Kampf gegen Übergewicht: Uno-Experte fordert Steuer auf Cola und Junk Food

DPAIn Frankreich gibt es eine Cola-Steuer, Dänemark erhebt eine Fettsteuer. Experten der Vereinten Nationen fordern auch von anderen reichen Industriestaaten, Abgaben auf Dickmacher einzuführen. Damit sollen die Bürger Lust auf gesunde Lebensmittel bekommen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...819702,00.html
  1. #190

    Entschuldigung WIDERLEGT

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Dass Bio-Produkten gesünder sind als Produkte aus konventioneller Landwirtschaft ist wissenschaftlich so umfassend belegt, dass sich selbst die Lobbyverbände der Bio-Branche nicht mehr trauen, das zu verbreiten.
    Sorry, umfassend belegt ist natürlich, dass Bio-Produkte nicht gesünder sind. Sollte sich aber aus dem Zusammenhang erschließen.
  2. #191

    Zitat von herzogwidukind Beitrag anzeigen
    In England kosten Zigaretten ungefähr doppelt soviel wie in Deutschland. In England rauchen keine 20% der Bevölkerung mehr. In Deutschland sind es noch wesentlich mehr, habe keine aktuellen Zahlen aber ich denke so um die 40% werden es noch sein.

    Es soll niemand sagen, es gäbe keinen DIREKTEN Zusammenhang zwischen den Kosten für ein Produkt bzw. der Besteuerung des selbigen und dem Konsum. Wer das behauptet hat keinen Wirtschaftsunterricht gehabt oder in BWL und VWL geschlafen.

    Man darf selbstverständlich davon ausgehen, das so eine Maßnahme HOCHeffizient wäre, jeden Falls tausend mal effizienter als irgendwelche dusseligen Aufklärungskampagnen. Wenn eine Cola plötzlich drei mal soviel kostet wie ein Wasser oder eine Apfelschorle, dann werden sich Geschmäcker ändern, glauben Sie mir...
    Das ist nach den Gesetzmäßigkeiten der Makroökonomie völlig ineffizient, was Du da vorschlägst. Viel effizienter wäre es doch, auf Dicke zu schießen, findest Du nicht? Jäger gibt es schon, und wenn man denen Erlaubnis gäbe nicht nur auf Wildschweine zu schießen, sondern auch auf Dicke, würden sich im Handumdrehen die Geschmäcker ändern und niemand hätte noch Appetit auf Dickmacher.
  3. #192

    bio

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Dass Bio-Produkten gesünder sind als Produkte aus konventioneller Landwirtschaft ist wissenschaftlich so umfassend belegt, dass sich selbst die Lobbyverbände der Bio-Branche nicht mehr trauen, das zu verbreiten.
    Bio-Produkte sind nicht notwendigerweise gesünder für die Verbraucher, aber deutlich weniger schädlich für die Umwelt. Nicht-Bio-Produkte sind billiger, weil durch den Einsatz von chemischen Mitteln, die Produktion "rationalisiert" werden kann. Man verbilligt indem man etwas anderes beschädigt.
    Hingegen sind durch durch Bio-Produkte (Sprossen) im vergangenen Jahr 50 Menschen gestorben (EHEC) und unzählige haben gesundheitliche Schäden davongetragen.

    Ihrer Logik nach ist dann der Verzehr von Bio-Produkten ungesundes Verhalten und müsste entsprechend besteuert werden, richtig?
    Das gehört nicht in eine Steuerdiskussion. Mangel an Hygiene ist nicht ein zu besteuerndes, sondern ein zu bestrafendes Verhalten.
  4. #193

    warum nicht gleich...

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Das ist nach den Gesetzmäßigkeiten der Makroökonomie völlig ineffizient, was Du da vorschlägst. Viel effizienter wäre es doch, auf Dicke zu schießen, findest Du nicht? Jäger gibt es schon, und wenn man denen Erlaubnis gäbe nicht nur auf Wildschweine zu schießen, sondern auch auf Dicke, würden sich im Handumdrehen die Geschmäcker ändern und niemand hätte noch Appetit auf Dickmacher.
    Satire hin, Satire her.
    Aber wehe, wenn die Wissenschaft einmal so weit sein sollte, sowas wie Übergewicht letztgültig erklären zu können! Falls es bis dahin noch nicht verjährt sein sollte, möchte ich nicht wissen, wie hoch die Regressansprüche von Hinterbliebenen von unschuldig "Hingerichteten" sein würden. Sie würden sowohl den einzelnen Täter als auch den Staat treffen. Und damit alle.
    Von dem, was nie wieder gutzumachen wäre, gar nicht zu reden.
  5. #194

    So?

