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Kampf gegen Betrüger: Steuerfahnder bescheren Staat Plus von vier Milliarden Euro

dapdIm Steuerstreit mit der Schweiz stehen sie im Fokus: Deutsche Steuerfahnder werden aktiv, wenn Bürger Geld am Fiskus vorbeischleusen. In den vergangenen zwei Jahren haben sie dem Staat zusätzliche Einnahmen von knapp vier Milliarden Euro gesichert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...850994,00.html
  1. #1

    Schluß mit der Verharmlosung

    Da wird nur ein wenig "getrickst" und etwas "geschleust". Warum diese verbale Verharmlosung? Steuerhinterziehung ist die asozialste Form des Sozialbetrugs, weil sie ohne Not begangen wird und geeignet ist, den Staat strukturell zu schwächen. Wenn es nach mir ginge, hätten wir da ganz andere Strafen im Katalog - auch bei Selbstanzeige...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Steuerfahnder bescheren Staat Plus von vier Milliarden Euro
    Na dann schnell nach Griechenland damit!
  3. #3

    Sparen an der falschen Stelle....

    Es ist doch nichts Neues, daß an wirklich wichtigen Behörden gespart wird. So etwas fängt bei den Polizeibeamten an und hört bei versierten und professionellen Steuerfahndern auf. Wen wundert es da, daß die wirklichen Steuerprofis schnellstmöglich in die freie Wirtschaft wechseln, um sich da ihre besser bezahlten Brötchen zu verdienen. `

    Der Staat erfindet zwar permanent neue und angeblich effektive Behörden, Gremien oder Pöstchen - aber da, wo es wirklich was bringt, wird die Schere angesetzt. Ganz sicher würde die Finanzbehörde noch weitaus mehr Geld verdienen, wenn der Job des Revisors / Kontrolleurs / Fahnders finanziell attraktiver gemacht werden könnte. Im Gegensatz zu den zusätzlich hereingeholten Milliarden sind die paar Lohnmehrkosten doch nun wirklich 'Peanuts', oder ?
  4. #4

    Spitze des Eisberges

    Und doch ist Steuerhinterziehung immer noch ein Delikt mit einer bescheidenen Aufklärungsquote. Schätzungsweise 500Mrd. Schwarzgeld haben Deutsche im Ausland geparkt, jährlich wird mit Sicherheit das 10fache der genanneten Summe hinterzogen. Herr Steinbrück geht sogar von mehr als 100Mrd nicht gezahlter Steuern im Jahr aus. Es wird dringend Zeit dass unserer Politiker das bashing der sozial schwachen unterlassen und sich den wahren Schädigern unseres Sozialstaates zuwenden.
  5. #5

    Ups, ganz vergessen...

    ... wird eh wieder in ein Schweiz-Bashing ausarten, aber:

    Die 4 Milliarden sind nicht ausschlissslich dadurch zustande gekommen, dass NRW nun ein paar CDs gekauft hätte. Auch innerhalb von .de wird mit den Steuern "gespart" und die Nachzahlungen kommen auch über ertappte Schwarzarbeit etc. rein...
  6. #6

    So sind wir...

    ...wir Deutschen: Über die Griechen lästern und meckern und selbst? Wenn man die mit dem Geld lässt, wie sie wollten, wenn sie könnten, hätten wie hier auch griechische Verhältnisse. Dass sich Schwarz-Gelb damit schwer tut, ihre Stamm-Wähler zu vergraulen, ist doch nur logisch. ;)
  7. #7

    Steueroasen und Untergang Griechenlands.

    Der Wohlstand der Steueroasen und der Untergang Griechenlands sind stark verknüpft.
    Griechische Kapitalisten haben das Land Jahrzehnte ausgebeutet und das Geld in Steueroasen angelegt. Diese Kriminellen sind heute noch in Amt und Würde – dank EU. Es ist davon auszugehen, dass Milliarden an Hilfsgelder immer noch veruntreut werden.

    So habe ich mir die EU nicht vorgestellt. Ich bin daher gegen die Vereinigung krimineller Schuldenstaaten Europas.
  8. #8

    Wettbewerb

    Könnte man nicht bei den lokalen Finanzämtern Art Wettkampf propagieren, in dem derjenige prämert wird, der absolut am meisten Steuern gezahlt hat?
    Zu gewinnen gibt es (neben dem Bewußtsein vorbildlich die Gemeinschaft unterstützt zu haben:) Sachpreise, Orden bis zu der Möglichkeit über die Verwendung eines Teils des Geldes mitzuentscheiden (Etwa: Dieses Müllfahrzeg wurde von Tina Meier finanziert...").
  9. #9

    Was mich immer wieder erschreckt

    Mich erschreckt immer wieder die einseitige und einfältige Sichtweise mancher Zeitgenossen. Die beklagen in bemitleidenswerten Tönen zwar die Handlungsweise bei der Strafverfolgung der Kriminellen, nicht aber die Handlungsweise der kriminellen Steuerhinterzieher. De facto sieht das dann so aus, als wenn der Staat durch den Ankauf von Steuer- CD's kriminell handelt und die kriminellen Steuerhinterzieher die armen verfolgten Würstchen sind. Um es klar zu sagen: Der Staat handelt laut höchstrichterlichen Urteilen nicht rechtswidrig, wenn er Erkenntnisse über kriminelle Taten ankauft, wohl aber die Hinterzieher. Daß dies in so manchen Köpfen umgekehrt gesehen wird, läßt wohl eher auf Eigeninteresse schließen denn auf wohldosiertes Gerechtigkeitsgefühl.








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