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Kampf gegen Islamisten: Westerwelle stockt Hilfe für Mali auf

DPAAußenminister Westerwelle hat der Regierung in Mali Unterstützung im Kampf gegen radikale Islamisten zugesagt. Die Bundesregierung erhöht ihre finanziellen Hilfen für den afrikanischen Krisenstaat auf 13,5 Millionen Euro. Auch eine Vermittlerrolle Berlins soll der Minister ins Spiel gebracht haben.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-864760.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat der Regierung in Mali Unterstützung im Kampf gegen radikale Islamisten zugesagt. Die Bundesregierung erhöht ihre finanziellen Hilfen für den afrikanischen Krisenstaat auf 13,5 Millionen Euro. Auch eine Vermittlerrolle Berlins soll der Minister ins Spiel gebracht haben.

    Westerwelle sagt Mali bei Besuch in Bamako Hilfe gegen Islamisten zu - SPIEGEL ONLINE
    Der Islamismus läßt sich nur mit dem Sozialstaat bekämpfen. Wer sich dem Islamismus verschreibt (oder einer anderen fanatischen Ideologie), der sieht im zivilen Leben (als Tabakwarenhändler, Schneider, Kommunalabgeordneter usw.) offensichtlich keine ausreichende Perspektive.

    Die Initiative Westerwelles ist daher im Prinzip zu begrüßen. Es fragt sich nur, ob ein sozialdemokratischer Aussenminister (z.B. Steinbrück) der Aufgabe nicht besser gewachsen wäre.
  2. #2

    Nichts gelernt ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat der Regierung in Mali Unterstützung im Kampf gegen radikale Islamisten zugesagt. Die Bundesregierung erhöht ihre finanziellen Hilfen für den afrikanischen Krisenstaat auf 13,5 Millionen Euro. Auch eine Vermittlerrolle Berlins soll der Minister ins Spiel gebracht haben.

    Westerwelle sagt Mali bei Besuch in Bamako Hilfe gegen Islamisten zu - SPIEGEL ONLINE
    in Afganistan ?Die Bevölkerung gehört zu 90% dem Islam an ,der Norden Malis wird beherscht von den Tuaregs-sie wollen Autonomie.Wenn sich in diesem Gemenge die Ungläubigen einmischen, wird es nur die Islamisten stärken.Wenn die Bevölkerung die Radikalen möchte,lasse man sie gewähren.Wo will man sich denn überall noch einmischen?
  3. #3

    optional

    In Mali geht es auch um die Vertretung von massiven französischen Interessen in der ehemaligen Kolonie Mali mit seinen großen Bodenschätzen.
    Da ist ein finanzielle Hilfe Deutschlands freilich alternativlos...
  4. #4

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    Wenn die Bevölkerung die Radikalen möchte,lasse man sie gewähren.Wo will man sich denn überall noch einmischen?
    Ich wette die gesteinigten Frauen wollten die Islamisten nicht, ebenso die zwangsverheirateten Frauen. Zählen die für sie nicht?

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Der Islamismus läßt sich nur mit dem Sozialstaat bekämpfen. Wer sich dem Islamismus verschreibt (oder einer anderen fanatischen Ideologie), der sieht im zivilen Leben (als Tabakwarenhändler, Schneider, Kommunalabgeordneter usw.) offensichtlich keine ausreichende Perspektive.
    Wie erklärt sich dann ein Pierre Vogel und andere Vögel wie er?
  5. #5

    Westerwelle befindet sich derzeit in Mali.
    Er sagte wörtlich : es geht auch um die Sicherheit Deutschlands..... aha !
  6. #6

    Die neuerliche Teilnahme an Malis Angelegenheiten ist nicht ohne Grund

    So mancher fragt sich ja, woher es kommt, daß man sicher neuerdings derart um die Zustände und Vorgänge in Mali kümmert; zwar könnte dies auch nur dem recht verworrenen Verhältnis zwischen den VSA und ihren Lakaien mit den mohammedanischen Eiferern geschuldet sein, weil diese einmal in Baktrien unterstützt werden, dann in Mesopotamien, dem Jemen oder eben Baktrien wieder bekämpft werden, um dann wieder in Libyen an die Macht gebombt zu werden.
    Doch gehört Mali auch zum verdeckten Kolonialreich der Welschen in Afrika, welches diese mittels Marionettenherrschern und ihres afrikanischen CFA-Frankens beherrschen; und so wie sie jüngst erst den widerspenstigen Potentaten der Elfenbeinküste mit dem Segen der so genannten Vereinten Nationen abgesetzt haben, so dürften sie nun auch in Mali einfallen, um ihren dortigen Günstlingen zu helfen; schließlich gibt es dort so nützliche und wertvolle Dinge wie Uran, Gold oder Phospate. Deutschland sollte sich aus diesem Bubenstück heraushalten.
  7. #7

