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Kampf gegen Facebook: Ex-Google-Chef gesteht Versagen bei sozialen Netzen

Eric Schmidt geht hart mit sich selbst ins Gericht: In einem Interview gibt der frühere Google-Boss zu, im Bereich Social Media versagt zu haben: "Ich wusste, ich muss etwas tun - doch ich habe es nicht hingekriegt."

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...766052,00.html
  1. #20

    Der frühere Google-Boss ...

    ... wird fuer sein Versagen im Bereich Social Media, und seine Aussage, "ich wusste, ich muss etwas tun - doch ich habe es nicht hingekriegt", dereinst noch gefeiert.

    Die sog. "sozialen Netze" sind asozial. Gefaehrlich dazu, weil die Daten der Teilnehmer fuer alles benutzt werden, ausser fuer soziale Zwecke.
    Ausserdem lassen sich einmal entaeusserte Willensbekundungen niemals mehr aus der Welt schaffen. Das kann sehr "unsoziale Folgen" mit sich bringen.
  2. #21

    Äpfel und Birnen

    Zitat von meckes Beitrag anzeigen
    Google ist eine Innovationsmaschine, die ständig neue Ideen produziert, Dinge ausprobiert, damit Erfolg hat oder damit scheitert. Mit der Google Suche, G-Maps, G-Earth, G-Streetview, G-Docs, G-Mail, Picasa und nicht zu vergessen mit Android ist Google extrem innovativ und erfolgreich unterwegs. Mit Wave, dem Social-Network-Versuch von Google, der meiner Ansicht nach im Ansatz ziemlich genial war, doch wegen der Komplexität von den Usern nicht verstanden wurde, ist man in Mountain View gescheitert. Doch das wird nicht der letzte Streich in Sachen Networking sein. Die Ausrichtung bei Google ist umfassender, technologisch orientiert und eine andere als bei Facebook. Facebook ist "nur" Social Network, nicht mehr und nicht weniger.
    Sie sprechen hier einen der Punkte, der in der Diskussion gern vergessen wird.
    Ein anderer ist, dass es illigitim ist, die Klicks der beiden Giganten mit Einnahmen gleichzusetzen. Suche ich bei Google nach einem Inhalt, wird mir mehr oder weniger gut sichtbar Werbung untergejubelt. Gehe ich auf Facebook, tue ich dass, um die Wichtig- oder Nichtigkeiten meiner Mitmenschen zu checken. Selbst die zahlreichen Facebook-Profile von Firmen und Sendungen haben bisher allenfalls ein Nischendasein, wenn es um die Generierung von Aufmerksamkeit unter den Facebook-Usern gilt. Ein ganz anderes Kaliber sind da eher die vielen Social Games, die ganz handfest Umsatz erzielen. Da hat Google tatsächlich geschlafen. Aber mein Mitleid hält sich tatsächlich in Grenzen. Firmen, die so mit den Daten von Menschen Kasse machen, dürfen sich in ihrem virtuellen Dasein (ja, bis auf die Server haben sie kaum "materielle" Werte vorzuweisen) gern bis aufs Blut bekämpfen.
    Verzeihen Sie das Wortspiel, der nächste Trend zieht schon lange am Himmel auf - Cloud Computing. Microsoft investiert hier bereits seit 2,5 Jahren massiv und dieser Trend wird den momentanen Lieblingsfeind wieder etwas kleiner erscheinen lassen.
  3. #22

    Richtig

    Zitat von PolDee Beitrag anzeigen
    Ist nicht Dein ernst oder??Zuckerberg ist ein Genie. Die Facebook-user teilen doch wirklich jeden scheiss, erlauben alle möglichen apps und finden externe seiten "daumen hoch". Facebook ist die beste und größte Datenbank mit potenziellen Werbekunden auf der ganzen Welt. Und mit Sicherheit haben 70 % der user auch noch Ihren Klarnamen angegeben. Also Hans-Peter F. aus München liebt die Bahamas , irisches Bier, mag die Mucke, mag x , mag y ..Und ganz urplötzlich kommt rechts 'ne Werbeanzeige, die irgendwie total zu Ihm passt. Woran das wohl liegen mag.