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    Bio-Produkte sind nicht notwendigerweise gesünder für die Verbraucher,
    Danke für die Klarstellung.

    Damit hatten Sie aber argumentiert. Und darum geht es in der hier angestoßenen Debatte doch, oder?

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    aber deutlich weniger schädlich für die Umwelt. Nicht-Bio-Produkte sind billiger, weil durch den Einsatz von chemischen Mitteln, die Produktion "rationalisiert" werden kann. Man verbilligt indem man etwas anderes beschädigt.
    Auch dies ist das Ergebnis einer verengten Sichtweise, die sich ausschließlich auf die pöse Chemie konzentriert. Wenn der Landwirt allerdings chemische Unkrautvernichtung einsetzen kann, muss er viel seltener pflügen. Das spart Energie und Treibhausgase.

    Außerdem beansprucht der Bio-Landwirt doppelt so viel Fläche für die Produktion der gleichen Menge Lebensmittel. Was Sie "rationaler produzieren" nennen, bedeutet, dass der konventionelle Landwirt die doppelten Ernteerträge auf gleiche Fläche erzielt. Und Flächen zu schonen ist sehr ökologisch und klimabewusst.

    Zitat von thebear Beitrag anzeigen
    Das gehört nicht in eine Steuerdiskussion. Mangel an Hygiene ist nicht ein zu besteuerndes, sondern ein zu bestrafendes Verhalten.
    Mir ist nicht bekannt, dass der Betrieb bestraft wurde. Gewisse risikomindernde Maßnahmen gerade nicht einzusetzen ist ein Prinzip des Bio-Landbaus. So werden etwa keine Pilzbekämpfungsmittel eingesetzt, was das Risiko von Mykotoxinen (krebserregenden Pilzgiften im Erntegut erhöht).

    Tut mir sehr leid, wenn ich hier einige liebgewonnene Mythen zerstören musste.
  6. #195

    Zitat von Maria-Galeria Beitrag anzeigen
    Wenn es nicht anders möglich ist den Menschen ein Bewußtsein für gesunde Ernährung zu schaffen "rauf mit der Steuer".........
    Den Menschen braucht man kein Bewußtsein für gesunde Ernährung schaffen - dazu müßte man sie nur in Ruhe lassen. Und zwar ohne die Bevormundung von "Experten", die alle 3 Jahre die nächste - falsche- Sau durchs Dorf treiben, begründet von irgendwelchen Studien, die sie so hinbiegen, daß es in das Weltbild passt.

    Wissenschaftlich bewiesen ist eigentlich nur, daß es völlig egal ist, in welcher Weise man seine -zum Leben nötigen- Kalorien, Fette, Kohlenhydrate usw zu sich nimmt - mal vom Geschmack abgesehen.

    WENN man was machen will, dann sollte man z.B. dem M*ggi - Kochstudio und andere Fertignahrungsspezialisten ein wenig auf die Finger sehen, mal dafür sorgen, daß nicht überall VERSTECKTER Zucker und giftige Aromastoffe drin sind, endlich mal mit der Diätgetränke-Lüge aufräumen, Zuckerersatzstoffe und den Unsinn, jede Plörre mit (ungeregelt eingenommen schädlichen) Vitaminzusätzen zu versehen, verbieten.
    Das verteufeln einzelner Lebensmittel ist völlig daneben - und willkürlich. Der Beweis, wieso ausgerechnet Cola (Brause aus pflanzlicher Basis) was Schädliches ist, fehlt noch. Wegen dem Zucker? Da mach ich in meinen Kaffee mehr rein.

