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Kampf gegen die Schulden: Einmal Krise nach Hausfrauenart, bitte!
tourspain.esDie schwäbische Hausfrau gilt als Ideal der Wirtschaftspolitik: sparsam und vorsichtig. Doch gerade weil sich diese Mentalität bei den Verbrauchern überall in Europa durchgesetzt hat, steckt der Kontinent in der Krise. Was für den Einzelnen vernünftig ist, führt kollektiv in die Sackgasse.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,836935,00.html
- #150 07.06.2012 11:14 von
Europäer sind keine Fremden
Deutschland hat seit der Euro Einführung, den größten Niedriglohnsektor, Europas eingeführt und ist auch noch stolz darauf. Das man damit aber die Wettbewerbsfähigkeit der Länder in der EU massiv untergraben hat, wird übersehen. Deutschland trägt eine Mitschuld an den Problemen in der EU. Statt aber gegen kleine Länder zu polemisieren und Ressentiments zu schüren , sollte man die wahren Verursacher nennen. Schon vergessen, 2007/8 Finanzkrise
- #151 07.06.2012 11:23 von
Kaputt sparen wird zu sozialen Unruhen führen, und ist vielleicht auch gewollt?
Ich habe den Eindruck, dass das einigen mächtigen Leuten nichts ausmachen würde. wenn man sich "kaputt spart" und damit soziale Unruhen billigend in Kauf nimmt Denn schaut man sich die 1930er Jahre an, wird man merken, dass soziale Unruhen nicht das einzige Ergebnis einer solchen Krise sind. Damals kamen die großen Ordnungen, wie man etwas ironisch sagen könnte, ans Ruder: der Faschismus und der Nationalsozialismus. So weit sind wir heute sicher noch lange nicht. Aber man sieht am Horizont doch deutliche Warnzeichen. Die Griechen haben jetzt links gewählt. Aber in Europa insgesamt gibt es einen Auftrieb für ziemlich obskure Gestalten und Parteien. Man muß nur an Ungarn denken.
- #152 07.06.2012 12:29 von
Ideologie fängt schon in der Schule an. "Die Klimaerwärmung ist eine unumstössliche Tatsache, das Öl ist im Jahre 2000 zu Ende, usw, usf".
Ob die Konzentration das Problem ist, wissen wir nicht wirklich.Hat Keynes eine Theorie des Geldes entwickelt? Gibt es überhaupt eine solche, abgeschlossene Theorie? Soweit ich informiert bin, nicht. Da sind aber die aktuellen Schwierigkeiten zu suchen. Die aktuelle Krise ist eine Geldkrise. Weltwirtschaftlich betrachtet akkumuliert das Geld in Händen weniger. Weder eine Aufblähung der Geldmenge noch eine Verknappung von Geld löst diese Schwierigkeit. Der politische Skandal besteht darin, daß die Staatshaushalte als Vehikel zur Bereicherung eingesetzt und einkalkuliert wurden und werden: Den Vermögen werden Staatsschulden gegenübergestellt und die arbeitende Bevölkerung ( Dazu zählen auch kleine Selbstständige und die Manager großer Unternehmen! ) somit über Steuern zum Frohndienst verpflichtet. Hierbei das Wirken Josef Ackermanns ausgesprochen effektiv und segensreich. Das ist unabhängig davon, daß i.A. in einer entwickelten Volkswirtschaft die Einkommen der natürlichen Personen gegenüber der in der Wirtschaft insgesamt gebundenen Geldmenge zurückzufallen scheinen. Aber auch das ist sehr schwer zu bemessen.
Ist diese Beschreibung ideologisch? Ja. Trifft sie zu? Ja.
Konzentration heisst ja erst einmal Macht, nicht zwangsläufig eine Unterbrechung des Geldflusses.
Wenn jemand 20 Milliarden hat, werden deswegen dem Wirtschaftskreislauf keine 20 Milliarden entzogen, auch wenn das immer wieder so dargestellt wird.
