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Jupiter Jones über das Musikgeschäft: Rocken auch fürs Bankkonto

SPIEGEL ONLINEGeld wie Heu, Autos, jede Menge Groupies: Im Musikbusiness winken Ruhm und ewiger Wohlstand? Ein Märchen - davon kann die Band Jupiter Jones ein Lied singen. Gitarrist Sascha Eigner erklärt, wovon er lebt. Und zürnt über die Attacken ahnungsloser Piraten aufs Urheberrecht.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...831150,00.html
  1. #250

    Zitat von johnnybukowski Beitrag anzeigen
    Die Nutzung des Namens geschieht im Einverständnis mit den Kollegen vom Drei ??? Team, woraus schon die ein oder andere Kollaboration entstanden ist, was uns sehr ehrt und freut. Wir stehen hier in einer langen Tradition von Bands, die ihre Namen aus der Literatur entliehen haben. Eine endlose Liste erspare ich uns allen. Sollten wir jemals ganze Schriften oder auch nur Textpassagen übernehmen, so werden wir das selbstredend nur unter Berücksichtigung des Urheberrechts tun.
    Danke fuer die Antwort. Ich hoffe, dass es keine Abmahnung von den Anwaelten gab...

    Zum Thema: Es geht nicht darum, dass Kuenstler nichts mehr erhalten sollen. Dass Portale wie kino.to oder Megaupload Millonengewinne machen, zeigt ja, dass die Konsumenten bereit sind, Geld fuer die Kunst auszugeben. Nur weigert sich die Content-Industrie, dieses Geschaeft selbst zu machen, weil es nicht ihrem Weltbild (Kauf von Plastikscheiben) entspricht.

    Aber die Gesamtsumme wird niedriger sein als bisher. Die Kuenstler werden also mehr Wert auf die Art von Kunst legen, die nicht mit einem Mausklick kopiert werden kann. Also Konzerte oder auch andere Merchandising-Sachen wie Band-T-Shirts. Aber mit dem einfachen Kopieren von ein paar Megabyte Musikkonserven wird man auf lange Sicht kein Geschaeft mehr machen koennen. Das ist im Informationszeitalter zu allgegenwaertig; so selbstverstaendlich wie Atmen. Gebuehren fuer jede einzelne private Kopie eines Songs sind so praktikabel wie eine Gebuehr fuer den privaten Verbrauch von Sauerstoff oder Sonnenlicht.
  2. #251

    Zitat von diskutant2012 Beitrag anzeigen
    Würde man also - wie hier an vielen Stellen gefordert - das Urheberrecht abschaffen, bekäme Herr Guttenberg seinen Doktortitel zurück, denn er hätte ja "rechtens" gehandelt in Zeiten, wo das Kopieren dann offiziell erlaubt ist.
    Plagiat ist mehr als Urheberrechtsverletzung! Plagiat bedeutet, dass man das, was man kopiert hat, als eigene Leistung ausgibt. Das tun aber Filesharer nicht.
  3. #252

    Dieter Bohlen

    ist für mich absolutes *no go* (mit dem akustischen Müll, welchen er produziert, kann ich absolut nichts anfangen - manche mögen das anders sehen)

    Ich mag diesen Menschen nicht (meine ganz persönliche Meinung). Das bedeutet längst nicht, dass alles nur deswegen falsch ist, nur weil es ein gewisser Herr Bohlen gesagt hat:
    Dieter Bohlen: gebt die Musik im Netz frei! - YouTube
  4. #253

    Zitat von Das Grauen Beitrag anzeigen
    Haha! Von Ihnen lasse ich mir garantiert nicht vorschreiben, was ich in diese Diskussion einbringen darf und was nicht. ....... Was Sie davon halten tut nichts zur Sache.
    Ich schreibe Ihnen nichts vor, Ihre Aussage verfehlt einfach das Thema. Nehmen Sie doch lieber mal Bezug auf meine Frage, die da war: "Wollen Sie mir ernsthaft erzählen, dass sich dieses Rechtsbewusstsein ändern würde, wenn man den Rechtsschutz von 69 auf beispielsweise 5 Jahre senken würde?

