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Karriere in Dänemark: "Wollen Sie nicht lieber segeln gehen?"

REUTERSDänemark gilt als Schlaraffenland für Arbeitnehmer: Bezahlung, Arbeitszeiten und Kinderbetreuung sind top. Einen Arbeitsplatz zu finden, ist für Ausländer aber nicht mehr ganz einfach. Vier Deutsche haben es geschafft - und berichten vom beruflichen Neustart in Kopenhagen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...845984,00.html
  1. #20

    Dänemark mein Traumland-Kosten nicht zu hoch

    also ich muss erst einmal sagen, dass ich die lebensmittelkosten und lebenserhaltungskosten nicht zu hoch finde. Die preise der normalen lebensmittel wie brot und butter , wurst und käse sind entweder gleich oder nur gering treuer wie in deutschland. man muss sich nur angewöhnen nicht in den touri.hochburgen einkaufen zu gehen. die spritkosten sind genauso hoch wie hier. nur der verdienst ist in dänemark schon wesentlich höher. ich kenne eine kassiererin in dänemark, die 30 st. pro woche arbeitet und dafür 1700 auf die hand bekommt. darüber würde ich eine einfache kassierein in teilzeit hier freuen.
    wir machen mindestens 3 mal im jahr urlaub in dänemark und haben dort auch letztes jahr geheiratet, weil in diesem land einfach alles geht. eigentlich hatte das standesamt geschlossen, aber weil wir uns den einen tag wünschten, traute man uns. in deutschland undenkbar. die enorme zufriedenheit der dänen über ihr land und ihr leben spiegelt sich im umgang mit uns "besuchern" wieder. sicherlich ist es für viele großstädter (ich komme aus berlin) gewöhnungsbedürftig, die gelassenheit für sich anzunehmen. aber von jahr zu jahr steigt die rate der burn outs in meiner firma und wenn ich aus 3 wochen dänemark-entspannung komme, ist diese nach einem arbeitstag vergessen. das kann und will ich nicht bis zur rente. für meinen mann und mich steht fest, auch wir werden nach dänemark gehen, nur wann es soweit ist wissen wir noch nicht. bis dahin müssen die urlaube reichen unsere akkus fürs hektische deutschland aufzuladen.
  2. #21

    oh mein gott, sie mögen das miteinander

    Zitat von CampoViejo Beitrag anzeigen
    Ich habe selbst einmal in einem dänischen Unternehmen gearbeitet und kenne auch persönlich viele Dänen ziemlich gut. Deshalb weiss ich aus eigener Erfahrung, dass die im Artikel geschilderten Erfahrungen definitiv zu optimistisch sind bzw. vieles unerwähnt geblieben ist. Zum Beispiel haben die Dänen einen extrem ausgeprägten Gruppenzwang: Es muss immer alles in der Gruppe (lange!) diskutiert, ausgehandelt und durchgeführt werden. Das gilt selbst und vor allem für die Freizeit! Ausserdem hat Dänemark den totalen Ueberwachungsstaat. Der Staat weiss einfach alles, wirklich alles, über dich und alle finden's okay! Wer sich also, wie in Deutschland, bereits über die Vorratsdatenspeicherung aufregt, wird sich wundern, wie in Dänemark der gläserne Bürger schon zur Realität geworden ist.
    also ich finde es genauso positiv im bericht geschrieben, wie sich dänemark anfühlt. das alles in der gruppe diskutiert und gemacht wird finde ich gerade positiv. Wer ist man denn in deutschland? wem fällt denn noch auf wenn der nachbar tot umkippt oder die kinder der nachbarn vernachlässigt werden? wer fühlt sich in deutschland für den anderen verantwortlich? -Keiner!!! Dann lieber ein miteinander, als gar keine reaktion auf mitmenschen. und wenn ich mir die wenigen noch funktionierenden betriebe in deutschland anschaue und dort hinter die kulissen sehe, dann sehe ich auch das es nur funktioniert und die arbeitnehmer noch spass an der arbeit haben, weil sie ein miteinander haben und als gruppe stärker agieren können.
    und ob nun gläsernd oder nicht. wer was zu verbergen hat, nur den wird das stören. und die socialnetworks sind immer noch freiwillig. Wieviele milliarden in der welt wollen denn freiwillig gläsern sein?? mind. 80%!! Dänemark ist sicher und ein land, wo der eine sich noch für die probleme des anderen interessiert. ich empfinde auch das als positiv!!!
  3. #22