Nehmen Sie einen Lebensmitteldiscounter. Seine 20 Milliarden sind die Gebäude und Warenbestände und auch noch andere Besitztümer.
Diese sind doch auch hergestellt worden, in Vorperioden und haben da das BIP vergrössert.
Die Ersparnisse die die Menschen durch den Einkauf beim Discounter hatten, konnten sie in anderen Bereichen ausgeben.
Massgeblich in aller Diskussion bleibt die Produktions und Angebotsseite.
Nur dass, was zur Verteilung produziert worden ist, kann auch verteilt werden. - #153 07.06.2012 12:44 von
Den Neoliberalismus in die Tonne treten
Endlich mal ein vernünftiger Artikel bei SPON. Er zeigt einen Kardinalfehler der Wirtschaftspolitik der letzten Jahrzehnte auf: BWL wurde mit VWL verwechselt.
Eigentlich müssten sie jetzt alle in Sack und Asche gehen und öffentlich Abbitte leisten – jene Heerscharen von Politikern, Bankern, Managern, Börsianern, Unternehmern, Wirtschaftsjournalisten und Medienleuten, die jahrzehntelang der alleinseligmachenden Religion des Neoliberalismus gehuldigt und mit dem dreifachen Schlachtruf „Deregulierung, Flexibilisierung, Privatisierung“ jene globale Finanzblasen-Ökonomie mit befördert und sanktioniert haben, die auch ursächlich für die Eurokrise ist.
Die Situation ist aber eine andere. Die Banken und Finanzoligarchen, deren Rettung (und nötig werdende Konjunkturprogramme) die meisten Staaten erst in Schieflage gebracht hat, dürfen jetzt diese Staaten kontrollieren und kujonieren. Dahinter steckt immer noch die gleiche idiotische Ideologie, die uns das ganze Fiasko beschert hat.
Solange man die kulturelle Hegemonie des Neoliberalismus nicht gebrochen hat, kann es mit der Rettung nicht klappen. - #154 07.06.2012 19:20 von
Gewiß. Die Konzentration von Geldmittel im Finanzsektor bedeuten, daß zunehmende Geldmittel in spekulativen Geschäften gebunden sind, d.h. in Geschäften, die nicht den Erwerb oder die Nutzung eines Gutes oder einer Dienstleistung zum Ziel haben ( Realwirtschaft ). Und natürlich ist die Unterscheidung mindestens schwer, wenn nicht sogar unmöglich ( Bsp.: Option auf eine Aktie vs. Mieten einer Immobilie ).
Sie behandeln unausgesprochen Dinge gleich, die nicht gleich zu behandeln sind. Wofür werden die 20 Mrd. ausgegeben? Für Kaffee und Kuchen? Worauf ich hinaus will: Die Geldkreisläufe der Finanzwirtschaft domminieren die der Realwirtschaft. Das ist nicht nur eine Frage der Gelmenge sondern auch die der Anzahl der Transaktionen. Beides zusammen ergibt eine kumulierte Geldmengen, die hier nicht gemeint ist. Ich bestreite nicht die Sinnhaftigkeit einer Finanzwirtschaft; noch nicht einmal, daß ihr Volumen ( als Fkt. der Geldmenge und der Transaktionen ) das der Realwirtschaft übersteigen darf. Nur: Z.Z. bestimmt die Finanzwirtschaft die Realwirtschaft und nicht umgekehrt ( Bsp.: Rohstoffpreise ).
Jetzt wird's kompliziert. Das BIP von dem Sie sprechen, liegt - wie Sie ja sagen - in einer Vergangenheit. M.E. müssen aus dem BIP Anlage-Vermögen herausgehalten werden, die nicht im betrachteten Zeitraum entstanden sind. Soweit sie doch eine Rolle spielen - nämlich als Produktionsfaktor - sind sie durch die mit ihrer Hilfe produzierten Waren und Dienstleistungen berücksichtigt. Ob die für solche Rechnungen notwendigen Größen ermittelt werden können, ist eine andere Frage.
