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Kampf gegen die Griechenland-Krise: Zaudern bis zum Absturz

Europas Griechenland-Politik ist fatal: Mit Vorschlägen, die Banken an den Kosten zu beteiligen, verunsichern Politiker die Märkte - und beschleunigen den Zusammenbruch. Athen muss schnellsten Finanzhilfen bekommen. Die Folgen des Nichtstuns wären verheerend.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,691841,00.html
  1. #110

    Schön, dass es Griechenland gibt

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Griechenland hat ein Problem ..ich würde sagen D. hat ein Problem , und zwar eines was ein paar Grössenordnungen mehr hat als das aller ClubMed Staaten zusammen!
    wo wir unser Problem sofort abladen können!
    Ihre Theorie funktioniert nur mit dem Idealmenschen, der so ganz am Ende aller Argumente nur eines im Sinn hat: das Wohlergehen des Nächsten und daher vernünftig. Die Welt ist anders. Obwohl ich wünschte, die Volkswirtschaften würden so funktionieren im Austausch, wie Sie das sehen. Aber das funktioniert noch nicht einmal in der eigenen Familie.
  2. #111

    Ich überlege noch wegen eines Titels

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Deutschlands Export -"Weltmarkt" beträgt grad 30% Anteil - und der Anteil an den Überschüssen liegt wohl eher bei 10-15%..

    D. macht wirklich zwischen 60-70% seines Aussenhandels in der EU - und genau da fallen auch die Überschüsse an!

    Hier eine Untersuchung bezogen auf die 12 Neuen Eu-Länder!
    http://homepage.univie.ac.at/besim.y...05-05_2008.ppt

    gerade die Graphiken 40/41 verdeutlichen - das die Exportgewinne für D. dadurch gewaltig gestiegen sind, während die neuen Länder nur noch Defizite eingefahren haben!

    Kurzfristig - wobei das bei Volkswirtschaften durchaus mal 3-4 Jahre sein können sind "Überschüsse" natürlich möglich - allerdings nur auf Kosten anderen Faktoren.

    Zb: der Export in die USA funktioniert, weil die USA recht freizügig ihre Dollars drucken - und D. diese akzeptiert. In Fakt wird aber der Wert des Dollars immer dünner - eine versteckte Abwertung also, man bekommt mehr ziffern, aber der Wert den man "kaufen" kann dafür sinkt!

    China hat gut 2 Bio USD so angehäuft - deren Problem .. .dafür können sie nur nichts relevantes in den USA kaufen - die Dollardevisen dümpeln da vor sich hin - aber wehe die wollen die einlösen - Analysten schätzen das eine "Verkaufsorder" in höhe von 100 Mrd. also gut 1/20 tel. auf dem Weltmarkt untergebracht sofort den Dollar abstürzen läßt weil sofort dann alle verkaufen werden!

    Es kommt also nicht nur drauf an - ob man "Ziffern" bekommt, sondern in welcher Währung, und wie "werthaltig" dann dieses Geld ist!

    Auch die "Notierung" der Überschüsse in Euro erweckt ein paar falsche Eindrücke.
    Normal muss ein Land sprichwörtlich genausoviel "Geld" erstmal exportieren , wie es dann über seine Exporte bekommen will - man will ja nicht in Hosenknöpfen bezahlt werden!
    Das ist auch kein Problem, solange die "anderen" dann mit genau diesem "Geld" auch die Exporte kaufen. Das ist aber ein Handel der nur in "Gegenseitigkeit" funktioniert - wenn sich also beide daran halten!
    Wenn aber wie in D. das Geld was verliehen wird ein mehrfaches beträgt, als durch Exporte zurückkommt , dann hat man zwar Überschüsse - aber auf der anderen Seite nur ungedeckte Schulden, die dann meistens auch nicht bezahlt werden können!

    Überschüsse wie Defizite deuten immer genau auf ein Problem hin - das nämlich die Bewertung der "Werte" des stattfindenden Handels nicht mehr stimmen - das irgendwas gewaltig schief läuft mit der "anderen Seite".
    Bei Staaten mit freien Wechselkursen wird das meistens recht schnell ausgeglichen über die Wechselkurse .. wenn man das aber aushebelt durch eine gemeinsame Währungsunion ist der Crash unvermeidlich!

