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Kampf gegen Demokratie: Emirate lassen Büro der Adenauer-Stiftung zur schließen

DPAErst Ägypten, jetzt die Vereinigten Arabischen Emirate: Auf Druck der Behörden muss die Konrad-Adenauer-Stiftung ihr Büro in Abu Dhabi schließen. Der Stiftungs-Chef spricht von einem "Alarmzeichen für die demokratische Entwicklung".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...824586,00.html
  1. #60

    Nein

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    ... Und natürlich haben wir das Recht das denen vorzuwerfen, die sich nicht drum kümmern. Und die moralische Verpflichtung, unser Menschenmögliches zu tun.

    Um zum Thema zurückzukommen: haben Sie denn jetzt herausgefunden, was die Konrad-Adenauer-Stiftung so Schreckliches gemacht haben soll? Sie sagen doch, sowas steht in jeder Zeitung?

    Ich habe keine finden können.
    Genau das hatte ich bemängelt. In den Zeitungen steht wenig Erkenntniserhellendes.

    Ob man sich in die inneren Angelegenheiten anderer Kulturen einmischen sollte ohne exakte Kenntnisse wage ich zu bezweifeln. Man könnte ihnen bestenfalls helfen, aber ganz sicher nicht mit Vorschriften.
  2. #61

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Ob man sich in die inneren Angelegenheiten anderer Kulturen einmischen sollte ohne exakte Kenntnisse wage ich zu bezweifeln. Man könnte ihnen bestenfalls helfen, aber ganz sicher nicht mit Vorschriften.
    Und genau da setzen solche Stiftungen ja an. Jemandem einfach nur Vorschriften machen, klappt natürlich nicht, da haben Sie ganz recht.
  3. #62

    Stiftungen sind recht eigenwillig

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Und genau da setzen solche Stiftungen ja an. Jemandem einfach nur Vorschriften machen, klappt natürlich nicht, da haben Sie ganz recht.
    Genau hierum geht es. Wie hat die Adenauer – Stiftung Hilfe definiert ? Ihre Interpretation war doch ganz offensichtlich nicht ganz im Sinne des Staates, sondern etwas wie unzulässige Einmischung in dessen innere Angelegenheiten. Um was es ging ist unbekannt. Aber auf jeden Fall muß sich die Stiftung ziemlich dämlich angestellt haben. Sie hat sich erwischen lassen. Vielleicht sollte sie es erstmal mit Schwarzfahren versuchen.
  4. #63

    .

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Die Fundamentalchrististen behaupten allerdings, daß Humanismus und Aufklärung direkt auf das Christentum zurückzuführen sind, also die Heilige Kirche. Damit wären auch die Menschenrechte diesem Verein zu schulden und das wäre in sich sogar logisch. Andrerseits blanker Unfug.
    So formuliert gebe ich Ihnen Recht und natürlich wurde die Aufklärung ganz klar gegen die Kirche erkämpft, aber ich denke schon dass das Christentum an der Aufklärung nicht ganz "unschuldig" ist.
    Allein durch das Jesuswort "Gebt des Kaisers was des Kaisers ist...." ist eine Trennung zwischen Kirche und Staat aufgezeigt, auch das Menschenbild des Christentums unterscheidet sich von dem andere Religionen.
    Man könnte also (vorsichtig) schon sagen dass der "Samen der Aufklärung" im Christentum begründet ist (ganz im Gegenteil zum Islam, wo ich mir eine Säkularisierung nur schwer vorstellen kann weilö die religiösen Vorraussetzungen fehlen).
    Es gab da auch einen ziemlich guten Artikel in der Wochenzeitung: "Die Zeit" (auch online), leider finde ich ihn nicht mehr.
  5. #64

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Genau hierum geht es. Wie hat die Adenauer – Stiftung Hilfe definiert ? Ihre Interpretation war doch ganz offensichtlich nicht ganz im Sinne des Staates, sondern etwas wie unzulässige Einmischung in dessen innere Angelegenheiten. Um was es ging ist unbekannt. Aber auf jeden Fall muß sich die Stiftung ziemlich dämlich angestellt haben. Sie hat sich erwischen lassen. Vielleicht sollte sie es erstmal mit Schwarzfahren versuchen.
    Woher wissen Sie das? Sie vermuten das doch nur. Wobei hat sie sich erwischen lassen?

    Ich würde jetzt außerdem gerne mal wissen, wo das denn schon früher geschehen ist und das früher mal in der Zeitung gestanden hat.

    Ich hingegen glaube viel eher, und die Einschätzung der Kommentatoren überwiegt in diese Richtung, dass in den besagten beiden Staaten mittlerweile ein rauherer Wind weht und Leute, die die Demokratie vertreten, nicht mehr so willkommen sind.
  6. #65

    die Aufklärung war deutlich gegen die Kirche gerichtet

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    So formuliert gebe ich Ihnen Recht und natürlich wurde die Aufklärung ganz klar gegen die Kirche erkämpft, aber ich denke schon dass das Christentum an der Aufklärung nicht ganz "unschuldig" ist. ...
    Das ist ein ziemlich ausuferndes Thema. Die deutschen Kaiser haben sich jahrhundertelang mit den Päpsten gestritten, wer das Sagen hat, und bis heute haben wir Konstruktionen, nach denen Kirchenvertreter in allen gesellschaftlichen Gremien sitzen. Das hat nicht mal unbedingt mit kirchlicher Ideologie zu tun, sondern mit faktischer Macht, also Einfluß. Daß die Kirche sich für allgemeine Bildung oder Aufklärung eingesetzt hätte wäre mir neu, es lag nicht in ihrem Interesse. Natürlich kamen die großen Philosophen des Humanismus wie Meister Eckart oder Erasmus allesamt aus kirchlichen Kreisen, aber das klag wohl daran, daß die Bildung Eigentum der Kirche war (wie auch das Rechtswesen). Diese Männer waren aber mit dem Wissen des Altertums in Berührung gekommen, und sie dachten keineswegs religiös, sondern philosophisch.

