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Kampf gegen Staatspleite: Griechenland startet Schuldentausch

dapdDie griechische Regierung hat ihr Angebot für den Schuldentausch vorgelegt. Gläubiger können ab sofort ihre alten Staatsanleihen in neue mit längerer Laufzeit tauschen. Sie sollen dem pleiteberohten Land zudem mehr als die Hälfte seiner Verbindlichkeiten erlassen - rund 107 Milliarden Euro.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...817472,00.html
  1. #1

    Griechenland - never ending story?

    Neben dem Schuldentausch sind weitere finanzielle Hilfen für Griechenland in Planung.

    Ich hoffe, unsere Parlamentarier nehmen sich die Zeit die Drucksachen 17/8730 und 17/8731 vor der am kommenden Montag um 15 Uhr beginnenden Sondersitzung durchzulesen, über welche anschließend namentlich abgestimmt wird.

    Meine Meinung:

    1. Es ist eine absolute Frechheit seitens des Bundesfinanzministeriums die Drucksache erst einen Arbeitstag vor der Abstimmung vorzulegen.

    2. Der Text enthält Sprengstoff!!! Allein aus nachfolgendem Auszug der Drucksache 17/8731 ist dies insbesondere in Punkt 3. “Diese Vereinbarung kann von den Parteien in gegenseitigem Einvernehmen in Form eines Nachtrags geändert werden.” ersichtlich.

    WO KOMMEN WIR DENN HIN, ÜBER ETWAS ABZUSTIMMEN, WAS IM NACHGANG DANN VON DEN PARTEIEN NOCH GEÄNDERT WERDEN KANN … ich kann es nicht fassen. Das ist in meinen Augen nicht anders zu bezeichnen als “VERROHUNG DER SITTEN”

    Auszug aus Drucksache 17/8731

    “Die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) wurde am 7. Juni 2010 zum Zweck der Gewährung von Stabilitätshilfe an die Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets gegründet.

    Die Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets und die EFSF haben eine
    Rahmenvereinbarung geschlossen, um die Bedingungen für die von der EFSF zu gewährende Stabilitätshilfe festzulegen. Die Staats- und Regierungschefs des Euro-Währungsgebiets und die EU-Institutionen haben am 21. Juli und am 26./27. Oktober 2011 beschlossen, die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) als Finanzierungsinstrument für die zukünftigen Auszahlungen an die Hellenische Republik im Rahmen der Finanzhilfe der Mitgliedstaaten des Euro-Währungsgebiets zu verwenden – haben die Parteien dieser Vereinbarung Folgendes vereinbart:

    1. Die Darlehen der EFSF unterliegen der Einhaltung der Bedingungen der ursprünglich am 3. Mai 2010 unterzeichneten und zuletzt durch die ergänzende Absichtserklärung (fünfter Nachtrag) vom 6. Dezember 2011 geänderten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding – MoU) in der jeweils geltenden Fassung; die Darlehensbeträge werden gemäß dieser Vereinbarung in der jeweils geltenden Fassung und einer zwischen der EFSF und der Hellenischen Republik zu schließenden Vereinbarung bzw. Vereinbarungen über eine Finanzhilfefazilität (Financial Assistance Facility Agreement – FAFA) auch im Rahmen des Anleihetauschs für folgende Zwecke verwendet: i) Zahlungen an am Anleihetausch
    teilnehmende Anleihegläubiger, ii) Auszahlung aufgelaufener Zinsen an am Anleihetausch teilnehmende Anleihegläubiger, iii) Rückkauf von Anleihen zur Gewährleistung der Zulassung griechischer Staatspapiere zu den Refinanzierungsgeschäften des Eurosystems und iv) Wahrung der Finanzstabilität des griechischen Bankensystems im Zusammenhang mit dem Anleihetausch.

    2. Die Parteien sind übereingekommen, dieser Vereinbarung die an Herrn Junker gerichteten Schreiben der Vorsitzenden der Regierungsparteien der Hellenischen Republik beizufügen, in denen diese sich zu den in der Vereinbarung zum zweiten Anpassungsprogramm für Griechenland auf Arbeitsebene festgelegten Maßnahmen verpflichten.

    3. Diese Vereinbarung kann von den Parteien in gegenseitigem Einvernehmen in Form eines Nachtrags geändert werden. Der Nachtrag ist wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung und tritt bei Unterzeichnung in Kraft.

    Geschehen zu Brüssel am …….2012 und zu Athen am …….2012 in drei Urschriften, jede in englischer Sprache.
  2. #2

    Plan- und Fokusfreie Aktion...

    ...Griechenland wird nicht im Euroraum bleiben können.

    Jedenfalls nicht solange wir uns weiter so anstellen, wie wir das derzeit tun.

    Griechenland wird auch nach dem Schuldenschnitt nicht weiter wettbewerbsfähig sein und Griechenland wird weiter Schulden machen die es nicht zurückzahlen kann und wir werden diese Schulden auch weiter bezahlen.

    Die Alternative im Euro wäre, dass die Griechen sich halbjährlich ihre Einkommen nach unten anpassen (würde natürlich auch dazu führen, dass sie ihre Schulden nicht bedienen können).

    Die Lösung, dass keine Kredite mehr vergeben weren komt für keinen der Beteiligten in Betracht.

    Wir tun uns lieber den Spaß an, dann wir uns selbst verarschen indem wir Verluste ausbuchen die aufgrund von Währungsschwankungen auftreten. Da kann keiner etwas dafür, das muss dann vergesellschaftet werden.
  3. #3

    Schuldentausch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die griechische Regierung hat ihr Angebot für den Schuldentausch vorgelegt. Gläubiger können ab sofort ihre alten Staatsanleihen in neue mit längerer Laufzeit tauschen. Sie sollen dem pleiteberohten Land zudem mehr als die Hälfte seiner Verbindlichkeiten erlassen - rund 107 Milliarden Euro.

