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Kampf gegen illegale Downloads: Piraten-Jäger als Studentenjob

CorbisSein Revier sind Peer-to-Peer-Plattformen, Musik-Blogs und Download-Seiten: Ein Student kämpft gegen illegales Herunterladen und sorgt so auch dafür, dass sich viele seiner Kommilitonen hohe Strafen einfangen. Er sagt, es gehe ihm um Gerechtigkeit - und er nimmt die Sache persönlich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...834742,00.html
  1. #30

    Zitat von Freifrau von Hase Beitrag anzeigen
    Die Kanzlei stellt daraufhin Anzeige und der Fall wandert zur Staatsanwaltschaft. Diese kann vom Provider den Namen des IP-Adressen-Inhabers verlangen (eine Rechtsanwaltskanzlei kann das nicht). Daraufhin wird eine Akte erstellt, die wiederum der Abmahnanwalt einsehen kann. Dann wird die Abmahnung geschrieben.

    Das Problem bei dieser Vorgehensweise: Die IP-Adresse wird nur wenige Tage gespeichert. Ist man hier nicht schnell genug, kann der Anschlussinhaber nicht mehr ermittel werden.

    Na, auch schon mal gefragt, warum man gerne eine Vorratsdatenspeicherung möchte, bei der die Adressen 6(!) Monate (!) gespeichert werden sollen?
    Ja stimmt, ich hätte mich da etwas genauer ausdrücken sollen.
    Das der Provider letztendlich die Daten hinter der IP angibt ist mir klar.
    Allerdings würde ich eine IP die irgendeine Person irgendwo gesehen haben will nicht als wirklichen Beweis zählen.
    Schon garnicht wenn die Beweise sonst aus Screenshots bestehen.
    Mit der fragwürdigen Kontrolle durch eigenes Herunterladen im Hintergrund, würde ich es erst recht drauf angekommen lassen.
  2. #31

    Was ein armer Mensch.

    Da beging er selbst "Jugendsünden" als er sich noch für Musik interessierte und jetzt, wo er kurz davor steht einen kleinen Platz an den grossen Futtertrögen zu bekommen, verfolgt er selber Jugendliche und treibt sie in den Ruin.
    Und anstatt sich darüber zu freuen das seine Musik gehört wird und seine Band bekannt jammert er über das kostenlose Marketing weil er meint das alles hätte sein Geld sein können.
    Dabei behauptet er auch noch sich im Recht zu fühlen weil er liebend gerne den Aussagen der Platzhirsche an den Futtertrögen glaubt das diese fast doppelt so voll sein könnten (umsatz Musikindustrie 2008: 1,57 Milliarden) und ist aber zu feige gegenüber anderen dafür einzustehen das er sich zum Handlager dieser Platzhirsche macht.

    Wer zweifelt da noch wo die Gier ist und wo der Anstand verloren gegangen?
  3. #32

    Zitat von Persiflist Beitrag anzeigen
    Peter, 26 Jahre alt, Lehramtsstudent und Hobbymusiker mit dubiosem Freundeskreis, sucht Schule, in der er seine Blockwartmentalität und seine Unfähigkeit, zwischen materiellen und immateriellen Gütern zu unterscheiden, einbringen darf...
    Lehramtsstudent und Poppunker, der für Geld als Blockwart Schunkelmusikdownloader enttarnt, das passt irgendwie überhaupt nicht zusammen. Aber wenn es ihm Spass macht, soll er es eben tun.

    Kurioser Weise zeigt dieser Artikel aber noch mehr als eine merkwürdige aber scheinbar moderne Studentenspezies, er zeigt auch wie machtlos die großen Labels im dunkeln des Netzes stochern, um relativ kleine Fische zu fangen.
  4. #33

    Zitat von TylerD. Beitrag anzeigen
    Seit wann wird rechtswidriges Verhalten von privaten Personen oder Firmen im Sinne der Aufklärung von Straftaten toleriert ?
    Wieso können derartig erbrachte Beweise gewertet werden ?

    Der Kerl läd also mehrfach Daten, tut somit.....
    Die Auftraggeber sind doch die Inhaber der Rechte, um die es geht. Selbstverständlich gestatten diese Inhaber den Verfolgern, entsprechende Titel herunterzuladen und zu prüfen. Das ist also nicht illegal.
  5. #34

    Äpfel und Birnen

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    Was soll das Gejammer? Nachdem Anonymous und Vroniplag digitales Denunziantentum hoffähig gemacht haben, musste es doch jedem denkenden Menschen klar sein, dass das um sich greifen würde.
    Was hat denn bitte die Enttarnung von Betrügern mit den Raubzügen der Abmahnmafia zu tun? Das ist eine raffgierige Clique, die ihren auf Steuerzahlers Kosten erworbenen Hochschulbschluss dazu verwendet, mittels erpresserischer Nötigung Kasse zu machen, ohne dass der Staat dagegen einschreitet. Dagegen ist jeder Drogenhandel ein Ehrenamt.

