Mitten in der Schuldenkrise überrascht die Europäische Zentralbank die Märkte: Unter der Leitung des neuen Präsidenten Draghi senkt die Notenbank den Leitzins auf 1,25 Prozent. Offenbar wollen die Währungshüter so einen Absturz der Wirtschaft verhindern.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...795692,00.html
Erst im Juli wurden die Zinsen angehoben. Angeblich aus Angst vor den gewaltigen Anstiegen der Verbraucherpreise.
Nun, die Verbraucherpreise sind seither noch schneller gestiegen (weniger wegen der Löhne als mehr wegen der Energiepreise) und dennoch zieht man schon jetzt die Notbremse.
Wobei das Seil mit 1,25% schon reichlich kurz ist. Viel Spielraum bis zu negativen Zinsen gibt es da ja nicht mehr.
Ganz offensichtlich zeigt dieser Zickzackkurs der EZB, dass die Reichen und Mächtigen so langsam die Kontrolle verlieren. Dazu passt auch der kleine 55 Mrd € schwere "Rechenfehler" im Finanzministerium.
Offensichtlich weiß man an der Spitze nicht mehr, was man machen soll...
... macht Herr Draghi das, was die Südschienenländer immer gemacht haben, wenn sie in ihren Schulden versinken: Geld ins System pumpen und damit die Inflation anfachen. Das war es dann endgültig mit der deutschen Stabilitätspolitik in der EZB. Jetzt bin ich ein echter Zwangsfiskaleuropäer und ich fühle mich echt sch...e dabei!
Was das mit Europa zu tun hat? Nun, derzeit ist Griechenland, wo die Krise begann, nicht mehr als ein trostloser Nebenschauplatz. Die derzeitige Gefahr besteht eindeutig in einer Art Bank Run auf Italien, die drittgrößte Wirtschaftsnation der Eurozone. Die Investoren befürchten eine Staatspleite Italiens und verlangen für Kredite hohe Zinsen. Diese hohen Zinsen machen eine Pleite indessen noch wahrscheinlicher, indem sie die Last des Schuldendienstes erhöhen.Paukenschlag unter dem neuen Präsidenten Mario Draghi: Der Rat der Europäischem Zentralbank senkte überraschend gleich bei der ersten Sitzung unter Vorsitz des Italieners den Leitzins auf 1,25 Prozent. Das teilte die EZB in Frankfurt am Donnerstag mit.
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Doch diese Errungenschaft ist in Gefahr, weil Europas Elite in all ihrer Arroganz den Kontinent in ein monetäres System gepresst hat, das die Starrheit des Goldstandards wieder aufleben lässt und – wie der Goldstandard der 1930er Jahre – zur tödlichen Falle geworden ist.
Vielleicht lassen sich Europas Führer ja einen wirklich glaubwürdigen Rettungsplan einfallen. Ich hoffe es, aber ich erwarte es nicht.
Die bittere Wahrheit ist, dass es zunehmend danach aussieht, dass das Euro-System dem Untergang geweiht ist. Und die noch bitterere Wahrheit ist, dass Europa angesichts der Systemmängel besser dran wäre, wenn das System eher früher als später kollabiert.
http://denkraum.wordpress.com/2011/1...ur-euro-krise/
Paul Krugman zur Euro-Krise: ein Loch ist im Eimer
Passt doch zusammen!
Ich hätte gern auch 1.25% für z.b. ein Bau-Darlehnen,
oder ein neues Auto.
Kurbelt auch die Wirtschaft an, versprochen.