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Jura kurios: Wem gehört eigentlich der Kölner Dom?

Er zählt zu den bekanntesten Bauwerken Deutschlands - aber wer ist eigentlich der Eigentümer des Kölner Doms? Die Anwälte Christian Rauda und Jochen Zenthöfer sind den kuriosen Besitzverhältnissen auf den Grund gegangen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,725153,00.html
  1. #40

    Höhere Zwecke und ausgepresste Bauern

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Welchen "höheren" Zweck verfolgt denn der Dom?
    Und vor allem: Wer gab da "bereitwillig" wessen Geld aus?
    Die Bauern, die dafür hungern mußten und ihre Kinder verloren, hätten für ihre Arbeit ein Stück Brot sicher höher geschätzt als die unfreiwillige Unterstützung eines Bauwerkes, das ihre Lage in keiner Weise verbessert.
    Ich antworte mal allgemein, denn der Kölner Dom ist aufgrund seiner jahrhundertelangen Ruinösität ein Extrembeispiel.
    Der Kirchenbau in früheren Jahrhunderten diente zum einen dem "höheren" Zweck der Gottesverehrung. Die gotischen Kathedralen waren so hoch gebaut, weil sie so wirken sollten, als würden sie in den Himmel reichen. Ich weiß, dass dieser Glaube heute von vielen Menschen als unsinnig empfunden wird, aber er existierte damals.

    Zweitens gab es aber auch sehr weltliche Gründe. Große Kirchenbauten, unterstützt von weltlichen Herrschern, verschafften Respekt und Ansehen. Wer große Kirchen bauen konnte, war mächtig. Das galt für weltliche wie auch für geistliche Fürsten.

    Drittens ist es nicht so, dass die Bevölkerung grundsätzlich und vollkommen automatisch unter so einem Kirchenbau gelitten hat. Ein Kirchenbau lockte auch viele Handwerker an, diese wiederum Händler, diese wiederum Investoren und so weiter und so fort. Später kamen Pilger zu einer Kirche, insbesondere wenn eine Reliquie ihr Eigentum war, und diese ließen wieder Geld im Ort. Nicht nur die Kirche profitierte davon, sondern auch viele der Anwohner im Umkreis. Damit ist nicht zu sagen, dass es keine Auspresserei der Bevölkerung gegeben hat, aber bei weitem nicht immer waren die Bauern die Verlierer eines Kirchenbaus! Manchmal sogar im Gegenteil.
  2. #41

    Abenteuerlich

    "So wurde das berühmte, wie ein farbenfrohes Mosaik aussehende und von dem bekannten deutschen Künstler Gerhard Richter 2007 erstellte Südquerhausfenster vom Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner heftig abgelehnt. Dass das Fenster trotzdem in den Dom eingebaut wurde, hat damit zu tun, dass er nicht Eigentümer des Doms ist"

    Bedeutet im Umkehrschluss das jeder im Dom eine Veränderung vornehmen kann und niemand wiird es so schnell verbieten können. Wenn ich in eine Ecke des Doms uriniere könnte moch demnach niemand der Tür verweise. Denn derjenige der das Hausrecht besitzt ist mit Sicherheit nicht anwesend.
    Die Story hört sich ein wenig unglaubwürdig an, ich werde das mit dem urinieren , mal ausprobieren...
  3. #42

    Kommentar auf den Kommentar

    Zitat von Myrlin Beitrag anzeigen
    wieviel Kalk ist zu diesem Bau benötigt wurden?
    da schreibt jemand mal genaue Fakten und schon wird rumgebissen.
    Äußerst unangemessen, so zu reagieren.
    Es könnte schließlich auch Leser geben, die das interessiert.
    H.
  4. #43

    Lol

    Zitat von tim1979 Beitrag anzeigen
    Größe ist nicht zwingend identisch mit Höhe.

    Allerdings verschweigt der Artikel woran die Größe gemessen wurde. Oft wird das mit Volumen getan. In dem Fall wäre der Kölner Dom mit 407.000 m³ tatsächlich deutlich größer als das Ulmer Münster (190.000 m³).
    wer einmal den Dom von innen bestiegen hat, interssiert die genaue Höhe kaum noch.
    H.
  5. #44

    Genau

    Zitat von Dunedin Beitrag anzeigen
    Die Story hört sich ein wenig unglaubwürdig an, ich werde das mit dem urinieren , mal ausprobieren...
    Das sollten Sie mal! Aber bitte nicht so verdeckt, wie hier mit Nick, sondern am besten mit Vorankündigung und zu bester Besuchszeit.
    Ach so, ja, viel Spaß noch dazu.
  6. #45

