es ist ja was dran aber nun komme ich mir doch langsam vor wie in einer Verbots und Durchleuchtungswelt.
DPADas Rauchen in Parks hat New Yorks Bürgermeister bereits verboten, nun geht es der Soda-Industrie an den Kragen: Weil immer mehr Bürger unter Fettleibigkeit leiden, will Michael Bloomberg Süßgetränke in großen Gefäßen kurzerhand aus der Stadt verbannen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836140,00.html
es ist ja was dran aber nun komme ich mir doch langsam vor wie in einer Verbots und Durchleuchtungswelt.
Das Problem ist doch, dass den meisten Leuten in unserem Kulturraum die Selbstverantwortung abgeht. Wir erziehen neue Generationen systematisch dazu, Schuld auf andere abzuwälzen. Wenn früher ein Kind zu dämlich für die Versetzung war, hat es die Klasse wiederholt. Heute wird lieber dem Lehrer oder der Schule gedroht. Was uns in die Politik vorgelebt wird, ist auch nicht besser: Da waren es die Amtsvorgänger oder die Opposition, die Rezssion war Schuld, die Rentenreform, Al-Quaida... Verantwortung ist nicht mehr gefragt.
Auf der Titanic hieß es noch: Frauen und Kinder zuerst. Der Kapitän ist mit dem Schiff untergegangen und das Orchester hat bis zum Schluss gespielt. Auf der Costa Concordia "stolpert" der Kapitän zufällig in ein Rettungsboot und ist als einer der Ersten von Bord.
Speziell in den USA mit ihrer wahnwitzigen Klagekultur: Die Tabakindustrie hat meine Lunge geschädigt, McDonalds hat meine Kinder fett gemacht, Colt hat meine Frau erschossen. Na klar, man konnte ja auch nicht voraussehen, dass das passiert.
Während des Irak-Krieges haben US-Offiziere schon Zitate vom Stapel gelassen, die man sonst eher aus der Wirtschaft kennt: "Nein, sooo habe ich das exakt nie gesagt, das waren überhaupt nicht meine Befehle. Ich bin unschuldig an all den Toten, das haben meine Leute selbst verbockt. Und weiter werde ich mich nicht äußern. Reden Sie bitte mit meinem Anwalt."
Wie zum Teufel sollen die Leute denn da lernen, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen?
...nicht, dass das irgendwas an der Unsinnigkeit des Verbotes ändert. Dann nimmt man halt zukünftig zwei oder mehr Flaschen.
Genau, und deshalb kauft man eine Limonade, die noch durstiger macht. Fail!Ein anderer wies darauf hin, dass manche Kinofilme mehr als drei Stunden dauern. "Da musst du deinen Durst löschen."
Da in den USA sowohl Recycling als auch Mülltrennung eher als Ausnahme gelten, ist der Verlierer bei diesem Unterfangen schon ganz klar: Die Umwelt.
Das erinnert ganz stark an das alte New Yorker Verbot, Glasflaschen zu recyceln, um der Schnapsbrennerei Herr zu werden. Es war erfolglos, verstärkte aber die Mentalität, alles möglichst schnell wegzuwerfen.
Ich sehe dabei keinen Eingriff in die persönliche Freiheit. Niemand verbietet es bei diesem Gesetz die Trinkmenge frei zu wählen. Möchte ich mehr hole ich mir eben zwei oder drei Becher.
Lediglich die Größe der Behälter zu regulieren halte ich für sinnvoll, denn meiner Erfahrung nach will das Auge immer mehr als nötig ist. Ich würde dieses Gesetz unterstützen.
Durst? Nicht im üblichen Sinne. Eher Gier nach Zucker.
Natürlich, es gibt Leute, die trinken so viel, weil es eben DA ist. Sie kaufen 1,5 Liter und süffeln die auch aus, weil sie nichts verschwenden wollen. Das ist dann der Typ, der dann mit dem Verbot vielleicht tatsächlich nur noch eine Flasche kauft. Ich bin nur nicht sicher, ob diese leute einen großen Prozentsatz ausmachen.
Da gerüchteweise sogar Politiker nicht einfach so aus dem Nichts entstehen, sondern aus der normalen Bevölkerung stammen, ist es dann wohl völlig normal, wenn Verbotsforderungen, die Politiker stellen, auch in der normalen Bevölkerung vorkommen.
Ist es nicht, wenn man ganz einfach nur anderen Menschen den nötigen Respekt entgegen bringt und diese so leben lässt, wie sie das für richtig halten, solange sie dabei nicht die Rechte anderer Menschen verletzen.Ich möchte mir mein Getränk auch nicht vorschreiben lassen, aber stelle fest, dass das (Nicht-)Eingreifen der Politik ein ziemlich schmaler Grat ist.
...und mir geht es gewaltig auf den Keks, wenn mir jetzt sogar im Freien das Rauchen verboten werden soll, wie der geehrte zitierte es anscheinend verlangt.
Soll doch froh sein, dass ich
a) für eine kürzere Zeit Rente beanspruchen werde
b) für alle anderen auch noch mehr Steuern bezahle
Volkswirtschaftlich ist Rauchen auf jeden Fall vernünftiger als alles verbieten zu wollen!
Gesundheit und schöne Grüße
Wobei Mülltrennung ja auch schon wieder Quatsch ist, da man den Müll besser industriell sortiert (muss man eh, da man sich nicht darauf verlassen kann, dass alle Leute auch alles in die richtige Tonne werfen).
Ansonsten: Das Verbot ist eigentlich gut, da große Behältnisse dazu animieren, mehr zu konsumieren.
Andererseits haben viele Forenposter natürlich recht: Bevormundung geht gar nicht, wobei man sich die Frage stellen muss, ob überhaupt die Bevölkerung noch in der Lage dazu ist, zu entscheiden. Denn selbständiges Denken scheint uns in vielen Bereichen durch die Vollkasko-Sicher-Gesellschaft abtrainiert worden zu sein.