    Die Antwort kennen wir alle, also sparen Sie sich Ihren Kommentar, denn dieser geht, so wie 80% von dem was Sie schreiben, einfach am Thema vorbei! Beispiel gefällig?

    Zitat von Das Grauen Beitrag anzeigen
    Erstens will ich Ihre Brötchen nicht stehlen und zweitens bezweifele ich, daß Sie überhaupt welche backen. Wenn doch, dann höchstens ganz kleine.
    Was meine Musikerbrötchen mit dem Thema hier zu tun haben, das soll Ihr Geheimnis bleiben.

    Zitat von lordax Beitrag anzeigen
    Wenn Sie das daraus schließen können, dann sollten Sie vielleicht auf Hellseher umsatteln. Hätten Sie übrigens den Thread aufmerksam gelesen, dann wüssten Sie welche Ahnung ich vom Musikgeschäft habe.
    Ja das schließe ich daraus, denn Ihr "Magic-Brötchen-Vergleich" ist einfach so realitätsfern, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Sie jemals an einer professionellen CD-Produktion & -Vermarktung beteiligt waren.

    Zitat von lordax Beitrag anzeigen
    Wenn Sie ernsthaft etwas gegen die Raubkopiererei tun wollen, dann müssen Sie auch die zugrunde liegenden Denkmuster verstehen. Wenn die nämlich mehrheitsfähig werden, dann sind am Ende die Urheber die Dummen. So einfach ist das.
    Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht, ich zitiere mich selbst:
    "Im Grunde geht es darum, dass sich in unserer, nennen wir Sie mal Internetgesellschaft, über viele Jahre und schleichend eine Selbstverständlichkeit etabliert hat, die Musik als Kunstform, als Produkt künstlerischen Schaffens, völlig entwertet hat."

    Sie denke am Ende sind die Urheber die Dummen? Ich denke, ganz am Ende sind wir Musikkonsumenten die Dummen, dann nämlich, wenn die guten Musiker einfach keinen Bock mehr haben sich verarschen zu lassen!
  5. #254

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    DRM, Kopierschutz, ...
    Gegen DRM ist doch per se erst mal nichts einzuwenden. Gut, die bisherigen Modelle waren eher nervig, da sie ja neben dem DRM als Beruhigung für den Rechteinhaber noch das "Vendor lock-in" als Ziel hatten. Aber davon befreit und vernünftig entwickelt könnte DRM für den Benutzer völlig unsichtbar werden - und sogar auf dem Linux-PC funktionieren. Auf einschlägigen Fachtagungen habe ich sogar schon Prototypen gesehen, die das Recht auf Privatkopie ("Weitergeben an Freunde") und den puren Rechteerwerb (sie geben die Datei weiter, der Empfänger erwirbt die Abspielrechte, wozu er 48h Zeit hat). unterstützten.

    Natürlich kann man damit die illegale Verbreitung nicht stoppen. Dazu ist schon zu viel Material in freier Wildbahn und es wird immer wieder Löcher geben, durch die ungeschütztes Material frei wird. Aber es wird sehr viel klarer, was legal und was illegal ist. Es kann sich dann niemand mehr herausreden

    Eine weitergehende Kontrolle des Internets bringt nur immer raffiniertere Methoden der Verschleierung hervor (da gibt es weit mehr Möglichkeiten als der Laie sich denken mag). Ein kritischer Faktor bei diesen Kontrollen ist m.E., dass Firmen letztlich Polizeiaufgaben wahrnehmen.
  6. #255

    Zitat von hagionpneuma Beitrag anzeigen
    Zum Thema: Es geht nicht darum, dass Kuenstler nichts mehr erhalten sollen. Dass Portale wie kino.to oder Megaupload Millonengewinne machen, zeigt ja, dass die Konsumenten bereit sind, Geld fuer die Kunst auszugeben. Nur weigert sich die Content-Industrie, dieses Geschaeft selbst zu machen, weil es nicht ihrem Weltbild (Kauf von Plastikscheiben) entspricht.
    Die "Content-Industrie" bietet schon lange legale Methoden des Downloads an. Die Raubkopiererportale machen ihr Geld übrigens hauptsächlich mit Werbung und unterstützen somit die "Alles umsonst!"-Geisteshaltung.

