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Kampf gegen die Finanzkrise: Sparkommissare suchen Experten mit Griechisch-Kenntnisse

DPADie Troika zur Prüfung der Sparfortschritte in Griechenland kämpft nicht nur mit gigantischen Haushaltslöchern - sondern offenbar auch mit Sprachproblemen. Nach Angaben des SPIEGEL suchen die Kommissare dringend Experten mit Griechisch-Kenntnissen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-862511.html
  1. #1

    mangelnde Englischkenntnisse

    In der Tat wird hier ein weiteres strukturelles Problem Griechenlands und allgemein Südeuropas (auch z. B,. Süditaliens) offenbar: Mangelnde Englischkenntnisse in weiten Teilen der Bevölkerung bis hinauf in Spitzenpositionen. In den USA findet der Ausgleich in der Wettbewerbsfähigkeit und im lokalen Arbeitsplatzangebot nicht nur monetär statt, sondern auch durch die große Mobilität der Arbeitnehmer, die durch eine gemeinsame Sprache und Kultur erleichtert wird. Steigt irgendwo die Arbeitslosigkeit stark, weil eine Industrie niedergeht (z. B. Detroit), ziehen die Leute dorthin, wo es Arbeitsplätze gibt. Dieser Ausgleichsmechanismus begrenzt die vom Staat zu leistende soziale Unterstützung. Anders in Südeuropa: nur sehr wenige finden den Weg nach Nordeuropa, um dort zu arbeiten und die Sozialkassen Griechenlands zu entlasten.
  2. #2

    Sprach-/Kulturbarrieren: Genau deshalb wird aus uns nicht die USE (United States of Europe)

    Alles auf Brüssel zu zentralisieren wird dazu führen, das eine Zentrale fernab der Realität eben Realitätsfremde entscheidungen trifft. Grund hierfür ist die Heterogenität Europas: nicht nur die Sprachen sind unterschiedlich - auch die Kulturen und Wertvorstellungen.
    Aus diesem Grunde ist ein Europa der Regionen vorzuziehen, das möglichst dezentral seine Entscheidungen trifft!
  3. #3

    Gebt ihnen die Drachme zurück...

    ...dann können sie wieder günstigen Urlaub anbieten in ihrem schönen Land samt Fehta-Käse und Oliven, brauchen keine neuen Staatsdiener zusätzlich zu den alten und brauchen kein Englisch. Sie werden dann halt ihr Wohlstandsniveau auf das vergleichbarer Länder zurückführen müssen wie etwa Rumänien, Bulgarien oder Tschechien, das wird sie zufriedener machen - und uns auch.
  4. #4

    Nix verstehn....

    ..."mangelnde Sprachkenntnisse" haben schon manchem Delinquenten aus der Patsche und zu mehr Zeit verholfen.
  5. #5

    Schon lustig!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Troika zur Prüfung der Sparfortschritte in Griechenland kämpft nicht nur mit gigantischen Haushaltslöchern - sondern offenbar auch mit Sprachproblemen. Nach Angaben des SPIEGEL suchen die Kommissare dringend Experten mit Griechisch-Kenntnissen.

    Finanzkrise: Sparkommissare suchen Experten mit Griechisch-Kenntnissen - SPIEGEL ONLINE
    Bereit vor Monaten habe ich mehrmals "nachgefragt", ob
    denn die Troika-Spezialisten genug griechisch können,
    oder ob sie von "vereidigten griechischen Übersetzern"
    BETREUT
    werden, die Ihnen auch die Bilanzen vom griechischen
    ins Englische übersetzen.

    Auch hoffte ich, dass die Blindenhunde der Troika-Leute
    richtig betreut werden, bei den "mehr als blinden Prüfungen
    der Troika-Jungs.

    Hielt dies eigentlich für einen bösen Scherz, aber die
    Realität holt einen immer wieder ein.

