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Kampf gegen Übergewicht: Uno-Experte fordert Steuer auf Cola und Junk Food

DPAIn Frankreich gibt es eine Cola-Steuer, Dänemark erhebt eine Fettsteuer. Experten der Vereinten Nationen fordern auch von anderen reichen Industriestaaten, Abgaben auf Dickmacher einzuführen. Damit sollen die Bürger Lust auf gesunde Lebensmittel bekommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819702,00.html
  1. #200

    Re: durch Steuern steuern

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen

    Der Staat muss das Prinzip "durch Steuern steuern" gewissenhaft und dem Sinn gemäss anwenden.
    Kann er gar nicht da nicht ihm der Schaden durch ungesunde Ernährung entsteht. Mein Diabetes kann nicht den Steuerzahler belasten, sondern nur diejenigen, die bei derselben privaten Krankenversicherung versichert sind wie ich. Wenn ich (was mein gutes Recht wäre!) immer noch Junkfood essen würde wie damals, als ich mir die Diabetes gezüchtet habe (muss wohl an Schinkenknackern, zuviel Cola und zuviel Frühstückseiern gelegen haben), wenn ich meine Diabetes-Kosten bei der KV abrechnen würde (tu ich nicht) und wenn Junkfood besteuert würde, dann würden ungerechterweise die Kosten doppelt kassiert, einmal von mir selber als Junkfood-Steuern an den Staat und zusätzlich von mir und allen anderen Mitgliedern meiner KV durch erhöhte Beiträge an die KV. Die zu unrecht kassierten Steuermehreinnahmen müsste der Staat denjenigen erstatten, die er indirekt bestohlen hat, nämlich die Krankenversicherungen, was aber nicht funktioniert, weil sich nicht individuell pro Krankenkasse und Krankenversicherung genau feststellen lässt, wieviel das ist.
    Ich sehe eine Lösung nur darin, dass Krankenversicherungen und Krankenkassen denjenigen, die einwilligen sich regelmäßig von einem Kontroll-Arzt untersuchen zu lassen, inwieweit sie gesund leben, verbilligte Tarife anbieten, soweit solche Kontrollen medizinisch möglich sind. Wenn der Kontrollarzt nachweisen kann, dass dauernd ungesundes Zeug gefuttert wird, auch wenn der Versicherte das wahrheitswidrig abstreitet, ist das Problem gelöst.
  2. #201

    Doch ...

    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    Der größte Experte scheinen jeden Falls Sie zu sein, wenn Sie nicht wissen das ein Produkt mit der Bezeichnung SAFT in Deutschland keinen INDUSTRIEZUCKER enthalten darf, sprich dort nur natürlicher Fruchtzucker enthalten ist.

    Entweder Sie sind so wie Sie sind oder Sie denken tatsächlich das keine Rollte spielt ob Sie weißen, raffinierten Haushaltszucker essen oder natürlichen Fruchtzucker. Das eine ist ein Chemieprodukt welches so in der Natur nicht vorkommt, das andere kommt direkt aus der Natur und wurde vom Menschen nicht verändert.

    Und jetzt kommen Sie. Warte gespannt.
    ... Da können Sie noch so laut schreien. Ihr sog. "Industriezucker" kommt genau so in der Zuckerrübe vor . Da wird nichts verändert. Er wird nur herausgeholt. C6H12O6,ein Kohlehydrat, ein kondensierter Kohlenstoff, z.B. auch mit Cellulose verwandt. Ihr Beitrag steht für sich...
  3. #202

    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    es gibt aber auch leute, die nicht 10 stunden fernsehgucken, sondern die in der zeit arbeiten und auf dem weg von und nach zu hause sind. daß man da nicht immer lust aufs kochen hat verstehe ich. geht mir auch hin und wieder so. dann gibt es eben stulle zum abendbrot.
    Natürlich. Es gibt sicherlich Situationen in denen Zeit effektiv knapp ist, erst recht steht es jedem frei, die Verwendung seiner Zeit selbst abzuwägen. Allerdings, keine Zeit für etwas aufwenden zu wollen ist eine Willensentscheidung, kein Zwang. Das kann man entsprechend auch so ausdrücken. Oder anders gesagt, fehlende Zeit ist ein letztlich inadäquates Argument, insbesondere wenn man nicht den spezifischen Fall betrachtet, sondern den durchschnittlichen Zeitaufwand in der Gesellschaft.
  4. #203