    Und diese "Sicherheitslücke" , die 4 Jahre lang offen war und die allen Firmen, die auf FB Werbung machen einen Masterkey ermöglicht hat, war natürlich auch nicht von FB beabsichtigt. Das ist alles totale Verarschung
    Natürlich. Alles richtig. Trotzdem sind die User keine Werbekunden (=in den Medeien Begriff für Werbetreibende) sondern Konsumenten
  4. #23

    na ja

    Was ich nicht verstehen, warum man Google und Microsoft hier Versagen vorwirft. Beide Firmen sind in ihrem Bereich äusserst erfolgreich. Beide Firmen haben es nicht geschafft in einem komplett anderen Bereich den selben Erfolg zu haben. Na und? Hat man Daimler vorgeworfen, daß er nicht auch noch das Flugzeug erfunden hat? Ging doch auch um Mobilität?
    Im Gegenteil: Es ist sogar sehr gut, daß es eben unterschiedliche Firmen für Websuche, Versteigerungen, Betriebssysteme, Social networks et al gibt.
  5. #24

    Google kopiert auch "nur"

    Zitat von meckes Beitrag anzeigen
    Google ist eine Innovationsmaschine, die ständig neue Ideen produziert
    Sie meinen wohl eher "kopiert" statt produziert. Suchmaschinen und auch Suchwortmarketing gab es schon eher von anderen, als von Google. Nur Google lieferte alles in nie dagewesener Qualität und Geschwindigkeit, was letztlich den Vorteil bis Heute ausmacht.
  6. #25

    Fast richtig

    Zitat von fabianf84 Beitrag anzeigen
    Natürlich. Alles richtig. Trotzdem sind die User keine Werbekunden (=in den Medeien Begriff für Werbetreibende) sondern Konsumenten
    Sowohl bei Google, als auch bei Facebook sind die User keine Kunden, sondern Lieferanten. Ohne deren Daten (oder eingegebene Suchbegriffe) gibt es eben keine passende Werbung, auf die die Lieferanten klicken könnten, und mit den gelieferten Klicks wird dann das Geld verdient. Kunden sind dann die Unternehmen, die die Werbung schalten.
  7. #26

    Soziale Netzwerke

    Zitat von Fritz II Beitrag anzeigen
    Wie lange kann solch eine Geschäftsidee gutgehen? Spätestens in 3 Jahren haben die 11-Klässler eine neue Spielwiese, Facebook ist plötzlich megaout und die verbliebenen Werbekundinnen maximal noch für den Otto-Versand interessant ...

    Wer kennt noch AOL oder Yahoo? Die waren auch mal "wertvoller" als die Volkswagen AG. Alles schnell vergänglicher Bullshit!

    Fritz II
    Da täuschen Sie sich wahrscheinlich gewaltig, Facebook ist eine Erfolgsgeschichte wie Google, ebay, Amazon etc..
    Es ist doch schon fast jeder drin, weltweit, das muss man erst mal schaffen. Und falls es ihnen noch nicht aufgefallen ist, auf fast jeder Internet Seite ist ein Facebook Button integriert. Sofern Zuckerman keine eklatanten Fehler macht wird Facebook auf dem social network Bereich noch viele Jahre Marktführer sein. Und nein, ich bin auch kein Facebook Fan.
    Dass Google auf dem social network Markt nicht Fuß fassen konnte ist beruhigend, es wäre fatal wenn es nicht so wäre.
  8. #27

