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Kampf gegen Computerwürmer: Virenjäger sezieren Sabotage-Software
Stuxnet ist angeblich die erste Software, die zur Sabotage von Industrieanlagen eingesetzt werden kann. Auf einer Konferenz in Vancouver zeigen Forscher nun erstmals, wie der Virus Maschinen manipuliert - und geben neue Hinweise auf das Ziel seiner Attacke.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...720681,00.html
- #60 02.10.2010 09:36 von
- #61 02.10.2010 09:50 von
Darf man Schwätzer sagen?
Ja, Leute die programmieren können, keine Script-Kiddies, weil die benutzen auch nur das was andere (Profis) früher schon rausgefunden haben.
Oiwei, das haben Viren, Trojaner und Rootkits so an sich wenn sie nicht gerade von einem VB-Heini zusammengeschustert werden.
Nicht im Internet, aber im Unternehmensnetz, in dem sich bereits befallene ... Bürocomputer befanden. Sonst wären sie ja wohl nicht über den Print-Spooler erreichbar gewesen.
Ich verneige mich in Ehrfurcht vor so geballter Kompetenz. Klar ist es nicht so einfach, aber was sollen Details wie Keyboard-Hooks, Exports und Ressources wo sich nur 1% der Spiegel-Leser was drunter vorstellen können? - #62 02.10.2010 10:09 von
Was denn?
Sicher, aber früher habe ich mir keinen Kopf gemacht über die Sicherheit, ich musste mit dem Firmenrechner auch nicht ins Internet. Seit neuestem leider schon, weil die Softwareaktualisierung nicht mehr über CD sonder gleich online geht. Ich habe mich dagegen gewehrt, aber ohne Erfolg. Heute wird scheinbar die zusätzliche Rechnerleistung für diverse Schutzprogramme gebraucht. Ist auch wichtig, nachdem wir einmal einen conficker virus im Netzwerk hatten, weil ich mit dem Laptop eine Sicherungskopie vom Server gezogen habe. Leider haben meine Kinder vorher eine DVD unseres Au-pair-Madchen darauf angeguckt. Gut, war jetzt nicht das große Drama, aber wenn 90 % der Kapazität in den Virenschutz geht, dann sind wir auf einem falschen Weg.
- #63 02.10.2010 10:21 von
- #64 02.10.2010 10:31 von
Jetzt bin ich doch mal neugierig
Welche Aktualisierung denn? Die vom Virenscanner? Geht immer noch Offline wenn jemand die Dateien runterlädt und auf CD brennt.
Aber stimmt schon, was waren das für wundervolle Zeiten, wo es kein Netzwerk (nicht das Internet) gab, und jeder seinen eigenen Drucker hatte, und Daten per Diskette ausgetauscht wurden. Himmel hilf! - #65 02.10.2010 11:48 von
ja
Ja eben, was wollten Sie also über Stuxnet sagen?
Natürlich kann man mit einem C-Compiler für das entsprechende System und ein bischen Wissen einen Virus schreiben, aber das sagt nichts über die Schwierigkeit aus, etwas wie Stuxnet zu schaffen.
"Stuxnet kann man nicht so einfach schreiben", ist in diesem Falle das Urteil von echten Experten.
Jedes einzelne Zeichen des Source-Codes ist ganz einfach einzutippen, wenn man eine Tastatur und das Wissen dazu hat und vieleicht einen Hex-Editor. Aber es ist eben doch die konkrete Zusammenstellung dieser trivialen Aktionen, die das ganze so schwierig macht, falls man mir folgen kann. - #66 02.10.2010 18:34 von
Sachlich falsch!
Dürfen Sie als "eingeschränkter Benutzer" einen Treiber installieren --- und sei er signiert?
Nein, natürlich nicht! Schon das hätte nicht passieren dürfen.
Nein --- Es ist ganz klar die Schuld des Betreibers, vgl.:
Das ist aber auch nicht die Schuld von Windows, sondern von Siemens, die diese Umgebung bereitstellen, welche "so bequem" zu programmieren ist. Kann Windows was dafür das es dafür eingesetzt wird?
http://www.heise.de/security/news/fo...19162051/read/
In wieweit der Betreiber irgendeinen Regressanspruch ggue. Siemens haben könnte hängt entzieht sich meiner Kenntnis --- in der Praxis ist ein solcher Regressanspruch wohl auszuschliessen.
Soweit das Produkt nicht geeignet ist, das zu fordernde Schutzprofil sicherzustellen, muss es entsorgt und gegen ein geeignetes Produkt ausgetauscht werden.
Also werfen wir alles weg und switchen zu Linux oder Apple, weil die haben ja die Vertrauenswürdigkeit ... oder etwa auch nicht?
Linux kann im übrigen das geforderte Schutzprofil auch nicht erfüllen. Da müssen Sie schon professionelle Systeme bemühen wie AIX, MVS/zOS (mit RACF) (!), Solaris mit Security Extensions und OpenVMS.