    online shoppin gegen inflation

    Zitat von Die Exklusivmeldung Beitrag anzeigen
    Was haben Sie denn gegen den Euro? Ich finde diese Währung gar nicht mal so übel. Die Umtauscherei am Flughafen ist lästig. Und man kann Preise sehr viel besser vergleichen, auch beim Online-Shopping über Ländergrenzen hinweg.
    natürlich nichts gegen den euro, aber wissen sie was sie das sagen?? Online-shopping und stress beim tauschen lieber vermeiden, dafür aber eine inflation hinnehmen? so ein quatsch! der euro hat uns nichts außer schulden gebracht. und das wird auch in der zukunft nicht besser.
  4. #23

    leider steckt auch da der euro hinter

    Zitat von SunSailor Beitrag anzeigen
    Die Dänen HABEN den Euro, nur bezahlen sie mit ihrer Surrugatenwährung namens Krone. Letztere ist nämlich fest an den Euro gebunden und zwar schon seit 99. Wenn Du Dich also aufgrund dessen belogen und betrogen fühlst, ist das einzig Deiner Uninformiertheit und mal ausnahmsweise nicht den Politikern anzulasten...
    ja, sie haben leider recht. und nur darum hat auch die dänen die wirtschaftskrise ereilt. sie hätten dem verbund nie zustimmen sollen. und trotzdem ist es einfach schön, das sie an ihren werten irgendwie festhalten. wenn das auch nur ein psychologischer schachzug der dänischen politik ist. es funktioniert.
  5. #24

    Na ganz so ist das aber nicht

    [QUOTE=michaelXXLF;10678611]Ja, die Skandinavier zahlen mehr Steuern als die Deutschen, aber sie zahlen keine Sozialabgaben! Das wird leider in diesem Zusammenhang immer gerne unterschlagen.
    Ein Bekannter aus Schweden hat mehrere Jahre lang bei VW in Wolfsburg gearbeitet und er hatte mehr Abzüge als in Schweden.

    ja es ist korrekt, das die Schweden keine Sozialabgaben im deutschen Sinne zahlen, aber auch die Schweden zahlen Sozialabgaben für Pensionen und Arbeitslosenversicherung. Und es ist einfach falsch, das man in Deutschland mehr Abzüge hat als in Schweden. Jedes Jahr prüft der schwedische Fiskus den deutschen Steuerbescheid und legt dann fest wieviel Steuer ich nach schwedischen Recht zu bezahlen hätte, gegen gerechnet werden die Abzüge aus Deutschland (also auch die SV-Beiträge), die Differenz ist an das Skatteverrket abzuführen. Nach Ihrer Darsetellung hätte ich niemals etwas zahlen müssen. Leider war das bisher noch nie der Fall.
    Also ich beschwere mich nicht darüber, ist ja schließlich meine Entscheidung gewesen, ich wollte das nur einmal richtig stellen.
  6. #25

    Zitat von Hans Blafoo Beitrag anzeigen
    Ich fand den Artikel sehr interessant, denke ich doch momentan auch über ein Auswandern nach. Jetzt möchte ich das nicht, aber wer weiß was in ein paar Jahren ist?

    Kann jemand der Dänenexperten.....
    Auf Ihre Fragen - besonders auf die letztere - wollen Sie nicht wirklich eine Antwort, oder?
    "Wie hoch sind die Verdienste?" - für einen Politiker, einen Müllmann oder einen Anwalt?

    Zudem finde ich es schon bedenklich, wenn sie Deutschland den "Idioten" überlassen wollen.
  7. #26

    Dänen haben Euro???