Nein. Was wird produziert ist ebenso von Belang, wenn man eine Prognose über die wirtschaftliche Entwicklung von t hin zu t + delta-t ( Dynmaik ) wagen will. Ist eine volkswirtschaftliches Modell, daß nicht zugleich auch eine dynamisches Modell ist, überhaupt von Interesse? Wie auch immer: Folgt man Ihrem Standpunkt, sind volkswirtschaftliche Überlegungen als Entscheidungsgrundlage unzureichend.
Ja. Die Frage ist nur, ob der Umstand, daß umgesetzte Geldbeträge keiner Produktion ( Waren, Dienstleistungen ) gegenüberstehen ( Bsp.: Handel mit Immobilien ), vernachlässigt werden kann. Unzweifelhaft ist das z.Z. wg. dem Übergewicht der Finanzwirtschaft nicht der Fall. - #155 07.06.2012 20:51 von
Die Konzentration im Finanzsektor ist in einem GEDECKTEN Geldsystem kein Problem.
Das Problem ist die Hebelung, welche den Agierenden erlaubt wurde.
Gesunde Wirtschaftsunternehmungen arbeiten mit 10-40% Eigenkapital.
Banken müssen zwischen 0% und 3% vorhalten.
Diese Hebel sind als Geldmengenexpansion in die Blasen geflossen und sollen nun verzinst werden. Das kann nicht funktionieren.
Deswegen hat Ackermann schon vor längerem gesagt, dass Deleveraging wird fürchterlich sein.
Eine Währung wird neben dem BIP und der Verschuldung über den Kapitalstamm definiert, d.h. die Vertragswährung, den Zins und die Laufzeiten.
Jetzt wird's kompliziert. Das BIP von dem Sie sprechen, liegt - wie Sie ja sagen - in einer Vergangenheit. M.E. müssen aus dem BIP Anlage-Vermögen herausgehalten werden, die nicht im betrachteten Zeitraum entstand...erücksichtigt. Ob die für solche Rechnungen notwendigen Größen ermittelt werden können, ist eine andere Frage.
Das betrifft Generationenverträge, Bausparer, Lebensversicherungsverträge u.v.m.
Diese sind aufgeschobener Konsum aus Vorperioden.
Lesen Sie Mises zu dem Boom und Bust Zyklus dann verstehen Sie, wie es zu den Fehlallokationen und den Blasen kommt.
Volkswirtschaft ist eine Summe aus Einzelentscheidungen. Diese werden von den Handelnden auf der Basis von Erwartungshaltungen geführt.Nein. Was wird produziert ist ebenso von Belang, wenn man eine Prognose über die wirtschaftliche Entwicklung von t hin zu t + delta-t ( Dynmaik ) wagen will. Ist eine volkswirtschaftliches Modell, daß nicht zugleich auch eine dynamisches Modell ist, überhaupt von Interesse? Wie auch immer: Folgt man Ihrem Standpunkt, sind volkswirtschaftliche Überlegungen als Entscheidungsgrundlage unzureichend.
Ein einfaches Beispiel:
Im Moment finden sich keine Käufer von Staatsanleihen.
Warum?
Wenn keine innländischen Lebensversicherungen mehr verfügbar sind, die eine positive Rendite nach Steuer und Inflation erzielen, dann schliessen Menschen, die die Enttäuschung ihrer Eltern oder Grosseltern erleben, derartige Verträge (indirekt mit dem Staat) nicht mehr ab.
Unsere Grosseltern haben grosse Summen mit Staatsanleihen und Bürgschaften verloren.
Wir sind immer geimpft worden, nie Staatsanleihen oder Weichwährungen zu halten.
Die Italiener, die wir kennen, haben ihre Lire immer gleich in die Südschweiz gebracht, die Franzosen sind auch über die Grenze gefahren, weil sie ihrem Geld nicht trauten.