    Zitat von hagionpneuma Beitrag anzeigen
    Die Kuenstler werden also mehr Wert auf die Art von Kunst legen, die nicht mit einem Mausklick kopiert werden kann. Also Konzerte oder auch andere Merchandising-Sachen wie Band-T-Shirts. Aber mit dem einfachen Kopieren von ein paar Megabyte Musikkonserven wird man auf lange Sicht kein Geschaeft mehr machen koennen. Das ist im Informationszeitalter zu allgegenwaertig; so selbstverstaendlich wie Atmen. Gebuehren fuer jede einzelne private Kopie eines Songs sind so praktikabel wie eine Gebuehr fuer den privaten Verbrauch von Sauerstoff oder Sonnenlicht.
    Es kann nicht sein, dass jetzt das Band-T-Shirt das Geschäftsmodell sein soll. Was ist mit Komponisten? Müssen die jetzt auch alle auftreten? Produzententeams? Ein Quincy Jones spielt nicht noch abends nach der Arbeit Klavier an der Bar.

    Was Sie lapidar als "ein paar Megabyte Musikkonserven" abtun, ist das Kernstück einer Band, ihr Vermächtnis, was man sich auch in 50 Jahren noch anhören kann, es kann nicht jeder zehn Jahre lang in Las Vegas spielen.

    Das ist sehr, sehr viel Arbeit. Ich persönlich lege bei Musik durchaus Wert auf die Produktion. Und wieviel in Produktion gesteckt werden wird, wenn Leute wie Sie meinen, der Wert eines Musikstücks sei gleich Null, können Sie sich ausrechnen.
  7. #256

    Zitat von pescador Beitrag anzeigen
    Gegen DRM ist doch per se erst mal nichts einzuwenden. Gut, die bisherigen Modelle waren eher nervig, da sie ja neben dem DRM als Beruhigung für den Rechteinhaber noch das "Vendor lock-in" als Ziel hatten. Aber davon befreit und vernünftig entwickelt könnte DRM für den Benutzer völlig unsichtbar werden - und sogar auf dem Linux-PC funktionieren. Auf einschlägigen Fachtagungen habe ich sogar schon Prototypen gesehen, die das Recht auf Privatkopie ("Weitergeben an Freunde") und den puren Rechteerwerb (sie geben die Datei weiter, der Empfänger erwirbt die Abspielrechte, wozu er 48h Zeit hat). unterstützten.

    Natürlich kann man damit die illegale Verbreitung nicht stoppen. Dazu ist schon zu viel Material in freier Wildbahn und es wird immer wieder Löcher geben, durch die ungeschütztes Material frei wird. Aber es wird sehr viel klarer, was legal und was illegal ist. Es kann sich dann niemand mehr herausreden

    Eine weitergehende Kontrolle des Internets bringt nur immer raffiniertere Methoden der Verschleierung hervor (da gibt es weit mehr Möglichkeiten als der Laie sich denken mag). Ein kritischer Faktor bei diesen Kontrollen ist m.E., dass Firmen letztlich Polizeiaufgaben wahrnehmen.
    Es gibt aber auch absolut keinen Grund für DRM. DRM macht nur alles kompliziert und ist eine weitere Fehlerquelle.
    Mir fällt kein Grund für DRM ein ausser den Konsumenten aus Misstrauen ständig auf die Finger zu schauen und vendor-lock-in.

    Jedes DRM-System wird umgangen werden, so wie auch jeder Kopierschutz umgangen werden wird. Und dann wird weiterhin ein illegaler Markt vorhanden sein auf dem man den Content ohne DRM bekommt.

    Ich kenne jetzt nicht diese Vorträge auf den Fachtagungen aber schon die Aussage "wozu er 48h Zeit hat" lässt mich vermuten das es eine zentrale Instanz gibt welche die Rechte verwaltet. Und was passiert wenn diese zentrale Instanz nicht mehr existiert weil z.B. der Anbieter pleite ist? Was passiert wenn ich keine Verbindung dorthin bekomme? Was passiert wenn es das DRM-System der Datei die ich vor 10 Jahren gekauft habe nicht mehr gibt?