    Die Nomaden und das Öl

    Die Tuareg in Mali haben immer im ethnisch-nationalen Prozeß Sprödigkeit gezeigt und eher aus politischen denn aus religiösen oder wirtschaftlichen Gründen auf Separation gedrängt, meist auch mit wenig tauglichen Mitteln. Ihr Verhältnis zum schwachen Zentralstaat war seit jeher konfliktgeladen und grenzübergreifende Netzwerke hatten einen höheren Stellenwert. Wer aber sollte es ihnen verübeln, wenn sie angesichts erfolgreicher Öl- und Gasexploration gerade in ihren bevorzugten Regionen das Thema der Eigenstaatlichkeit mit Vehemenz auf die Tagesordnung setzen, um sich eine zu erwartende Einnahmequelle zu sichern?
    Und wen interessiert das Öl des Landes sonst noch? Na, die USA, Frankreich und auch unsere Politik wollen da mitmischen, ohne uns, den Bürgern und Steuerzahlern, die wahren Gründe zu offenbaren.
    Man wird zum Islamisten nicht geboren, sondern zum islamistischen "Terroristen" gemacht, weil dieser immer der Böse, d.h. der zu Bekämpfende ist. Es wird den selbsternannten Menschenrechtsverwaltern schon gelingen, nach den gehabten Beispielen, letztens Libyen, auch hier die Dinge gründlich umzustürzen. Dauerhaftes Chaos und Flüchtlingsströme garantiert! Auf nach Timbuktu, Frau Merkel!
  8. #8

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Der Islamismus läßt sich nur mit dem Sozialstaat bekämpfen. Wer sich dem Islamismus verschreibt (oder einer anderen fanatischen Ideologie), der sieht im zivilen Leben (als Tabakwarenhändler, Schneider, Kommunalabgeordneter usw.) offensichtlich keine ausreichende Perspektive.
    Die größten Förderer der Islamisten sitzen in den arabischen Diktaturen. Die sitzen auf Milliarden von Euro, die das Erdöl in ihre Kassen spült. Dass diese offensichtlich keine ausreichende Perspektive haben sollen, leuchtet mir nicht ein. Vielmehr folgen Sie wohl dem Credo der Gutmenschen: wenn irgendwo Terroristen am Werk sind, dann sind wir Schuld, weil wir ihnen nicht freiwillig unseren Wohlstand überweisen.

    Interessant ist allenfalls, dass Westerwelle in Mali mit viel Steuergeldern die Islamisten bekämpfen will, während er in Syrien Seite an Seite mit den Islamisten ("Freunde Syriens") ein säkulares Regime beseitigen will, um es durch ein islamistisches zu ersetzen.
    Muss man das verstehen?
  9. #9

    Zitat von Kurt Köster Beitrag anzeigen
    Der Islamismus läßt sich nur mit dem Sozialstaat bekämpfen. Wer sich dem Islamismus verschreibt (oder einer anderen fanatischen Ideologie), der sieht im zivilen Leben (als Tabakwarenhändler, Schneider, Kommunalabgeordneter usw.) offensichtlich keine ausreichende Perspektive.

    Die Initiative Westerwelles ist daher im Prinzip zu begrüßen. Es fragt sich nur, ob ein sozialdemokratischer Aussenminister (z.B. Steinbrück) der Aufgabe nicht besser gewachsen wäre.
    Das leuchtet nicht ein.
    Der radikale Salafismus und damit die Quelle des modernen Islamismus stammt aus Saudi-Arabien, also einem Sozialstaat in dem jeder bestens versorgt ist.

    Wer den Islamismus bekämpfen will, muss bei den Golfstaaten als Quelle der Ideologie und der Förder-Milliarden ansetzen. Die haben ihre Hände und ihr Geld überall da drin wo des Islamismus wächst.
    Aber das traut sich niemand


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