Kampf gegen Fettleibigkeit: New York will XXL-Süßgetränke verbieten

DPADas Rauchen in Parks hat New Yorks Bürgermeister bereits verboten, nun geht es der Soda-Industrie an den Kragen: Weil immer mehr Bürger unter Fettleibigkeit leiden, will Michael Bloomberg Süßgetränke in großen Gefäßen kurzerhand aus der Stadt verbannen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836140,00.html
  1. #160

    Zitat von sample-d Beitrag anzeigen
    (bei mit Süsstoff gesüssten Produkten hielt ich so eine Mengenbeschränkung eh für Unsinn)
    Süßstoffe... die gesunden...
    Sie wissen schon, dass die in der Tiermast eingesetzt werden?

    - der Körper nimmt die Süße wahr
    - der Körper schüttet (als Reaktion darauf Insulin aus
    - das Insulin verursacht.... Hunger

    Oder liege ich da falsch?
  2. #161

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen
    Aber wenn sie nun aufgrund "massiven" Konsums von süßen Getränken krank sind, darf dann der Staat sagen:
    "Das geht niemanden etwas an! Mich schon dreimal nicht!" ?
    Ja. Natuerlich. Was denn sonst?
    Ich darf auch ohne Helm zu Hause fensterputzen, Gardinen aufhaengen und Treppensteigen. Genau so wie ich mir mit der Kreissaege einen Finger abschneiden oder mich mit heissem Wasser verbruehen "darf".
  3. #162

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    ich verstehe überhaupt nicht, weshalb so viele hier jammern und schon wieder verbieteritis und was ich alles gelesen habe befürchten. new york ist vorreiter für sinnvolle direktiven, die durchaus was bewirken und dem einzelnen keineswegs vorschreiben, was er essen oder trinken soll. bestimmte sachen gibt es einfach nicht mehr. in diesem fall ja nur eine große menge der süßgetränke auf einmal. was ist so schlimm daran?
    ...
    btw - dass es in den meisten staaten der u.s.a. nicht ganz so einfach ist für jedermann, an alkoholische getränke zu kommen, ist auch okay.
    Gefällt mir sehr gut, ihr Beitrag !
    Auch ich halte es in vielen Fällen für sinnvoll, von oben wenn nicht verbietend, so doch regulierend in Konsumgewohnheiten einzugreifen, die ihren Ursprung nicht in Verbraucherinteressen, sondern in Gewinnmaximierungen der Hersteller haben.
    Einen hohen Zuckeranteil in Getränken, Joghurts und vielen anderen essbaren Produkten würde sich kein Hersteller leisten können, wenn Zucker noch so teuer wäre wie vor ca. 100 Jahren.
    Heute werden von diesem nährstofflosen Pulver über 160 Millionen Tonnen im Jahr produziert und Zucker dient längst als billiger Füllstoff der Nahrungsmittelindustrie.
    Außerdem übt Zucker Reize auf das Belohnungssystem im Gehirn aus, die zur Folge haben, daß viele Menschen in ungesund hohem Maß Zuckerhaltiges zu sich nehmen, um sich ein angenehmes Gefühl zu verschaffen - schön zu besichtigen bei vielen dicklichen Jugendlichen, die gern mit großen Zuckergetränkflaschen in der Hand umherschlurfen. Auch das haben die Hersteller, sogar die Tierfutterhersteller schon lange begriffen.
    Natürlich kann man diese Hintergründe dem deutschen Verbraucher, der mit Wonne durchschnittlich 36 kg Zucker pro Jahr frisst, nicht nahebringen, ohne eine Protestwelle von Bedenkenträgern, die sogleich einen Eingriff in die persönliche Freiheit wittern, loszutreten - sehr im Sinne der Zuckerindustrie . ...

    Infos
  4. #163

    Nichts besonderes - die Amis sind Waschweiber

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Rauchen in Parks hat New Yorks Bürgermeister bereits verboten, nun geht es der Soda-Industrie an den Kragen: Weil immer mehr Bürger unter Fettleibigkeit leiden, will Michael Bloomberg Süßgetränke in großen Gefäßen kurzerhand aus der Stadt verbannen.

    Fettleibigkeit: New York verbietet Süßgetränke in großen Behältern - SPIEGEL ONLINE
    Im Land der Freien ist eine solche Bevormundung (im wahrsten Sinne des Wortes) nix besonderes. Es gibt in Amerika Provinzstädte, dort bestimmt irgend so ein klerikaler Waschweiberausschuss, dass man in dieser Stadt auch zu Hause (!!!!) keinen Alkohl trinken darf. Und schon wirst du nachts in der eigenen Wohnung vom Sheriff gecheckt, ob du was getrunken hast. In deinen eigenen vier Wänden.

    Dem Anderen drein zu gackern, ihn zu bevormunden und mitbestimmen zu wollen - selbst bei den intimsten Dingen - scheint so ein amerikanischer Charekterzug zu sein, der sich im kompletten amerikanischen Wesen niederschlägt. Und immer schön mit so einer pseudo-moralischen Ausrede des "Nurgutmeinens" untermalt, wird ungefragt das faule Ei in des Anderen Schüssel gekleppert.