    Warum nicht einfach die User über ihre Rechte aufklären? Warum nicht einfach die Rechte so gestalten das sie dem moralischen Empfinden der Menschen entsprechen? Warum nicht einfach den Konsumenten zutrauen das sie bezahlen werden weil auch die Konsumenten wissen das es irgendwann keinen Content mehr gibt wenn niemand mehr bezahlt?
  8. #257

    Zitat von MuckiP Beitrag anzeigen
    Ja das schließe ich daraus, denn Ihr "Magic-Brötchen-Vergleich" ist einfach so realitätsfern, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass Sie jemals an einer professionellen CD-Produktion & -Vermarktung beteiligt waren.
    Ach, Sie meinen also, Beteiligung an einer professionellen CD-Produktion würde einem automatisch das Verständnis für die psychologische Motivation von "Raubkopierern" nehmen? Da mag etwas dran sein, wenn ich mir diese Diskussion so ansehen.


    Zitat von MuckiP Beitrag anzeigen
    Sie denke am Ende sind die Urheber die Dummen? Ich denke, ganz am Ende sind wir Musikkonsumenten die Dummen, dann nämlich, wenn die guten Musiker einfach keinen Bock mehr haben sich verarschen zu lassen!
    Mag sein. Aber so weit denkt ja kaum jemand, oder sehen Sie das anders? Und die Dummen sind natürlich erst mal die Urheber, denn zunächst wird ja genug gute Musik auf "dem Markt" sein.


    Warum zeigt man den Kunden denn nicht einfach mal, welche Arbeit im Musikmachen steckt, statt ih ständig als potenziellen Verbrecher anzusprechen? Mich haben die "Making Of"s auf meinen DVDs immer sehr beeindruckt. Den Perfektionismus der Regisseure, Kameraleute usw. trotz Termindruck habe ich mir zum Vorbild für meine eigene Arbeit genommen. Auf der Musiker-Seite kenne ich da kaum gute Gegenstücke, vielleicht Michael Jacksons "This is it" und "Bring on the Night" mit Sting & Co. Und dann noch ein paar verstreute Einzelinterviews mit Komponisten (komischerweise meistens Filmkomponisten).

    Klar, den hartnäckigen Raubkopierer überzeugen sie damit auch nicht. Aber vielleicht hören die Anderen dann auf, es als Kavaliersdelikt zu sehen? Einen Versuch wär's immerhin wert.

    Kleine Anekdote am Rand: wir haben bei meinem früheren Arbeitgeber immer über das bequeme Leben der interne Serviceabteilung gelästert. Seit jeder neue Mitarbeiter da drei Wochen hospitieren muss, hat das aufgehört.
  9. #258

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Es gibt aber auch absolut keinen Grund für DRM. DRM macht nur alles kompliziert und ist eine weitere Fehlerquelle.
    Mir fällt kein Grund für DRM ein ausser den Konsumenten aus Misstrauen ständig auf die Finger zu schauen und vendor-lock-in.
    Das ist in der Tat das Hauptproblem. Der Kunde wird als potenzieller Verbrecher behandelt. Andererseits könnten sie Filesharing-Dienste verpflichten, bei Medien-Dateien generell auf bestehendes DRM zu achten. Das wäre ohne allzu großen Aufwand möglich. Natürlich weichen die Raubkopierer dann auf andere Verfahren aus. Die Hoffnung ist, dass es zu geschlossenen Zirkeln führt. Denen beizutreten erfordert deutlich mehr "kriminelle Energie" als eine Google-Suche gefolgt von einem simplen Download.

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Jedes DRM-System wird umgangen werden, so wie auch jeder Kopierschutz umgangen werden wird. Und dann wird weiterhin ein illegaler Markt vorhanden sein auf dem man den Content ohne DRM bekommt.
    In der Kryptologie-Community kennt man die Probleme der bisherigen DRM-Systeme durchaus. Über viele wird herzlich gelacht, weil es echte Anfängerfehler sind. Natürlich gibt es kein 100% sicheres System, besonders wen mehrere Hersteller beteiligt sind. Aber es geht mehr darum, den illegalen Markt wirklich illegal aussehen zu lassen.