    Überschüsse deuten letztlich darauf hin das sie in Kauf nehmen das ihre "Waren" nicht wirklich bezahlt werden - das sie arbeiten - Waren liefern, aber keinen Mehrwert schaffen.
    Der würde nur "geschaffen" wenn es eben ein gleich grosses Gegengeschäft geben würde!

    Staaten sind keine Unternehmen - sie drucken ihr Geld selber .. und deshalb müssen sie pingelig darauf achten das sie nicht zuviel , oder zu wenig Geld drucken ...
    Jau, und das soll jetzt beweisen, dass ein stärkerer/teurerer Euro die deutschen Exporte behindern würde? Genau gegen diese Aussage hatte ich mich nämlich gewandt.
  3. #112

    Modelle T2

    Zitat von Transmitter Beitrag anzeigen
    Einleuchtend, was Sie schreiben. Ich kenne ja viele Ihrer Beiträge. Nur, wo ist der Ausweg? Ich meine dies jetzt rein theoretisch. Offenbar funktioniert ein System wie der Euro-Verbund "auch nicht", weil in Struktur, Mentalität, Historie, völlig unterschiedliche Volkswirtschaften in eine Währung "gezwungen" werden. Der "Musterknabe" (Deutschland) muß den "Bruder Leichtfuß" (Griechenland) mittragen. Auf Dauer kann das nicht gut gehen (und die Griechen können ihre Mentalität nicht ändern bzw. der deutschen anpassen).

    Das sozialistische Gegenmodell zum Kapitalismus ist gescheitert. Müßig (und langweilig), die alten Diskussionen warum, weshalb, wieso wieder aufleben zu lassen.

    Wie könnte Ihrer Meinung denn ein "neues, drittes Modell" aussehen? Ein globales Wirtschaftsmodell, das einerseits den "Treibstoff Egoismus" einsetzt (und damit nationale wie individuelle Leistungswilligkeit und -optimierung plus weitgehende Bedürfnisbefriedigung erreicht), andererseits
    ....
    Da ich kein Hellseher bin , und Zauberkugeln nur auf der Bühne mag hab ich auch kein Model parat. Aber es gibt schlicht ein paar Dinge die man beachten sollte.

    Erstens, unsere Vorfahren waren nicht dumm! Das handelsmodell zwischen Staaten - nämlich das Güter zwar Getauscht werden mittels Geld, das aber keine Gewinne dabei auf "Geld" seite gemacht werden dürfen ist nicht nur Genial - es ist auch "Egoistisch" gedacht - wer will schon mit Hosenknöpfen btw. wertlosen Devisen nach Hause gehen!

    Ausserdem sollte man begreifen, das Partnerschaften keinen "Wettbewerb" gegeneinander austragen dürfen! Partnerschaften haben nur Sinn, wenn sie sich gegenseitig Nutzen bringen - und nicht etwa Geld, sondern wenn durch Spezialisierungen und perfektionierungen sozusagen die Fähigkeiten der anderen Ausgenutzt werden!
    Zwei Partner dürfen nicht um den gleichen Markt konkurieren, also zwei Autos, oder beide ihre Agraranbau optimieren - das verschleißt nur kräfte, und sorgt schlichtweg dafür das der Partner "verarmt" wenn man das zu weit treibt.

    Kohl und Merkel wollten alles - Autos, Industrie, perfekte Bauern, optimierte Pharma und sonstiges "Exportieren" - Sogar auf dem Dienstleistungssektor wollten sie alles besetzen! Sie haben damit letztlich den anderen Staaten überhaupt keinen Entwicklungs und Angebotsraum gelassen!

    Jetzt machen die dt. Alles, schuften von Morgens bis abends für den "Export" aber auf der anderen Seite ist kein "Geld" .. man wollte ja nicht das die anderen genausoviel verdienen! Man hat sozusagen für die Tonne gearbeitet - und was man eingenommen hat sind wertlose Devisen letztlich!

