Forum: Blogs
Kaffee-Kartell: Preisabsprachen sollen Verbraucher Milliarden gekostet haben
Die Preisabsprachen von Tchibo, Melitta und Dallmayr waren für Kaffee-Trinker extrem teuer: Nach Berechnungen von Verbraucherschützern haben Kunden fast fünf Milliarden Euro zu viel gezahlt. Die Konzerne nahmen zu den Vorwürfen zunächst nicht Stellung.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...668678,00.html
- #50 23.12.2009 10:36 von
- #51 24.12.2009 13:11 von
Lustiges Kaffeekartell
Die Meldung über die Preisabsprachen bei einer Tasse Kaffee ist schon lustig. Jahrelang zocken die Bohnen-Multis uns Verbraucher ab. Und nun? Nun sollen wir zum 2. Mal dafür bezahlen. Die Strafe des Kartellamtes, so berechtigt (und klein) sie auch ist, geht erneut zu Lasten der Kaffeekäufer. Denn Tchibo & Co. werden die Strafen auf den Kaffeepreis aufschlagen. Also no way. Sinnvoller wäre es, wie auch andere es hier sagen, den beteiligten Managern ein persönliches Bußgeld aufzudrücken. Das täte weh und wäre der beste Schutz vor Wiederholungen.
Außerdem erwarte ich eine offizielle Entschuldigung der beteiligten Unternehmen, denn diese Absprachen taten mir im Geldbeutel zwar nicht wahnsinnig weh, aber ich fühle mich verar... Doch die Veräppelung geht weiter. Ich zitiere aus einer Antwort der Tchibo-PR-Abteilung auf meine Beschwerde über die Preisabsprachen:
"Wir bedauern sehr, dass Sie durch die kürzlich erschienenen Presseberichte zum Kartellamtsverfahren verunsichert wurden und von Tchibo enttäuscht sind.
Die vom Bundeskartellamt erhobenen Vorwürfe treffen so auf uns nicht zu. Seit Jahren sind wir unserem Code of Conduct verpflichtet, einem Verhaltenskodex, der u. a. jegliche Form von Preisabsprachen ausdrücklich untersagt. Dies wurde vom Kartellamt bisher nicht berücksichtigt. Tchibo wird daher gegen den Bescheid Einspruch einlegen. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle versichern, dass unsere Preise ausschließlich auf der besonderen Qualität unserer Kaffees basieren."
Ach so, Tchibo macht so etwas gar nicht, weil sie es sich selbst verboten haben. Ach so, das Kartellamt ist nur zu blöd, den Code of conduct zu lesen - sonst wüssten die Wächter, dass Preisabsprachen bei Tchibo verboten sind und ergo nicht passieren.
Eine wirklich lustige Geschichte, dieser Kaffeeskandal. Ich trinke darauf einen Segafredo (nachdem ich mich vorher versichert habe, dass Segafredo sich nie nicht an Preisabsprachen beteiligen würde. Großes italienisches Ehrenwort!). - #52 03.01.2010 03:12 von
der Kapitalismus funktioniert seit Jahrhunderten
Karl Marx hatte bereits vor fast 150 Jahren versucht das System zu erforschen und zu beschreiben.
https://www.finanzbuchverlag.de/shop...ischen-partei/
die 18 EUR für das Buch kann man sich aber sparen, weil wohl das Copyright längst abgelaufen ist: http://www.mlwerke.de/me/me23/me23_000.htm
Er schreibt da hauptsächlich über Geld, Werte, Löhne, Zinsen, Krisen ... es gibt noch 2 weitere Bände.
Das System läuft seit Jahrhunderten halbwegs stabil, man sollte besser nicht versuchen etwas daran zu ändern. Treuhandchef Rohwedder wollte z.B. das DDR-Eigentum sozialverträglich privatisieren und möglichst viele Arbeitsplätze erhalten ... Er wurde erschossen und eine liebreizende Bankierstochter übernahm den Posten ... - #53 15.01.2010 10:51 von
die Italiener sind auch nicht unbefangen
ganz besonders auffällig bei der Preisgestaltung lässt sich erkennen die Hochpreispolitik der italienischen Kaffeeanbieter,welche sich rein zufällig immer im gleichen ,oberen Segment befinden.
Für den Vollautomat muss man hier zB immer genau ab 15 Euro/Kilo ausgeben,die gleiche Ware kostet in Luxemburg oft unter 5 Euro.Also was soll diese Abzocke?
Die aktuellen Top-Themen



