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Kampf gegen illegale Downloads: Piraten-Jäger als Studentenjob

CorbisSein Revier sind Peer-to-Peer-Plattformen, Musik-Blogs und Download-Seiten: Ein Student kämpft gegen illegales Herunterladen und sorgt so auch dafür, dass sich viele seiner Kommilitonen hohe Strafen einfangen. Er sagt, es gehe ihm um Gerechtigkeit - und er nimmt die Sache persönlich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...834742,00.html
  1. #400

    Zitat von k.schwarz Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich ist er auch so motiviert, dass er sich schon mal arbeit mit nach Hause genommen hat auf seinem MP3-Player. Totaler Blödsinn!
    Das wird schon deshalb nicht passieren, weil ihm zuhause das Equipment fehlen dürfte. Zudem hat nicht er, sondern nur die Pro Media GmbH die erforderlichen Nutzungsrechte, um an den Plattformen auftreten zu dürfen.

    Zitat von k.schwarz Beitrag anzeigen
    Wenn es ihm um die Gerechtigkeit geht wie er sagt dann gibt es tausende andere Möglichkeiten sich zu engagieren ohne dem kleinen Bürger das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Der "kleine Bürger" muss sich nicht an illegalen Tauschbörsen beteiligen. Er muss nicht unerlaubt up- und downloaden.
  2. #401

    Zitat von moistvonlipwik Beitrag anzeigen
    .......
    Der "kleine Bürger" muss sich nicht an illegalen Tauschbörsen beteiligen. Er muss nicht unerlaubt up- und downloaden.
    Noch weniger ist der verpflichtet sich das von Ihnen unterstellen zu lassen.
    Was wer tauscht, ist sicher nicht Ihre Angelegenheit. Sagen Sie bloß Sie würden sich auf einen echten Tauschmarkt trauen, auf dem sowas stattfindet und sich dann gegen den Besitzer des Grundstückes wenden und gegen die Tauscher ?
    Was die Leute tauschen haben sie bezahlt oder es ist bereits gekauft und bezahlt. Wenn so eine Veranstalltung durch Werbung Geld einnimmt, können Sie sich ja an die Sponsoren wenden und denen die Förderung des Ihrer Meinung nach unerlaubten Treibens ankreiden.
    Nur weil die bei Ihnen dann auch kein Geld mehr locker machen würden, trauen Sie sich nicht mal diesen Umstand anzusprechen.
  3. #402

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Noch weniger ist der verpflichtet sich das von Ihnen unterstellen zu lassen.
    Ich unterstelle nichts. Abgemahnt wird, wer erwischt wird. Und er hat's verdient.

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Was wer tauscht, ist sicher nicht Ihre Angelegenheit.
    Wer urheberrechtlich geschützte Werke, egal ob Filme, Musikstücke, Software oder Bücher dort anbietet, ohne eine entsprechende Erlaubnis zu haben, handelt rechtswidrig. Wenn das Konsequenzen hat, trifft es nicht die Falschen.

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Sagen Sie bloß Sie würden sich auf einen echten Tauschmarkt trauen, auf dem sowas stattfindet und sich dann gegen den Besitzer des Grundstückes wenden und gegen die Tauscher ?
    Auf einem "echten Tauschmarkt" werden in der Regel kaum urheberrechtlich geschützte Werke angeboten. Zudem wird dort wirklich getauscht: jeder gibt etwas weg (und nicht nur eine Kopie).

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Was die Leute tauschen haben sie bezahlt oder es ist bereits gekauft und bezahlt.
    Offensichtlich haben Sie die rechtlichen Grundlagen nicht verstanden. Mit dem Kaufpreis erwirbt man ein Nutzungsrecht. Rechte sind etwas anderes als Eigentum an physischen Gegenständen.
    Und sie umfassen nun einmal nicht die Weitergabe von Kopien.
  4. #403

    optional

    Die Musiker selber sehen von diesem eingeklagten Geld wohl kaum was sehen. Genauso wie bei den Plattenverkäufen, wo pro verkaufter CD der Musiker selbest vielleicht 2% von den Einnahmen bekommt.
    Außerdem ein sehr gutes Geschäft für die Firma Pro Media. Stellt sich da ein Haufen Studenten ein, bezahlt denen für ihre Arbeit den Mindestlohn und cashen selber natürlich wie auch die Musikindustrie ordentlich ab.
    Und solche Geschäftspraktiken soll ich mit meinem Geld unterstützen? Ich bezahle gerne für Musik die mir gefällt, jedoch nicht wenn sich den Großteil des Geldes die RIAA, GEMA oder wer auch immer einverleibt.
    In Zeiten des Internets braucht man nun wirklich nicht mehr so etwas wie die Musikindustrie. Fast jeder Musiker könnte sich heutzutage eine Homepage erstellen lassen, sich einen Youtube Channel, Facebook und Twitter Account anlegen und sich dadurch eine große Fangemeindschaft aufbauen. Die Musik selbst könnte man dann über die eigene Homepage verkaufen. Oder auch seine Musik bei OCHs wie Megaupload hochladen, zum kostenlosen Download anbieten und sich sein Geld durch Werbeeinnahmen und durch das Reward Programm des OCHs verdienen. Dafür wurde jedoch leider schon gesorgt, dass das nicht mehr funktioniert….
    Music industry, just fucking die already!!!
  5. #404

    Verteilschlüssel

    Vor längerer Zeit ist mal eine Werbepräsentation der Firma DigiRight Solutions versehentlich veröffentlicht worden. Demnach kassiert der Rechteinhaber etwa 20% der gesamten Abmahnsumme. Bei einer Abmahnung von 850€ also etwa 170€.
    Legt man nun den normalen Verteilschlüssel zugrunde, nach dem der Musiker an einer CD beteiligt wird (4% der Gesamteinnahmen),dann kassiert der Musiker -falls überhaupt- also knappe 7€ an einer Abmahnung. Dumm nur,daß der erzieherische Effekt so einer Abmahnung auf lange Sicht eher das Gegenteil dessen bewirkt, was man erwarten sollte. Denn wer einmal abgemahnt wurde, kauft in der Regel auch keine CDs von einem bestimmten Label bzw Künstler mehr, geht zu keinem Konzert mehr usw, was auf lange Sicht eher zu einem Minus für Label und Künstler führt.

    Ich möchte mal behaupten, daß gerade Pro Media keine so weiße Weste hat, wie sie gerne tun. So wurde ich vor 1,5 Jahren für ein Album abgemahnt. Abmahnzeitpunkt in einer Samstag Nacht um 3:40. Da im Dateinamen der angeblich geloggten Datei das Portal drinstand, wo es angeboten wurde, habe ich dort einfach mal gekuckt, seit wann dieses Werk dort angeboten wurde. Meine Augen fielen fast raus, als ich sah, daß dies nur 17min vor dem angeblichen Logzeitpunkt war. In dieser Zeit hätte Promedia also erstmal auf die Datei aufmerksam werden, einen Testdownload machen und die Files prüfen müssen (wie war das mit dem komplett anhören ?). Und natürlich loggen. Und das in 17min in einer Samstag Nacht ? Irgendwie alles sehr konfus. Da möchte ich doch eher meinen Hintern drauf wetten, daß es ProMedia selbst war,die die Datei dort eingestellt haben.


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