    Partner müssen Kooperieren - wer alles alleine machen will, der wird irgendwann auch total alleine sein - nur seine "Einnahmen" sinken dann auf null - draussen ist dann nichts mehr ...


    => T2
  4. #113

    Modelle T2x

    Der zweite Punkt. Alle "grossen Systeme" neigen dazu zwingend instabiler zu werden. Das hängt schlicht mit der Laufzeit von Informationen - und ganz besonders mit der Vernichtung von Informationen besonders bei Hierarchichen Modellen zusammen!

    Deshalb sind Hierarchie Strukturen ,und grosse Strukturen schlichtweg der Lösung schlechtester Ansatz.
    Die Natur macht es vor, kleine , meistens redundante Systeme die mit wenigen , meistens trägen Kommunikationswegen eine "Richtung" aber nicht einen Zwang ausüben.
    Grosse Konzerne haben das in den 90'Jahren schon gelernt - sie waren am zusammenbrechen weil auf der einen Seite die Infos der "Chefs" überall zu unterschiedlichen Zeiten ankamen, andererseits die Informationsbündelung von Unten her laufend wichtige Informationen vernichtet hat - also auch keiner mehr darauf reagieren konnte!

    IBM hat das in einer Studie damals nachgewisen, und auch die Informatik zeigt genau diese Schwächen von Zentralen Systemen auf. Die Konzerne haben deshalb fast überall eine sehr flache Struktur inzwischen .. Aufgaben werden Lokal gelöst - oben wird nur noch eine "Richtung" aber keinesfalls mehr Zwanghaft ein Ziel vorgegeben!

    So ähnlich müssen letztlich auch Staaten organisiert sein, nur da spielen die Politiker nicht mit. Sie wollen alle vier Jahre ihre "Visionen" umsetzen, obwohl das vollkommener Schwachsinn ist - Visionen dürfen Leute haben die KEINE Macht haben, Leute mit Macht und Visionen gehören in 4 gepolsterte Wände schlichtweg - weil sie nie die Visionen der Menschen, sondern immer nur IHRE Visionen umsetzen!

    Und die Sache mit dem Egoismus - sie ist so ein Märchen - Menschen haben immer hochkooperativ zusammengearbeitet - allein die Entwicklung von Sprache ist nur möglich unter Kooperativ zusammenarbeitenden .. wer den anderen erschlagen will braucht keine Sprache ..

    Ein Wettbewerb um die beste Lösung funktioniert nur dann, wenn alle bereit sind möglichst viele Grundlösungen auch einzubringen .. Es gibt keinen der irgendetwas alleine erfindet - er braucht immer 100'te andere die "seine" Spezial-Entwicklung erst ermöglichen!

    Wer wirklich "besseres" haben will, der muss bereitsein sein "Wissen" und Können ersteinmal einzubringen - nicht hinter mauern wegzuschließen!

    Zur Zeit arbeiten die "Egoisten" und das Wirtschaftsystem weit unterhalb des Denkbaren - Optimums. Jedes Egoistische Handeln verhindert dabei neue Entwicklungen, und tragfähige weitere Handelskonzepte.

    Monopolisten haben den grossen Nachteil - ihre Motivation "neues" zu entwickeln liegt bei NULL .. sie haben ja ihr festes "Einkommen". Viel besser ist es, wenn aber alle gemeinsam zugriff auf alles Wissen und Können haben - dann könnten viel mehr Köpfe viel mehr neue Ideen und Entwicklungen angehen!

    Monopolistische Handelsstrukturen ebenso. In Netzverken bestimmen die anzahl der "Kanten" die stärke eines Netzes - das wären in der Wirtschaft letztlich die Handelsverträge die zwischen allen geschlossen werden könnten.
    Zur Zeit haben wir aber faktisch in der EU ein singuläres Netz, alles läuft auf D. zu - nur ein Bruchteil aller möglichen Handelsverträge kann so geschlossen werden!

