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Kampf um Hamburger Altbauten: Alice am Elbufer

Glaspaläste so weit die Elbe reicht. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft in Hamburg will nun auch noch eines der letzten historischen Häuser-Ensembles an der Waterkant abreißen -*doch gegen die Pläne formiert sich Protest.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...712632,00.html
  1. #10

    .

    Welchen Preis hat die Mieterintiative denn geboten? Ansatzweise marktgerecht für das Grundstück mit dessen Entwicklungsmöglichkeiten bei einem Abriss? Oder eher symbolisch, denn man muss danach ja noch die Sanierung der Häuser bezahlen?

    Dieser Punkt ist wichtig, denn der Saga steht es auch nicht frei, Vermögenswerte zu verschenken oder Summen in Gebäude zu investieren, die sich durch die erzielbaren Mieten vielleicht nicht ansatzweise wieder reinholen lassen. Anderenfalls subventionieren alle anderen Mieter der Saga die tolle Wohnlage einiger weniger.

    Sonst wird sich doch immer über die Verschwendung der öffentliche Hand aufgeregt...
  2. #11

    Oberbaudirektor!?

    In dieser Angelegenheit muss man auch nach der Rolle des Oberbaudirektors Jörn Walter fragen, der letztlich für das Stadtbild mitverantwortlich ist. Der Mann führt kluge Reden, lässt es aber zu, dass alte historische Gebäude verschwinden und dafür kalte Glasbauten a la Teherani entstehen.
    Auch, dass der Blick vom Millerntorplatz auf den Michel mit einem hässlichen, bunten Bürogebäude zugebaut wurde, laste ich Herrn Walter an.
    Die Verantworlichen der Stadt sollten kritisch überprüfen, ob die Position des Oberbaudirrektors mit Herrn Walter optimal besetzt ist.
  3. #12

    spätrömische Dekadenz

    Kalte Businesskäfige, verschnupfte bestechliche Werber, Robocpos auf Harleys . . .Hamburg versinkt in spätrömische Dekadenz. Das Fussvolk wird ökig oder alkohol/drogenekrank, die Stadt wird langweilig, eklig ist sie schon.
    Ganz schnell weg, vielleicht nach Berlin.
  4. #13

    ...

    mal wieder ein guter grund seinen allerwertesten aus dem sofa zu hieven um den widerstand zu unterstützen; und sei es nur mit einer unterschrift.

    naja, und neben bei kann man der saga vielleicht noch ne kleine email schicken, das allerdings kann man ja dann wieder vom sofa aus machen.
  5. #14

    Hamburg nervt...

    ...nachdem mir jetzt mitten in der Stadt ein IKEA direkt vor die Haustür gebaut wird, familienfreundliche Mietwohnungen für normalsterbliche quasi unbezahlbar sind, ein Kita Platz ohne Gutschein 700 EUR im Monat kostet, überall nur neue Büroräume oder überteuerte Eigentumswohnungen entstehen (von überflüssigen Prestigeprojekten wie der Elbphilharmonie mal ganz abgesehen)... also langsam habe ich echt keine Lust mehr. "Hamburg meine Perle" - von wegen!
  6. #15

    Glaspalaste sind doch auch baufällig

    Also lasst uns auch gegen die Glaspaläste kämpfen und verlangen, das die abgerissen werden. Allein schon welche Gefahren in Ihnen stecken! Da gibt es nicht mal eben ein etwas Baufälligkeit. Da wird es Glasscherben hageln. Gewisse Architekten, die diese Bausünden verbrochen haben, sollten künftig in Hamburg keine Aufträge nicht mehr zugeschanzt kriegen, nur weil sie mutmaßlich am besten den Senat schmieren können.
  7. #16

    ..

    Immer wenn Architekten und Investoren ein Konzept in den Himmel loben und dabei Begriffe wie "global", "urban", "Kultur", "Entwicklung", "zukunftsorientiert" und so weiter benutzen, kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinleichtkeit davon ausgehen, dass es großer Mist wird der an den Interessen der Bevölkerung vorbei geht.

    Dabei haben die Interessen der Bevölkerung Vorrang, denen ist zu dienen und nicht irgendwelchen Vissionen irgendwelcher Leute die sich für besonders wichtig erachten.

    Das ist die eine Seite, es gibt aber auch eine andere die in dem Zuge mitdiskutiert werden muss:

    Die sogenannte "Kultur". Wenn z.B. ein Museum oder Theater sich nicht selbst tragen kann, dann ist es offensichlich auch das von der Mehrheit der Bevölkerung nicht gewünscht. Hier wäre marktwirtschaftlicher Wettbewerb angesagt und man könnte jede menge Geld sparen, wenn man Kunst und Kultur endlich mal nicht mehr mit Geld fördern würde.
  8. #17

    x

    Zitat von Currywurst Beitrag anzeigen
    Welchen Preis hat die Mieterintiative denn geboten? Ansatzweise marktgerecht für das Grundstück mit dessen Entwicklungsmöglichkeiten bei einem Abriss? Oder eher symbolisch, denn man muss danach ja noch die Sanierung der Häuser bezahlen?

    Dieser Punkt ist wichtig, denn der Saga steht es auch nicht frei, Vermögenswerte zu verschenken [...]
    Danke für Ihr Posting. Solche naheliegenden Fragen werden selten gestellt. Es ist so verlockend, sich die armen Mieter vorzustellen und die bösen Kapitalisten, die natürlich nur schlimmes im Sinn haben.
  9. #18

    Abriss historischer Wohnhäuser

    Das erinnert doch schon an die 60er und 70er Jahre. Als mit Abrißprämien der Niedergang der Städte eingeläutet worden ist.
    Den Investoren kann ich da grundsätzlich keine Schuld zuweisen. Es ist Ihr Job. Aber die Damen und Herren in der Politik und Verwaltung haben die verdammte Pflicht! sich um die Belange der Bürger zu kümmern und in erster Linie in deren Interesse zu handeln.
    Das die heute von Herrn Wulff beklagte Politikverdrossenheit und Verachtung des Politischen Systems allgegenwärtig ist, ist eben diesem verlausten und verkommenden Klientelbedienern geschuldet.

    Der Hamburger Senat hat sich mittlerweile ebenso von den Bürgern entfernt wie es die Berliner Koalitionäre und eben der überwiegende Teil der Politischen Kaste bereits getan hat.
    Und dazu passend sind eben die Einsparungen von 140.000 Euro dazu führen das die Scientologen nun ein freies Feld bekommen.

    Wie mal jemand treffend bemerkt hatte: "Ich kann gar nicht soviel essen wie ich kotzen könnte!"
  10. #19

    eisberg hamburg

    die elbtreppe ist wirklich nur ein winziger ausschnitt des
    kahlen eisbergs hamburg.eigenartig zu sehen, wie sich touristen durch die betoneinfriedungen des containerhafens
    schleusen lassen und immer noch an la paloma glauben.
    der innere fernseher scheint stets angeschaltet zu sein, denn das tatsächliche aussenbild hamburgs ist derart seelenlos geworden, dass einem das herz schmerzt.meine jungs von st pauli sind auch schon alle auf bauernhöfe in niedersachsen gezogen. teheranis türmchen werden den letzten tango auf der reeperbahn tanzen.
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Glaspaläste so weit die Elbe reicht. Die städtische Wohnungsbaugesellschaft in Hamburg will nun auch noch eines der letzten historischen Häuser-Ensembles an der Waterkant abreißen -*doch gegen die Pläne formiert sich Protest.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...712632,00.html








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