    Arme Troika-Leute, denn so dumm, wie sie sich geben
    müssen, sind die wahrlich nicht.
  6. #6

    Englischkenntnisse anderswo

    Zitat von andreasl33 Beitrag anzeigen
    In der Tat wird hier ein weiteres strukturelles Problem Griechenlands und allgemein Südeuropas (auch z. B,. Süditaliens) offenbar: Mangelnde Englischkenntnisse in weiten Teilen der Bevölkerung bis hinauf in Spitzenpositionen...
    Linguisten wissen, es gibt den universalen Sprachsinn beim Menschen. Exponiert man kleine Kinder neuen Sprachen, lernen sie die SPIELEND. ohne Grammatik, ohne Vokabellisten, nur durch ZUHÖREN und NACHAHMEN/SPRECECHEN. Lesen und Schreiben kommt danach ohne Mühe.

    Aus der eigenen Familie und dem näheren Bekanntenkreis sind mir etliche Beispiele bekannt, wo beispielsweise Dreijährige nicht nur zwei- sondern drei- vier- und fünfsprachig groß wurden.

    Mein eigener Sohn - von Geburt an durch mich zweisprachig - überraschte mich als Zehnjähriger, indem er nach seiner Ankunft in England Englisch sprach, was er, wie er sagte, von den englischen Original-TV-Serien mit skandinavischen Untertiteln zum Spass gelernt hatte. Spanisch hat er von einem Klassenkameraden als Fünfzehnjähriger gelernt, quasi als Spiel. Er unterrichtet heute Politikwissenschaft an einer südamerikanischen Universität in Spanisch.

    Dieses den Linguisten/Pädagogen seit Jahrzehnten, oder den Fürstenhäusern gar seit Jahrhunderten, bekannte Phänomen sollte endlich mal in der Pädagogik berücksichtigt werden. Vorschulkinder könnten mit Liedern und Spielen mittels KOMPETENTER Lehrer und positiver Pädagogik Englisch im Handumdrehen lernen.

    Warum sträubt man sich dagegen, wenn es bewiesenermassen funktioniert?
  7. #7

    Zitat von andreasl33 Beitrag anzeigen
    In der Tat wird hier ein weiteres strukturelles Problem Griechenlands und allgemein Südeuropas (auch z. B,. Süditaliens) offenbar: Mangelnde Englischkenntnisse in weiten Teilen der Bevölkerung bis hinauf in Spitzenpositionen. In den USA findet der Ausgleich in der Wettbewerbsfähigkeit und im lokalen Arbeitsplatzangebot nicht nur monetär statt, sondern auch durch die große Mobilität der Arbeitnehmer, die durch eine gemeinsame Sprache und Kultur erleichtert wird. Steigt irgendwo die Arbeitslosigkeit stark, weil eine Industrie niedergeht (z. B. Detroit), ziehen die Leute dorthin, wo es Arbeitsplätze gibt. Dieser Ausgleichsmechanismus begrenzt die vom Staat zu leistende soziale Unterstützung. Anders in Südeuropa: nur sehr wenige finden den Weg nach Nordeuropa, um dort zu arbeiten und die Sozialkassen Griechenlands zu entlasten.
    Das Sprachproblem haben Sie auch in Deutschland - wo sogar die Eliten von Kohl bis Öttinger - quer über alle Parteien und die Wirtschaft schlicht kein English oder ein radebrecher English reden!

    Für eine Exportnation wie Deutschland ist es schon beschämend wenn Betriebsanleitung bis hin zu Handbüchern und Beratung inzwischen von ausländischen Serviceunternehmen gemacht werden müssen - weil einfach in Deutschland eben "Deutsch gesprochen werden soll" wie ein nicht unbekannter Propagandist ja im Bundestag lauthals verkündete!

    Das Problem der Sprachlichen Diversität ist nichts was den Staaten Südeuropas zu eigen ist , es ist eines was eher gerade in Staaten wie Deutschland ein gewaltiges Handcap ist!

    Und nebenbei - Griechisch ist eine einfache Sprache gegenüber dem deutschen - oder auch engl. - Warum also die Supereliten nicht mal eben so im Fluge Griechisch lernen können - wo sie doch schon im Supertempo alle Wirtschaftlichen Gegebenheiten schon im Kopf hatten als sie anreisten bleibt da ziemlich unverständlich!

    Und wie man so salopp über "Gesetze" und Wirtschaft überhaupt urteilen kann, wenn man diese Weder lesen noch verstehen kann dürfte wohl irgendwie das supergeheimnis dieser Troika bleiben - oder ist es vielleicht doch nur blindes Stochern für ein paar Banker die auf ihre Ackermann Renditen hoffen und dafür einfach auf ein ganzes Volk einschlagen - deren Wirtschaft in den Abgrund reissen? Das ist eben da nicht mehr von der Hand zu weisen!