    Zitat von shokaku Beitrag anzeigen
    An selbsternannten Rächern der Enterbten besteht ja wahrlich kein Mangel.
    Es wird Zeit, dass denen das Handwerk gelegt wird. Mein Mitgefühl wird sich jedenfalls in Grenzen halten, wenn eines der Opfer sich nachhaltig zur Wehr setzt.
  6. #35

    Genehmigung

    Zitat von TylerD. Beitrag anzeigen
    Seit wann wird rechtswidriges Verhalten von privaten Personen oder Firmen im Sinne der Aufklärung von Straftaten toleriert ?
    Wieso können derartig erbrachte Beweise gewertet werden ?
    Der Kerl läd also mehrfach Daten, tut somit im Prinzip nichts anderes als die Leute die er verfolgt und meint, dass dies in Ordnung wäre.
    Wie kann den so es sein, dass diese scheinbar rechtswiedrige Handlung hier toleriert wird und bei anderen nicht ?
    Pro Media arbeitet IM AUFTRAG der großen Musikkonzerne. Diese haben selbstverständlich vorher ihr Einverständnis gegeben, dass Peter und seine Mitstreiter die Alben dieser Labels herunterladen dürfen. Ein rechtswidriges Verhalten liegt also NICHT vor. Also kann man Pro Media auch nicht anzeigen. ;-)
  7. #36

    Zitat von TylerD. Beitrag anzeigen
    Seit wann wird rechtswidriges Verhalten von privaten Personen oder Firmen im Sinne der Aufklärung von Straftaten toleriert ?
    Wieso können derartig erbrachte Beweise gewertet werden ?

    [...]
    Der reine Download wird doch unter Strafe gestellt, völlig unabhängig was man hinterher mit den Daten macht.
    [...]
    FALSCH!
    Und hätten Sie den Artikel gelesen, wäre das auch klar.

    Der Upload ist strafbar, also wenn ich auf meinem Rechner öffentlich zugänglich, nicht mir gehörend (im Sinne des Urheberrechts), Musik, Filme, ... zur Verfügung stelle.

    Nine Inch Nails gingen damals übrigens genau den anderen Weg, es wurden die kompletten Alben zum kostenlosen Download angeboten.
    Das war natürlich nur möglich, weil der Urheber selbst dies zur Bedingung gemacht hat und sich vorher von der Mafia (RIAA, BPI, Gema, ...) losgesagt und die Stücke unter CC (Creative Commons) veröffentlich hat
  8. #37

    Zitat von Boesor Beitrag anzeigen
    Da auch hier im Forum bei dem Thema natürlich wieder der pure hass tobt kann ich gut verstehen das "peter" anonym bleiben will.
    Wer nichts zu verbergen hat, hat doch auch nichts zu befürchten, oder? Und wer sich auf der richtigen Seite wähnt, kann auch mit seinem Namen für sein Handeln einstehen.
  9. #38

    Zitat von demokrit2012 Beitrag anzeigen
    *hmm* wenn die Aussage wörtlich nehme, kriminalisiert er damit tatsächlich jeden. Entweder ist es Verleumdung oder wahr. In letzterem Fall sollte man überlegen ob es wirklich Sinn macht Millionen von Menschen zu kriminalisieren.

    Zudem mal zum Überlegen: Wer im Laden eine CD klaut bekommt eine Anzeige und in der Regel ein eingestelltes Verfahren. Wer wiederholt klaut bekommt Sozialstunden aufgebrummt. Da sind wir weit entfernt von irgendwelchen überhöhten Abmahngebühren^^ Wenn stattdessen jeder, der erwischt wird, 50,- Euro in die Künstlerkasse zahlen müsste, wäre die Akzeptanz in der Bevölkerung sicherlich deutlich höher.
    Es geht bei dem ganzen Geschäft mit Abmahnungen nur ums Geld. Um nichts anderes. Folgen des Handelns sind total egal. Hauptsache ein paar Leute verdienen sich eine goldene Nase.

    Dann aber wundern wenn grosse Teile der Bevölkerung nur noch von Mafia reden :(
  10. #39

    Willkommen bei der Staasi 2.0

    Wie kann ein STUDENT, der selbst Musik MACHT, den Piraten unterstellen, sie wollen Musiker enteignen? Es geht darum, zu begreifen, daß die Zeit des analogen Industriekapitalismus vorbei ist und wir in der digitalen Wissensgesellschaft angekommen sind. Und da geht es nicht darum, daß Kreative kein Geld verdienen, sondern um neue Verteilungswege. So wie die Abgaben der Leibeigenen im Feudalsystem durch den Kapitalismus abgeschafft wurden, ist jetzt die Evolution des kapitalistischen Ware-Geld-Tauschsystems dran. Ich bezweifele, daß jemand, der das Internet bespitzelt, diese Wandlung schon begriffen hat und an einer Modernisierung der Gesellschaft Interesse hat. Die Anwälte und Labels werden sich über solche "nützlichen Dummköpfe" freuen.


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