    Hoffen wir, dass diese Waschweibermentalität nicht noch mehr zu uns herüber schwappt.
  5. #164

    Schlimm

    Zitat von mephisto1997 Beitrag anzeigen
    ich verstehe überhaupt nicht, weshalb so viele hier jammern und schon wieder verbieteritis und was ich alles gelesen habe befürchten. new york ist vorreiter für sinnvolle direktiven, die durchaus was bewirken und dem einzelnen keineswegs vorschreiben, was er essen oder trinken soll. bestimmte sachen gibt es einfach nicht mehr. in diesem fall ja nur eine große menge der süßgetränke auf einmal. was ist so schlimm daran?
    ...
    btw - dass es in den meisten staaten der u.s.a. nicht ganz so einfach ist für jedermann, an alkoholische getränke zu kommen, ist auch okay.
    Bei ihrem Posting sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Ich möchte einfach nicht von irgendwelchen Fürsorgefanatikern zu meinem Glück gezwungen werden. Was gut und was schlecht für mich ist, entscheide ich ganz allein.

    Nach derartiger Logik wäre es gut gewesen, mir als Bayern-Fan Fussball zu verbieten, damit ich vor der seelischen Pein, wie ich sie im CL-Finale vor zwei Wochen erleben musste, geschützt worden wäre.

    Wie dem auch sei, solange ich mich nur selbst schädige, ist es allein mein Problem und das geht auch niemanden etwas an.
  6. #165

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ja. Natuerlich. Was denn sonst?
    Ich darf auch ohne Helm zu Hause fensterputzen, Gardinen aufhaengen und Treppensteigen. Genau so wie ich mir mit der Kreissaege einen Finger abschneiden oder mich mit heissem Wasser verbruehen "darf".
    Dann "darf" der Staat (die Solidargemeinschaft) sagen:
    "Also diese schwere Verbrennung zu behandeln kostet 1.400 €! Haben Sie nicht?! Was geht mich das an?! Dann sehen sie mal zu wer Sie behandelt, ICH tue es ohe Knete nicht! Du hast Dich so dämlich angestellt mit dem heißen Wasser, Dummheit gehört bestraft!"
  7. #166

    Zitat von barlog Beitrag anzeigen
    Einen hohen Zuckeranteil in Getränken, Joghurts und vielen anderen essbaren Produkten würde sich kein Hersteller leisten können, wenn Zucker noch so teuer wäre wie vor ca. 100 Jahren.
    Heute werden von diesem nährstofflosen Pulver über 160 Millionen Tonnen im Jahr produziert und Zucker dient längst als billiger Füllstoff der Nahrungsmittelindustrie.
    Das Zucker "nährstofflos" ist, glaube ich nicht. Dem Körper ist es egal welches Brennmittel er verwendet. Zucker kann doch sehr schnell in "Energie" umgewandelt werden (sonst würde er ja nich fett machen, denn Fett sind gespeicherte Energiereservern).

    Das Problem ist, das Zucker - wie sie schreiben - enorm billig ist und Geschmack (lecker!) rein bringt.
  8. #167

    Zitat von pennywise_the_clown Beitrag anzeigen

    - der Körper nimmt die Süße wahr
    - der Körper schüttet (als Reaktion darauf Insulin aus
    - das Insulin verursacht.... Hunger

    Oder liege ich da falsch?
    Ja. Die Hypothese einer appetitsteigernden Wirkung oder relevant erhöhten Energieaufnahme konnte in etlichen Studien nicht hinreichend belegt werden und gilt darum als unwahrscheinlich. Allfällige Indizien hinsichtlich einer Steigerung der Insulinausschüttung basieren übrigens gerade nicht auf der "Süsse":
    "In mehreren Versuchen wurde jedoch dieser Effekt nicht bestätigt, allerdings zeigt eine Studie aus dem Jahr 1998, dass verschiedene Süßstoffe mit einer bitteren Geschmackskomponente (Natriumsaccharin, Natriumcyclamat, Steviosid und Acesulfam-K), nicht jedoch Aspartam, an isolierten Ratten-Pankreas-Inselzellen die Insulinausschüttung statistisch signifikant steigern." (wiki)
  9. #168

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    .. . .
    Wie dem auch sei, solange ich mich nur selbst schädige, ist es allein mein Problem und das geht auch niemanden etwas an.
    Dann tun sie sich doch mit Forist "dale gribble" zusammen und gründen sie eine freie Volksklinik, in der sich die Patienten gegenseitig behandeln. Natürlich ohne Inanspruchnahme von Steuergeldern !
  10. #169

    Zitat von Diskutierender Beitrag anzeigen
    Bei ihrem Posting sträuben sich bei mir die Nackenhaare. Ich möchte einfach nicht von irgendwelchen Fürsorgefanatikern zu meinem Glück gezwungen werden. Was gut und was schlecht für mich ist, entscheide ich ganz allein.

    Nach derartiger Logik wäre es gut gewesen, mir als Bayern-Fan Fussball zu verbieten, damit ich vor der seelischen Pein, wie ich sie im CL-Finale vor zwei Wochen erleben musste, geschützt worden wäre.

    Wie dem auch sei, solange ich mich nur selbst schädige, ist es allein mein Problem und das geht auch niemanden etwas an.
    War die Fußball Pein so schlimm? Ich fand das Spiel herrlich!
    *fies grins

    Aber ernsthaft: Sie schaden eben nicht "sich selbst".
    Wenn sie - aufgrund exessiven Nahrungskonsums - krank werden, schaden sie den Krankenkassen und damit allen Beitragszahlern. Die Krankenkassen müssen Ihre SELBSTERVERSCHULDETE Krankheit bezahlen und müssen die Mittel für andere Patienten zusammenstreichen.

    Zudem:
    Was kann ein Kind dafür, wenn es von klein auf von der Lebensmittelindustrie von Zucker, Geschmacksvertärkern, etc. regelrecht abhängig gemacht wird.
    Ach ja, die Eltern. Aber ein Kind kann sich seine Eltern ja leider nicht aussuchen