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Kampf gegen Assad: Syriens planlose Exil-Opposition

SPIEGEL ONLINESie werden vom Westen unterstützt, wollen Chaos nach einem Machtwechsel in Syrien vermeiden. Doch während die Rebellen in der Heimat ihr Blut gegen das Assad-Regime vergießen, sind die Oppositionellen im Exil völlig zerstritten - und überfordert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859515.html
  1. #1

    Na sowas

    "Wir operieren im Ausland, weil wir keine andere Wahl haben. Die meisten von uns werden vom Assad-Regime mit dem Tode bedroht."

    Und ich lese immer wieder davon, dass die Rebellen angeblich über 90% der Fläche Syriens kontrollieren.

    Da müsste es doch genug Orte geben, um im Verborgenen tagen zu können.
  2. #2

    Freudscher Fehler ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden vom Westen unterstützt, wollen Chaos nach einem Machtwechsel in Syrien vermeiden. Doch während die Rebellen in der Heimat ihr Blut gegen das Assad-Regime vergießen, sind die Oppositionellen im Exil völlig zerstritten - und überfordert.

    Syriens Nationalrat ist mit der Nachfolge von Assad überfordert - SPIEGEL ONLINE
    "Doch während die Rebellen in der Heimat ihr Blut gegen das Assad-Regime vergießen" - in erster Linie "vergießen die Terroristen-Rebellen das Blut Unschuldiger, tragen den Krieg in möglichst viele Städte ! In Aleppo gab es vor dem bewussten Angriff der Rebellenterroristen keinerlei Tote - jetzt aber wird gejammert !
    Die lieben Rebellen wollen ja "Demokratie" - so wie in Tunesien, Libyen, Ägypten usw. - da geht es ja jetzt richtig aufwärts !
  3. #3

    Selbstverstaendlich...

    sind die religioesen Gruppen wie z.B. die Muslimbrueder Schuld daran, das die gemaessigten Kraefte in der syrischen Opposition keinerlei Rolle mehr spielen! Die gemaesigten Kraefte wurden von den Islamisten einfach kaltgestellt! Da diese Islamisten absolut nicht an einer friedlichen Regelung in Syrien interessiert sind! Die haben nur ein Ziel und das ist nach einen Sturz Assads ein sunnitisch-feudalistisches und islamistisches Regime a la SA und Katar zu errichten! Und wenn das erreicht werden sollte, dann haben die sunnitischen Islamisten das naechste Ziel, naehmlich den Sturz der Schiiten im Iran!
    Und sollte das gelingen, dann werden sich diese islamischen Extremisten und Terroristen gegen die wenden, die sie im Moment noch unterstuetzen aus mir nicht begreiflichen Gruenden, wenden und das ist der Westen!!
    Der Westen nimmt also in Kauf, um kurzfristige geopolitische Vorteile im Kalten Krieg zu erlangen, das sich in absehbarer Zeit die von ihn geschaffenen Zoeglinge gegen sich dann richten!! Unbelehrbarer kann man nicht sein, wie das im Moment der Westen ist! Man sollte doch meinen, das Beispiel Afghanistan waere abschreckend genug! Aber nein, der selbe Fehler der viele Mrd. USD kostet und gekostet hat sowie tausende von toten Natosoldaten, macht man in Syrien wieder!! Da kann man nur sagen, lieber Westen selber Schuld an den sich abzeichnenden Katastrophen!!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden vom Westen unterstützt, wollen Chaos nach einem Machtwechsel in Syrien vermeiden. Doch während die Rebellen in der Heimat ihr Blut gegen das Assad-Regime vergießen, sind die Oppositionellen im Exil völlig zerstritten - und überfordert.

    Syriens Nationalrat ist mit der Nachfolge von Assad überfordert - SPIEGEL ONLINE
    Nichts neues in der Geschichte!
    Es gibt Soldaten und es gibt Könige!
    Solange die Idealisten-Soldaten ihr Blut vergießen, zoffen sich ihre zum größten Teil psychisch auffällige politische Führer im Exil beim guten Wein und Whiskey um die zukünftige westliche Aufbaugelder und Ämter.
    Es war schon immer so und wird so bleiben!
  5. #5

    optional

    Es stellt sich doch immer wieder die Frage, wer diese Exilpolitiker legitimiert hat. Ein gleiches Phänomen sind für mich die "Ultras" der deutschen Fußballfanszene, die auch ein Recht einfordern, an Verhandlungen teilnehmen zu dürfen.