    Fragen über Fragen

    Zitat von Hilfskraft Beitrag anzeigen
    Er gehört dem Domkapitel, einem Gremium, das seiner Zeit im 19.Jh. für die Vollendundung des Bauwerkes sorgte, da sich sonst niemand dafür zuständig fühlte.
    Formal gehört der Dom, genauer gesagt das Domgrundstück, demjenigen, der als Eigentümer im Grundbuch eingetragen ist, wobei ich mal unterstelle, dass das Domkapitel Träger von Rechten und Pflichten sein kann, also eigene Rechtspersönlichkeit hat. Damit ist freilich nichts dazu gesagt, wer warum dazu gekommen ist, diesem Kapitel das Grundstück mit dem Dom als Eigentum zuzuordnen.

    Die o.a. Formulierung "da sich sonst niemand dafür zuständig fühlte" lässt vermuten, dass es evtl. "herrenlos" gewesen sein könnte, mit der Folge, dass jedermann in der Lage gewesen wäre, sich das Grundstück anzueignen. Das kann aber nicht sein, da es sich ja um ein Gotteshaus handelt, in welchem bekanntlich der Herr wohnt, der folglich Eigentümer ist. Die Frage wird sich aber vermutlich in naher Zukunft erneut stellen, wenn dieser, wegen des Schweigens der Lämmer keinen Bock mehr auf das Grundstück hat und sein Eigentum aufgibt.
  7. #46

    Einspruch

    Zitat von sozialminister Beitrag anzeigen
    Erst wenn ihr uns Kölner respektiert, indem ihr uns mit eurem biederen Preußentum verschont, dann werden wir auch gerne sagen, daß der Dom zu Deutschland gehört.
    Deren Respekt geht mir am Allerwertesten vorbei, wohin soll das denn führen? Dann könnte ein Klo kommen, irgendeinen Scheiß von Respekt erzählen und dann soll dem auch der Dom gehören? Am Ende kommt der noch auf die Idee irgendwo im Sand ein Schloßimitat hinsetzen zu wollen. Weil es ja uns allen gehört, wird dann gleich eine Spende abgebucht. Abgelehnt.

    Zitat von loeweneule Beitrag anzeigen
    Korrekt, das mußte mal gesagt werden. Es lebe die freie Rheinische Republik! Und diesen Preußen-Kardinal sollten sie auch endlich zurücknehmen.
    In der Tat ein Kardinalfehler, hat aber auch eine Tradition und ist mittlerweile Teil des Lokalkolorits. Was den Namen der Republik angeht: Wie wäre es mit HRR?
  8. #47

    Preußen

    Zitat von rheinlaender Beitrag anzeigen
    Deren Respekt geht mir am Allerwertesten vorbei, wohin soll das denn führen? Dann könnte ein Klo kommen, irgendeinen Scheiß von Respekt erzählen und dann soll dem auch der Dom gehören? Am Ende kommt der noch auf die Idee irgendwo im Sand ein Schloßimitat hinsetzen zu wollen. Weil es ja uns allen gehört, wird dann gleich eine Spende abgebucht. Abgelehnt.



    In der Tat ein Kardinalfehler, hat aber auch eine Tradition und ist mittlerweile Teil des Lokalkolorits. Was den Namen der Republik angeht: Wie wäre es mit HRR?
    Lieber Herr Rheinländer, Sie gefallen mir. "Ein Schlossimitat im Sand", wirklich hübsch formuliert. Ich nehme an, Sie meinen hier den märkischen Sand?
    Was den Kardinalfehler angeht: Er hat eine Tradition, eine sehr, sehr lange sogar - das ist wohl wahr. Es gab allerdings auch Ausnahmen, das muss man fairerweise schon zugeben, oder? Gut, die berühmteste Ausnahme war natürlich selbst Rheinländer .... anyway, warten wir einmal ab, wer so nach dem Kanalmeister kommt.

    Weiterhin: Die Idee zu einer Rheinischen Republik ist ja nicht soo neu, sicher sind Sie informiert über die "Cisrhenanische Republik", die es ja doch leider nie gegeben hat. Schön wär's ja, aber irjenswie lassen die anderen uns ja nie in Ruhe. Sieht man ja auch an den Beiträgen hier. Preußen .... bringen es einfach nicht fertig, sich mal um ihren eigenen Kram zu kümmern. Und andere Leute einfach zufrieden zu lassen. *Ausschalten des Polemikmodus*


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