    Nein., Gesundheit und Dicksein hat mit dem reinen Ernährungsangebot wenig zu tun. Ich behaupte mal, daß die Politik und ihre Auswirkungen auf die Lebensumstände mehr Schaden anrichtet als McDoof. So gesehen wäre ein Schritt in die richtige Richtung, die Magengeschwüre verursachende Mischpoke aus Berlin loszuwerden, Privatfernsehen zu verbieten bzw so zu verteuern, daß man sich nur noch 3 Stunden am Tag leisten kann. Nur mal als Beispiel.
  7. #196

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    In der Konserve mit Hühnersuppe ist aber (hoffentlich) echtes Hühnerfleisch drin. Darf ich die essen, ohne schlechtes Gewissen zu haben, oder muss ich das Huhn selbst großziehen, damit sicher ist, dass es nicht ungesund gefüttert wurde?
    nein, das ist schon OK. allerdings müssen sie berücksichtigen, daß evtl. der fettanteil einer solchen suppe höher ist, als in einer selbstgemachten. denn fett ist ein idealer geschmacksträger, so daß man bei der herstellung mit allen anderen zutaten etwas zurückhaltender sein kann.

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Ist Hühnersuppe nur dann vor Steuererhöhungen sicher, wenn ich sie im Schweiße meines Angesichts selbst gekocht habe?
    versuchen sie es mal. es ist gar nicht so schweißtreibend hühnersuppe zu kochen. huhn, suppengrün, fadennudeln und ei. dann das huhn waschen von außen und innen salzen und rein in den topf, brustseite nach oben. das suppengrün putzen(lauch + petersilie) und schälen (sellerie + möhre). dann auf jede seite das grob gewürfelte suppengrün ums huhn drapieren, und kaltes wasser drauf, bis das wasser die schenkel und die brust fast ganz bedeckt. wer mag, kann noch eine zwiebel schälen und vierteln und die viertel auf beiden seiten dazu legen. dann den deckel drauf, herd auf höchste stufe und wenn das wasser kocht auf mittlere hitze schalten, und dann das huhn, je nach größe 45 bis 60 minuten kochen, den deckel leicht schräg setzen. das verhindert das überkochen.

    und dann hat man 45 oder 60 minuten zeit und kann irgendwas anderes machen, fernsehgucken, im SPON beiträge posten, staubsaugen, staubwischen oder lesen.

    auf der anderen seite reicht die zeit aber auch, um einen kuchen zu backen... :-)

    und wenn das huhn gar ist, 'rausnehmen, das suppengrün durch ein sieb in einen anderen topf gießen und damit die suppe auffangen. dann kann man die noch mal aufkochen, fadennudeln 'rein, und wenn die gar sind, 1 oder 2 eier reinschlagen und leicht verquirlen.

    das huhn kann man dann entweder in kleine stücke ruppen und zur suppe geben, oder man teilt es mit dem messer in handliche stücke und schiebt es in den ofen und grillt es auf. nachdem man die haut mit einem gemisch aus öl, salz, pfeffer und mildem paprika bestrichen hat.

    oder aber, aber man nimmt nur 1/4 oder die 1/2 der brühe und macht dann einmal suppe mit einlage und einmal ein hühnerfrikassee. wenn man das brustfleisch extra lässt, kann man das wiederum im ofen aufbacken. dazu etwas gemüse und evtl. eine reisbeilage und salat.

    so hat man 3 gerichte aus ein und demselben huhn, das kriegen sie bei keiner hühnersuppe aus der konserve hin.
  8. #197

    Zitat von grouchomax Beitrag anzeigen
    Zitat von inci2:
    die kosten dann pro 2-teller portion um die 1.16€. für den geringen mehrpreis haben sie dann sogar echtes hühnerfleisch, echte nudeln und echtes ei in der suppe.


    Zeit ist nicht für jeden Geld, Rentner, Arbeitslose.
    Dennoch: Es hat nicht ein jeder den Nerv, immer frisch, bzw. auf Vorrat zu kochen. Statt Fertiggerichte generell zu verdammen, sollte man eher anregen, selbige zu verfeinern: Ein wenig Gemüse oder/und Fleisch anschwitzen und hinzufügen.