    Zitat von SunSailor Beitrag anzeigen
    Die Dänen HABEN den Euro, nur bezahlen sie mit ihrer Surrugatenwährung namens Krone. Letztere ist nämlich fest an den Euro gebunden und zwar schon seit 99. Wenn Du Dich also aufgrund dessen belogen und betrogen fühlst, ist das einzig Deiner Uninformiertheit und mal ausnahmsweise nicht den Politikern anzulasten...
    Das ist nur die halbe Wahrheit. Sicher ist die dänische Krone an den Euro gekoppelt, aber es gibt Schwankungen im Prozentbereich. Es gab auch in Deutschland vor der Währungsumstellung schon eine europäische Handelswährung, aber als Zahlungsmittel galt die D-Mark.
    Es ist schon seltsam, dass Norwegen, Schweden und Dänemark auch gut ohne Euro als Zahlungsmittel leben können. Mir ist es egal ob Euro oder DM, aber ich mag diese Hysterie um die Euro-Rettung um jeden Preis nicht. Was uns die Politiker erzählen ist schlichtweg falsch, es würde uns ohne Euro nicht schlechter gehen.
  8. #27

    Bessere Wahl

    Da der vielzitierte Fachkräftemangel nur darauf beruht, dass es zu wenig Bewerber für Jobs mit schlechter Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen gibt, kann ich nur jedem empfehlen, es im Ausland zu versuchen. Dass mehrere Zehntausend Deutsche nach Dänemark gegangen sind, zeigt, wie schlecht es in Wirklichkeit um den Deutschen Arbeitsmarkt bestellt ist, und wie viele Menschen durch die miese Personalpolitik Deutscher Unternehmen ins Ausland vertrieben wurden.

    Aus eigener Erfahrung kann ich allerdings sagen, dass die Schweiz hier wohl das deutlich attraktivere Land ist - im Vergleich zu Dänemark hoher Freizeitwert und geringe Steuern. Lediglich wenn man Kinder hat, fällt die schlechtere Kinderbetreuung ins Gewicht, aber dies interessiert mich als Single nun wirklich weniger.
  9. #28

    Lieber kein handshake vom Chefarzt

    Zitat von Ettina Beitrag anzeigen
    leider nicht erzählt, ist die qualitativ schlechte medizinische Versorgung in Dänemark. Es gibt dort - anders als in Deutschland - keine niedergelassenen Fachärzte. Für eine fachärztliche Untersuchung müssen Patienten in ein Krankenhaus überwiesen werden.
    Und so fahren eine ganze Reihe von Dänen, die es sich leisten können und nicht unbedingt auf Seeland leben, nach Deutschland und lassen sich hier von zum Beispiel Urologen, Gynäkologen oder auch HNO untersuchen, wenn sie z. B. einen Termin in vier Monaten bekommen könnten oder die Behandlung ohne Erfolg war. Ganz schlimm steht es um die Versorgung mit Psychologen / Psychotherapeuten und den dazu gehörenden Fachkliniken, von Heilpraktikern oder Fachleuten für z. B. Akupunktur ganz zu schweigen.
    Wir sind seit 6 Jahren in Dänemark, mein Mann ist hier Oberarzt. Er zahlt Krankenversicherung für die ganze Familie (2 Erw., 3 Ki.) in Höhe von 8% seines Einkommens und die Versorgung funktioniert tadellos! Es gibt übrigens eine 48-Stunden-Regel für jeden Dänen mit einem Verdacht auf eine Krebserkrankung, d.h. innerhalb von 48 Stunden wird Diagnostik und Behandlung durchgeführt! Natürlich muss man bei nicht akut erkrankten Patienten Wartezeit einrechnen, aber die hat meine in Deutschland Kassen-krankenversicherte Mutter auch - bei Fachärzten genauso wie hier bis zu 4-5 Monaten! Natürlich bekommen privat versicherte Patienten in Deutschland vom Chefarzt prima zwei handshakes pro Tag, wg. der Abrechnung! Mir ist die hier super strukturierte, unbürokratische und hochqualifizierte medizinische Betreuung lieber, wo für den Arzt alle Unterlagen online einzusehen sind, JEDE Krankenschwester und JEDER Arzt sowohl prima mit dem Computer umgehen können, als auch fließend englisch und meistens noch zusätzlich deutsch sprechen, jederzeit entgegenkommend sind und ich wegen meiner im Wartezimmer spielenden Kinder noch nie angeschnauzt wurde. Dänemark ist ein super vernetztes, unbürokratisches und effektiv funktionierendes Land, mit einer kinderfreundlichen, menschenfreundlichen Atmosphäre. Wir sind sehr sehr gerne hier!
  10. #29