    D. und die Deutschen müssen lernen "abgeben" zu können - nicht IHRE Produktivität zu erhöhen, sondern die Produktivität des Gesamtsystems in dem man Arbeit gleichmäßig auf alle aufteilt .. dann können ALLE weniger Arbeiten, dann können ALLE früher in Rente , und ALLE haben dann ein Haus über dem Kopf!

    => T3
  5. #114

    Modelle T2x

    Es gibt Firmen da weiss der "Chef" alles besser, kann alles besser - und scheucht seine Angestelten vom Arbeitsplatz weg - und macht die Arbeit selber .. Genauso verhält sich D. wirtschaftlich .. es macht alles selber .. mit dem grossen Nachteil das sich das in Handelsbeziehungen eben absolut nicht auszahlt .. die anderen haben dann keine Wertschöpfung - und was man bekommt sind nur wertlose Papierfetzen noch!

    Kein Zeichen für eine "kluge" Wirtschaft, und ein klares Zeichen für die Unfähigkeit dieser Politiker .. die erfundenen, weder bewiesenen noch beweisbaren Glaubenssätzen einfach weiter folgen ..bis zum bitteren Ende!
  6. #115

    Teuere Exporte

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Jau, und das soll jetzt beweisen, dass ein stärkerer/teurerer Euro die deutschen Exporte behindern würde? Genau gegen diese Aussage hatte ich mich nämlich gewandt.
    Eine stärkere Währung ist immer ein Export Hindernis - die anderen müssen immer mehr ihrer eigenen Wirtschaftsleistung aufbringen um eines der Produkte der teuren Währung dann zu kaufen - das können sie entweder nicht oder wollen das irgendwann nicht mehr!

    Die Deutschen haben mal neidisch auf die Amis, dann auf die Japaner geschaut .. die hatten starke Währungen .. konnte überall hin reisen .. aber ihre "Produkte" konnte man nur mit viel Aufwand kaufen. Aus diesem Zwang der schwachen Währung heraus entstand dann der erfolgsrenner , VW .. er war im lande eben billiger als jeder amerikanische Schlitten ...

    Sie können aber noch nicht mal den billigsten Volkswagen nach Bangladesh verkaufen - deren "eigene Wirtschaftsleistung" ist so schwach .. die können sich eben keinen VW leisten!

    Qualität, Marke .. alles unwichtig wenn die Käufer schlicht kein Geld dafür haben - und schwache WÄhrungen haben das nun mal nicht!

    Und ich muss da nichts beweisen - das können sie genausogut in allen Vorlesungen, in allen Wirtschaftsmedien und auch aller Historie nachlesen.

    Nachhaltig sind Exporte sind nur in der Höhe und zu den Preisen möglich wie das Einkommen der anderen eben ist.. oder wollen sie mit Hosenknöpfen bezahlt werden?

    Oder glauben sie "Geld fällt vom Himmel in die Hände anderer?".
    je stärker eine Währung ist , desto schwächer müssen die anderen sein .. und wer mit einer schwachen währung die "teueren" Exporte kaufen will kann das immer schlechter!

    Intl. Handelsysteme sind langfristig immer ein "Geld-Nullsummen" spiel - es geht schlichtweg nicht anders, weil sonst ja die anderen Länder das "fremde Geld" drucken müßten!
    Die Volkswirte sagen dazu - Jeder Staat exportiert mit seinen Waren auch seine eigenen Währung - und erst wenn beide Handelsgeschäfte vollständig abgewickelt sind haben beide ihr eigenes Geld wieder ..
  7. #116

    Danke

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Eine stärkere Währung ist immer ein Export Hindernis - die anderen müssen immer mehr ihrer eigenen Wirtschaftsleistung aufbringen um eines der Produkte der teuren Währung dann zu kaufen - das können sie entweder nicht oder wollen das irgendwann nicht mehr!

    Die Deutschen haben mal neidisch auf die Amis, dann auf die Japaner geschaut .. die hatten starke Währungen .. konnte überall hin reisen .. aber ihre "Produkte" konnte man nur mit viel Aufwand kaufen. Aus diesem Zwang der schwachen Währung heraus entstand dann der erfolgsrenner , VW .. er war im lande eben billiger als jeder amerikanische Schlitten ...

