Forum


 

Justizministerin zur Anonymität: "Der Rechtsstaat muss Internet-Pöbeleien aushalten"

dapdKlarnamenpflicht, nein Danke: Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich für ein Recht auf anonyme Online-Nutzung ausgesprochen. Anonymität müsse auch online zugelassen werden.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...828683,00.html
  1. #1

    ........

    keine Vorratsspeicherung, aber muss gepöbelt werden??
    Leider leider ist es Gang und Gebe bereits im Familienkreis und daher für Jugendliche schon normal.
  2. #2

    Ei Ei...da hat wohl jemand bei den Piraten abgeguckt. Hier ein Auszug aus deren Parteiprogramm, ohne Kommentar:
    "...Die Analyse der zu übertragenden Daten mittels Deep Packet Inspection darf vom Staat nicht verlangt
    und den Betreibern der Teilnetzwerke des öffentlichen Internets nicht erlaubt werden..."
  3. #3

    Recht hat sie

    Zitat von tommy-1962 Beitrag anzeigen
    Ei Ei...da hat wohl jemand bei den Piraten abgeguckt. Hier ein Auszug aus deren Parteiprogramm, ohne Kommentar:
    "...Die Analyse der zu übertragenden Daten mittels Deep Packet Inspection darf vom Staat nicht verlangt
    und den Betreibern der Teilnetzwerke des öffentlichen Internets nicht erlaubt werden..."
    Die gute Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat das schon gefordert als die meisten Piraten noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum rannten. Das Gesetz gibt es schon und auch an den Vorläufern hat sie mitgearbeitet. Ich nicht gegen die Piraten und für die FDP. Aber einer guten Ministerin die schon immer für Bürgerrechte eingetreten ist kann man auch einfach glauben.

    Das Telemediengesetz verpflichtet Anbieter, grundsätzlich die anonyme oder pseudonyme Nutzung zu ermöglichen - sofern die technisch machtbar und zumutbar ist.
  4. #4

    Weiter so

    Schön, dass das auch mal von höchster Stelle wieder gesagt wird, damit der Unions-Mob seine Stasi'esquen Ansichten nicht als allgemeine Regierungsmeinung verkauft, auch wenn die FDP nur noch der zweite Juniorpartner ist.
  5. #5

    Jeder der seine Meinung sagt, oder Kritik ausübt. Der sollte auch mit seinem Namen dazu stehen.
    Günter Mühlbauer Regensburg
  6. #6

    Ja,Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
    ist noch eine der wenigen aufrechten Personen
    und keine "wischiwaschi" Politikerin.
    Zum Glück gibt es noch diese Ausnahmen.
  7. #7

    erst mal nachdenken

    Zitat von güntermühlbauer Beitrag anzeigen
    Jeder der seine Meinung sagt, oder Kritik ausübt. Der sollte auch mit seinem Namen dazu stehen.
    Günter Mühlbauer Regensburg
    Ach ja, und in einem Missbrauchsopferforum muss dann jedes Opfer "mit seinem Namen dazu stehen", damit auch jeder Nachbar weiß, was für furchtbare Sachen mit ihm geschehen sind?

    Und in einem Forum für medizinische Hinweise kann ich dann demnächst auflisten, welche meiner Nachbarn welche Krankheiten haben?
    Erst mal nachdenken!
  8. #8

    Lieber Günther Mühlbauer

    Zitat von güntermühlbauer Beitrag anzeigen
    Jeder der seine Meinung sagt, oder Kritik ausübt. Der sollte auch mit seinem Namen dazu stehen.
    Günter Mühlbauer Regensburg
    Ich stehe durchaus mit meinem Namen für meine Meinung und jedes meiner Statements. Mein Identität ist dem Forenbetreiber bekannt.
    Aber ich schreibe mitunter (z.B. jetzt) von meinem Arbeitsplatz aus, dies ist eine private Nutzung des Internets. Ich möchte meinem Arbeitgeber nicht offenlegen, daß ich die Arbeitszeit nicht 100% für ihn nutze.
    Anonym könnte ich mich auch an Diskussionen über meinen Arbeitgeber beteiligen, mit Klarnamen könnte ich das nicht.
    Das hat nichts mit Pöbeleien o.ä. zu tun.
  9. #9

    Großer Respekt

    von meiner Seite wiederholt für Frau Leutheusser-Schnarrenberger!
    Insbesondere, mit großer Betonung, für ihre konsequente Haltung in der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung (VDS).
    Es darf nicht sein, dass fundamentale Grundrechte, die über lange Jahrzehnte mit fürchterlichen Konsequenzen erkämpft worden sind, für ein paar Taler leichtfertig verschachert werden.

    Es ist mir eine Riesenfreude, so einen selbstbestimmten Menschen nicht nur im Parlament, sondern sogar auf einem Ministerposten zu sehen!
    Manch ein Abgeordneter im deutschen Bundestag sollte sich mit Schamesröte ein Beispiel an dieser Frau nehmen.
    Ihre Partei geht für mich leider gar nicht.
    Vielleicht ein Argument für ein Wahlsystem wie in Hamburg, wo nicht für die vorgegebene Liste gestimmt werden muß, sondern Direktstimmen an einzelne Kandidaten vergeben werden können.

    Das ist anstrengender, zugegeben.
    Aber echte Demokratie erfordert eben Beteiligung von allen.








TOP



TOP