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Karriere-Hilfe: Eine Bewerbung ist keine Beichte

"...und in meiner Freizeit lese ich gern": Gehören Hobbys in den Lebenslauf? Berufsberaterin Uta Glaubitz plädiert für einen sparsamen Umgang mit privaten Vorlieben. Wenn sie zur Stelle passen - o.k. Sonst sollte man Personaler lieber nicht mit seiner Münzsammlung oder Karpfenzucht belästigen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...811665,00.html
  1. #1

    Angabe des Link...

    etwa für facebook, twitter, google+ etc etc , blogs, comments, Beiträge könnte hilfreich sein, aber auch das erledigt das personal-mangement bei Interesse selbst.
    Vermute mal demnächst werden Angebot und Nachfrage eh nebenbei von google und fb gegen eine geringe Gebühr gemanagt.
  2. #2

    Ich bin bis jetzt bei jedem Vorstellungsgespräch, aus dem dann auch eine Anstellung wurde, nach meinen Hobbys im Lebenslauf gefragt worden.

    Natürlich ist es sinnlos, sich Hobbys auszudenken, die nach Teamfähigkeit und Weltgewandtheit klingen. Spätestens, wenn der Personaler fragt, welches Buch der "Klassischen Russischen Literatur" einem am besten gefällt, fliegt man mit so etwas auf.

    Aber wenn man zufällig ein Hobby hat, das auch das Gegenüber interessiert, kann das nur von Vorteil sein. Ich hatte mal ein 15 minütiges Gespräch über die verschiedenen Übersetzungen von "Les Misérables".

    Auf jedem Fall blieb ich damit in Erinnerung. Die Stelle habe ich auch bekommen.
  3. #3

    ...

    Ich kann nur sagen, dass mir das Thema Hobbys oder besser Interessen in Bewerbungsgesprächen wichtig ist. In meinen Augen ist das Gespräch über die Hobbys die einzige Möglichkeit für mich etwas über die persönliche Seite des Bewerbers zu erfahren, um einschätzen zu können, ob er/sie ins Team und zu mir passt. Gerade bei den Gesprächen über Interessen erfährt man einiges über Glaubwürdigkeit und grundsätzliche Ansichten des Bewerbers.

    Die geleckten Lebensläufe mit Studium in Rekrodzeit, 27 Praktika und 5 Jahre Auslandserfahrung geben nur eine begrenzte Einsicht in die sozialen Kompetenzen oder Charakterzüge des Bewerbers. Wobei diese in meinen Augen nicht zu vernachlässigen sind.
  4. #4

    Grundsätzlich richtig

    Zitat von Moin Beitrag anzeigen
    Ich kann nur sagen, dass mir das Thema Hobbys oder besser Interessen in Bewerbungsgesprächen wichtig ist. In meinen Augen ist das Gespräch über die Hobbys die einzige Möglichkeit für mich etwas über die persönliche Seite des Bewerbers zu erfahren, um einschätzen zu können, ob er/sie ins Team und zu mir passt. Gerade bei den Gesprächen über Interessen erfährt man einiges über Glaubwürdigkeit und grundsätzliche Ansichten des Bewerbers.

    Die geleckten Lebensläufe mit Studium in Rekrodzeit, 27 Praktika und 5 Jahre Auslandserfahrung geben nur eine begrenzte Einsicht in die sozialen Kompetenzen oder Charakterzüge des Bewerbers. Wobei diese in meinen Augen nicht zu vernachlässigen sind.
    Zwei Anmerkungen nur dazu:
    Insbesondere Akademiker haben "Persönliche Interessen" und keine Hobbys. Damit vermeidet man auch die Schreibfalle Hobbies/Hobbys. Natürlich ist Hobbys richtig, aber gerade akademische Bewerbungen werden oft in den Fachabteilungen ausgewertet und dort ist nicht jeder der korrekten Schreibweise mächtig.
    Ich hatte schon mal genau den Fall. "Gute Bewerbung aber der kann nicht mal "Hobbies" richtig schreiben und das trotz angeblicher sehr guter Englischkenntnisse.
    Fast alle Bewerber machen immer den Fehler einfach mal voraus zusetzen, dass der Adressat der Bewerbung die deutsche Sprache perfekt beherrscht.

    Persönliche Interesse runden natürlich das Profil ab. Aber sie gehören in erster Linie ins Vorstellungsgespräch. In der Bewerbung sind sie wirklich knapp zu halten.
  5. #5

    Was mir hier viel zu kurz kommt ist, dass viele Leute unter "Hobby" gar keine Hobbys reinschreiben, sondern allgemeine Tätigkeiten, die man halt so in der Freizeit macht.
    Aber ein Hobby ist nun mal eine bestimmtere Tätigkeit/Interesse, der/dem relativ konstant und bewußt nachgegangen wird.

    Das fällt mir immer wieder negativ auf (nicht nur in Bewerbungen, auch bei sonstigen Gelegenheiten), und ist im Rahmen eines Lebenslaufes (bzw. des späteren Gesprächs) dann schon ein fetter Minuspunkt. Denn die Leute beweisen damit eine große Portion Unreflektiertheit (um nicht zu sagen: Dummheit) und läßt Iin vielen Fällen zurecht) auf eine "So so, la la"-EInstellung schließen und das chronische Überbewerten von einfachen / selbstverständlichen Dingen.

