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Justizskandal im Fall Rudi Rupp: Polizeivideos belegen Manipulation der Aussagen
Polizei2001 kommt der Bauer Rudi Rupp ums Leben. Zwei Töchter, Ehefrau und Schwiegersohn gestehen, ihn getötet und zerstückelt zu haben. Fünf Jahre später wird sein Leichnam aus der Donau geborgen. SPIEGEL TV zeigt nun exklusiv, wie es zu den falschen Geständnissen kommen konnte.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...822276,00.html
- #30 19.03.2012 19:54 von
Etwas stimmt mit unser Poilzeisystem nicht.
Dass die Familie einen Intelligenzquotienten zwischen 50 und 70 aufzeigt erklärt die widersprüchliche Aussagen, aber waren damals keine Psychologen beteiligt? Hat niemand die Familie begutachtet? Nun wahrscheinlich wollte die Polizei ganz schnell einen Schuldigen um die Akte zu schließen, schließlich hat die Polizei besseres zu tun um als V-Mann bei der Nazis unterzutauchen. Aber der Schrotthändler der angeblich das Auto verschrottet hat muss doch etwas Intellekt besessen haben und wenn er heute behauptet dass man ihm die Waffe an die Schläfer gesetzt hat, würde ich ihn ohne zweifel glauben, denn alles was in der letzte Jahren in unsere Polizeisystem passiert ist unglaublich ungereimt.
- #31 19.03.2012 19:54 von
Eben ein volkommenes System.
Schande über was? Außer Rudi Rupp gibt es doch offiziell keine Opfer!
Die Familie allesamt gilt immer noch als schuldig und wurde zwar Frei-, jedoch NICHT UNSCHULDIG gesprochen! Mit der Begründung, dass die Tat jetzt nicht mehr genau rekonstruirt werden kann. Der Mord gilt immer noch als bewiesen, auch wenn die neuen Indizien etwas, sagen wir mal, weniger fest(so wie der Leichnam von Rudi) sind. So gilt als Hauptbeweiss für den Mord, dass sich der Leichnam vom "Mordopfer" auf der Beifahrerseite im Auto befunden hat. Bis jetzt galt sowas als absolut unfälschbar!
Ich kenne auch Fälle aus dem Bekanntenkreis, wo Polizeibeamte einen Betrunkenen erstmal in den Wald abtransportierten, um ihren Frust mit den Stöcken abzuarbeiten(ist ja auch ein schwerer Job, mit den ganzen Ausländern!). Damit ist es eben ein komplettes System, welches intern ungern auf jemandem mit dem Finger zeigt, da alle irgendwie davon leben und alle etwas von anderen wissen.
Im übrigen ist das Verhalten des Staatsanwalts und Richters nicht mehr inkompetent, wie viele hier schreiben, sondern verbrecherisch. Da wurde nicht falsch ermittelt, da wurde ein Fall konstruiert und das ist schon lange nicht mehr rechtsstaatlich! - #32 19.03.2012 19:55 von
Was...
...da über die Vernehmungsmethoden der Polizei zu lesen ist, erinnert fatal an die Berichte aus Hohenschönhausen.
Kann mir einer erklären, was diese bayrischen Polizisten von den Stasi-Ermittlern abhebt?
Kann mir einer erklären, was Staatsanwalt Veh von einem Stasi-Ankläger unterscheidet?
Bei aller verzweifelter Suche im Glauben an den Rechtsstaat...
Ich finde keine Unterschiede. - #33 19.03.2012 19:56 von
Welcome to Bigottistan
Ja, das ist in der Tat ein Skandal. Aber auf überrascht oder gar geschockt zu tun, ist hier meist nur lächerlich bigott.
Wenn es bspw. um vermeintliche Kinderschänder, Vergewaltiger o.ä. geht, sucht man meist vergebens nach den Verteidigern der Rechtsstaatlichkeit. Dort setzt sich dann in vielen von uns der kleine mittelalterliche Lynchjustiziar durch, dessen Vorstellungen eines "gerechten" Verfahrens und der angemessenen Bestrafung selbst die spanische Inquisition als Kindergeburtstag erscheinen lässt.
In einem Land, in dem es mittlerweile eine Obsession geworden ist, Schuldige für alles zu finden, deren Köpfe rollen zu sehen - und das am liebsten gestern schon, lange bevor auch nur ein Urteil ergangen ist - ist das Verhalten der Justiz nicht wirklich verwunderlich. Natürlich heißt es dann wieder, für den Staat und öffentliche Ämter müssen andere Maßstäbe gelten als für den gemeinen Bürger. Das diese allzu einfache Milchmädchenrechnung in Wahrheit nur eine billige Ausrede dafür ist, das eigene Verhalten nicht reflektieren zu müssen, sehen glaube ich auch nur die wenigsten.
Nein, das Verhalten der bayrischen Justiz ist nicht zu entschuldigen. Aber bitte bitte, lieber Moralapostel, erinnert euch das nächste Mal daran, wenn wieder irgendeine Sau durchs Dorf getrieben wird. Denn Rechtsstaatlichkeit ist, entgegen des namentlichen Eindrucks, etwas, was eben nicht nur den Staat betrifft. - #34 19.03.2012 19:56 von
Ein glück das es keine Todesstrafe gibt!
Bei diesen Fehlurteilen muss der eigentliche Fehler hinterfragt werden, sind die Richter unabhängig in der Realität?
- #35 19.03.2012 20:06 von
Ich bin schon seit 20 Jahren der Meinung, dass dieses selbstgefällige Justiz-System reformiert gehört.
Nachdem ich meinen eigenen Fall durch Rechtsbeugung, Verfahrensfehler und Beweismittelbetrug verloren habe, glaube ich aber auch nicht mehr an den Rechtsfrieden - der einzige Grund übrigens, dass wir solche Pappnasen durchfüttern... - #36 19.03.2012 20:09 von
Woanders fliegen Schweineställe wenigstens ab und zu mal in die Luft.
Wetten aber, dass die in diesem Fall verantwortliche Justiz einfach weitermacht wie gehabt?
Was gibts neues im Fall Wörz? Gab's schon irgendwelche Konsequenzen für die staatlich geprüften Amtsversager? - #37 19.03.2012 20:11 von
Alberne Diskussion
Warum sind die Bauern denn so dumm, das zu gestehen und sich noch solche Geschichten auszudenken. Klarer Fall von Eigenverschulden. Sie können mir doch nicht erzählen, dass ein riesen Haufen beteiligter Beamter alle korrupt und erpresserisch gewesen seien und vor allem alle dicht gehalten haben.
- #38 19.03.2012 20:11 von
- #39 19.03.2012 20:15 von
typisch
Die Polizei geniesst hierzulande Narrenfreiheit, indem sie ihre Opfer noch mit Anzeigen behelligen darf, anstatt dass mal einer in solch offensichtlichen Fällen nachhakt, wie es zu solchen Falschaussagen überhaupt kommen kann. Da fühlen sich weder Staatsanwaltschaften noch Innenminister bemüßigt, irgendetwas zu unternehmen, und zerstören dadurch die Glaubwürdigkeits des Rechtsstaats.
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