Das Problem ist nicht allein das System sondern der Mensch an sich. Solang Profit das oberste Gebot ist wird sich auch mit Gesetzen und Staatsformen nichts ändern.
Eine Konzernkritikerin legt nach: In ihrem neuen Buch stellt die "No Logo"-Autorin Naomi Klein den Kapitalismus als brutales Regime dar, das nach Kriegen, Schocks und Krisen besonders gut funktioniert. Im SPIEGEL-Gespräch verteidigt sie ihre Thesen und spricht über "demokratischen Sozialismus".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,508421,00.html
Das Problem ist nicht allein das System sondern der Mensch an sich. Solang Profit das oberste Gebot ist wird sich auch mit Gesetzen und Staatsformen nichts ändern.
auf demokratischen sozialismus kann ich gerne verzichten. da hatten wir in europa (und weltweit) die letzten 80 jahre genügend fehlgeschlagene experimente.
doch naomi kleins kapitalismus-kritik ist berechtigt. der glauben an ein soziales gesicht des kapitalismus im sinne eines sozialen staates ist der fratze des raubtierkapitalismus gewichen. früh-kapitalistische ausbeutung feiert fröhliche urstände, karl marx hätte seine freude daran. das darf jedoch nicht dazu führen alten (marx, lenin, hitler) oder neuen (lafontaine, chavez) propheten und "erlösern" hinterherzulaufen.
nein ich denke den alten propheten und "erlösern" wird man nicht hinterherlaufen. das neue opium fürs volk sind die ersatzrelitigionen gesundheit, umweltschutz und sicherheit. da laufen die massen gerne hinterher. wer will sich schon nachsagen lasse, er sei gegen gesundheit umweltschutz und sicherheit.
und die massen laufen so schnell hinterher, daß sie die wichtigsten probleme am rand gar nicht mehr mitbekommen.
Kapitalismus war und ist die modernste Ausbeutetechnik der Menschheit. "Kapital" kann ja bekanntlich nicht durch normale Arbeit entstehen sondern ist eine Sammlung von Diebesgütern. Wie am Beispiel des Westens im Irak. In wie weit Diesesgut noch in der Ökonomie als legal oder illegal definiert werden kann, sieht man wiedrum z.B. an Supermanangern von Siemens & Co. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Geraten sie einmal an die Öffentlichkeit, kriegen sie nur noch eine millionenschwere Abfindung anstatt der monatlich fetten Schmiere. Das ist also als Strafe gedacht.
Der Begriff des kapitalistischen Sozialismus ist allerdings ungerecht, denn der Kapitalismus eben ein Raubtier und damit alles andere als sozial!
Letztlich eine Mischung zwisch Hilfslosigkeit, Korruption und Unfähigkeit eine globale Entwicklung zu beeinflussen,
die durch das sehr dynamische Kapital rücksichtslos ausgenutzt wird.
Insofern sagt der Artikel schon das richtige aus.
Allerdings wird ausser Acht gelassen, dass diese Entwicklung mittlerweile volkswirtschaftlich äußerst schädliche Auswirkungen aufweist, wie Hedgefonds und die
Subprimekrise ja ganz deutlich zeigen.Das macht sich eben nicht nur an Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit fest,sondern konkret an der sinkenden Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft zu Gunsten einzelner Kapitalinteressen(Bahnprivatisierung, Oligopol der Energiewirtschaft, Postprivatisierung etc.)
Welch langfristigen negativen Auswirkungen auf die Nutzung der Leistungsbereitschaft und Fähigkeit einzelner Personen diese Entwicklung haben wird,ist noch gar nicht richtig erfasst.Hochglanzbilanzen werden vorgeführt, weil mann , unterstützt durch willige Politiker, die Kosten auf die Allgemeinheit abwälst.In diesem Sinne versteht wohl Müntfering den Mindestlohn.
Das Buch liefert ein hervorragenden Überblick über die Jüngste Geschichte Südamerikas. Es liefert auch einen Überblick über die Einflussnahme der USA.
Ferner liefert das Buch einige interessante Aspekte zum Irakkrieg wie sie so nicht in den einschlägigen Printmedien zu finden sind.
Sehr interessant geschrieben. Spannend.
Zitat Frau Klein: "Solche von den Wählern unterstützte Versuche hat es ja schon gegeben, sie wurden aber von Schock-Therapeuten frühzeitig unterbunden. Denken Sie an die polnische Solidarnosc-Plattform von 1989 oder den südafrikanischen ANC von 1994."
auch wenn sie in vielem Symptome entdeckt, denen ich zustimme, in einem kann ich nicht folgen: Im Unterschied zum Sozialismus osteuropaeischer Art ist die Freiheit sich zu auessern und zu handeln in den sogenannten neoliberale gefuehrten Laendern um ein Vielfaches groesser. Mit anderen Worten, die 'Schuld' im herrschenden 'System' oder bei den momentan fuehrenden Politikern und deren Ratgebern, gestuetzt durch die Grossindustrie zu suchen, ist zu einfach. "It takes two to tango" sagen die Amis. Ein bisschen mehr Differenzierung ist wohl vonnoeten, um den Ursachen fuer die ausbleibende Nutzung der Macht der Waehler auf den Grund zu gehen. Frau Klein suggeriert, dass die Waehler in Polen und in Suedafrika etwas anderes wollten, als dann geschehen ist. Was wollten sie denn? Brauche wohl ein paar Nachhilfestunden, um dies zu verstehen.