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Kabul: Sicherheitskräfte schlagen Taliban-Offensive nieder

APDie Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul bleibt angespannt. Bis zum frühen Morgen lieferten sich Sicherheitskräfte immer neue Gefechte mit den Taliban. Inzwischen sollen die Kämpfe beendet sein - es bleibt die Furcht vor der Macht der Extremisten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827690,00.html
  1. #10

    Zitat von robert.haube Beitrag anzeigen
    Da nach Einschätzung von Scholl-Latour nach einem Abzug der Amerikaner deren Marionette Karzai keine 24 Stunden überleben wird, sollten Grüne und SPD auch diesen Herrn gleich mitbringen.
    Zweifellos bleibt er dort nicht, wie auch zehntausende, die kollaboriert haben.
    In Russland gibt es bis jetzt sehr viele Afghanen, die mit Sowjettruppen das Land verliessen. Und der fruehere Premierminister Babrak Karmal starb Anfang 2000 in seiner Villa im Gebiet Moskau.
  2. #11

    Man sollte schon Gedanken machen, was mit der Machtuebernahme durch die Taliban geschieht.
    Fuer Russland eregebn sich zwei Folgen:
    der Narkotraffic wird verschwinden (die Talibans lehnen die Drogen kategorisch ab und sind da nicht zimperlich).
    es ist schade, dass die Amis wegziehen, sonst waren ihre Haende einigermassen gebunden.

    Also mal abwarten.
  3. #12

    Zitat von seine_unermesslichkeit Beitrag anzeigen
    Mich würde ja mal interessieren, wieviel Talibs von deutschen Soldaten im Gefecht schon getötet wurden. Aber diese Zahl wird geheim gehalten. Es wird sogar geheim gehalten, warum das geheim gehalten wird. Ich glaube, es gibt gar keine Deutschen Truppen in Afghanistan, so wie Bielefeld nicht existiert!
    Mir ist nur ein Gefecht aus dem November 2009 bekannt, in dem Tle des FschJgBtl 313 im Gefecht 20 Aufständische getötet haben. Insgesamt dürfte sich die Zahl im hohen dreistelligen Bereich befinden. Diese relativ niedrige Zahl ist allerdings ausschließlich den hohen politisch auferlegten Barrieren zuzurechnen, die Bw darf eben nicht operieren wie andere Armeen, z.B. aus Norwegen oder Dänemark
  4. #13

    Sofort raus aus Afghanistan

    Es ist schon äußerst besorgniserregend, dass es der Taliban trotz der Anwesenheit der Supermacht USA und ihrer Verbündeten gelungen ist, die afghanische Hauptstadt 18 Std. lang in Atem zu halten.
    Der einstige Grund für die Afghanistan-Mission war sicherlich ein honoriger, befand sich dort doch das Zentrum der Aggession gegen die USA und andere westliche Staaten. Allerdings muss man jetzt im Rückblick feststellen, dass trotz des massiven Einsatzes von miltärischen und finanziellen Mitteln nicht viel erreicht wurde. Die Taliban sind nach wie vor stark genug, das Land zu terrorisieren. Sobald die ausländischen Truppen abziehen, werden deshalb auch die Tage des Herrn Karzay gezählt sein, der sich besser heute als morgen um ein Asyl bemühen sollte.
    In Anbetracht dieser Umstände sollte man schleunigst alle Truppen abziehen. Es gibt meines Erachtens keinerlei Rechtfertigung mehr dafür, weiterhin das Leben unserer Soldaten und Entwicklungshelfer auf's Spiel zu setzen und Steuergelder zum Fenster hinauszuwerfen.
    Eine verantwortungsvolle Regierung kann nur zu einem Schluss kommen: Raus aus Afghanistan und zwar sofort.
  5. #14

    Die effektivste und unblutigste Methode der Terrorbekämpfung stellt für mich die finanzielle Austrocknung dar. Ein Terroristenführer bzw. ein ganzes Terroristennetzwerk ist ohne Finanzierung sofort handlungsunfähig. Wenn das Einkommen fehlt hilft auch der Glaube nicht mehr, die Untergebenen werden sich verabschieden. Waffenkäufe etc. sind dann auch nicht mehr möglich.
    Die UN könnte feststellen welche Personen (und direkten Terrorunterstützer) betroffen sind und per Beschluss deren Konten sperren oder enteignen.
    Ist deutlich effektiver als Krieg spielen und kostet auch nichts, im Gegenteil.
  6. #15

