Der starke Franken veranlasst die Schweizer Notenbank zu einem drastischen*Eingriff: Sie legt einen*Mindestkurs zum Euro fest. Die Märkte reagierten zunächst wie erhofft, der Franken fiel, doch die wahre Bewährungsprobe kommt noch. Spekulanten werden die Entschlossenheit der*Währungshüter testen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...784658,00.html
1. <30%
2. meine ich rund 52%
Nun ja, die Schweizer dürfen tatsächlich über Dinge abstimmen und manchmal treten da ganz überraschende Sachen zutage.
Das ihnen dabei unwohl wird, wenn sie feststellen, dass wohl eine Mehrheit ihrer Mitbürger nicht wirklich ihrer Ansicht sind, kann ich verstehen. Damit umzugehen unterscheidet den Demokraten vom Totalitaristen.
So wahr alles Vorherige sein mag: Evtl. Steuererhöhungen mit drohenden Preiserhöhungen abzubügeln, zieht nicht mehr, erst recht nicht beim Öl! Ich erkläre Ihnen gern, warum?
Seit wie vielen Jahren gab es in Deutschland keine Steuererhöhung bei Kraftstoffen? Stimmt, ein paar Jährchen kommen da schon zusammen, immerhin! Aber wie hat sich der Verkaufspreis in der Zwischenzeit entwickelt: 40-50% Erhöhung sind vorsichtig geschätzt! Was lehrt uns das: Ölscheichs, Ölmultis und Spekulanten finden immer einen Weg, die Preise hochzuschrauben. Auf den Staat sind die nicht angewiesen, ihr Reservoir an sonstigen "Begründungen" (deutsch: Ausreden) ist unerschöpflicher als Öl / Gas zusammen!
Demnzufolge kann es uns in diesem Falle egal sein, ob die Steuern steigen - die Preise steigen auf eden Fall? Wetten?
Sie hätten den Link auch posten dürfen.
Was die Mehrheit der Schweizer denkt, weiss ich nicht. Eine Abstimmung zum Thema hat ja nicht stattgefunden. Allein dieser Umstand lässt jedoch vermuten, dass eine Mehrheit für den eingeschlagenen Kurs zu erwarten wäre.
Die Schweizer sind generell ziemlich pragmatisch. Es wird schon überlegt und abgewägt, was Vor- und Nachteile einer solchen starken Entscheidung der SNB sind. Für den Wirtschaftsstandort Schweiz war der Entscheid sicher richtig. Was die negativen Effekte in Zukunft bringen, werden wir sehen. Vorderhand musste den Spekulationen ein Ende gesetzt werden. Darum war und ist der Eingriff für mich ein richtiger Entscheid. Die Nationalbank sollte nur den Zeitpunkt zur Geldmengenreduzierung dann nicht verpassen.
... der schwache Euro aber schon. Wenn die SNB (Schweizer Nationalbank), ihres zeichens politisch ziemlich unabhängig beschliesst den Euro bei 1.20 Franken zu fixieren ist das auch ein riesiger Vertrauensbeweis in den Euro!
Unvorstellbar der Schaden wenn der Euro hops ginge und ganz bestimmt in niemanden Interesse. Wieviel Franken die SNB "druckt" und Euros zum stabilisieren aufkauft, ist nicht bekannt, es dürfte Milliarden, womöglich hunderte Milliarden sein.
Deutschland könnte ja für ein paar Milliarden Bundesanleihen ausgeben, die SNB könnten diese zu einem für beide Seite hochanständigen Zins kaufen und damit wäre allen geholfen. War einfach mal eine Idee und warum nicht ;-)
Genau genommen hat man denen auch keine Zurückhaltung zugebilligt. War geographisch gesehen auch schlecht möglich. Alle Interessen kreuzen sich von Nord nach Süd oder von West nach Ost, wirtschaftlich genau so wie kulturel. Mit Einführung der EWG gelang so was ähnliches wie ein geordneter Kreisverkehr dem sich alle unterordneten, bildlich gesprochen. Und plötzlich begann es zu funktionieren (Ich weiß das noch viele andere Faktoren notwendig waren)
Das gleiche muß aber in der Finanzwelt ebenso geschehen. Die Schweizer National Bank könnte hier eine Vorreiterrolle für die unkontrollierten europäischen Finanzmärkte sein. Was wir in der europäischen (und nicht nur hier) Finanzwelt momentan haben ist Anarchie. In diesem Punkt könnten die Europäer von den Schweizern nur lernen, falls es für die Schweiz hinhaut wie sie sich das vorgestellt haben.