    Aber genug der Theorie, hier einige Beispiele:

    - Kino: Wenn man ab und an mal am Wochenende mit seinen Freunden ins Kino geht, dann ist das kein Hobby. Das ist eine normale Freizeittätigkeit. Wer als ausgeprägter Cineast sich für Kamereinstellungen interssiert usw usf. hat da sicher ein Hobby, aber so...
    - Musik: Nachmittags nebenbei eine CD in den Player zu schieben, hat auch nichts mit Hobby zu tun. Sieht schon anders aus, wenn man in einer Band spielt.
    - Freunde: Na, da brauch es wohl keiner weiteren Erläuterung, was soll denn das für ein Hobby sein?
    - Lesen: WIe bei Musik und Kino: Wer ab und zu mal in seiner Freizeit ein Buch ließt, um unterhalten zu werden, hat da noch lange kein Hobby. Wie jemand weiter oben so schön schrieb, anders sieht das auc, wenn man sich z. B. mit den unterschieden der Übersetzungen von einem Buch auseinandersetzen kann.
    - usw. usf.
  6. #6

    Zitat von Moin Beitrag anzeigen
    Ich kann nur sagen, dass mir das Thema Hobbys oder besser Interessen in Bewerbungsgesprächen wichtig ist. In meinen Augen ist das Gespräch über die Hobbys die einzige Möglichkeit für mich etwas über die persönliche Seite des Bewerbers zu erfahren, um einschätzen zu können, ob er/sie ins Team und zu mir passt. Gerade bei den Gesprächen über Interessen erfährt man einiges über Glaubwürdigkeit und grundsätzliche Ansichten des Bewerbers.

    Die geleckten Lebensläufe mit Studium in Rekrodzeit, 27 Praktika und 5 Jahre Auslandserfahrung geben nur eine begrenzte Einsicht in die sozialen Kompetenzen oder Charakterzüge des Bewerbers. Wobei diese in meinen Augen nicht zu vernachlässigen sind.
    nun ich denke, daß Sie zu Gesprächen über "Interessen" auch nur zu denjenigen kommen, die nicht bereits beispielsweise durch die Hobbys Abschreckungscharakter haben erkennen lassen. Und es gibt da Abschreckendes, angegebene Hobbys, von denen man sich als Leser fragt, welchen Aspekt ihrer Persönlichkeit die Bewerber damit zum Ausdruck bringen wollen, oder ob das gar "alles" ist.
  7. #7

    überflüssig

    ich habe noch nie hobbies auf einem lebenslauf angegeben und fand diese info auch bei bewerbungen überflüssig, die an meine firma gingen. es war und ist eine nichtssagende position - oder wird ein miserabler zeichner etwa dadurch besser, daß er auch als hobby schlecht zeichnet? vielleicht gibt es irgendwann den superseltenen glücksfall wo ein hobby auch nützlich im job sein kann, das zeigt sich dann aber eher in genau dem "notfall", wo es gebraucht wird, da wird sich kaum einer an die bewerbungs erinnern (beispiel für so einen glücksfall: verkehrspilot, der wegen seiner hobby-segelflieger-kenntnisse seine linienmaschine ohne triebwerke sicher landen konnte: Air Canada Flug 143 am 23 Juli 1983
  8. #8

    Kurzsichtig

    Ein imo wichtiger Punkt wird in dem Bericht ausgeklammert: Ein Hobby kann ein Zeichen dafür sein, dass der Kandidat nicht sofort wieder abspringt.

    Wer sich für einen Betrieb in Visp bewirbt kann also durchaus mit sich werben wenn er angibt "Hochtouren, Eisklettern, Skitouren, Skifahren". Eine solche Person wird eher in der Ecke glücklich und der Firma länger erhalten wie jemand, der "Opern, Surfen" reinschreibt und dies als Hobby(s) betreibt.
  9. #9

    Zitat von sponner_hoch2 Beitrag anzeigen
    Was mir hier viel zu kurz kommt ist, dass viele Leute unter "Hobby" gar keine Hobbys reinschreiben, sondern allgemeine Tätigkeiten, die man halt so in der Freizeit macht.
    Aber ein Hobby ist nun mal eine bestimmtere Tätigkeit/Interesse, der/dem relativ konstant und bewußt nachgegangen wird.

    Das fällt mir immer wieder negativ auf (nicht nur in Bewerbungen, auch bei sonstigen Gelegenheiten), und ist im Rahmen eines Lebenslaufes (bzw. des späteren Gesprächs) dann schon ein fetter Minuspunkt. Denn die Leute beweisen damit eine große Portion Unreflektiertheit (um nicht zu sagen: Dummheit) und läßt Iin vielen Fällen zurecht) auf eine "So so, la la"-EInstellung schließen und das chronische Überbewerten von einfachen / selbstverständlichen Dingen.

    ...
    so ist es. Zumeist spricht daraus Oberflächlichkeit - für die intensive Beschäftigung mit einer vielleicht sogar anspruchsvollen Tätigkeit haben solche Leute nach meiner Erfahrung keinen Sinn.


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