Ohne die grossen Lebensversicherer oder 401k in den Staaten bleiben nur die Notenbanken als alternative Staatsfinanzierer.
Diese erweitern aber die Geldmenge inflationär und tragen somit weiter zu dem Problem bei.
Das Problem eskaliert dann so lange, bis der Staat entgegen seinem Willen höchste Zinsen für lange Zeiträume anbieten muss um seine alten Fehler zu refinanzieren.
Wir haben das unter Schmidt und Volcker gesehen. - #156 08.06.2012 04:02 von
Deleveraging
Wie kam es zu den Hebeln? Vereinfacht: Wenn A B eine Ware für 110 verkauft mit Produktionskosten einschl. Gehältern von 100, findet eine Gesldschöpfung von 10 ( Eigentum von A ) statt. B muß sich dafür verschulden - gegenüber A. Damit das überhaupt möglich ist muß eine Geldmengenexpansion erfolgen - oder jemand macht's für Lau. Die Bildung der Hebel ist durch den Finanzbedarf der Staaten ausgelöst oder wenigstens begünstigt worden. Denn die Staaten in Kontinentaleuropa springen mit ihren Sozialsystemen für die Differenz von 10 ein. Anderenfalls braucht es Kolonien und oder viel Wachstum. 2 Weltkriege wg. diesem Thema.
Ich habe Herrn Ackermann auch so in Erinnerung. Ich habe den Verdacht, er wollte nicht verstanden werden. Das Deleveraging wird durch die Begrenztheit des Planeten erzwungen! Das ist - auch Ihre Aussage - nur eine Zeitfrage. Wo war die Conclusio? Fehler im Geldsystem, Blödheit der Regierenden. Nicht Ackermanns Problem. Verstand Fr. Bundeskanzlerin Dr. Merkel Herrn Ackermann wenigstens nach Kaffee und Kuchen? Am Tische des Bundeskabinetts wohlgemerkt! Der abseits stehende Bürger wurde schlicht verkackeiert. Er bemerkte es sofort, konnte sich aber nicht wehren. Es ist ja Demokratie. Die selben Leute fahren fort. So ist Demokratie. Lediglich Ackermann hat's gut: Er ist im sicheren Exil auf Rente.
Ist unser Wirtschaftssystem überhaupt mit einem gedeckten Geldsystem möglich?
Kann man Geld im volkwirtschaftlichen Sinne aufheben? Was heißt in diesem Kontext aufgeschobener Konsum aus Vorperioden? These: Man kann Konsum nicht beliebig ansparen; irgendwann ist man tot.
Wie schaut es mit Handlungsmöglichkeiten für die Regierungen aus? Offenbar fehlen die.
Das ist so allgemeingültig, wie es schon wieder nichtssagend ist. Ihr Bsp. führt nicht weiter. Natürlich trafen Regierungen falsche Entscheidungen, natürlich reichte die Dt. Bank griechische Staatsanleihen freudig weiter - wohl wissend, was folgen wird, und natürlich zahlte diese hernach fette Boni, was für Aufregung sorgte. Und natürlich war Banken zu retten mit Mitteln, die von den eben solchen Banken aufgenommen werden, die sich dafür die Erlaubnis von der Notenbank holten, ein Fehler - und er wurde sehenden Auges gemacht. Wieso? Die Banken hätten abgewickelt werden müssen! Das bereits 2008. Nicht Bad-Banks sondern Good-Banks hätten aus der Taufe gehoben werden müssen. Vor der Komplexität dieser Aufgabe wurde gekniffen.
Und heute sind die Staaten en masse pleite. Ob Schmidt das wenigstens als Möglichkeit vorhergesehen hat? Suchen wir uns es aus! Er ist so herrlich präszise in seinen memoiren-haften Ermahnungen. Gekniffen hat und kneifen tut auch er.
Also fast 40 Jahre. Man glaubt es nicht ... - #157 08.06.2012 15:21 von
Na ja.