    Seitdem die Troika ihre Arbeit aufgenommen hat - haben sich in Europa die kleinen Probleme zu gigantischen Bergen aufgetürmt, die Schuldenberge wurden überall immer grösser, die Stresstests zeigen das die Banken Billionen von vollkommen ungedeckten "Wünschen und Guthaben" erzeugt haben - und das jeder Versuch die Wirtschaft abzuwürgen mit Sparen in immer grössenen Problemen der Rezession endet!

    Wohin Probleme mit der Sprache führen können zeigt schon eine alte Geschichte aus der Bibel .. da wurde als Strafe für den gotteslästerlichen Bau des Turms von Babel (Europa) der Sprachwirrwar verordnet - eine scheinbar perfekte Methode eine Kultur und Turmbauten zu verhindern - und die Gesellschaft zu zerstören!
  8. #8

    Ein Armutszeugnis der EU

    Zitat von andreasl33 Beitrag anzeigen
    In der Tat wird hier ein weiteres strukturelles Problem Griechenlands und allgemein Südeuropas (auch z. B,. Süditaliens) offenbar: Mangelnde Englischkenntnisse in weiten Teilen der Bevölkerung bis hinauf in Spitzenpositionen. In den USA findet der Ausgleich in der Wettbewerbsfähigkeit und im lokalen Arbeitsplatzangebot nicht nur monetär statt, sondern auch durch die große Mobilität der Arbeitnehmer, die durch eine gemeinsame Sprache und Kultur erleichtert wird. Steigt irgendwo die Arbeitslosigkeit stark, weil eine Industrie niedergeht (z. B. Detroit), ziehen die Leute dorthin, wo es Arbeitsplätze gibt. Dieser Ausgleichsmechanismus begrenzt die vom Staat zu leistende soziale Unterstützung. Anders in Südeuropa: nur sehr wenige finden den Weg nach Nordeuropa, um dort zu arbeiten und die Sozialkassen Griechenlands zu entlasten.
    Wenn es in der EU an einer gemeinsamen Kommunikation mangelt, weil einer den anderen und das in den politischen und wirtschaftlichen Ebenen nicht versteht, so ist es ein Zeichen, dass die EU versagt hat.
    Mit Geld wollen sie allen umherwerfen, sicherlich auch nur weil es nicht ihr eigenes ist, aber sich mal darum zu bemühen dass man sich auf allen Ebenen auch sprachlich verständigen kann, dazu fehlt es ihnen allen an Intersse.
    Jedes Kind erlernt bei uns schon die englische Sprache, aber Personen in bestimmten staatlichen Fachbereichen sind nicht in der Lage sich mit dieser Sprache fachlich zu unterhalten.
    Man hat nicht nur in den wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten die Zeit vertan, aber auch im Bildungswesen sich nicht auf die Anforderungen der Zeit eingestellt.
    HR
  9. #9

    Das verstehe ich nicht?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Troika zur Prüfung der Sparfortschritte in Griechenland kämpft nicht nur mit gigantischen Haushaltslöchern - sondern offenbar auch mit Sprachproblemen. Nach Angaben des SPIEGEL suchen die Kommissare dringend Experten mit Griechisch-Kenntnissen.

    Finanzkrise: Sparkommissare suchen Experten mit Griechisch-Kenntnissen - SPIEGEL ONLINE
    Gibt es etwa in diesem Super-Europa, dieser glorifizierten, uns Bürgern dienenden, uns verwöhnenden, uns so hilfreichen EU Sprachprobleme?

    Wir sind doch alle EU-Bürger, da müssen wir uns doch jederzeit verstehen! Oder?

    Ist das etwa auch so ein Märchen, wie wir schon so viele von "unseren" ungewählten EU-Politikern vernommen haben?

    Irgend wie habe ich den Verdacht, man will hier wirklich ein modernes Babylon errichten - zu Ehren des Götzen EU!
    Und riskiert dabei immer mehr, dass wir alle mit diesem modernenBabylon untergehen!


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