    kann bloss feststellen, einige sind total blauaeugig...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Dänemark gilt als Schlaraffenland für Arbeitnehmer: Bezahlung, Arbeitszeiten und Kinderbetreuung sind top. Einen Arbeitsplatz zu finden, ist für Ausländer aber nicht mehr ganz einfach. Vier Deutsche haben es geschafft - und berichten vom beruflichen Neustart in Kopenhagen.

    Karriere in Dänemark: "Wollen Sie nicht lieber segeln gehen?" - SPIEGEL ONLINE
    ..das sagt jemand, der seit 4 Jahren in Daenemark lebt, und auch gerne dort bleiben moechte. Aber, vielleicht geben mir ein paar "tilflytter" recht, mit der Zeit bemerkt man, dass 1. nicht alles so rosarot in DK ist, wie die Medien es darstellen, und 2. dass D durchaus seine Vorteile hat. Also...es ist hier TEURER als in Deutschland! Wenn man nicht Chefarztgattin oder ein high potential in einer daenischen Top-Firma ist. Die Daenen sind sicher wie fast alle nord-west-mittel-europaeischen Voelker, nett zu Gaesten, aber du darfst dich nicht dauerhaft einquartieren wollen. Dann gehen naemlich die Vorurteile los.
    Daenen gehen ueberall vor, auch auf dem Arbeitsmarkt, wenn man denn um eine Stelle konkurrieren will, die auch bei selbigen gefragt ist (putzman machen "Auslaender", also jene suedlich von der EU). Kritisieren darf man nix in DK, da kommt der alte Grundtvig durch (die Daenen sind ein Volk von Lehrern, gerne gegenueber ihren "auslaendischen Buergern"), jawoll, wir sind immer gluecklich, jawoll, wir haben uralte (Wikinger)-Demokratie-Traditioenen. Wir sind das aelteste christliche Volk in Europa (keine Spinne, sie glauben das wirklich). Wir sind beruehmt in aller Welt fuer alle moeglichen Dinge (kennt das noch jemand von der alten DDR "wir sind die groesste DDR der Welt", so aehnlich ist das hier).
    Wer mal Gelegenheit hat, daenisches Fernsehen zu gucken, tut das! Der kommt schnell runter von der Meinbung, dass oeff. rechtl. TV in D der allergroesste Mist ist. Hier laufen alle Privat-Formate (X-Faktor, usw. reality-TV) auf oefftl. Kanaelen! Ich koennte noch bisschen fortfahren...ABER:
    Im persoenlichen Kontakt ist man mehr aufgeschlossen als in D, es gibt (zumindest, da wo ich gearbeitet oder die Freizeit verbracht habe) kein hinter-dem Ruecken-Gequatsche, ja, es ist in vielen Firmen sogar Konsens, nicht ueber Nicht-Anwesende zu quatschen ("Mobbing"). Wers mag, der kann seine Vereinsmeierei hier voll ausleben, Vereiensmentalitaet ist m.M. nach schlimmer als in D.
    Wie schon jemand vorher geschrieben hat, man geht locker mit Fehlern um...fuer einen kleinen Preussen vielleicht zu locker.
    Man fuehlt sich mehr der englisch-amerikanischen Lebensweise verbunden, jedenfalls die Juengeren, auch wenn es eigentlich der "Mentalitaet" der Daenen widerspricht.
    Koennte jetzt hier noch 10000 Zeichen mehr verbrauchen, glaube aber, dass viele Sachen, die in D ueber DK kursieren, nicht stimmen, andere mit Vorsicht genossen werden sollten, und letztlich...kann man sich ueberall willkommen und zu Hause fuehlen, wenn man das Umfeld (materiell, finanziell, zwischenmenschlich) stimmt.
    Ganz zum Schluss: Ich lebe trotz allem gerne hier!


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