Das Leveraging ist es doch eher, wenn Sie Kreditierungen und Bilanzerweiterungen mit immer geringerem Eigenkapital hinterlegen müssen.
Die Eckpunkte waren Basel I, Basel II, und Basel III, welche allesamt zu Lasten des Deutschen Mittelstandes die Staats- und Kommunenfinazierung und die Finanzierung der gerateden Unternehmungen verbilligte.
(Ich will mich da nicht beschweren, wir haben davon massiv profitiert.).
Das Leveraging und Deleveraging ist nur eine Frage der Geldmengenexpansion und nicht der Resourcen des Planeten.Ich habe Herrn Ackermann . ...Rente.
Sie können die Geldmenge beliebig aufblähen, heute müssen Sie noch nicht mal mehr Geldscheine dafür herstellen.
Dann kostet halt eine Tasse Kaffee eine Billion.
Das ist die grundlegende Frage, die Keynsianer immer bestreiten und Anhänger von Mises immer tendentiell beführworten.Ist unser Wirtschaftssystem überhaupt mit einem gedeckten Geldsystem möglich?
Ich möchte Ihnen dazu mal einen Tip geben.
Der Franken war bis 1992 in Gold gedeckt.
Ich gebe Ihnen mal einen Auszug - wenn auch aus einer etwas tendentiösen Seite:
"Aber zu jeder Zeit war es möglich, auf andere Währungen auszuweichen, die durch Gold abgesichert waren. Mit dem 15. August 1971 ging diese Ära zu Ende. Damals hob Präsident Nixon die Goldeinlösungspflicht der USA einseitig auf.Der Schweizer Privatbankier Ferdinand Lips meint dazu: "Alle wirtschaftlichen, monetären und finanziellen Katastrophen der letzten dreißig Jahre sind auf dieses eine Ereignis zurückzuführen."
Lips war einer der Mitgründer der Rothschild-Bank in Zürich und eröffnete 1987 seine eigene Privatbank. Heute ist er im Ruhestand und gehört zu den gewichtigsten Stimmen, welche vor einem bevorstehenden Kollaps des modernen Währungssystems warnen. "Das heutige Papiergeldsystem ohne Deckung ist ein noch sehr junges Experiment. Es hängt einzig und allein vom Glauben ab, daß die Schulden, auf denen es aufgebaut ist, eines Tages beglichen werden. "Unser gegenwärtiges Währungssystem ohne Golddeckung ist ein Betrug, der keine gesunde Politik erlaubt. Diejenigen, die am meisten darunter leiden, sind die arbeitende Bevölkerung und die Pensionierten" - weil sich nämlich das von Generationen erarbeitete Volksvermögen in Luft auflöst.
Beispiel Schweiz: Von 2000 bis 2001 verkaufte die Schweizer Nationalbank über 600 Tonnen Gold. Mit dem Erlös kaufte sie vor allem langfristige Anleihen in Dollar, die zunehmend an Wert einbüssen."Die Nationalbank hat dabei, konservativ geschätzt, etwa 500 Millionen Dollar verloren, weil der Goldpreis in dieser Zeit etwa um 20 Prozent gestiegen ist. Sie hat zusätzlich schwer Volksvermögen verloren, weil diese Dollars in ihrer Truhe dieses Jahr von rund CHF 1.80 auf jetzt etwa CHF 1.45 abgesackt sind.""
Vielleicht sollten Sie auch mal überlegen, dass die Mitgliedschaft im IWF voraussetzt, dass ihre Währung nicht Goldgedeckt ist.
Sicherlich kann man das. Man kann z.B. Goldbarren kaufen, und diese in einen Tresor legen. Man kann auch Vermietimmobilien kaufen und vermieten. Man kann Firmen kaufen und betreiben lassen. Alles Dinge, die man momentan nicht nutzt.Kann man Geld im volkwirtschaftlichen Sinne aufheben? ..nn ist man tot.
