Justizskandal im Fall Rudi Rupp: Polizeivideos belegen Manipulation der Aussagen

Polizei2001 kommt der Bauer Rudi Rupp ums Leben. Zwei Töchter, Ehefrau und Schwiegersohn gestehen, ihn getötet und zerstückelt zu haben. Fünf Jahre später wird sein Leichnam aus der Donau geborgen. SPIEGEL TV zeigt nun exklusiv, wie es zu den falschen Geständnissen kommen konnte.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...822276,00.html
  1. #30

    Etwas stimmt mit unser Poilzeisystem nicht.

    Dass die Familie einen Intelligenzquotienten zwischen 50 und 70 aufzeigt erklärt die widersprüchliche Aussagen, aber waren damals keine Psychologen beteiligt? Hat niemand die Familie begutachtet? Nun wahrscheinlich wollte die Polizei ganz schnell einen Schuldigen um die Akte zu schließen, schließlich hat die Polizei besseres zu tun um als V-Mann bei der Nazis unterzutauchen. Aber der Schrotthändler der angeblich das Auto verschrottet hat muss doch etwas Intellekt besessen haben und wenn er heute behauptet dass man ihm die Waffe an die Schläfer gesetzt hat, würde ich ihn ohne zweifel glauben, denn alles was in der letzte Jahren in unsere Polizeisystem passiert ist unglaublich ungereimt.
  2. #31

    Eben ein volkommenes System.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2001 kommt der Bauer Rudi Rupp ums Leben. Zwei Töchter, Ehefrau und Schwiegersohn gestehen, ihn getötet und zerstückelt zu haben. Fünf Jahre später wird sein Leichnam aus der Donau geborgen. SPIEGEL TV zeigt nun exklusiv, wie es zu den falschen Geständnissen kommen konnte.

    Justizskandal im Fall Rudi Rupp: Polizeivideos belegen Manipulation der Aussagen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Der Richter müsste sich wenigstens bei den Opfern entschuldigen.

    Sowas tun doch alle.
    Schande über was? Außer Rudi Rupp gibt es doch offiziell keine Opfer!
    Die Familie allesamt gilt immer noch als schuldig und wurde zwar Frei-, jedoch NICHT UNSCHULDIG gesprochen! Mit der Begründung, dass die Tat jetzt nicht mehr genau rekonstruirt werden kann. Der Mord gilt immer noch als bewiesen, auch wenn die neuen Indizien etwas, sagen wir mal, weniger fest(so wie der Leichnam von Rudi) sind. So gilt als Hauptbeweiss für den Mord, dass sich der Leichnam vom "Mordopfer" auf der Beifahrerseite im Auto befunden hat. Bis jetzt galt sowas als absolut unfälschbar!
    Ich kenne auch Fälle aus dem Bekanntenkreis, wo Polizeibeamte einen Betrunkenen erstmal in den Wald abtransportierten, um ihren Frust mit den Stöcken abzuarbeiten(ist ja auch ein schwerer Job, mit den ganzen Ausländern!). Damit ist es eben ein komplettes System, welches intern ungern auf jemandem mit dem Finger zeigt, da alle irgendwie davon leben und alle etwas von anderen wissen.
    Im übrigen ist das Verhalten des Staatsanwalts und Richters nicht mehr inkompetent, wie viele hier schreiben, sondern verbrecherisch. Da wurde nicht falsch ermittelt, da wurde ein Fall konstruiert und das ist schon lange nicht mehr rechtsstaatlich!
  3. #32

    Was...

    ...da über die Vernehmungsmethoden der Polizei zu lesen ist, erinnert fatal an die Berichte aus Hohenschönhausen.
    Kann mir einer erklären, was diese bayrischen Polizisten von den Stasi-Ermittlern abhebt?
    Kann mir einer erklären, was Staatsanwalt Veh von einem Stasi-Ankläger unterscheidet?

    Bei aller verzweifelter Suche im Glauben an den Rechtsstaat...
    Ich finde keine Unterschiede.
  4. #33

    Welcome to Bigottistan

    Ja, das ist in der Tat ein Skandal. Aber auf überrascht oder gar geschockt zu tun, ist hier meist nur lächerlich bigott.

    Wenn es bspw. um vermeintliche Kinderschänder, Vergewaltiger o.ä. geht, sucht man meist vergebens nach den Verteidigern der Rechtsstaatlichkeit. Dort setzt sich dann in vielen von uns der kleine mittelalterliche Lynchjustiziar durch, dessen Vorstellungen eines "gerechten" Verfahrens und der angemessenen Bestrafung selbst die spanische Inquisition als Kindergeburtstag erscheinen lässt.