    Ein direkter Vergleich zum Islam ist schwierig, weil diese Religion von Anfang an eine sehr starke Praxisorientierung aufwies, also reine Lebensregeln und Gesetze, wie man sie nur in den ersten Büchern des Alten Testaments findet. Es geht im Koran um Vorschriften, die ein gemeinsames Leben ohne Konflikte ermöglichen sollen, also Gesetze. Eine historische Betrachtung zeigt, daß diese Religion in den Weltgegenden recht unterschiedlich praktiziert wurde und wird. Im osmanischen Reich etwa war eindeutig geklärt, daß der weltliche Herrscher das Sagen hat, die Religion war nachrangig, einer der Gründe, warum Atatürk die konsequente Trennung von Staat und Religion problemlos realisieren konnte.
  7. #66

    Nichts wissen, aber..

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Genau hierum geht es. Wie hat die Adenauer – Stiftung Hilfe definiert ? Ihre Interpretation war doch ganz offensichtlich nicht ganz im Sinne des Staates, sondern etwas wie unzulässige Einmischung in dessen innere Angelegenheiten. Um was es ging ist unbekannt. Aber auf jeden Fall muß sich die Stiftung ziemlich dämlich angestellt haben. Sie hat sich erwischen lassen. Vielleicht sollte sie es erstmal mit Schwarzfahren versuchen.
    In Ihrem Schreiben sehe ich nur eines: Sie wissen nichts, was die Stiftung dort getan hat. Sie haben auch keine Ahnung, was sie überhaupt machen. Das Demokratie nicht im Sinne gewisser Staaten ist - wer wüßte das nicht.
    Einmischung in innere Angelegenheiten? Dann hätte sich kein Staat in Lybien usw. einsetzen dürfen. Das waren alles innere Angelegenheiten. Und die wiederum sehen die Bürger auch ganz unterschiedlich - je nachdem wie sie zum Regime stehen.
    Die Aufgabe der Adenauer Stiftung ist allerdings nicht Einmischung. Sie sollten das da mal lesen. Ich verteidige gar nicht die Stiftung, sondern nur die unglaublichen Ansichten einige Leute.
  8. #67

    Schlagworte und Spekulationen

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Woher wissen Sie das? Sie vermuten das doch nur. Wobei hat sie sich erwischen lassen?
    Ich habe keine Ahnung, und das verschiedentlich klar gesagt.

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Ich würde jetzt außerdem gerne mal wissen, wo das denn schon früher geschehen ist und das früher mal in der Zeitung gestanden hat.
    Ich habe in 49 geschrieben: "Kann man tagtäglich in den Dingern lesen, die Zeitungen heißen." Damit war einfach und leicht verständlich gemeint, daß der Dreschflegel Demokratie und Menschenrechte permanent und dauernd absolut gedankenlos mißbraucht wird. Gerade die etwa Konservativen benutzen es gerne, vor allem bei sehr armen und ungebildeten Völkern, von denen sie keine Ahnung haben, bei den halbwegs zivilisierten Ungarn seltsamerweise nicht. Mir ist das ehrlich gesagt schnuppe, ob die Presse dort von der Regierung gleichgeschaltet wird oder das wie bei uns gleich selber macht.

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Ich hingegen glaube viel eher, und die Einschätzung der Kommentatoren überwiegt in diese Richtung, dass in den besagten beiden Staaten mittlerweile ein rauherer Wind weht und Leute, die die Demokratie vertreten, nicht mehr so willkommen sind.
    Das ist vergeistigtes Gelaber ohne jeden Nutzwert.
  9. #68

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    In Ihrem Schreiben sehe ich nur eines: Sie wissen nichts, was die Stiftung dort getan hat. Sie haben auch keine Ahnung, was sie überhaupt machen. Das Demokratie nicht im Sinne gewisser Staaten ist - wer wüßte das nicht.
    Das ist ja eine wahnsinnig revolutionäre Einsicht. Müssen Sie mal dem Spiegel erzählen.

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Einmischung in innere Angelegenheiten? Dann hätte sich kein Staat in Lybien usw. einsetzen dürfen. Das waren alles innere Angelegenheiten. Und die wiederum sehen die Bürger auch ganz unterschiedlich - je nachdem wie sie zum Regime stehen.
    Die humanitären Luftangriffe in Libyen waren eindeutige Verstöße gegen das Völkerrecht. Vor allem das Einschleusen von Söldnern, Ausbildern, Waffen und Munition. Zeugen wird es wohl keine geben.

    Zitat von Bärchen09 Beitrag anzeigen
    Die Aufgabe der Adenauer Stiftung ist allerdings nicht Einmi-schung. Sie sollten das da mal lesen. Ich verteidige gar nicht die Stiftung, sondern nur die unglaublichen Ansichten einige Leute.
    Dann erzählen Sie mal, was die Brüder für Interessen haben, vermutlich Nächstenliebe. Das wäre etwas detailliert darzulegen. Also keine Floskeln und Schlagworte. Die sind mehr was für Stiftungen. Im Forum hat sich für hochtrabende Worte, die man nicht verstehen kann oder so wie man will, der Begriff „Geschwurbel“ durchgesetzt.


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