Man kann aber auch das Geld auf einer Bank plazieren und diese obigen Aktionen später machen. - #158 08.06.2012 15:25 von
USD/CHF Währungsumrechner-Chart - Yahoo! Finanzen
Dann schauen Sie sich als Nachtrag mal den Frankenverlauf zum Dollar seit 2001 an.
Die Dollaranleihen der Notenbank sind Gift.
Genauso sieht es momentan mit den Euros aus, die die SNB aufkauft.
Sie ist da - berechnet auf unsere Bevölkerungsgrösse mit 2,1 BILLIONEN im Feuer.
Alleine im Mai sind 480 Milliarden (auf unsere Bevölkerungsgrösse umgerechnet) hinzugekommen. - #159 09.06.2012 03:22 von
Leveragin, Deleveraging
Die klassische Inflation, die ungedecktes Geld - so es denn geben sollte - entwertet. Waren und Dienstleistungen haben einen viel höheren Preis, s.d. sich die Relation des gedeckten Geldes gegenüber ungedeckten zu Gunsten ersteren verschieb. Inflation ist im Ergebnis auch nur eine Form von Deleveraging.
Die Resourcen des Planeten sind dann von Belang, wenn jeder mögliche Rohstoff bereits bekannt ist und jemanden gehört, d.h. bilanziert ist. Es kann also nicht mehr auf etwas zugegriffen werden, daß niemandens Eigentum ist und aus welchem sich durch Arbeit ein Mehrwert schöpfen ließe ( Hosentaschen-Ökonomie ). Wachstum wird also - sofern möglich - in gewisser Weise imaginär: Bessere Resourcen-Nutzung, neue Technologien, Produkte und Dienstleistungen.
M.E. wird etwas vollkommen außer acht gelassen, was z.Z. noch nicht einmal als ölonomische Frage erscheint. Nämlich die Globalisierung, d.i. konkret die Möglichkeit der Verknüpfung von jedem mit jedem anderen ( Person, Ding, was auch immer ) und die sie z.Z. wesentlich tragende Technologie des Internets. Wir brauchen eine Theorie die das Virtuelle und das klassisch ökomische in einem Ansatz beschreibt. Vor einem muß ich warnen: Es reicht nicht aus, virtuelle Güter bloß i.S. klassischer Theorie als Dienstleistung zu beschreiben. Geld ist ein virtuelles Gut! Aber nicht das einzig mögliche. Geld hat nämlich eine faszinierende Eigenschaft: Es nimmt jenseits von Raum und Zeit eine datenmäßige Verknüpfung vor und definiert selbst ein Netz. Jede Währung dokumentiert das. M.E. greift ein bloß technischer Ansatz auch zu kurz. Ich würde sogar eine ökomische Theorie von Information gegenüber eine informations-theoretischen Beschreibung von Ökonomie ( Economics ) bevorzugen. Kurz: Die Informations-Theorie muß von Economics lernen; man kommt leichter von Economics zur Informations-Theorie als umgekehrt.
Es ist nicht klar, der Übergang zum Virtuellen, eine steuerbares oder beliebiges Leveraging, erlaubt. Z.Z. nicht; das liegt am Mangel virtueller Güter, d.h. ein solcher an Möglichkeiten der Leute, sie zu erwerben, zu nutzen und zu erzeugen: Stellen Sie den Aufwand, eine gute Web-Seite zu machen, und den aller Wahrscheinlichkeit nach daraus zu erwartenden Nutzen gegenüber.
Ich weiß, daß ist sehr, sehr abgehoben.
Stichwort Golddeckung: Die Golddeckung, also das Versprechen [/i]Für 1 WE bekommst Du soundsoviel Gold.[/i] hat den Nachteil, daß die Geldmenge sich nicht der wirtschaftliche Leistung anpassen kann; darüber hinaus ist Gold an sich ziemlich nutzlos: Man kann es nicht essen oder sonst was.
Aufgehobener Konsum, geparktes Geld: Was passiert, wenn das geparkte Vermögen überhand nimmt, die Keller also voller Leichen sind?
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