellung in einem Bereich ergattert hat, der exterm belastend ist, wie die Kundenbetreuung, der wird einen Teufel tun und sich auf eine andere Stelle bewerben - zumal die meisten Stellen nicht mit einer Festanstellung beginnen, sondern als Option angeboten werden.
Und was meint denn Frau Besserwisser und Naseweiß, wenn man dann auch noch 48 ist??
... an der Theorie, sich einen neuen Job zu suchen, denn Beamte sind wohl besonders häufig vom Syndrom betroffen.
Leider können sie ihren Job nicht so einfach wechseln - arme Beamte.
Besonders gefällt mir:
Ja, das darf doch nicht wundern in einem Land, in dem Parteien, die ein gegenleistungsloses Grundeinkommen für alle fordern, nicht unbeträchtlich Wählerstimmen auf sich ziehen können.Ein weiterer Aspekt der Burnout-Diskussion macht mich noch stutziger: Oft wird die Notwendigkeit, seinen Lebensunterhalt mit Arbeit zu verdienen, als belastend dargestellt.
Dieser doch in weiten Teilen des Beitrages durchschimmernde, verachtende Unterton für Menschen, die scheinbar in großer Anzahl mit einer falschen Einstellung der Arbeitswelt gegenüber stehen und somit selbst Schuld an ihrer ausweglosen Situation sind, ist umso bemerkenswerter, da die Autorin mit ihren eigenen Berufsberatungsseminaren davon überaus reichlich partizipiert.
Eine Mischung aus trivial-psychologischen Ansätzen und voreiligen Beurteilungen und fragwürdigen Provokationen wird auch von Teilnehmern dieser Seminare berichtet.
Anstatt konkrete Hilfestellungen und Lösungsansätze auch in kniffligen Fragestellungen zu bieten, wird bei Erkenntnis, dem Seminarteilnehmer nicht weiterhelfen zu können, sich in der Kunst der Eristik geübt,um die eigene Ratlosigkeit zu verdecken und stattdessen den Seminarteilnehmer auf die "Anklagebank" zu setzen.
Von daher sind Stil und Tonalität des vorliegenden Artikels nur konsequent...
Klassisch...
Die hat keine Ahnung - aber davon jede Menge...
Der typische Berater eben...
Bildschirmarbeit ist gesundheitsgefährdend? Aber nicht doch. Das kann doch gar nicht sein. Wenn dem so wäre könnte man ja bei seinen Schnittchen nicht mehr lästern...
Wie wäre es mal mit ein wenig Recherche zu dem Thema?
Und der Rest des Pamphletes ist ähnlich "fundiert".
Und so ganz nebenbei - seit der Mensch vom Baum stieg bemühte er sich Arbeit zu minimieren. Heute dagegen darf jeder Arbeitnehmer noch einen Haufen Unproduktiver durchfüttern die meinen ihr Geld würde arbeiten...
Alle nennen jeden schrägsitzenden Furz gleich "Burnout". Das ist auch die These in dem Buch "Entschuldigen Sie meine Störung" von Jan-Uwe Fitz.
Das ist jetzt das Pippi-Langstrumpf-Prinzip, oder? Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt... Niedrige Löhne sind sicher ein Problem, aber das hat mit Burnout überhaupt nichts zu tun. Genauso gut könnten sie Hartz-IV-Empfänger per definition zu Farbenblinden machen und dann über eine "Volkskrankheit Farbenblindheit" diskutieren...