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Kapitalflucht vor den Wahlen: Griechen ziehen täglich Millionen von Banken ab

dapdDie Kapitalflucht bereitet Griechenlands Geldinstituten große Probleme. Seit Ausbruch der Krise haben Sparer rund 80 Milliarden Euro abgezogen, täglich kommen dreistellige Millionensummen hinzu. Banker setzen große Hoffnung in die Wahlen: "Wir brauchen dringend eine handlungsfähige Regierung."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...838339,00.html
  1. #1

    irgendwie typisch

    Die Griechen selbst hatten am Montag spanische Spar-Konditionen gefordert. Sie verlangen eine Neuverhandlung des eigenen Rettungspakets.
    ... an was halten sich die griechen denn überhaupt??? wollen sie dann den eventuell neu ausgehandelten deal dann nochmal neu verhandeln ???
  2. #2

    - DEXIA braucht weitere mindestens 90 Mrd., Belgien ist pleite
    - Zypern ist pleite und will unter das Schirmchen
    - die Immo Blase in Frankreich platzt, CIS hat eine Lücke von 33 Mrd.
    - die 100 Mrd. an Spanien sind wirkungslos verpufft, die Zinsen steigen weiter
    - Italien ist in der Rezession und der nächste Schirmchen Kandidat
    - die Schweiz denkt über Kapitalkontrollen nach um die Euroflüchtling draussen zu halten
    - die EU denkt über Kapitalkontrollen nach um das Geld in Europa zu halten
    - die Bürger, zumindest die die mitdenken, versuchen zu retten was Sie können
    -Soros, Laggard, Roubini und noch ein paar andere geben dem Euro noch 3 Monate

    Sieht so aus, als wenn der erste Satz bald im Tie Break entschieden wird. Im 2. Satz wird es dann darum gehen, welche Vermögen man noch einziehen kann. Im 3. ist Ende für Europa. Den 4. und 5. Satz spielen dann nur noch Briten und Amerikaner.
  3. #3

    ????

    Die Eurozone muss beweisen, dass sie Disziplin halten kann. Deshalb wäre der Austritt Griechenlands eine vetrauensbildende Massnahme. Die Bonität der Geberländer sollte also mittelfristig steigen.

    Die Ratingagenturen sind Teil der Finanzindustrie, die mittlerweile total vom billigen Geld abhängig ist. Deshalb liebt man dort GR im Euro so sehr: Verschwender unter sich.

    Vom soliden Wirtschaften haben die Banken nichts, vor allem dann nicht, wenn alle Verluste am Ende sozialisiert werden.
  4. #4

    "Seit Ausbruch der Krise ..

    haben Sparer rund 80 Milliarden Euro abgezogen,..."

    Dann war doch eigentlich Geld da - oder? Dieses Geld war sicherlich zu schade, als dass es an der Rettung der griechischen Wirtschaft beteiligt werden könnte.

    Soll Resteuropa nun die Konten wieder füllen?
    Schon seltsam - alles. Aber vielleicht hat ja auch der oberste griechische Steuerfahnder recht?
  5. #5

    Stellen wir fest:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Kapitalflucht bereitet Griechenlands Geldinstituten große Probleme. Seit Ausbruch der Krise haben Sparer rund 80 Milliarden Euro abgezogen, täglich kommen dreistellige Millionensummen hinzu. Banker setzen große Hoffnung in die Wahlen: "Wir brauchen dringend eine handlungsfähige Regierung."

    Griechen heben Millionen von Euro von Banken ab - SPIEGEL ONLINE
    Die scheinen mir cleverer zu sein als das Gros unserer Landsleute.
    Die warten scheinbar auf Wunder. Wunder gibt es nur beim Opium für´s Volk.
    Sonst wird es bittere Realität für den schlafenden Michel Deutsch.
    Eingentlich hätten wir aus 2 Währungsreformen + der 3., der Euroeinführung lernen können.
  6. #6

    Soziale Gerechtigkeit in Würde

    Es wurden den Griechen ja bereits über 100 Mrd. € ihrer Schulden erlassen. Jetzt haben sie Blut geleckt, jetzt wollen sie die ganzen Schulden elegant loswerden. Alexis Tsipras ist der neue Heilsbringer, der dies verkündet und alle ökonomischen Probleme mit einem Wunder sofort lösen wird. Mit der Troika will er Schlitten fahren. So jedenfalls die Partei-Propagande.

    Die meisten Griechen, die noch über Giralgeld oder Sparguthaben verfügen, sind nicht so dumm daran zu glauben und heben angesichts des zu erwartenden Chaos jetzt schon ihre Euro-Guthaben ab, um sie später bei Einführung einer Drachmen-Währung gewinnbringend "umzurubeln".

    Eine kleine Schicht wird wieder zu den Hauptkrisengewinnern zählen und der große Rest, vor allem diejenigen, die Tsipras gewählt haben und die nichts abzuheben und zu verstecken haben, werden in die Röhre schauen. Das nennst sich dann soziale Gerechtigkeit in Würde.
  7. #7

    Ja, was denn sonst?

    Wer als Grieche halbwegs bei Verstand ist lässt natürlich keine Sichteinlagen bei einer Bank in Athen auf dem Konto. Abgesehen davon, dass ein Guthaben im Prinzip kein offizielles Zahlungsmittel sondern nur eine Forderung ist, ist der zu erwartende Zinsverlust doch völlig nebensächlich im Vergleich zu dem möglichen Risiko eines Totalverlustes der Ersparnisse.
  8. #8

    Steuergeld

    Zitat von cinder_cone Beitrag anzeigen
    haben Sparer rund 80 Milliarden Euro abgezogen,..."

    Dann war doch eigentlich Geld da - oder? Dieses Geld war sicherlich zu schade, als dass es an der Rettung der griechischen Wirtschaft beteiligt werden könnte.

    Soll Resteuropa nun die Konten wieder füllen?
    Schon seltsam - alles. Aber vielleicht hat ja auch der oberste griechische Steuerfahnder recht?
    wahrscheinlich ist das alles Schwarzgeld. Ich finde das Theater ist schon das aller letzte. Ohne Deutschland wäre der ganze "EU-Verein" schon "längst den Bach runter gegangen". Wäre echt lustig, wenn es jetzt doch noch zu "Eurobonds" käme, wobei schon jetzt eigentlich jedem klar ist wer dann die Rechnung bezahlt...das sind doch dann die Deutschen..deren Wirtschaft läuft. die zahlen immer und werden dann noch von der EU-Kommission abgestraft, weil Sie die Neuverschuldungsgrenze nicht einhalten können. So eine Riesensauerei hat die Welt noch nicht gesehen.
  9. #9

    Schluss mit Wunderwaffen!

    Zitat von prontissimo Beitrag anzeigen
    Die scheinen mir cleverer zu sein als das Gros unserer Landsleute.
    Die warten scheinbar auf Wunder. Wunder gibt es nur beim Opium für´s Volk.
    Sonst wird es bittere Realität für den schlafenden Michel Deutsch.
    Eingentlich hätten wir aus 2 Währungsreformen + der 3., der Euroeinführung lernen können.
    Vollkommen richtig. Aber die Deutschen haben ja auch auf die Wunderwaffen gehofft. Die werden sich noch wundern, wenn der "totale" Euro kommt. Mit ESM, Hyperinflation und anderen Späßen. Das Wasser kocht schon der Frosch merkt noch nichts.

    Aber den Griechen muss ich hier Respekt zollen. Sie beschleunigen den Zusammenbruch eines widersinnigen Systems.








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