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Kabelprojekt "Nord.Link": Die Nordsee-Stromautobahn kommt
DPAStromnetze aller Länder, vereinigt euch! Ein 1400-Megawatt-Kabel wird ab dem Jahr 2018 Deutschland und Norwegen verbinden. Beide Staaten haben sich auf das Milliardenprojekt geeinigt. Es soll Wasserkraftwerke im hohen Norden zum Zwischenspeicher für deutschen Solar- und Windstrom machen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...840229,00.html
- #1 21.06.2012 16:19 von
Will nur mal anmerken, dass 1,4GW bei von der Bundesregierung geplanten 20GW Windleistung Offshore kaum mehr als ein Tropfen auf einen heißen Stein sind. Derzeit sind auch erheblich mehr als 20GW an Solarstrom installiert.
Wenn man so weit ist da Energie drüber laufen zu lassen, muss man erheblich mehr Leitungsinfrastruktur schaffen um da nennenswerte Effekte zu erwirken.
Auch nur mal so als vergleich, das größte Deutsche Pumpspeicherkraftwerk kann 1,2GW abgeben, für etwa 6 Stunden. - #2 21.06.2012 16:20 von
Wirkungsgrad
Die Behauptung, Pumpspeicherkraftwerke haben einen "geringeren" Wirkungsgrad, als anderer Technologien (Randtext) ist zumindest missverständlich.
Sie taugen ausschließlich zur Energiespeicherung. Der Strom, den sie zum Hinaufpumpen von Wasser in ihren Speicher verwenden, muss erst woanders erzeugt werden und mit Leitungsverlusten transportiert werden. Bei der Erzeugung von Strom aus dieser, im Wasser gespeicherten Energie treten wiederum Verluste auf. D.h. die Pumpspeicherkraftwerke selbst haben einen negativen Wirkungsgrad. Beim Weitertransport dieses Stroms zum Verbraucher treten ebenfalls Verluste auf.
Interessant wäre letztlich eine Gesamtbilanz. Wieviel von dem durch Wind- und Sonnenenergie erzeugten Strom kommt nach Durchlauf dieser verschiedenen Stationen beim Verbraucher an? Das wäre der relevante Gesamtwirkungsgrad. - #3 21.06.2012 16:28 von
Na endlich! Wie viele Jahre lag das Projekt schon auf Eis?
- #4 21.06.2012 16:58 von
- #5 21.06.2012 17:05 von
Wer bezahlt den Schwindel!
Der Stromkunde. Gezwungenermaßen!
Der hat nämlich, wie unsere intelligente Bundeskanzlerin genau weiß, keine Alternative. - #6 21.06.2012 17:09 von
Nord.Sink
Ich frag mich nur wo die Pumpspeicherkraftwerke in Norwegen sein sollen? Die gibt es nämlich nicht. Dort gibt es Speicherkraftwerke, die wohlgemerkt KEINE Pumpspeicherkraftwerke sind. Wollte man diese Speicherkraftwerke aufrüsten ergäben sich a) neue Kosten und b) technische Probleme. Beispielsweise nutzen die Norweger die vorhandenen Speicherkapazitäten schon fast komplett für ihre eigene Versorgung. Dann gibt es da noch die Problematik, dass die Seen im Winter zufrieren können und da mit Salz- und Süßwasser gepumpt wird.
Technisch machbar? - Ja, aber sinnvoll? - #7 21.06.2012 17:10 von
Na ja!
In N. gibt es fast keine Pumpwasserkraftwerke, weil das Wasser in Flüsse oder Fjorde abgeleitet wird. Sie können aber „geschenkten“ und bei uns hoch subventionierten Zufallsstrom verbrauchen und so lange kein Wasser aus ihren Stauseen herunter fließen lassen, wenn diese noch nicht voll sind.
Außerdem haben sie in N. keinen Wasserkraftstrom übrig, denn sie bauen zum Beispiel für ca. 250000 Einwohner ein neues Gaskraftwerk in Möre og Romsdal mit 500MW Leistung. (2 kW pro Einwohner. Mal auf D. hochrechnen.)
Entscheidend sind 2 Aspekte:
1. Wird nur geschenkter Strom angenommen und wie teuer ist der zurück gelieferte Strom?
2. Wird auch Strom in einem harten Winter in Norwegen sicher geliefert, wenn deren Bevölkerung den Strom zum Heizen braucht, deren Kraftwerke am Limit sind und bei uns der Wind und die Sonne fehlen?
So der so: Die Investitionskosten, den Betrieb und den Gewinn des Unternehmens bezahlt nur der kleine Stromverbraucher in Deutschland.
Es wird teuer!
Den norwegischen Verbraucher interessiert es im Regelfall nicht, woher ihr Strom kommt. Sie benutzen auf dem Papier nur noch 46% Strom aus Wasserkraft. Der Strom aus Wasserkraft wird teuer exportiert und der billige Strom aus Kernkraftwerken und Kohlekraftwerken wird importiert. - #8 21.06.2012 17:10 von
Was heisst denn
Wutbuerger auf Norwegisch? Woetboergeren?
- #9 21.06.2012 17:11 von
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