    Zudem gibt es inzwischen auch beim Discounter Angebote (nicht nur die teuren von Frosta), die so schlecht gar nicht sind.
    ich will hier gar nichts verdammen. ich greife auch zu TK-ware, allerdings dann eben im rohzustand. ich bin es einfach gewohnt selbst zu kochen. wobei die aufwendigeren sachen natürlich am wochenende gemacht werden, und dann eben die reste eingefroren werden für unter der woche, wenn es eben schnell gehen soll.

    und ob ich nun 30 minuten warmmache oder 30 minuten koche, ist vom zeitaufwand kein unterschied. ich schnuckele in den 30 minuten meine "schnelle" kartoffelsuppe. 2 markknochen, TK-suppengrün und ein paar kartoffeln, salz und wasser drauf, und kochen lassen bis die kartoffeln gar sind. die knochen rausnehmen, das mark rauslösen und zurück zu kartoffeln und suppengrün damit. dann das ganze mit dem pürrierstab cremig aufschlagen, salz, pfeffer, thymian und etwas beifuß sowie eine spur muskatnuß dazu gerieben. dann die würstchen in der suppe warm machen, fertig. gibt kartoffelsuppe für 2 tage für 2 personen.

    kosten: markknochen ca. 1.20€, kartoffeln ca. 1€, TK-suppengrün 99cent, würstchen 4 st. 3.98€. macht zusammen für alles 7.17 für die suppe von der 2 personen an zwei tagen essen können.
  9. #198

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Der Mehraufwand ist aber gerade bei einfachen Gerichten marginal. Man kann sich also fragen ob der Durchschnittsbürger angesichts eines, beispielsweise, täglichen Fernsehkonsums von mehreren Stunden wirklich keine zusätzlichen 10 Minuten für die Essenszubereitung entbehren kann. Um "Geld" oder effektiven "Nutzen" der Zeit kann es also kaum gehen. Das ist i.d.R. wohl mehr der Unwille, sich mehr als absolut nötig für den Konsum zu betätigen..
    es gibt aber auch leute, die nicht 10 stunden fernsehgucken, sondern die in der zeit arbeiten und auf dem weg von und nach zu hause sind. daß man da nicht immer lust aufs kochen hat verstehe ich. geht mir auch hin und wieder so. dann gibt es eben stulle zum abendbrot.
  10. #199

    Mythen

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Auch dies ist das Ergebnis einer verengten Sichtweise, die sich ausschließlich auf die pöse Chemie konzentriert. Wenn der Landwirt allerdings chemische Unkrautvernichtung einsetzen kann, muss er viel seltener pflügen. Das spart Energie und Treibhausgase.
    Interessant, aber da müssten wir wohl durch einen "Faktencheck à la Hart-aber-fair" haben um herauszufinden, was umweltschädlicher ist Chemie oder mehr pflügen.
    Außerdem beansprucht der Bio-Landwirt doppelt so viel Fläche für die Produktion der gleichen Menge Lebensmittel. Was Sie "rationaler produzieren" nennen, bedeutet, dass der konventionelle Landwirt die doppelten Ernteerträge auf gleiche Fläche erzielt. Und Flächen zu schonen ist sehr ökologisch und klimabewusst.
    In wie fern werden denn Flächen "geschont"? Was ist falsch an "Landverbrauch" durch chemisch unbehandelte Agrarflächen? (Es sei denn, Sie pflanzen dort Wald).

    Mir ist nicht bekannt, dass der Betrieb bestraft wurde. Gewisse risikomindernde Maßnahmen gerade nicht einzusetzen ist ein Prinzip des Bio-Landbaus. So werden etwa keine Pilzbekämpfungsmittel eingesetzt, was das Risiko von Mykotoxinen (krebserregenden Pilzgiften im Erntegut erhöht).
    Wenn das Risiko höher ist, muss sorgfältiger gearbeitet werden. Das braucht mehr Arbeitskräfte. Sollte bei 3 Millionen Arbeitslosen kein Problem darstellen. Wenn aber - so meine ursprüngliche Aussage - schädliche Sachen (Chemie) höher besteuert werden, und nützliche (hier Arbeit) weniger, erreicht man ein vernünftiges Gleichgewicht.
    Tut mir sehr leid, wenn ich hier einige liebgewonnene Mythen zerstören musste.
    Mythen gehen in beide Richtungen ("wenn wir nicht massiv Chemie einsetzen verhungern wir alle" ;-)).

    In einem gebe ich Ihnen aber recht: Bevor man "unerwünschtes Verhalten" höher besteuert, soll man schon sicher sein, dass unerwünscht = schädlich ist.