    [QUOTE=inci2;9780740]ich will hier gar nichts verdammen. ich greife auch zu TK-ware, allerdings dann eben im rohzustand. ich bin es einfach gewohnt selbst zu kochen. wobei die aufwendigeren sachen natürlich am wochenende gemacht werden, und dann eben die reste eingefroren werden für unter der woche, wenn es eben schnell gehen soll.[QUOTE=inci2;9780740]i
    Es ist kaum zu bestreiten, dass Selbstgekochtes oft billiger (in größeren Mengen vor allem), gehaltvoller und wohlschmeckender ist als Fertigkost vom Discounter. Der Zeitaufwand ist dennoch größer, als wenn ich etwas einfach in die Mikrowelle schieben oder auf dem Herd erwärmen kann. Ich kann ihn zugestandenermaßen aber in Grenzen halten.

    Voraussetzung ist allerdings, dass man ein Händchen dafür hat (wie Sie und ich) und das hat nicht jeder. Zudem, mancher Vereinsamte hat verständilicherweise kaum Appetit und deshalb keine Lust zu kochen, er will das schnell, ohne viel Gedanken hinter sich bringen und greift deshalb zu Fertigprodukten, auch zu solchen von zweifelhaftem Wert.

    Soll man solchen Leuten das Leben noch saurer, bzw. komplizierter machen, indem man ihre Ernährung verteuert?
    Und darum geht es in dieser Diskussion.

    Zudem ganz praktisch: Ab welcher Fettstufe sollen Käse, Wurst oder Schokolade höher besteuert werden? Ab welchem Zuckergehalt Limonade, Fruchtsaft/getränk, Konfiture? Wie sieht es mit Honig (reines Naturprodukt, aber hohe Energiedichte, sehr schädlich für die Zahngesundheit) aus?
  5. #204

    [QUOTE=grouchomax;9782450][QUOTE=inci2;9780740]ich will hier gar nichts verdammen. ich greife auch zu TK-ware, allerdings dann eben im rohzustand. ich bin es einfach gewohnt selbst zu kochen. wobei die aufwendigeren sachen natürlich am wochenende gemacht werden, und dann eben die reste eingefroren werden für unter der woche, wenn es eben schnell gehen soll.
    Zitat von inci2 Beitrag anzeigen
    i
    Es ist kaum zu bestreiten, dass Selbstgekochtes oft billiger (in größeren Mengen vor allem), gehaltvoller und wohlschmeckender ist als Fertigkost vom Discounter. Der Zeitaufwand ist dennoch größer, als wenn ich etwas einfach in die Mikrowelle schieben oder auf dem Herd erwärmen kann. Ich kann ihn zugestandenermaßen aber in Grenzen halten.

    Voraussetzung ist allerdings, dass man ein Händchen dafür hat (wie Sie und ich) und das hat nicht jeder. Zudem, mancher Vereinsamte hat verständilicherweise kaum Appetit und deshalb keine Lust zu kochen, er will das schnell, ohne viel Gedanken hinter sich bringen und greift deshalb zu Fertigprodukten, auch zu solchen von zweifelhaftem Wert.

    Soll man solchen Leuten das Leben noch saurer, bzw. komplizierter machen, indem man ihre Ernährung verteuert?
    Und darum geht es in dieser Diskussion.

    Zudem ganz praktisch: Ab welcher Fettstufe sollen Käse, Wurst oder Schokolade höher besteuert werden? Ab welchem Zuckergehalt Limonade, Fruchtsaft/getränk, Konfiture? Wie sieht es mit Honig (reines Naturprodukt, aber hohe Energiedichte, sehr schädlich für die Zahngesundheit) aus?
    da ist fett im käse? wenn foodwatch das mitbekommt, ist der nächste "skandal" aufgedeckt.......... :-)

    scherz beiseite. ich stimme ihnen zu. und noch etwas, es gab ja auch zeiten, wo ich alleine gelebt habe. für mich alleine versage ich mir in der regel kocharien, da lebe ich dann eher von broten, etwas salat, gemüse und obst.
  6. #205

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    Der Staat muss das Prinzip "durch Steuern steuern" gewissenhaft und dem Sinn gemäss anwenden.

