Der Ausstoß von Treibhausgasen steigt dramatisch an - ist die Erderwärmung noch aufzuhalten? Die Himalaja-Länder wappnen sich jetzt gegen*ihre Folgen. Bei einem Treffen vor dem Uno-Klimagipfel verständigten sie sich auf eine gemeinsame Linie. Sie wollen damit anderen*Ländern einen Anstoß*geben.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...798873,00.html
Es ist leider so das man in der Regel erst etwas unternimmt wenn es Weh tut, bestes Beispiel ist die momentane Schuldenkrise. Jeder weiß das man nicht jedes Jahr neue Schulden machen kann, ohne irgendwann mal eine Grenze zu erreichen bei der die Gläubiger nervös werden. Jetzt wo die Zinsen steigen müssen kurzfristige Lösungen her wie harte Einschnitte ins soziale Netz in Spanien, Griechenland und Italien. Dieses Beispiel zeigt mir das man den Klimawandel nicht aufhalten wird, dass 2°C Ziel ist utopisch. Erst wenn es anfängt weh zu tun, wird man was unternehmen und das wird erstens teurer werden und zweitens wird man mit den Folgen ohnehin leben müssen.
Einzige Hoffnung ist für mich die Wissenschaft das die irgendwas geniales zur Energieerzeugung erfinden was kein CO2 verursacht. Auf die Politik, bzw. die Wähler, geb ich keinen Pfifferling.
Man kann ganz ohne hellseherische Fähigkeiten wohl ganz beruhigt Wetten darauf abschließen, dass es auch in Durban zu keiner Einigung der Staaten kommen wird oder dass gar ein Folgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zustande kommen könnte.
Länder wie Japan, die USA ,Russland, oder Kanada haben schließlich bereits in den Vorgesprächen angekündigt, dass sie kein bindendes Abkommen unterzeichnen werden. Gleiches gilt für Schwellenländer wie Brasilien, Indien oder China.
Nur in Europa glaubt man offensichtlich noch fest daran, dass man mit Maßnahmen wie der Umstellung der Energieerzeugung den Klimawandel bekämpfen könnte. Wobei Deutschland auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle übernommen hat und an dieser offenbar auch unbeirrbar festhält.
Um solche bislang noch populären Maßnahmen, wie etwa den weiteren Ausbau sogenannter Erneuerbarer Energien, auch weiterhin der Bevölkerung als kompromisslos verkaufen zu können, bringt sich im Vorfeld zu Durban vor allem die öffentlich-rechtliche Medienmaschine in Stellung. In speziellen Themenabenden oder Dokumentationen wird der Zuschauer mit (oftmals zumindest übertrieben dargestellten)mit Schreckensszenarien gefüttert.
Nur einem so nachhaltig verunsicherten Bürger kann man schließlich vermitteln, dass ein komplettes Umkrempeln der Energieversorgung eben nicht zum Nulltarif zu haben ist, sondern im Gegenteil sehr teuer wird.
Daran dass in Durban wieder einmal nichts konkretes beschlossen wird kann ein Europäischer Sonderweg oder "Deutschland als Vorreiter" ganz sicher nicht das geringste ändern. Und das ist auch gut so.
Bis die Himalaya-Länder vom steigenden Meeresspiegel bedroht sind, ist es ja noch eine Weile hin...
Alle dieser mit gutem Beispiel voranpreschenden Himalaja-Laender sind Entwicklungslaender. Was immer sie auch beschlossen haben moegen, eine Verringerung ihrer CO2-Emissionen wird es nicht sein.
Ich schaue auch mal in meine Glaskugel, und was sehe ich? Folgendes:
Im Jahr 2023 findet in Kapstadt eine große Klimakonferenz statt. Motto: Es ist fünf vor zwölf.
2031 gibt es eine noch größere und wichtigere Konferenz in Manila. Motto: Wir müssen umkehren.
2040 tagen die Experten zu Tausenden in Santiago de Chile. Die Konferenz heißt: Dem Klimawandel unbedingt jetzt Einhalt gebieten!
Erst 2052 kommt es zu einem erneuten Treffen dieser Größenordnung, in Genf. Die Vorbereitungsgruppe einigt sich auf das Motto: Es ist fünf vor zwölf.
You can fool all of the people some of the time and some of the people all of the time, but not all of the people all of the time.