    Was waere wohl

    Zitat von Ramsesx Beitrag anzeigen
    Da täuschen Sie sich wahrscheinlich gewaltig, Facebook ist eine Erfolgsgeschichte wie Google, ebay, Amazon etc..
    Es ist doch schon fast jeder drin, weltweit, das muss man erst mal schaffen. Und falls es ihnen noch nicht aufgefallen ist, auf fast jeder Internet Seite ist ein Facebook Button integriert. Sofern Zuckerman keine eklatanten Fehler macht wird Facebook auf dem social network Bereich noch viele Jahre Marktführer sein. Und nein, ich bin auch kein Facebook Fan.
    Dass Google auf dem social network Markt nicht Fuß fassen konnte ist beruhigend, es wäre fatal wenn es nicht so wäre.
    wenn FritzII recht haette und FB aus welchem Grund auch immer zusammenbricht? 600 Millionen User wuerden ausflippen... Hat man doch schon festgestellt als FB einmal fuer ganze <b> drei Stunden </b> nicht nutzbar war und alle zu Twitter rannten. Nicht auszudenken! Bin selbst schon laenger als Member bei FB deaktiviert, aber meine (wenigen) Daten haengen dort doch noch irgendwo, fuehlte mich einfach unter einem Dach mit 600 M. anderer gar nicht wohl und als ich mal bei Wikipedia den ganzen Eintrag ueber das "Sozialnetzwerk" durchlas wurde mir schlecht.
  9. #28

    Zitat von Fritz II Beitrag anzeigen
    Wie lange kann solch eine Geschäftsidee gutgehen? Spätestens in 3 Jahren haben die 11-Klässler eine neue Spielwiese, Facebook ist plötzlich megaout und die verbliebenen Werbekundinnen maximal noch für den Otto-Versand interessant ...
    Wer kennt noch AOL oder Yahoo?
    Facebook ist nicht irgendwas, auch kein AOL oder Yahoo. Sondern ein ziemlich allein stehendes Riesenunternehmen in einer neuen, erfolgreichen Art von Internetnutzung - nämlich der weitgehend maschinell und automatisiert organisierten Vernetzung von Internetanbietern und Usern. Das hat in dieser Breite in jedem Fall Zukunft im Social-Web-Bereich, in dem wie schon bei Google im Suchbereich so schnell keine neuen ebenbürtigen Konkurrenten entstehen können, weil die Entstehung und Entwicklung solcher Marktpositionen Zeit braucht.
  10. #29

    Zitat von BlakesWort Beitrag anzeigen
    Sie sprechen hier einen der Punkte, der in der Diskussion gern vergessen wird.
    Ein anderer ist, dass es illigitim ist, die Klicks der beiden Giganten mit Einnahmen gleichzusetzen. Suche ich bei Google nach einem Inhalt, wird mir mehr oder weniger gut sichtbar Werbung untergejubelt. Gehe ich auf Facebook, tue ich dass, um die Wichtig- oder Nichtigkeiten meiner Mitmenschen zu checken. Selbst die zahlreichen Facebook-Profile von Firmen und Sendungen haben bisher allenfalls ein Nischendasein, wenn es um die Generierung von Aufmerksamkeit unter den Facebook-Usern gilt.
    Bisher - die ganze Sache ist auch immer noch erst richtig, und zwar zunehmend im Anlaufen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in baldiger Zukunft kaum ein institutioneller Anbieter wie Unternehmen, Institionen, Verbände u.ä. mehr um eine Facebook-Präsenz herumkommt. Weil Facebook ein wichtiges, zentrales und zudem preiswertes Sprungbrett für sämtliche Onlinekommunikation, insbesondere für die News-Aggregation und Vernetzung bietet. Klar werden viele, wahrscheinlich die meisten Unternehmen auch weiterhin Homepages außerhalb Facebook haben, aber FB könnte ein wichtiger Schlüssel und Wegweiser - auch dorthin werden. Eine solche zentrale Drehscheibe zur - auch institutionellen und kommerziellen - Vernetzung von Millionen Internetnutzern gab es bisher eigentlich nicht. Facebook könnte sie werden bzw. ist sie längst.








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