    Das heisst nicht mehr und nicht weniger, dass bei Konstanthaltung der Gesamtsteuerlast (Abgaben natürlich eingeschlossen) ungesundes, schädliches Verhalten (Fett, Energieverbrauch, Spekulationsgewinne) hoch besteuert werden muss, dafür aber Steuern auf gesundes und nützliches Verhalten gesenkt werden müssen (Arbeit, Bioprodukte, Ausbildung).
    Und genau das ist abzulehnen. Die Steuern sollten ideologiefrei erhoben werden. Ob die Menschen sich gesund oder ungesund ernähren bleibt ihnen überlassen. Allerdings sollten die Gesundheitskosten nicht subventioniert werden, dass jeder die Verantwortung für seine Entscheidungen trifft.
  7. #206

    Durch Steuern steuern

    Zitat von Steve Holmes Beitrag anzeigen
    Und genau das ist abzulehnen. Die Steuern sollten ideologiefrei erhoben werden. Ob die Menschen sich gesund oder ungesund ernähren bleibt ihnen überlassen. Allerdings sollten die Gesundheitskosten nicht subventioniert werden, dass jeder die Verantwortung für seine Entscheidungen trifft.
    Diese Meinung dürfen Sie natürlich haben, und die "Liberalen" würden Ihnen zustimmen, aber Sie müssen sich auch darüber im Klaren sein, dass ideologiefreie Steuern völlig unmöglich sind, auch in der Theorie.

    Zur Einfachheit gehen wir mal davon aus, dass die Ausgaben des Staates feststehen, und nun die Entscheidungen getroffen werden woher das Geld kommen soll.

    Sie werden doch nicht behaupten wollen, dass es auch nur ansatzweise möglich wäre irgendeine Steuer (oder Abgabe) als "ideologiefrei" zu definieren.

    Jede Steuer hat Auswirkungen auf das Verhalten der Besteuerten, ob beabsichtigt oder nicht. Sind Regierung und Parlament von kompetententen Leuten besetzt, wir man versuchen erstrebenswertes Verhalten zu fördern, nicht erstrebenswertes Verhalten zu erschweren.

    Das ist, und sollte sein, das A und O der Steuer und Abgabenpolitik.

    Was als (nicht)erstrebenswert aufgefasst wird, wird aber in der Tat durch die "Ideologie", netter gesagt, durch die politische Ueberzeugung bestimmt.
  8. #207

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    .....Sind Regierung und Parlament von kompetententen Leuten besetzt, wir man versuchen erstrebenswertes Verhalten zu fördern, nicht erstrebenswertes Verhalten zu erschweren.

    Das ist, und sollte sein, das A und O der Steuer und Abgabenpolitik.

    Was als (nicht)erstrebenswert aufgefasst wird, wird aber in der Tat durch die "Ideologie", netter gesagt, durch die politische Ueberzeugung bestimmt.
    ...schön wäre es aber, wenn diese politische entscheidungen irgendwas mit belegbaren Tatsachen zu tun hätten. Die fehlen in dem diskutierten Thema nämlich völlig - im Gegenteil. Da werden ganz normale Produkte, die der Mensch sogar noch als Nahrung BRAUCHT (Fett), verteufelt, nur weil manche Menschen diese mißbrauchen. Unter DER Prämisse könnten wir so gut wie alles verteufeln und verbieten.
  9. #208

    Richtig

    Zitat von peddersen Beitrag anzeigen
    ...schön wäre es aber, wenn diese politische entscheidungen irgendwas mit belegbaren Tatsachen zu tun hätten. Die fehlen in dem diskutierten Thema nämlich völlig - im Gegenteil. Da werden ganz normale Produkte, die der Mensch sogar noch als Nahrung BRAUCHT (Fett), verteufelt, nur weil manche Menschen diese mißbrauchen. Unter DER Prämisse könnten wir so gut wie alles verteufeln und verbieten.
    Da haben Sie ja völlig recht. Deswegen soll ja Fett, Cola usw. nicht "verteufelt" und verboten werden, sondern eben nur ein bisschen teurer.

    Genau damit werden ja nur die Leute beeinflusst, die diese Sachen missbrauchen = sehr viel davon nehmen.

    Das ist doch das Vorteilhafte der Methode "durch Steuern steuern", dass man
    - nicht 100%-tige Beweise erbringen muss (beim Rauchen hat man übrigens auch gesehen, wie selbst bei einer relativ klaren Lage wissenschaftliche Beweise ewig lange dauern oder gar nicht zu erbringen sind)
    - man nichts verbieten muss
    - man Steuern für eindeutig erstrebenswerte Dinge (z.B. Arbeit) senken kann

    Ganz generell kann ich nur meiner Ueberzeugung Raumgeben: So wenig wie möglich Bürokratie, aber steuernde Rahmenbedingungen. Die Mehrzahl der Bürger in eine bestimmte Richtung steuern, aber jedem Individuum die Freiheit lassen Vorlieben auszuleben.








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