    Das glaube ich eher nicht

    Zitat von yulianovo Beitrag anzeigen
    Man sollte schon Gedanken machen, was mit der Machtuebernahme durch die Taliban geschieht.
    Fuer Russland eregebn sich zwei Folgen:
    der Narkotraffic wird verschwinden (die Talibans lehnen die Drogen kategorisch ab und sind da nicht zimperlich).
    es ist schade, dass die Amis wegziehen, sonst waren ihre Haende einigermassen gebunden.

    Also mal abwarten.
    Ich glaube nicht, dass eine erneute Machtübernahme durch die Taliban den Drogenhandel eliminieren wird. Eher das Gegenteil wird der Fall sein. Auch wenn sie kategorisch gegen Drogen sein sollten, so heißt das nicht, dass man den Handel generell unterbindet, denn nach dem dort vorherrschenden Verständnis ist alles, das den Ungläubigen schadet, legitim. Und genau das wird meiner Einschätzung nach passieren. Dass nach der Machtübernahme durch die Taliban, die ich nach einem allgemeinen Truppenabzug für sehr wahrscheinlich halte, viele zaghafte Reformen wieder umgekehrt werden, steht für mich fest. Das Land wird wieder ins Mittelalter abgleiten, allerdings ausgestattet mit modernen Waffen. Keine guten Aussichten!
  7. #16

    ...

    Zitat von dendrocopos Beitrag anzeigen
    Mir ist nur ein Gefecht aus dem November 2009 bekannt, in dem Tle des FschJgBtl 313 im Gefecht 20 Aufständische getötet haben. Insgesamt dürfte sich die Zahl im hohen dreistelligen Bereich befinden. Diese relativ niedrige Zahl ist allerdings ausschließlich den hohen politisch auferlegten Barrieren zuzurechnen, die Bw darf eben nicht operieren wie andere Armeen, z.B. aus Norwegen oder Dänemark
    Danke! Wissen Sie zufällig auch, ob aus der Panzerhaubitze PzH 2000 in Kundus schon mal auf Talibs gefeuert wurde? Das Ding steht doch mitten im Feldlager. Film- und Tonaufnahmen von der feuernden Haubitze durch Reporter von ARD oder ZDF wären also gefahrlos möglich. Aber im Deutschen Fernsehen war da noch nie was von zu sehen.
    Überhaupt habe ich noch nie das Mündungsfeuer irgend einer deutschen Waffe in Afghanistan in der Tagesschau gesehen.
    Ich weiß mir da wirklich nicht zu helfen, aber wenn ich Bundeswehr in Aghanistan höre, dann verstehe ich meist Bielefeld!
  8. #17

    Zitat von perkmann Beitrag anzeigen
    Diese Billionen, friedlich genutzt, hätten anderen Völkern wirkliche Hilfe gebracht, in Afghanistan haben sie nur Hass und Chaos hinterlassen.
    Woran machen sie das fest? Daran das eine Selbstmordkommandotruppe der Taliban in Kabul einen Sammelanschlag verübt?
    Daraus leiten sie ernsthaft ab, dass die westlichen Truppen "in Afghanistan nur Hass und Chaos hinterlassen"?
  9. #18

    Inszenierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lage in der afghanischen Hauptstadt Kabul bleibt an
    Es ist eine Inszenierung des Machtpokers. Die absolut notwendigen
    Verhandlungen mit den Taliban über die Zeit nach dem Abzug
    wurden aufgrund des Verhaltens der USA wieder abgebrochen.
    Aber ohne Einbindung der Taliban wird es keine Zukunft für AFG
    geben.
    Was jetzt passiert ist, ist doch lediglich der Weckruf: Wir sind noch
    da. Dass diese Attacke militärisch wertlos war, weiß doch jeder.
    Auch wenn es viele nicht wahr haben wollen, das ganze erinnert an
    Vietnam. Auch dort haben der Einsatz von über 500.000 GIs und
    massivste Flächenbombardements nichts gebracht gegen Vietcong,
    die sich in Höhlensystemen bis weit nach Süd-Vietnam vorgegraben
    haben und die einen gewissen Rückhalt in der Bevölkerung hatten.
    Auch die haben in Saigon und anderen Städten durch Attentate
    ihre Präsenz gezeigt.
    Wenn die westlichen Truppen abgezogen sind, wird des der ANA
    so gehen wie ehemals der ARVN.
    Dieser Kriegseinsatz war und ist Volksverdummung. Ein Kriegsminister
    Struck, der Deutschland am Hindukusch verteidigen wollte. Gegen
    wen?
    Aber nach zehn mehr oder minder erfolglosen Jahren und ca. 20
    Mrd. deutscher Kosten und ca. 1 Billion Rachefeldzugkosten der
    Amerikaner und tausenden toten und verletzten Soldaten wie
    ungezählten zivilen Opfern dreht sich das Blatt auch in den USA.
    Wir Deutschen sind ja beständig mit ca. 70 % seit Jahren gegen
    diesen unsinnigen Krieg.
    Aber die Regierenden wollen davon nichts wissen. Dabei wird nach
    2014 der Reset-Knopf gedrückt und die Taliban und/oder Warlords
    werden die Macht wieder übernehmen. Und nicht nur PSL gibt Karzai
    nur eine kurze Überlebensfrist. Wenn man auf deutscher Seite konse-
    quent handeln will, dann muss man tausende Afghanen beim Abzug
    mitnehmen. Offenbar ein weiterer Punkt, der bei diesem unsinnigen
    Vasalleneinsatz nicht bedacht wurde.
    Dieses Land mit seinen Steinzeitstrukturen will nicht verwestlicht
    und demokratisiert werden. Jeder weiß es, nur Angie nicht.

    Absolut lesenswert:
    DER SPIEGEL*36/2011 - Ein deutscher Krieg

    Hier ein Auszug:

    Im Kabinett wird schon über den nächsten Einsatz, Isaf, gesprochen, obwohl der erste, OEF, noch gar nicht vom Bundestag beschlossen ist. Schröder sagt zu Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul und Joschka Fischer, sie sollten vor der Presse klarmachen, wie es um die Lage der Menschen in Afghanistan stehe. Schily warnt: Man solle nicht so tun, als seien die bewaffneten Auseinandersetzungen schon vorbei.
    Jetzt mischt sich Sachpolitik mit Parteipolitik. Die Regierungsspitze registriert: Ein Überbau muss her, eine Erzählung. Sie handelt von einem geschundenen Land am Hindukusch, dem geholfen werden muss, einem Land, in dem Frauen unterdrückt werden und Demokratie nicht stattfindet. Es ist eine sehr deutsche Erzählung, aus der ein sehr deutsches Projekt wird. "Wir sind bereit, zum Wiederaufbau des Landes nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg und Zerstörung beizutragen, zu einem neuen Afghanistan", lautet Fischers Maxime.
    Was sich so gut und helfend anhört, ist die Selbstüberforderung. Zuerst redet die Regierung sich in einen Krieg hinein, dann beginnt sie, sich in eine unmögliche Mission von Wiederaufbau und Friedenssicherung hineinzureden.
  10. #19

    Zitat von yulianovo Beitrag anzeigen
    Man sollte schon Gedanken machen, was mit der Machtuebernahme durch die Taliban geschieht.
    Fuer Russland eregebn sich zwei Folgen:
    der Narkotraffic wird verschwinden (die Talibans lehnen die Drogen kategorisch ab und sind da nicht zimperlich).
    es ist schade, dass die Amis wegziehen, sonst waren ihre Haende einigermassen gebunden.

    Also mal abwarten.
    Die Taliban werden die Macht in Afghanistan nicht wieder übernehmen. Genau so wenig wie im Irak.

    Die Afghanen haben diesen Angriff selber niederschlagen können, es gelingt also die staatliche Macht zu stabilisieren.

    Das dies gewissen Kreisen in Deutschland nicht passt, ist schon klar. Deren Sympathien für Terroristen hängt wohl mit der eigenen Vergangenheit zusammen.








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