Auf PDP11 laufen immer noch Steuerungen von großen Zerspanungsmaschinen ;->
Vielleicht gar eine PDP 11. Gebaut anno 1970. Aber hey, dafür gibts ganz bestimmt keine Viren! Und auch keinen Virenscanner von Symantec.
PDP11 konnten bis neu 1990 gekauft werden ....(vgl.: http://www.hampage.hu/pdp-11/), für Hardware-Emulation/-Ersatz siehe Strobe Data Inc.
Aber im Enst:
Systeme auf Alphas unter Itannium, als Nachfolger der 11/780, unter OpenVMS absoluter Standard, auch heute noch.
Beispiel aus http://www.openvms.org/: http://www.openvms.org/stories.php?s.../09/30/8017693
BTW: Siemens hat -- in Zusammenarbeit mit Fujitsu ---- selbstverständlich auch SPARC-Systeme als Leitrechner verkauft, damals unter Trusted Solaris. Siemens war das Problem und Risiko BESTENS bekannt!
Warum wurde der Sender kompromittiert???? Obiger Schadensmechanismus ist unabhängig davon strikt zu unterbinden.
HDCP für alle, oder wie? Da freut sich Intel :-)
Obwohl, was interessiert eine kryptografische Sicherung der Kommunikation wenn der Sender und der Empfänger komprommitiert sind?
Ein Kanal ist kryptrografisch zu sichern, um vorzubeugen, dass die übertragenen Nachricht auf dem Weg vom Sender zum Empfänger kompromittiert wird.
klärt HA Sie auf..... - #67 02.10.2010 18:42 von
- #68 03.10.2010 17:52 von
...
Stuxnet kann man schreiben wenn man das nötige Wissen und die nötige Umgebung hat - und die nötige kriminelle Energie.
Den Master-Key der HDCP-Verschlüsselung hat sich auch nicht ein Hiwi mit Grundkenntnissen herausgearbeitet, da hatte einer (oder mehrere) auch Ahnung davon was sie machten.
Die konkrete Zusammenstellung ist strukturiert aufgebaut (grob aus dem symantec-dokument entlehnt):
- wie kommt man ins System
- ist man Admin (dann gehts einfach weiter), sonst nutzt man eine Sicherheitslücke um sich Admin-Rechte zu verschaffen
- man sieht nach auf welchem OS man läuft (64bit fiel da schon mal raus)
- speichtre die Dateien schön versteckt
- erstellte einen Scheduler-Task ... damit startet man Programme ...
- prüfte ob die Siemens-Software installiert ist
- etc ...
Wenn man das Betriebssystem und die API kennt, ist das etwas Arbeit, aber nicht unlösbar. Wie an anderer Stelle schon gesagt, ein Virus der sich auf die LNK-Lücke stürzt gabs schon im November 2008. - #69 06.10.2010 12:28 von
"man" schreibt nicht stuxnet
Sie tun so ab, als ob "man" das mal so eben machen kann. Das ist nicht der Fall, sorry...
Und Sie ignorieren die Komplexität der Zusammenstellung, es geht nicht umsonst. Dabei ist noch nicht einmal eingeschlossen, das spezielle Hardware-Kenntnisse und für die konkrete Funktionsweise konkrete Kenntnisse über den Aufbau von Industrie-Anlagen erforderlich sind, um das zu bauen. Dieser Virus ist kein blinder Fisch, der irgendwo ankommt, es kostet richtig Geld soetwas (für Geld) entwickeln zu lassen.
Mit genug Vitamin B und großem Talent und viel viel Zeit kriegen Sie das vielleicht auch prinzipiell hin, aber dabei ist eine Abschätzung der konkreten nötigen Fachkenntnisse und Kenntnis über den Aufbau von konkreten Anlagen und dem Einfluss bestimmmter Manipulationen noch nicht inbegriffen.
Zudem ist es nicht das Gleiche einen Virus nachzuprogrammieren, als einen zu entwickeln ohne die ganzen Voraus-Kenntnisse. Hier wurde sehr gezielt vorgegangen. Ihre ganzen "kann man" und "mit der/m nötigen" sind alle a) nicht so einfach b) nicht so billig.
Wenn man das alles Insiderwissen geschenkt kriegt, vielleicht noch mit Spezifikation für die ganzen Abläufe, ist es etwas billiger, aber ein funktionierendes Programm der Größe und Komplexität zu bauen ist schon für sich nicht ganz billig, fast egal was es machen soll, und es wird noch schwieriger, wenn man es nicht auf echten Anlagen testen und debuggen kann, welche wiederum teuer wären.
Das Know-How für die Bestandteile gab es schon vorher, der prinzipielle Aufbau erschreckt keinen IT-Menschen wirklich grundsätzlich, aber das alles konkret zusammenzubringen ist weder trivial noch billig, die Entwicklung der funktionsfähigen Software ohne frühzeitig entdeckt zu werden ist mitnichten billig.
Also was sage ich? a) es ist nicht einfach b) es ist (wenn eigenständig entwickelt) teuer, d.h. "man" macht es nicht.
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