Kampf gegen die Schulden: Einmal Krise nach Hausfrauenart, bitte!

tourspain.esDie schwäbische Hausfrau gilt als Ideal der Wirtschaftspolitik: sparsam und vorsichtig. Doch gerade weil sich diese Mentalität bei den Verbrauchern überall in Europa durchgesetzt hat, steckt der Kontinent in der Krise. Was für den Einzelnen vernünftig ist, führt kollektiv in die Sackgasse.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,836935,00.html
  1. #1

    Wildfremde Länder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die schwäbische Hausfrau gilt als Ideal der Wirtschaftspolitik: sparsam und vorsichtig. Doch gerade weil sich diese Mentalität bei den Verbrauchern überall in Europa durchgesetzt hat, steckt der Kontinent in der Krise. Was für den Einzelnen vernünftig ist, führt kollektiv in die Sackgasse.

    Verbraucher und Sparer verschärfen die Eurokrise - SPIEGEL ONLINE
    Katalanische Schwester, schwäbische Schwester, griechische Schwester? Da liegt doch schon der grundlegende Fehler des Artikels und des ganzen Euros. Es geht nicht um Familienangehörige sondern um wildfremde Menschen fremder Ländern, zwischen denen es keinerlei Verbundenheit oder Verpflichtungen gibt.
    Die schwäbische Hausfrau wäre mit dem Klammebeutel gepudert würde sie ihr mühsam Erspartes für wildfremde Menschen riskieren.
  2. #2

    Man kann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was für den Einzelnen vernünftig ist, führt kollektiv in die Sackgasse.
    dieses Gelaber einfach nicht mehr hören.Das allerschärfste sind dann solche Meisterleistungen:
    Als drittes sollten die Regierungschefs erklären, dass sie ein neues institutionelles Gefüge aufbauen werden, das solche Krisen in Zukunft verhindern wird.
    Wow! Da muss man erst mal drauf kommen. Doll! Das hilft bestimmt!

    Richtig betrachtet ist es so (wie ich anderswo schon darlegte):
    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    dass - wie es in der Geschichte vorkommt, z.B. als Napoleon Rußland angriff - die "Europäer" ein Projekt in Angriff genommen haben, das sie nicht beherrschen können. Eine Lösung kennt keiner mehr, die faktische Übernahme fremder Schulden ist sie gewiss nicht. Es ist aus dem privaten Bereich hinreichend bekannt, dass manch' Schuldner ohne die Zwangsvollstreckung nicht zahlt. Das gilt erst recht natürlich für einen Staat, der nicht einmal ein Gewissen hat, sondern nur Interessen. Und wie will man z.B. in Spanien zwangsvollstrecken?

    Die Katastrophe kommt also nicht, sie ist schon da. Es gibt keine Lösung; man wird auf die einzelnen Krisensymptome fallbezogen reagieren müssen. Es kommen jetzt die "interessanten Zeiten", die das chinesische Sprichwort meint.
    Europäische Union - Zeit zu sterben.
  3. #3

    Langfristig

    führt also kein Weg demokratisch kontrollierten Aufbau einer europäischen Finanzpolitik vorbei?

    Die Eurozone und die EU sind zutiefst undemokratische Gebilde, die wenigsten Bürger dieses Kunstraumes wurden gefragt, ob und wenn ja wie er aussehen soll.

    Das Ding ist unrettbar, es wird nie eine demokratische EU und Eurozone geben. Allenfalls eine undemokratische, von den politischen 'Eliten' gegen den Willen der Völker durchgedrückte. Und daher wird sie nicht von Dauer sein können.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die schwäbische Hausfrau gilt als Ideal der Wirtschaftspolitik: sparsam und vorsichtig. Doch gerade weil sich diese Mentalität bei den Verbrauchern überall in Europa durchgesetzt hat, steckt der Kontinent in der Krise.
    Echt? Welcher europäische Staat ist denn sparsam anstatt verschuldet?
    Mir sind nur Staaten bekannt, die genau das Gegenteil machen, nämlich Geld ausgeben welches man gar nicht hat, und folglich auf Pump lebt.
  5. #5

    Bla Bla Bla

    Wurde einmal wieder Zeit, den alten Keynes auszupacken und zu lamentieren, dass nur noch mehr Schulden eine Antwort auf zu hohe Verschuldung sind. Wann begreifen eigentlich die Keynes-Schuldenexperten, dass effiziente Kapitalallokation nur in funktionierten Märkten möglich ist und EZB und Staaten durch schlechte Politik und hohe Schulden diesen Mechanismus (aka das Bepreisen von Risiken) behindern? Keiner Gesellschaft ist geholfen, wenn deren Produktivität und Einkommen potentiell verschleudert werden. Dies müßte auch Herrn Horn klar sein, passt aber scheinbar nicht in seine kleine Welt.
  6. #6

    Kleiner Irrtum noch

    Die Volkswirtschaften können nicht sparen. Es muss sich jedes Jahr aufs Neue verschuldet werden, sonst gibt's kein Wachstum. Insofern nutzt es nichts, wenn Sparprogramme gestreckt werden.

    Aber das werden wir offiziell erst in ein paar Jahren gesagt bekommen. Kein Problem :-)
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die schwäbische Hausfrau gilt als Ideal der Wirtschaftspolitik: sparsam und vorsichtig. Doch gerade weil sich diese Mentalität bei den Verbrauchern überall in Europa durchgesetzt hat, steckt der Kontinent in der Krise. Was für den Einzelnen vernünftig ist, führt kollektiv in die Sackgasse.

    Verbraucher und Sparer verschärfen die Eurokrise - SPIEGEL ONLINE
    Der Horn mal wieder.

    Da brauch man gar nicht nachsehen was er schreibt, man weiss es schon vorher.

    Dem Mann sei mal der Vorspann zu Hayeks dritter Auflage empfohlen.

    Aber wahrscheinlich ist es seine Aufgabe, nachdem er beim DIW rausgeflogen ist, nun für die Gewerkschaftsstiftung Hans Böckler zu trommeln.
  8. #8

    Die

    katalanische Schwester hat eh keine Zeit :

    Dorf in Spanien wählt Stiertreiben statt subventionierte Jobs - SPIEGEL ONLINE

    Im übrigen nichts neues von den "Wirtschaftsweisen ": Ausgeben, Ausgeben Ausgeben dann läuft es schon wieder.

    Klappt nur nicht, eben wegen der menschlichen Natur die der gute Mann da im Artikel erwähnt.
  9. #9

    Zustimmung

    Zitat von kuddel37 Beitrag anzeigen
    Die schwäbische Hausfrau wäre mit dem Klammebeutel gepudert würde sie ihr mühsam Erspartes für wildfremde Menschen riskieren.
    Zumal, wenn die katalanische Schwester sich vor Jahren nen schönes Häuschen gebaut hat, natürlich auf Pump (alles was bei 3 nicht auf den Bäumen war investierte in Spanien in Immobilien), die griechische Schwester mit 50 zu arbeiten aufhörte und in Frührente ging.
    Nun gehts ans Zahlen, da kommen sie dann an und erinnern sich plötzlich an die schwäbische Schwester.
    Wenn die dann nicht schnell genug zahlt gibts Gemecker und Gemaule.