    Kampf gegen Staatspleite: Griechenland startet Schuldentausch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Gibt man dem Kind mal wieder einen neuen Namen...,
  4. #4

    Keine Schuldfähigkeit

    Wie jetzt mit einiger Wahrscheinlichkeit gesagt werden kann, wird der konkrete Auslöser für den endgültigen Zusammenbruch der Weltwirtschaft (globale Liquiditätsfalle) der Staatsbankrott Griechenlands sein, wobei Schuldzuweisungen jeglicher Art fehl am Platz sind. Alle heute „Verantwortlichen“ befinden sich tief in religiöser Verblendung, sind sich ihrer Handlungen nicht im Geringsten bewusst und haben keinerlei Vorstellung, was konkret unternommen werden muss, um die Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) zu befreien. Zur Verdeutlichung könnte man sagen, dass für die derzeitigen „Machthaber“ nicht einmal eine „verminderte Schuldfähigkeit“ im Sinne eines „Jungendstrafgesetzes“ in Frage kommt. Aus bewusster Sicht sind sie eher wie Kleinkinder zu behandeln, die sich einbilden, sie wüssten schon was. Denn nichts trübt das Bewusstsein so sehr, wie in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) eine Machtposition anzustreben und diese dadurch zu erreichen, indem man (oder Frau) sich von einer religiös verblendeten Masse in diese Position wählen lässt:

    „Gegen die Überzeugungen der Masse streitet man ebensowenig wie gegen Zyklone … Mit einem kleinen Vorrat an Redewendungen und Gemeinplätzen, die wir in der Jugend erlernten, besitzen wir alles Nötige, um ohne die ermüdende Notwendigkeit, denken zu müssen, durchs Leben zu gehen.
    … Meistens sind die Führer keine Denker, sondern Männer der Tat. Sie haben wenig Scharfblick und könnten auch nicht anders sein, da der Scharfblick im allgemeinen zu Zweifel und Untätigkeit führt. Man findet sie namentlich unter den Nervösen, Reizbaren, Halbverrückten, die sich an der Grenze des Irrsinns befinden.“

    Gustave Le Bon (Psychologie der Massen)

    Unter diesem Gesichtspunkt sind alle Maßnahmen zu betrachten, die bisher von der hohen Politik gegen die „Finanzkrise“ im Allgemeinen und zur „Rettung Griechenlands“ im Besonderen unternommen wurden. Ich muss es mir hier versagen, die Maßnahmen im Einzelnen zu analysieren und ihre Sinnlosigkeit nachzuweisen. Letztlich dient alles, was die hohe Politik unternimmt, nur dazu, das Elend des Kapitalismus zu verlängern und die eigene, tatsächlich sinnfreie Existenz zu rechtfertigen:

    Opium des Volkes: Vollinvestition
  5. #5

    es wird ..............

    Zitat von cibag Beitrag anzeigen
    Gibt man dem Kind mal wieder einen neuen Namen...,
    es wird weiter gemurkselt. statt die probleme head on anzugehen wird halt hier ein wenig dort ein wenig und insgesamt garnichts gemacht.

    alles auf kosten der deutschen. miss triksie murksel macht so weiter wie bisher auf kosten unserer kinder und enkel.

    die blockparteien einfach nicht mehr waehlen. sonst signalisiert der waehler zustimmung zu den irrsinns taten.
  6. #6

    Sysop

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die griechische Regierung hat ihr Angebot für den Schuldentausch vorgelegt. Gläubiger können ab sofort ihre alten Staatsanleihen in neue mit längerer Laufzeit tauschen. Sie sollen dem pleiteberohten Land zudem mehr als die Hälfte seiner Verbindlichkeiten erlassen - rund 107 Milliarden Euro.

    Kampf gegen Staatspleite: Griechenland startet Schuldentausch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Ihr Artikel ist, wie meistens, nicht vollstaendig. Bei den Papieren handelt sich ueberwiegend um Papiere die nach GRIECHISCHEM RECHT ausgegeben wurden. Lesen Sie bitte die rechtlichen Folgen die sich daraus ergeben und ergaenzen den Artikel.
    Schulnote "ausreichend/ Mangelhaft".
  7. #7

    Bauernweisheit

    Heute stehen wir am Abgrund.
    ++
    Und am Montag werden wir einen großen Schritt nach vorn machen.
    ++
    Schönes Wochenende.
  8. #8

    Haircut mit CDS

    Erzwungener Schuldenschnitt, weil vielleicht nicht alle Hedgefonds freiwillig mitmachen. Die haben wohl auf die Pleite von Griechenland gewettet.

    Die freuen sich und lassen dann die Korken knallen, da wohl alles mit CDS abgesichert worden ist.
  9. #9

    Einseitige rückwirkende Klauseln

    Wenn Griechenland damit durchkommt, einseitige rückwirkende Klausen an seine Verträge anzuhängen, werde ich mir das auch angewöhnen. Das Leben wird dann wunderbar - Autos müssen nicht mehr bezahlt werden ("Der Verkäufer gesteht dem Käufer das Recht zu, das Auto ohne Rückgabe nicht zu bezahlen, falls die Sitze nicht bequem genug sind") - Mieten gehen runter, und mein Gehalt kann ich auch selbst festsetzen. Vielleicht muss ich auch gar keine Steuern mehr zahlen?


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