    Die Kurzsicht der westlichen Politik, die Einseitigkeit der Berichterstattung, die nach wie vor unklare Ausgangssituation, in der sich Westerwelle und Co. trotzdem beständig äußern zu müssen glauben, das ist an Unappetitlichkeit nicht mehr zu überbieten. Wie es ein syrischer Bekannter einmal formulierte: Bis vor dem Aufstand musste niemand Angst auf der Straße haben wegen Bomben oder Anschlägen. Das ist nun wohl völlig anders, und erinnert fatal an den Irak.
  6. #6

    Davutoglu`s schlechte Politik

    So schnell haben Erdogan-Davutoglu Tandem Assad fallen lassen. Prof. Davutoglu musste voraussehen müssen, dass bei so einer demographischen Verteilung des syrischen Volkes keine einheitliche Opposition für Erhalt der syrischen Staatsstruktur zusammenzukriegen sein konnte. Er hat auf sunnitische Mehrheit gesetzt, muss heute zu sehen nicht mal diese sich untereinander Einig sind. Der Autor der "Strategische Tiefe" hat seinen eigenen Tiefpunkt erreicht.

    Hätte Erdogan weiter an Assad gesetzt, könnte er ihm möglicherweise zu mehr Demokratie in Syrien bewegen. Erdogan hat nicht erkannt, dass brutale Baas-Regime immer noch von Papa Hafiz Assads Weggefährten dominiert wurde und Basar Assad nur ein Bauer auf ein Schachbrett war und immer noch ist. Erdogan hätte Basar zeigen können, wie er die Hardliner aus Papas Zeiten los werden konnte, dies hat Erdogan versäumt weil er sich auf Davutoglus Weitsicht verlassen hat, ohne zu merken wie Kurzsichtig er ist.

    Nun aber hat der Zug den Bahnhof lange verlassen und rass auf einer nicht fertiggestellte Strecke, wenn nicht bald die Schienen gelegt werden, wird Entgleisung des Zuges nicht aufzuhalten sein.

    Erdogan sollte anstatt über einen Krieg nachzudenken, anfangen sich Gedanken zu machen wie er den Zug bevor er entgleist abfangen kann.
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie werden vom Westen unterstützt, wollen Chaos nach einem Machtwechsel in Syrien vermeiden. Doch während die Rebellen in der Heimat ihr Blut gegen das Assad-Regime vergießen, sind die Oppositionellen im Exil völlig zerstritten - und überfordert.

    Syriens Nationalrat ist mit der Nachfolge von Assad überfordert - SPIEGEL ONLINE
    Aber diese Opposition sollte doch die neue legithime syriesche Regierung stellen? Was wird wohl aus Syrien werden wenn Assad weg ist? Diese zerstrittenheit kann man auch in Syrien selbst beobachten was geradewegs in einem Bürgekrieg münden muss.
    Die syrische Bevölkerung war nicht bereit für eine bewaffnete Revolution. Das konnte man schon daran erkennen wie die Revolutionäre nur äusserst begrenzt und tropfenweise den Militärapparat für sich gewinnen konnte. Und das obwohl Syrien zu einem beträchtlichen Teil über eine Milizarmee verfügt.
  8. #8

    Und nochmal

    Der Großteil der "Rebellen" kommen nicht aus Syrien!
    Es sind Söldner. Und sie vergießen ihr Blut für Geld.
    Nicht für Freiheit Menschenrechte oder Demokratie.
    Ich kann mich noch gut an die Bilder aus Libyen erinnern, als die "Turnschuhrebellen" bei NTC ihren Sold einforderten.
  9. #9

    Das Märchen vom Reformer Assad

    Zitat von fuzuli Beitrag anzeigen
    Hätte Erdogan weiter an Assad gesetzt, könnte er ihm möglicherweise zu mehr Demokratie in Syrien bewegen.
    Was reden Sie da? Niemand hat länger an das Märchen vom Reformer Assad geglaubt als Erdogan.

    Noch Monate nach Beginn des von Assad blutig bekämpften Aufstands setzte Erdogan auf Assads Reformfähigkeit und stand dem westlichen Boykott Syriens kritisch gegenüber:

    Erdogan urged Assad to pursue democratic reforms
    Erdoğan urges Assad to announce reforms soon
    Erdogan: Assad is working on reforms in Syria
    Erdoğan: Assad is a good friend, but he delayed reform efforts
    Will Assad-Erdogan love affair last?


    Am 26. Juni 2011 .- die Syrer haben einen türkischen Jet abgeschossen - verliert Assads ehemaliger Busenfreund Erdogan die Geduld:

    Erdogan kündigt Assads baldigen Abgang an
    Syrien: Erdoğan warnt Assad vor Hitlers Schicksal
    Erdogan fordert Sturz von Syriens Diktator Assad

    ....








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