Forum


 

Kampf gegen illegale Downloads: Piraten-Jäger als Studentenjob

CorbisSein Revier sind Peer-to-Peer-Plattformen, Musik-Blogs und Download-Seiten: Ein Student kämpft gegen illegales Herunterladen und sorgt so auch dafür, dass sich viele seiner Kommilitonen hohe Strafen einfangen. Er sagt, es gehe ihm um Gerechtigkeit - und er nimmt die Sache persönlich.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...834742,00.html
  1. #10

    Zitat von LAZA74 Beitrag anzeigen
    "Jeder, der behauptet, noch nie etwas heruntergeladen zu haben, lügt."
    So ein Volltrottel. Natürlich hat schon jeder mal etwas heruntergeladen - und sei es das Windows-Servicepack, ein Firefox-Plugin oder das letzte AntiVir Update.

    Früher haben wir Zeitungen ausgetragen, am Band gestanden oder waren HiWi am Lehrstuhl - heute sitzt man vor dem Computer und denunziert für raffgierige Abmahn-Buden. Zum Thema Abmahnwahn muss man eigentlich nicht mehr viel sagen - es wird wirklich höchste Zeit dass die Piraten etwas ändern.
  2. #11

    Zitat von Casparcash Beitrag anzeigen
    wenn sie es wenigstens für die musiker tun würden.
    aber ich denke, dass es einigen nur darum geht, ihre taschen zu füllen. wie im artikel gut beschrieben: anwälte, labels, alle verdienen sie gutes geld.
    eigentlich eine schande.
    Ist "Geld verdienen" neuerdings verwerflich?
  3. #12

    Der Unterschied zum Kaufhausdetektiv...

    >"Der Unterschied besteht nur darin, dass ein Musikstück
    >offenbar von vielen nicht als wertvolles Gut
    > wahrgenommen wird, sondern als allgemeines
    >Gedankengut, welches jedem frei zugänglich sein sollte"

    Ein weiterer Unterschied besteht darin, das jemand der im Kaufhaus einen Artikel für 10 Euro stiehlt NICHT mit Kosten in vierstelliger Höhe erschlagen wird. Da werden teilweise Existenzen bedroht.

    Der Hass auf die Abmahner - auch "Peter" kommt nicht durch den Wunsch auf "kostenlose Downloads" sondern der Unverhältnismassigkeit der Sanktion.
  4. #13

    Zitat von Alimentator Beitrag anzeigen
    Kampf gegen Windmühlen! Wer ein Lied umsonst haben möchte, läd es einfach mit dem Youtube-Downloader herunter. Völlig gefahrlos und quasi anonym. Peer-to-Peer, Blogs und Download-Seiten sind überflüssig.
    Das wird vielleicht nicht so bleiben.
  5. #14

    Die Musiker gehen leer aus

    Einer mafios operierenden Branche Handlanger zu sein, ist schon sehr makaber. Der Artikel gefällt mir, auch wenn er nur die eine Seite des Geschäfts beleuchtet. Die Musiker gehen "im schlimmsten Fall" leer aus. Nein, sie gehen in der Regel leer aus. Die Milliardengewinne einer Branche, die mit völlig überzogenen Preisen an Schlagersternchen und Möchtegernmusikern verdient, sind moralisch nicht zu vertreten. Warum wohl wird Klassik geradezu verramscht, während kurzlebige Popsongs zu horrenden Preisen an die meist jugendliche Zielgruppe gebracht werden (sollen)? Schnelles Geld auf billige Weise verdient. Der Markt (die Downloader) richtet es. Wenn das Preis-/Leistungsverhältnis wie bei Klassik auch auf tagesaktuelle Schlagerchen angewendet würde, also für kleine Centbeträge diese Aufnahmen zu erwerben wären, dann müsste man wohl kaum "Piraten-Jägerei" betreiben. Die Milch bezahlt ja auch jeder selbst und geht nicht in die Molkerei klauen.
  6. #15

    Denunziantentum

    Ist das ekelhaft. Wer für Abmahn-"Anwälte" arbeitet, steht moralisch noch weit unter einem Stasi-Denunzianten. Was sind schon ein paar heruntergeladene Alben oder Filme gegen den Terror, den diese Abzocker verbreiten.
  7. #16

    Ein Pirat jagt Piraten

    Soso, er schaut also, während er die bösen Piraten jagt, in seinen Torrent-Client und guckt, wer sich die Musik von ihm zieht?
    Das ist doch ein Widerspruch in sich. Da der Typ das auch noch beruflich macht, handelt er nicht minder illegal.

    Er meint für das Richtige zu sein, veröffentlicht aber weder Name noch Bild.
    Ahja.
  8. #17

    Zitat von LAZA74 Beitrag anzeigen
    Wer bei diesen 'Beweisen' zahlt, ist selbst schuld.

    Fälschungssicher ist was anderes...
    Und wen interessiert das? Einen Richter wird das nicht beeindrucken. Der braucht höchstens eine eidesstattliche Versicherung von dem Ersteller, dass Screenshot, Zeit/Datum und IP stimmen.
    In Zivilverfahren gibt es keine Unschuldsvermutung, so dass nun der Beklagte nachweisen muss, dass der Screenshot gefälscht oder die IP nicht ihm zuzuordnen ist.
  9. #18

    Zitat von moistvonlipwik Beitrag anzeigen
    Wer nicht zahlt, pokert hoch: Gerichte lassen die Auskunft des Providers, wer sich hinter der IP-Adresse verbirgt, oft genügen. Und das wird dann erheblich teurer: die Gebühren im streitigen Verfahren sind ungefähr doppelt so hoch, und es sind jetzt zwei Anwälte im Ring: der des Gegners - und der eigene.
    Ja das ist hier aber nicht der Fall.
    Die IP Adresse wird hier von Peter angegeben und an die Kanzleien weitergegeben aber nicht vom Provider.
    Die Screenshots die er mitgibt sind ansonsten nur manipulierbare Bildateien.
    Diese können kaum als Beweis dienen.
    Allgemein scheinen seine Methoden äußerst fragwürdig.
  10. #19

    @niska und alle anderen [Link]

    http://www.heise.de/ct/artikel/Schwierige-Gegenwehr-1069835.html

    Dort werden auch Urteil genannt, warum eine IP nicht aussagekräftig ist.
    Leider gilt komischerweise in diesem Falle die Beweislastumkehr, d.h. die Richter verlangen von den Telefonkunden, dass diese nachweisen, dass sie nichts illegales heruntergeladen haben. Ohne Protokollierung (beweissicher!) des Internetverkehrs wird das sehr schwierig...


TOP



TOP