Deutschlands Export -"Weltmarkt" beträgt grad 30% Anteil - und der Anteil an den Überschüssen liegt wohl eher bei 10-15%..
D. macht wirklich zwischen 60-70% seines Aussenhandels in der EU - und genau da fallen auch die Überschüsse an!
Hier eine Untersuchung bezogen auf die 12 Neuen Eu-Länder!
http://homepage.univie.ac.at/besim.y...05-05_2008.ppt
gerade die Graphiken 40/41 verdeutlichen - das die Exportgewinne für D. dadurch gewaltig gestiegen sind, während die neuen Länder nur noch Defizite eingefahren haben!
Kurzfristig - wobei das bei Volkswirtschaften durchaus mal 3-4 Jahre sein können sind "Überschüsse" natürlich möglich - allerdings nur auf Kosten anderen Faktoren.
Zb: der Export in die USA funktioniert, weil die USA recht freizügig ihre Dollars drucken - und D. diese akzeptiert. In Fakt wird aber der Wert des Dollars immer dünner - eine versteckte Abwertung also, man bekommt mehr ziffern, aber der Wert den man "kaufen" kann dafür sinkt!
China hat gut 2 Bio USD so angehäuft - deren Problem .. .dafür können sie nur nichts relevantes in den USA kaufen - die Dollardevisen dümpeln da vor sich hin - aber wehe die wollen die einlösen - Analysten schätzen das eine "Verkaufsorder" in höhe von 100 Mrd. also gut 1/20 tel. auf dem Weltmarkt untergebracht sofort den Dollar abstürzen läßt weil sofort dann alle verkaufen werden!
Es kommt also nicht nur drauf an - ob man "Ziffern" bekommt, sondern in welcher Währung, und wie "werthaltig" dann dieses Geld ist!
Auch die "Notierung" der Überschüsse in Euro erweckt ein paar falsche Eindrücke.
Normal muss ein Land sprichwörtlich genausoviel "Geld" erstmal exportieren , wie es dann über seine Exporte bekommen will - man will ja nicht in Hosenknöpfen bezahlt werden!
Das ist auch kein Problem, solange die "anderen" dann mit genau diesem "Geld" auch die Exporte kaufen. Das ist aber ein Handel der nur in "Gegenseitigkeit" funktioniert - wenn sich also beide daran halten!
Wenn aber wie in D. das Geld was verliehen wird ein mehrfaches beträgt, als durch Exporte zurückkommt , dann hat man zwar Überschüsse - aber auf der anderen Seite nur ungedeckte Schulden, die dann meistens auch nicht bezahlt werden können!
Überschüsse wie Defizite deuten immer genau auf ein Problem hin - das nämlich die Bewertung der "Werte" des stattfindenden Handels nicht mehr stimmen - das irgendwas gewaltig schief läuft mit der "anderen Seite".
Bei Staaten mit freien Wechselkursen wird das meistens recht schnell ausgeglichen über die Wechselkurse .. wenn man das aber aushebelt durch eine gemeinsame Währungsunion ist der Crash unvermeidlich!
Überschüsse deuten letztlich darauf hin das sie in Kauf nehmen das ihre "Waren" nicht wirklich bezahlt werden - das sie arbeiten - Waren liefern, aber keinen Mehrwert schaffen.
Der würde nur "geschaffen" wenn es eben ein gleich grosses Gegengeschäft geben würde!
Staaten sind keine Unternehmen - sie drucken ihr Geld selber .. und deshalb müssen sie pingelig darauf achten das sie nicht zuviel , oder zu wenig Geld drucken ...