Kämpferin für Berufsanfänger: "Es ist ganz gut, bei mir Praktikant zu sein"

Sie ist die derzeit jüngste Abgeordnete im EU-Parlament und hat ein großes Ziel: die gesetzliche Regelung für Praktikumsplätze. Dafür verweist die Dänin Emilie Turunen im SPIEGEL-ONLINE-Interview*auch auf die guten Bedingungen in ihrer Heimat. Sie fordert: Mehr Rechte für die Knechte.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...721105,00.html
  1. #10

    Praktika sind nicht erforderlich

    Praktika sind absolut sinnlos und nicht erforderlich und sollten ganz abgeschafft werden. In jedem Beruf gibt es eine Einfuehrungsphase von 3-6 Monaten die nach abgeschlossenem Studium in einem Fachbereich durchaus ausreichen sollte, um einen Einblick in den Beruf zu bekommen. Wozu also ein Praktikum? Ohne Geld zu verdienen arbeiten? Finde ich ganz schoen dreist von den Firmen, die nicht eimal 500 Euro im Monat zahlen.
    Praktika sind in vielen Laendern auch gar nicht ueblich, in Australien zum Beispiel wissen die meisten gar nicht was das ist. Man koennte eine Art Praktikum in den Studienplan integrieren, aber nach einem sollte dann auch Schluss sein. Nach dem Studium ein Praktikum zu absolvieren ist nicht in Ordnung, da gebe ich der jungen Daenin recht! Wozu ist man ausgebildet, wenn man unbezahlt arbeiten soll?
  2. #11

    ?

    Zitat von wirg Beitrag anzeigen
    Die ganze Sache lässt sich auch ohne EU-Verordnung regeln. Wer einen unbezahlten Praktikantenjob annimmt ist selber schuld. So lange es noch Studenten gibt, die dies tun, wird sich nichts ändern.
    Einen adäquat bezahlten Praktikumsplatz findet man mit ein wenig Mehraufwand auch...
    Zeigen sie mir bitte die Firma oder den Betrieb, der so einen Platz bietet.
  3. #12

    So?

    Einen adäquat bezahlten Praktikumsplatz findet man nicht so leicht, denn dafür steht man nicht selbst Schlange, sondern dutzende andere auch!! Und was verstehen Sie unter adäquat? Wenn 500 €/Monat für Sie adäquat ist, dann mag das sein, dass man so etwas mit ein wenig Mehraufwand findet, aber damit kommt man kaum in einer Großstadt über die Runden...
  4. #13

    @brux und @fleur_bleue

    klaaaar, ist ja so toll was die in ihren ausschüssen machen.

    Herrgottnochmal ich habe selbst schon in dem EP und der EKOM gearbeitet - man arbeitet sehr viele Stunden am Tag und diese Stunden enthalten seeeehr viele Kaffee- und Lunchpausen als auch schicke (vom Steuerzahler bezahlte) Empfänge und Dinner, bei denen der Filz nur noch größer wird!

    Wirklich gut, dass niemand in den Mitgliedstaaten weiß, wie es hier wirklich aussieht - und Brüssel setzt alles daran, dass es genauso bleibt!!!
  5. #14

    Gefunden!

    Zitat von Gande Beitrag anzeigen
    Zeigen sie mir bitte die Firma oder den Betrieb, der so einen Platz bietet.
    Einen bezahlten oder unbezahlten?

    Also was ich manchmal Freunden empfehle, wenn nur wenig Geld angeboten wird: "Geh hin zum Gespräch. Versuche heraus zu bekommen, für was die wen brauchen. Was ist Pflicht, mit was kannst du sie begeistern? Willst du das machen? Wenn ja, erzähle ohne Gram, warum du der/die richtige bist. Wenn es um das Geld geht, fordere so viel, wie du für angemessen hältst und unterstreiche noch mal, wie viel es eigentlich kostet, wenn sie jemanden nehmen, der weniger qualifiziert ist als du."

    So bekommst du den Platz, bekommst dein Geld und tust gleichzeitig etwas für die Gesellschaft.

    Wer als Bittsteller hingeht und sich kostenlos oder zum niedrigen Preis anbietet, braucht sich nicht aufregen sondern gehört eher noch bestraft dafür.

    Und wer jetzt sagt: Geht nicht! - der/die hat es noch nicht ausprobiert.
  6. #15

    .

    Zitat von Gande Beitrag anzeigen
    Zeigen sie mir bitte die Firma oder den Betrieb, der so einen Platz bietet.
    Ich hatte seinerzeit zwei Pflichtpraktika während des Studiums absolviert. Da gab es zwischen 700-800 €, sowie einer Unterstützung für die Wohnung. Damit kam ich im (nicht gerade billigen Bonn) gut zurecht.
    Ich weiß nicht welche finanziellen Ambitionen Sie als Student hegen, aber das ist weit mehr, als man mit Aushilfs- oder Studentenjobs verdient.
    Ein Praktikum nach dem Studienabschluss sollte ohnehin nicht zur Debatte stehen. Anbieter solcher Praktika sind schlichtweg unseriös. Nur so lange es immer noch Leute gibt die sich auf solche Stellen bewerben, wird sich an dem Angebot auch nichts ändern.
  7. #16

    Sinn von Praktika

    @temporärer_brüsseler: Stimmt, in den Ausschusssitzungen wird zu Beginn Kaffee bzw. Tee serviert und es gibt kleine Mineralwasserflaschen am Platz. "Kaffeepausen" bzw. eine Unterbrechung der Sitzung habe ich allerdings in über einem Jahr genau einmal erlebt, als 30 Minuten später ein externer Gast kommen sollte und die vorhergehenden Tagesordnungspunkte bereits fertig diskutiert worden waren. Das ist somit die Ausnahme.

    Und es mag ja sein, dass einige Abgeordnete nur minimal arbeiten, aber alle die, die ich kenne, haben kaum Zeit zum Mittagessen, denn die Arbeit beschränkt sich ja nicht auf die Ausschusssitzungen. Zudem muss die gesamte Wahlkreisarbeit am Wochenende laufen. "Brussels-bashing" ist da wirklich unangebracht...

    Zum Thema unbezahlte Praktika: Arbeitslos zu sein und Hartz IV zu beziehen kommt im Lebenslauf leider auch nicht besonders gut an - dann doch lieber ein Praktikum, was zumindest sich sinnvoll "verkaufen" lässt...
    Ansonsten machen Praktika während des Studiums schon Sinn, weil man so überprüfen kann, ob die eingeschlagene Richtung einem wirklich gefällt, ob man an dem Job so viel Spaß hat, dass man ihn jahrelang ausüben möchte. Meine beruflichen Pläne wurden durch sehr durch solche Praktika geprägt.