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Und was passiert wenn diese zentrale Instanz nicht mehr existiert weil z.B. der Anbieter pleite ist? Was passiert wenn ich keine Verbindung dorthin bekomme?
    Die natürliche Instanz in Deutschland wäre für mich die GEMA. Die wird, dank staatlichen Auftrags, wohl noch lange leben. Die Server 24/7-verfügbar zu machen ist heute kein technisches Problem mehr. und da man die Verbindung nur einmalig zur Lizenzierung braucht, ist eine kurze Nichtverfügbarkeit des Internets auch kein Beinbruch.


    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Was passiert wenn es das DRM-System der Datei die ich vor 10 Jahren gekauft habe nicht mehr gibt?
    Zu einem vernünftigen Systemdesign gehört eine vernünftige Upgrade-Strategie. Das ist durchaus lösbar.

    Zitat von soulless72 Beitrag anzeigen
    Warum nicht einfach die User über ihre Rechte aufklären? Warum nicht einfach die Rechte so gestalten das sie dem moralischen Empfinden der Menschen entsprechen? Warum nicht einfach den Konsumenten zutrauen das sie bezahlen werden weil auch die Konsumenten wissen das es irgendwann keinen Content mehr gibt wenn niemand mehr bezahlt?
    Das ist eine schöne Idee und muss das Ziel sein. Andererseits ist das mit dem moralischen Empfinden so eine Sache. Ein Bild der Luxusjacht des Chefs einen großen Labels im Fernsehen, und man hat 10.000 neue potenzielle Filesharer. Das "Gerechtigskeitsempfinden" ist eine sehr fragile Sache. Lesen Sie doch mal das Buch Denken hilft zwar, nützt aber nichts . Da geht es zwar um eine etwas andere Fragestellung, man erfährt aber viel im Bezug auf Gerechtigkeitsempfinden in Geldfragen.
  10. #259

    Zitat von lordax Beitrag anzeigen
    Ach, Sie meinen also, Beteiligung an einer professionellen CD-Produktion würde einem automatisch das Verständnis für die psychologische Motivation von "Raubkopierern" nehmen?
    Ich verstehe den Satz jetzt nicht ganz. Ich behaupte jedenfalls, dass die Beteiligung an einer professionellen CD Produktion und -vermarktung dazu führt, dass man weiß, welche Arbeit mit dem Musikmachen bzw. der Herstellung und der Vermarktung einer CD verbunden ist, was dazu führen würde, dass verloren gegangenes Unrechtsbewusstsein wieder, bzw. erstmalig erlangt wird.

    Zitat von lordax Beitrag anzeigen
    Mag sein. Aber so weit denkt ja kaum jemand, oder sehen Sie das anders? Und die Dummen sind natürlich erst mal die Urheber, denn zunächst wird ja genug gute Musik auf "dem Markt" sein.
    Natürlich denkt keiner so weit, das liegt in der Natur des Menschen: es muß immer erst was passieren, bevor man sich damit auseinander setzt (dazu könnte ich jetzt hunderte Beispiele aufzählen aber ich sag nur mal Fukushima).

    Das traurigste ist ja auch nicht, dass es Menschen gibt die im Bezug auf die Nutzung von Musik ihr Unrechtsbewusstsein verloren haben (eigentlich traurig genug), sondern dass es jetzt auch noch, sozusagen als "Sahnehäubchen" obendrauf, Leute gibt, die ganz offen und lautstark die Abschaffung des Urheberrechts fordern. Als wäre es noch nicht genug, dass die Kunstform Musik kaum noch ernst genommen wird.

    Zitat von lordax Beitrag anzeigen
    Warum zeigt man den Kunden denn nicht einfach mal, welche Arbeit im Musikmachen steckt, statt ih ständig als potenziellen Verbrecher anzusprechen?
    Da bin ich voll und ganz bei Ihnen und das ist auch die Stelle wo mein großer Vorwurf Richtung Musikindustrie und den Majors geht: Anstatt den Jugendlichen zu zeigen, welche Arbeit hinter einer CD bzw. dem Leben eines Musikers steckt, setzen sie in den letzten Jahren auf Formate wie DSDS usw.. die dem Otto-Normalbürger das Gefühl geben, dass jeder Vollpfosten eine CD aufnehmen und ein Star sein kann.


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