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Käßmanns Alkoholfahrt: Göring-Eckhardt nennt Verhalten "nicht akzeptabel"
Die Präses der EKD-Synode, Katrin Göring-Eckhardt, hat die Trunkenheitsfahrt von Bischöfin Margot Käßmann kritisiert. Zugleich betonte die Grünen-Politikerin, dass sie deren Arbeit als Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland "außerordentlich" schätze.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...679908,00.html
- #1 23.02.2010 23:38 von
Nun will eine Grünen-Politikerin punkten, ist ja so durchschaubar
- #2 23.02.2010 23:41 von unente
1000x ist nix passiert
Käßmanns Vergehen hat natürlich noch lange nicht die Qualität, die sich viele andere Kirchenvertreter zu Schulden kommen lassen haben.
Wer weiß, wie oft ihre alkoholisierten Fahrten unentdeckt geblieben sind - oder sollte sie tatsächlich so viel Pech gehabt haben, dass die Allererste gleich aufflog - ihr großer Chef die 'schützende Hand' verwehrte? Na wie auch immer, Flebben weg, Bußgeld und am besten auch noch gleich MPU, falls sie den Führerschein wiederhaben will.
Den Posten darf sie meinetwegen behalten, sie steht schließlich keiner wichtigen Organisation vor, sondern nur einer wichtigtuerischen. - #3 23.02.2010 23:47 von
Verurteilen ist immer leicht
Na und? Sie ist ein Mensch mitten im Leben. Und es ist nichts passiert!
Sie wird ihre Strafe zahlen nun 1 Jahr lang Taxi fahren. Dafür darf sie 1 Jahr lang keine Mineralölsteuer zahlen und auch mal ein Glas trinken.
Viel schlimmer ist der Pabst mit seinem verlogenen Zölibat und den sexuell perversen Folgen. Da ist leider was passiert, was nicht mehr gut zu machen ist! - #4 23.02.2010 23:48 von
der aber werfe den ersten stein...
es wäre sehr schade, wenn Frau Käßmann zurücktreten würde. Wir hoffen sehr, dass dies nicht geschieht!
- #5 23.02.2010 23:56 von Antaris
- #6 24.02.2010 02:02 von
kein Kavaliersdelikt
Bei 4 467 Verkehrstoten im Jahr 2008 (Quelle: Statistisches Bundesamt), viele davon verursacht durch Alkohol am Steuer, ist das Ueberfahren einer roten Ampel mit 1,54 Promille kein Kavaliersdelikt. Wer sich in einer so verantwortungsvollen Position befindet, hat eine Vorbildfunktion. Dasselbe gilt fuer Politiker die betrunken Auto fahren und fuer katholische Pastoren die ihre Schutzbefohlenen missbrauchen. So sehr ich ihre Arbeit geschätzt habe - Frau Kässmann hat mit diesem verantwortungslosen Verhalten jedes Vertrauen vertan und sollte zurücktreten.
- #7 24.02.2010 02:14 von
- #8 24.02.2010 03:14 von Tobermory
Keine Bagatelle.
Ich will nicht pharisäerhaft sein, aber 1,5 Promille sind schon beachtlich. Ich habe noch zu Zeiten den Führerschein gemacht, als die Grenzen höher lagen und vielleicht habe ich die auch einmal in den 42 Jahren, seit ich den Führerschein habe, überschritten. Aber seit Jahren hüte ich mich konsequent mich mit zu vielen Promille ans Steuer zu setzen. Das kann fürchterlich enden.
Ich nehme eben ein Taxi, egal was das kostet, trinke (wenn überhaupt) mäßig oder spreche mich mit meiner Frau ab, wer nüchtern bleibt.
Mir ist wirklich schleierhaft, warum solch exponierte Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, zwar einen "Phaeton" fahren (wie Haider), aber offensichtlich im entscheidenden Moment keinen Fahrer haben. Jeder OB hat den. Sonst könnte der doch gar nicht entspannt ein Glas beim Karneval heben.
Es gibt bei einigen Autos, z.B. bei Volvo ein Extra, das verhindert, dass man seinen Wagen überhaupt starten kann, wenn man alkoholisiert ist. Das gibt es auch zum Nachrüsten. Ich fand es befremdlich, dass gleich einige "Experten" u.a. vom ADAC das kritisiert haben. Das sollte in jedem Auto eingebaut sein!
Aber unabhängig davon trägt jeder Verantwortung. Gerade die, die Moralpredigten halten, sollten das wissen. - #9 24.02.2010 05:07 von
Klartext
Es ist richtig und erfreulich, dass mit Katrin Göring-Eckhardt eine leitende Funktionärin der EKD Klartext spricht. Mit über 1,5 Promillen Auto zu fahren ist nicht akzeptabel. Daran ändern die grossen Leistungen von Margot Käßmann und die Belastung, denen sie unterworfen ist, nichts. Unklar ist, was "nicht akzeptabel" für Konsequenzen hat. Darüber hat sich, soweit ersichtlich, Katrin Göring-Eckhardt bislang nicht (öffentlich) geäussert, und dies wohl zu Recht. Im Moment sind weder Rücktrittsforderungen noch Solidaritätsadressen an Margot Käßmann am Platz. Es werden aber ernste und in Ruhe geführte Gespräche - mit Margot Käßmann, innerhalb des EKD-Rates, innerhalb der leitenden Gremien der Hannoverischen Landeskirche - nötig sein.
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