... darfste nicht?
Nö, hier gibt's keine Penner, aber jede Menge nicht aufgeklärter Menschen.
Die, die nach noch geltendem Recht einen Anspruch auf Information haben und diesen sogar bezahlen müssen, oft sogar beim Erwerb diverser Blättchen draufzahlen. Wer ist folglich der Penner?
Die ganze Diskussion hier erscheint mir so abgehoben, wie eine Krise (sollte es sich tatsächlich um eine reale handeln) ebenso abgehoben herbeigeredet werden kann.
Ich penne gerade nicht und frage nochmal nach dem Ursprung (wurde schon anfangs erwähnt) des herbeigeredeten Übels. Ursprung, nicht Aufsitzen auf ein ausverkauftes Thema!
Karneval findet zumeist nur über 3 Tage statt. Die richtigen Narren (alle Veranstalter, die sich spätestens kurz vor dem 11.11. immer wieder gewissenhaft damit beschäftigen) haben also für diese wiederkehrende Hochzeit traditionell die Aufgabe der Organisation. So muß daran gedacht werden, daß immer genug Bier und Platz in den Kneipen da ist. Den Wirten wird zur Auflage gemacht, daß sie
nur soviele in die Kneipe reinlassen dürfen, wie auch die Kneipe verlassen. Dazu besorgen die Türsteher und verkünden ihre Öffnungszeiten: Alles gut und wie es immer schon war.
Ein angesehender Mitbürger schreit den ebenfalls wartenden Gästen zu später Stunde nun zu, es gäbe höchstens noch ein Faß. Die Folge ist ver-heer-end: Türsteher nebst Menschen werden überrannt.
Am Aschermittwoch ist von vielen Schwerverletzten zu lesen. Das ist so schrecklich, daß keiner mehr darüber nachdenkt, ob der angesehene Mitbürger doch auch zur Rechenschaft gezogen werden könnte - und ob er sogar 'ehrlicherweise' den Rest Bier geklaut hatte. ...und warum der das nötig hatte.
Das hatte der gelesen und aus lauter Schiß bei der nächsten Stadtratsitzung vorgeschlagen, daß Bierklau Mundraub ist.
Kam durch damit. Jetzt ist das ganze Bier weggeklaut.
Weil er und die andern das nicht horten können in ihren Buden - mußten noch andere Gesetze her:
Allen müssen wegen der Gemeinwohlunterordnung für das Bestehen des Karnevals und ohne Entschädigung gekühlte Lagerräume zur Verfügung stellen. Der Stromverbrauch diene dem Gemeinwohl und sei daher vom Einlagerer nach Ermessen zu regulieren. Die Nichteinhaltung würde strafrechtlich verfolgt, ein Widerspruch nicht machbar.
Für diese Gesetze haben die ziemlich lange gebraucht und in der Zeitung stand nichts von den Stadtratsitzungen...
Aber immerhin bleibt der Karneval. Da kann mal so richtig Luft abgelassen werden: Die Merkel oder so...
Vielleicht gehe ich dies Jahr als Stammtisch-Spitzmaus?
Und nächstes Jahr besuche ich die Kirche.
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