Quatsch. Der genau umgekehrte Fall ist richtig. 90% der Verdächtigen sind bei solchen allumfassenden Fahndungen unschuldig.
Bei der Sicherheitsverwahrung gehen ernstzunehmende Wissenschaftler davon aus, dass 8 von 10 derjenigen, die das auferlegt bekommen, keine weiteren Verbrechen mehr begehen würden, wenn sie ganz normal nach Ende ihrer Haftzeit freigelassen würden. Aber weil Gutachter und Entscheider lieber auf Nummer Sicher gehen wollen und nicht das Risiko eingehen wollen, im Falle des Falle eines Rückfalles eines Freigelassenen an den medialen Pranger gestellt zu werden, sperren sie lieber mal ein paar zu viel ein als einen zu wenig.
Die Frage ist nur, ob man es richtig findet, dass bewusst in Kauf genommen wird, 8 Leute da zu Unrecht weiter einzusperren, um die 1 oder 2 potentiell Rückfälligen mit zu erwischen. Die Entscheidung, so vorzugehen muss man aber bewusst treffen und begründen und kann das nicht aus dem Bauch heraus einfach mal so machen.
Das nur als Beispiel.
Bei der Vorratsdatenspeicherung ist es genauso. Stellen Sie es also bitte nicht so dar, als ob 99% der Verdächtigen schuldig wären, denn wie gesagt entspricht der umgekehrte Fall der Wahrheit. Wenn Sie möchten, dass Ihre Verbindungsdaten bei den Sicherheitsbehörden landen, dann dokumentieren Sie doch im Einzelnen Ihre Daten schriftlich und senden Sie sie monatlich der Polizei zu. Sie können ja in dieser Hinsicht mit gutem Beispiel vorangehen. Oder was hält Sie davon ab?

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