Falls die Banken die Bedingungen in vier Jahren noch immer nicht erfüllt haben, kann man die Frist ja nach Belieben jederzeit wieder verlängern.
dapdFür die Geldindustrie ist es eine Entlastung: Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat die Regeln für Liquiditätsreserven gelockert. Mit dem massiven Kapitalpuffer sollen sich die Institute gegen Krisen wappnen. Dafür erhalten sie nun vier Jahre mehr Zeit als ursprünglich geplant.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-876023.html
Falls die Banken die Bedingungen in vier Jahren noch immer nicht erfüllt haben, kann man die Frist ja nach Belieben jederzeit wieder verlängern.
Wie
Wäre statt 4 Jahre ein Aufachub auf den Sankt Nimmerleinstag& nicht ehrlicher?
wie hoch muss die Absicherung der vergebenen Kredite sein, warum sagt das der Autor nicht? 10% der Kreditsumme oder noch weniger? Und warum soll das helfen? Mein Eindruck ist, dass weiter Insolvenzverschleppung betrieben wird. 4 weitere Jahre werden die Steuerzahler einspringen müssen, wenn Banken die Insolvenz droht.
Stefan Best, Bankenanalyst der Ratingagentur Standard & Poor’s,
sagt im Handelsblatt: "Das größte Risiko besteht darin, dass die
Verzögerung ein Indiz dafür sein könnte, dass die ohnehin nicht allzu
strengen neuen Regeln verwässert werden." Basel III ist im
Prinzip geplatzt, weil die USA wohl nicht mehr mitmachen wollen.
Die Kritik an Bankenregulierung vereint deutsche Kreditwirtschaft,
weil das ihren Profit schmälert.
Fazit: Die Banker hintertreiben Regulierung und Restrukturierung
mit aller Macht. Wie viel besser könnte es uns allen gehen,
wenn die Talente im Investment Banking ihre Energie in produktive
Branchen einbringen würden ...
siehe
Basel III: Banken drohen Lasten von bis zu 300 Milliarden Euro - Banken - Unternehmen - Handelsblatt
Ein optimistisch stimmender Artikel...
Offenbar hat man erkannt, dass die vorgegebenen Zielsetzungen wohl
zu ambitioniert waren und in dieser Zeitspanne kaum umzusetzen sind.
Die wirklichen und tatsächlichen Risiken sind dabei noch kaum
abzuschätzen, besonders in der Eurozone. Gerade die Banken in der
südlichen Eurozone sind auf Kapitalzuführungen angewiesen, deren
Abschreibungsbedarf ist nach wie vor unbekannt. Besondere Brisanz
erhält diese Verschiebung oder Anpassung aber dadurch, dass man
auf europäischer Ebene eine gemeinsame Bankenunion mit einer
gemeinsamen Haftungseinlagensicherung schaffen will, ohne das
vorher die wirklichen Risiken offengelegt werden müssen.
Die EZB hat mit dem Liquiditätstender LTRO eine gewisse
vorübergehende Entspannung im europäischen Bankenbereich
erreicht, grundlegende Neustrukturierungen sind jedoch kaum zu
erkennen.
Dazu einige interessante Hintergrundinformationen zur besseren
Veranschaulichung:
http://www.bis.org/publ/bcbs235_de.pdf
KPMG - News: Basel III - Handlungsdruck baut sich auf: Implikationen für Finanzinstitute
PwC-Poster: Basel-III-Poster erleichtert Überblick über neue Regulierung und komplexe Eigenkapitalanforderungen
http://www.iwp.uni-sb.de/fileadmin/d...adressaten.pdf
Denkfabrik: "Bankenunion hätte fatale Folgen" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
Man verbietet Mord und wartet mit der Umsetzung des Gesetzes so lange, bis die Mörder Zeit gefunden haben vom Dolchstoß zum Giftmord zu wechseln.
Und nein, übertrieben ist das nicht: was die Banken so alles treiben, das ist finanzieller Völkermord.
Die Rettungsschirme retten die Boni der Banker und bringen
etwas Zeitgewinn für die Politik. Es scheint, dass sie darüber hinaus
nicht viel retten können. Insbesondere behindern sie jetzt eine
Regulierung der Banken. Die bisherige sogenannte Eurorettungspolitik
hat nicht viel gebracht.
Hallo wibo2,
die Südschiene mit ihrem Bankensystem ist das Problem. Deshalb hat
Draghi zur elektronischen Notenpresse gegriffen. Ob er damit deren
Wirtschaft wieder in Gang bekommen und deren Banken stabilisiert hat,
ist äußerst fraglich. Zudem warten weitere Eurowackelkandidaten auf
Unterstützungshilfen.
Bettina-Röhl-direkt: Wie es 2013 mit dem Euro weitergehen muss - Europa - Politik - Wirtschaftswoche