REUTERSAufständische haben in Aleppo ein symbolträchtiges Ziel angegriffen: das Gebäude des Staatsfernsehens. Regierungstruppen wehrten den Angriff ab. Doch das syrische Regime hat große Probleme, sich weiter zu finanzieren. Russland prüft direkte Hilfen - und zieht damit Zorn auf sich.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...848210,00.html
Was Sie als "Demagogie" denunzieren, ist geltendes Völkerrecht.
Und das einzige, was der Forist bedauert, ist der Umstand, dass das geltende Völkerrecht zwischen Nothilfe und Mord unterscheidet. Das passt ihm nicht in seinen ideologischen Kram, "den Westen" als das Reich des Bösen darzustellen.
Das waren Planspiele unter der Bush-Regierung.
Damit ignorieren Sie völlig die chronologischen Ereignisse. Wo ging das denn los? In Tunesien, einem völlig beutungslosen Land. Und dann griff es auf Ägypten über, wo die USA ihren treuesten Verbündeten in der islamischen Welt verloren. Gehörte das auch zum Plan? Wohl kaum. Wäre der "arabische Frühling" zuerst in Libyen und dann in Syrien ausgebrochen und sonst nirgendwo, könnte man tatsächlich solche Vermutungen anstellen.
Aber wie sah denn die Realität aus? Die Ereignisse haben die westlichen Politiker völlig überrascht. Erinnern Sie sich an den Zusammenbruch des Ostblocks? Da griffen die Demonstrationen von einem Land auf das andere über. Was im Moment passiert, ist ähnlich, nur das es hier mit Gewalt von statten geht.
Was allerdings nicht beinhaltet hat direkte Militaerhilfe an eine der kriegsfuehrenden Parteien zu leisten ;-)
Das war ein klarer Bruch/Umdeutung der Resolution und auch der Grund warum die Russn dem Westen langsam ueberhaupt nicht mehr trauen. Unser Wort ist einfach nicht viel Wert. Die Russen beteuern heute immer noch sie haben zu nichts ausser einer Flugverbotszone und einem sehr vage definierten Schutz der Zivilbevoelkerung ihr Zustimmung gegeben. Der Westen hat das Ganze dann in einen Kriegseintritt auf Seiten der Rebellen umgedeutelt. Ich will damit nicht sagen dass Gaddafhi nicht haette gestuerzt werden sollen aber verlaessliche Partner machen so etwas einfach nicht, durch einen plumpen Trick ihre Interessen durchzusetzen....
Ohne Betrachtung des Kontextes und Geschichte des Konfliktes würde ich ihnen fast zustimmen, aber leider darf man solche Konflikte nicht so losgelöst beurteilen:
Beantworten sie mir folgende Fragen um zur Selbsterkenntnis zu gelangen:
*Was würden Sie tun, wenn unsere Regierung auf eine friedliche Demonstration mit scharfer Munition schießt?
*Erstrecht, falls die Regierung eine Diktatur wäre und nicht demokratisch gewählt wurde?
*Was würden Sie tun, wenn ganze Stadtviertel mit Kampfhubschraubern, Panzern und Artillerie buchstäblich dem Boden gleich gemacht werden?
Ich kann die Opposition verstehen, dass sie auch zu den Waffen greift. Außerdem hat die Opposition keine andere Wahl, als aus dem Hinterhalt anzugreifen und unkonventionell, d.h. auch auf terroristische Art und Weise zu kämpfen. Andererseits was macht die syrische Armee kategorisch anders, wenn sie mit einem Kampfhubschrauber aus mehreren km Entfernung über einem Stadtviertel schwebend, unerreichbar, unbesiegbar, die Opposition bekämpft? Es ist nahezu unmöglich solch einen Hubschrauber ohne professionelle Waffen und Ausbildung abzuschießen. Daher, um den Kampf zu gewinnen, bleibt der Opposition nichts anderes übrig, guerilla-mäßig zu kämpfen. Es ist die einzig verbliebene Möglichkeit nicht zu verlieren und zu verlieren würde für jeden Oppositionellen und seine Familie den Tod bedeuten.
Der Konflikt ist so stark eskaliert, dass die Opposition mit "guten" Mitteln nicht mehr gewinnen kann. Assads militärisches Vorgehen zwang die Opposition dazu auch Gewalt (und zwar auch in der härtesten Gangart) zu verwenden. Kann man der Opposition nun wirklich vorwerfen Gewalt anzuwenden? Ich finde es handelt sich größtenteils um Notwehr.
Kriegsverbrechen bleiben natürlich immer Kriegsverbrechen und diejenigen mögen in Den Haag verurteilt werden.
ich brauche keine UN um für mich festzustellen das jeder Mensch der durch eine Waffe (Bombe) stirbt ermordet wurde. Dafür brauche ich nur meinen Verstand. Nimmt man die Anzahl der Bomben die in Lybien geschossen wurden so ist das schon ein Massenmord. Ich bin klar gegen jeden Mord, ob an Soldaten oder Zivilisten ich bin gegen das Töten von Menschen und niemand kann mir einreden das wenn genug Menschen für das Töten bestimmter Menschen sind dies dann Legitim sei. Das halte ich für sehr Fragwürdig.
dieser Meinung können Sie gern sein. Aber berufen Sie sich dabei bitte nicht auf das Kriegsvölkerrecht, denn danach ist ein Fernsehsender selbstverständlich ein ziviles Objekt und darf nicht von militärischen Verbänden angegriffen werden. Aber ich weiß natürlich, daß vielen Kräften das Kriegsvölkerrecht viel zu kompliziert ist und nur stört.