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Kandidatenkür: Grünen-Chefs wollen Mitglieder abstimmen lassen

DPAVier Kandidaten rangeln um zwei Spitzenplätze - nun sollen die Mitglieder entscheiden, welche Grünen-Politiker als Kandidaten in die Bundestagswahl ziehen. Der Vorstand werde eine Urwahl vorschlagen, kündigte Parteichef Özdemir an. Bis November soll eine Entscheidung fallen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...851575,00.html
  1. #1

    nicht einmal ein kleineres Übel

    Es ist egal wer gewählt wird, denn es ist niemand dabei von dem man positive Signale für die Politik erwarten kann. Wie sagte Jutta Dittmar neulich sinngemäß, "in den Grünen ist am wenigstens von dem drin, was die Wähler glauben zu wählen." Das ist leider wahr.
  2. #2

    So funktioniert Demokratie..

    Und wenn es 10 Kandidaten wären, wer die Mehrheit der Mitgliederstimmen hat wird nominiert. Wenn man sich erinnert, es gab bei den Grünen die Regel der Rotation, Ämterhäufung war verpönt und irgendwer muss das noch der Grünen-Tante (oder doch schon Oma?) Roth beibringen.
  3. #3

    Exportfähigkeit unserer repräsentativen Demokratie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vier Kandidaten rangeln um zwei Spitzenplätze - nun sollen die Mitglieder entscheiden, welche Grünen-Politiker als Kandidaten in die Bundestagswahl ziehen.....
    Besser wäre, die Parteimitglieder würden in der ersten Stufe die Spitzenkandidaten vorschlagen und dann erst abstimmen.
    Die Kungelei im Hinterzimmer über die Reihenfolge auf den Listen, gehört nicht zur Exportfähigkeit unserer repräsentativen Demokratie.
  4. #4

    .................

    ein vollkommen richtiger Schritt für die Mitglieder der Partei
  5. #5

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Besser wäre, die Parteimitglieder würden in der ersten Stufe die Spitzenkandidaten vorschlagen und dann erst abstimmen.
    Die Kungelei im Hinterzimmer über die Reihenfolge auf den Listen, gehört nicht zur Exportfähigkeit unserer repräsentativen Demokratie.
    Diese Form der repräsentativen Demokratie ist in der Tat antiquiert. Das Grundgesetz muss auf jeden Fall einer gründlichen Überprüfung unterzogen werden: Dazu gehört der berühmte Artikel 21, der Parteien als Teil der Willensbildung im politischen Prozess anerkennt.

    Das Parteiengesetz sollte dahingehend verschärft werden, dass nur Parteien welche verpflichtend direkte parteiinterne Vorwahlen zu allen Positionen (Kanzlerkandidaten, Vorsitzende, Kandidaten für Bundes- und Landtage) zulassen, auch durch den Bundeswahlleiter anerkannt und in den Genuss von staatlicher Parteienfinanzierung kommen dürfen. Denn es heisst schliesslich im Grundgesetz:

    "Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muss demokratischen Grundsätzen entsprechen."

    Direkte Beteiligung der Mitglieder sollte kein Ausnahmephänomen, sondern verpflichtend für jede sich "demokratisch" nennende Partei sein. Das ermöglicht Seiteneinsteigern auch den Einstieg in öffentliche Ämter ohne die leistungsfeindliche "Ochsentour", reduziert die Möglichkeit von Kungeleien und zwingt auch zu einer offeneren thematischen Auseinandersetzung.

    Mit einem solchen Vorwahl-System wäre Frau Merkel nämlich nie Bundeskanzlerin geworden.
  6. #6

    Zitat von Bambusratte Beitrag anzeigen
    Wie sagte Jutta Dittmar neulich sinngemäß, "in den Grünen ist am wenigstens von dem drin, was die Wähler glauben zu wählen." Das ist leider wahr.
    Na ja, Frau Dittmar ist auch nicht als sonderlich grosse Freundin der Grünen bekannt. Sie ist immer noch darüber verbittert, dass sie sich in den 1980ern mit ihren radikalen Forderungen nicht durchsetzen konnte.

    Ihre Kritik hat den gleichen Aussagewert wie Frau Merkels neuestes Versprechen zum Thema ESM und EFSF.








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