    Sie können aber noch nicht mal den billigsten Volkswagen nach Bangladesh verkaufen - deren "eigene Wirtschaftsleistung" ist so schwach .. die können sich eben keinen VW leisten!

    Qualität, Marke .. alles unwichtig wenn die Käufer schlicht kein Geld dafür haben - und schwache WÄhrungen haben das nun mal nicht!

    Und ich muss da nichts beweisen - das können sie genausogut in allen Vorlesungen, in allen Wirtschaftsmedien und auch aller Historie nachlesen.

    Nachhaltig sind Exporte sind nur in der Höhe und zu den Preisen möglich wie das Einkommen der anderen eben ist.. oder wollen sie mit Hosenknöpfen bezahlt werden?

    Oder glauben sie "Geld fällt vom Himmel in die Hände anderer?".
    je stärker eine Währung ist , desto schwächer müssen die anderen sein .. und wer mit einer schwachen währung die "teueren" Exporte kaufen will kann das immer schlechter!

    Intl. Handelsysteme sind langfristig immer ein "Geld-Nullsummen" spiel - es geht schlichtweg nicht anders, weil sonst ja die anderen Länder das "fremde Geld" drucken müßten!
    Die Volkswirte sagen dazu - Jeder Staat exportiert mit seinen Waren auch seine eigenen Währung - und erst wenn beide Handelsgeschäfte vollständig abgewickelt sind haben beide ihr eigenes Geld wieder ..
    Sie beschreiben sehr schön volkswirtschaftliche Sachverhalte. Aber noch einmal. Ich hatte darauf hingewiesen, dass Deutschland (und jetzt für alle, die das absichtlich? ignoriert haben) trotz eines in der Vergangenheit stärkeren Euros seine Exporte auf dem Weltmarkt (dem Markt außerhalb der EU) untergebracht hat. Natürlich hätte vielleicht der ein oder andere Euro mehr verdient werden können, wenn der Euro niedriger bewertet gewesen wäre. Allerdings lief z.B. der Maschinenbau lange Zeit am Limit. Da hätte gar nicht mehr produziert werden können, selbst wenn eine höhere Nachfrage geherrscht hätte.
  8. #117

    Stärke

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Sie beschreiben sehr schön volkswirtschaftliche Sachverhalte. Aber noch einmal. Ich hatte darauf hingewiesen, dass Deutschland (und jetzt für alle, die das absichtlich? ignoriert haben) trotz eines in der Vergangenheit stärkeren Euros seine Exporte auf dem Weltmarkt (dem Markt außerhalb der EU) untergebracht hat. Natürlich hätte vielleicht der ein oder andere Euro mehr verdient werden können, wenn der Euro niedriger bewertet gewesen wäre. Allerdings lief z.B. der Maschinenbau lange Zeit am Limit. Da hätte gar nicht mehr produziert werden können, selbst wenn eine höhere Nachfrage geherrscht hätte.
    Und ich habe sie darauf hingewiesen, das ein Export dem ein gleich grosser Import gegenübersteht überhaupt kein Problem darstellt - da sich dort die Waren austauschen, und die Geldsummen zu NULL addieren!

    Sprich, solange die anderen wirtschaftlich die Preise akzeptieren, und ihre Eigene Wertschöpfung genauso hoch ist stört das überhaupt keinen!
    Probleme entstehen nur dort wo man Überschüsse hat an Devisen - da dort die "Deckung" prinziell nicht gesichert ist, und dann wenn die anderen "ärmer" werden dabei!

    Faktisch hat D. zumindest die EU überflutet mit Exporten .. und alle anderen sind dabei "ärmer" geworden!
    Wer aber ärmer ist kann sich diese "Importe" schlicht nicht mehr leisten.

    Prinzell endet der Export an den Grenzen der "wertschöpfungskraft" der anderen Staaten, da nur diese die Exporte bezahlen kann. Alles andere Läuft nur auf Verschuldung und dann Insolvenz heraus!