    In einem Land, in dem es mittlerweile eine Obsession geworden ist, Schuldige für alles zu finden, deren Köpfe rollen zu sehen - und das am liebsten gestern schon, lange bevor auch nur ein Urteil ergangen ist - ist das Verhalten der Justiz nicht wirklich verwunderlich. Natürlich heißt es dann wieder, für den Staat und öffentliche Ämter müssen andere Maßstäbe gelten als für den gemeinen Bürger. Das diese allzu einfache Milchmädchenrechnung in Wahrheit nur eine billige Ausrede dafür ist, das eigene Verhalten nicht reflektieren zu müssen, sehen glaube ich auch nur die wenigsten.

    Nein, das Verhalten der bayrischen Justiz ist nicht zu entschuldigen. Aber bitte bitte, lieber Moralapostel, erinnert euch das nächste Mal daran, wenn wieder irgendeine Sau durchs Dorf getrieben wird. Denn Rechtsstaatlichkeit ist, entgegen des namentlichen Eindrucks, etwas, was eben nicht nur den Staat betrifft.
  5. #34

    Ein glück das es keine Todesstrafe gibt!

    Bei diesen Fehlurteilen muss der eigentliche Fehler hinterfragt werden, sind die Richter unabhängig in der Realität?
  6. #35

    Zitat von olaf m. Beitrag anzeigen
    Unter anderem wegen solcher Pappnasen-Typen wie diesen (es gibt sie in jedem Bundesland) habe ich meine Tätigkeit als Rechtsanwalt nach 16 Berufsjahren resigniert aufgegeben. Für solche Typen ist das wirkliche Leben oft sehr klar und einfach.
    Ich bin schon seit 20 Jahren der Meinung, dass dieses selbstgefällige Justiz-System reformiert gehört.
    Nachdem ich meinen eigenen Fall durch Rechtsbeugung, Verfahrensfehler und Beweismittelbetrug verloren habe, glaube ich aber auch nicht mehr an den Rechtsfrieden - der einzige Grund übrigens, dass wir solche Pappnasen durchfüttern...
  7. #36

    Woanders fliegen Schweineställe wenigstens ab und zu mal in die Luft.

    Wetten aber, dass die in diesem Fall verantwortliche Justiz einfach weitermacht wie gehabt?

    Was gibts neues im Fall Wörz? Gab's schon irgendwelche Konsequenzen für die staatlich geprüften Amtsversager?
  8. #37

    Alberne Diskussion

    Warum sind die Bauern denn so dumm, das zu gestehen und sich noch solche Geschichten auszudenken. Klarer Fall von Eigenverschulden. Sie können mir doch nicht erzählen, dass ein riesen Haufen beteiligter Beamter alle korrupt und erpresserisch gewesen seien und vor allem alle dicht gehalten haben.
  9. #38

    Zitat von esopherah Beitrag anzeigen
    Die opfer werden so gut wie nie entschädigt und wenn dann kriminell gering, auch daran sind die Richter schuld! Nein Deutschland hat weder eine unabhängige judikative, noch exekutive und von der gekauften legeslative brauchen wir gar nicht reden. Es braucht unabhängige kontrollinstanzen und ein abhacken der beamtenkrallen an richterstühlen!
    Eher kauft sich der Papst ´nen Doppelbett.
    Es lebt sich doch viel privilegierter und schöner, wenn man vor dem Gesetz für sein Tun nicht verantwortlich ist - aber so bezahlt wird ;-)

    Und vom Lobby-Parlament erwarte ich auch nix mehr...
  10. #39

    typisch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Auch ein Schrotthändler aus der Region landet für fünf Monate in Untersuchungshaft. Er soll den Mercedes verhökert haben. Der Mann behauptet im Interview mit SPIEGEL TV, man habe ihn bei den Vernehmungen in die Mangel genommen, drei Beamte hätten auf ihn eingeredet, ihn dazu gedrängt, ein Protokoll zu unterschreiben mit Aussagen, die er nicht gemacht habe. Er habe sich so lange gewehrt, bis man ihm eine Waffe an den Kopf gehalten habe. Inzwischen läuft ein Verfahren gegen ihn wegen Falschaussage.
    Die Polizei geniesst hierzulande Narrenfreiheit, indem sie ihre Opfer noch mit Anzeigen behelligen darf, anstatt dass mal einer in solch offensichtlichen Fällen nachhakt, wie es zu solchen Falschaussagen überhaupt kommen kann. Da fühlen sich weder Staatsanwaltschaften noch Innenminister bemüßigt, irgendetwas zu unternehmen, und zerstören dadurch die Glaubwürdigkeits des Rechtsstaats.