    Genau diese Situation haben sie jetzt in Europa .. praktisch alle Staaten haben ein "wertschöpfungsproblem" gegen D. also werden sie ihre Importe zwangsweise drosseln müssen - schlicht ist die Kaufkraft dann nicht mehr gegeben!

    Und zum Weltmarkt? Da ist und wird China in zukunft führend sein, und die USA haben sich inzwischen aufgemacht "dumingLohnsysteme" auszusondern - bei China fordern sie entweder eine Aufwertung der Chinesischen Währung, oder sie belegen sie mit Strafzöllen. Ebenso werden längst dt. Importe mit Strafen belegt .. manchmal verdeckt, manchmal ganz offen!
    Die Menschen in den USA sollen schlichtweg nicht mehr auf Kredit leben, also verteuert man sogar die Exporte noch künstlich .. schlechte Karten für D.

    Stärke zahlt sich langfristig nicht aus .. es ist die Illusion das andere kaufen müssen - müssen sie aber nicht (bis auf ausnahmen wie Rohstoffe).
  9. #118

    Historisch

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Sie beschreiben sehr schön volkswirtschaftliche Sachverhalte. Aber noch einmal. Ich hatte darauf hingewiesen, dass Deutschland (und jetzt für alle, die das absichtlich? ignoriert haben) trotz eines in der Vergangenheit stärkeren Euros seine Exporte auf dem Weltmarkt (dem Markt außerhalb der EU) untergebracht hat. Natürlich hätte vielleicht der ein oder andere Euro mehr verdient werden können, wenn der Euro niedriger bewertet gewesen wäre. Allerdings lief z.B. der Maschinenbau lange Zeit am Limit. Da hätte gar nicht mehr produziert werden können, selbst wenn eine höhere Nachfrage geherrscht hätte.
    Ich hab - damit sie zufriedengestellt werden sogar noch eine Vermutung.
    Nach dem IIWK müßten weltweit überall unmengen an Produkten neu erschaffen werden - es herrschte nicht nur Mangel an Schuhen, sondern an Maschinen, Autos, schlichtweg an jedem Ding.
    Unter solchen Voraussetzungen des Mangels ist man leicht bereit diesen Mangel zu beheben - auch wenn die Preise einem zu hoch sind .. ohne den Brunnen vor dem Haus hat man schlichtweg nichts zu trinken.
    Aber das war mehr oder weniger bis 1980 abgeschlossen - bis dahin konnte der Weltweite "Bedarf" gedeckt werden - jegliche Produktion darüber hinaus war und ist letztlich "Luxus" - Gadjet oder wie immer sie das nennen wollen - zwingend Notwendig ist keines der Neuen Produkte mehr.
    Und da fängt man durchaus an , in seine Brieftasche zu schauen, auf sein "Schuldenkonto" und verkneift sich weitere Produkte - so man sich nicht dringend braucht!

    Man hat also ein ganz anderes Nachfrageverhalten heute als bis 1980...
    Diese Änderung kann man bei einigen Produkten sogar zeitnah beobachten. So wurden seit 1984 die Betriebsysteme der Hersteller Apple+ Microsoft bei jedem Update den Firmen noch aus den Händen gerissen. Bei XP - und später dann Vista traf das nicht mehr zu - Vista entwickelte sich "realwirtschaftlich" zu einem Flop - die Firmen enthielten sich schlicht des Kaufs .. viele neue Gadjets, aber nichts was "benötigt" wurde ..

    Man wird also kaum aus dem Import verhalten "früher" auf das zukünftige schließen können - die Bedingungen einer übersättigten Welt sind schlichtweg andere als die einer Mangelwelt!

    Man kann dazu noch viel mathe einbringen .. aber dann müßte man eigentlich auch mal tiefer beschreiben was eigentlich "hedonistische Wachstumsberechnungen ", sind, und wie die Illusion eines Wirtschaftswachstums, eines gesteigerten Exportes , eines gesteigerten BIPs mit doch sehr dubiosen Statistischen Methoden vorgetäuscht wird!

    Aber ich denke das geht dann weit über die Fähigkeiten diese Forums hinaus!


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